Damals war es Friedrich

von Hans Peter Richter 
3,7 Sterne bei558 Bewertungen
Damals war es Friedrich
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (337):
engineerwifes avatar

Gerade in der heutigen Zeit sollte dieses Buch in keiner Jugendbibliothek fehlen!

Kritisch (63):
irishladys avatar

Zu plakativ, zu einfach die Geschichte beleuchtet, zu veraltet. Es gibt bessere Jugendbücher, die das Thema NS differenzierter behandeln

Alle 558 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Damals war es Friedrich"

Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in die selbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie gute Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn. Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:3423078006
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:141 Seiten
Verlag:dtv junior
Erscheinungsdatum:01.10.1979
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.03.2006 bei uccello - gut zu hören erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Romy_Winzers avatar
    Romy_Winzervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Von damals bis heute- muss man gelesen haben!
    Damals war es...

    Ich kann kaum glauben das jemand dieses Buch nicht kennt, da es für mich einfach in den Schulunterricht rein gehört. Damals in der 6ten Klasse, durfte ich dieses Buch zum ersten mal lesen und habe es bis heute nicht vergessen. Irgendwann habe ich dieses Buch erneut erhalten und es innerhalb eines Tages erneut gelesen. Natürlich kam mir vieles anders oder fremd vor, aber mir ist wieder bewusst geworden, wie schnell ich mich damals darin vertieft habe. Ich glaube sogar, das mit diesem Buch, mein Interesse an dem Thema erst begann. Ich möchte heute weniger auf das drumherum der Geschichte eingehen und vielmehr auf das was sie vermitteln und erklären soll.
    Damals wurde das Buch dazu genutzt die Kinder langsam auf das Thema heranzufrühren. Ich bin mir nicht sicher ob das heute auch noch getan wird, aber wenn dann ist dieses Buch der beste Weg. Das Buch erklärt alles, schlicht und einfach ge- und beschrieben, was sich damals ereignete, wie sich die Welt von heute auf morgen verändert hat. Angefangen damit, das Juden schief und gehasst angeschaut werden, jüdische Kinder die Schule wechseln mussten und sich nicht mehr auf jede Bank setzen mussten, das sie irgendwann nicht mehr ins Kino durften und selbst im Schwimmbad wie etwas ekelhaftes behandelt wurden. Auch gibt es ein Kapitel in dem es um die liebe zwischen jüdischen und nicht jüdischen Menschen geht und was den Deutschen blühte wenn sie sich nicht daran hielten. Was passierte wenn man für jüdische Menschen arbeitete und wie man sie abholte, ausraubte und behandelte. Alles wurde so beschrieben, das es verständlich ist, das Kinder oder heranwachsende nicht direkt mit dem schlimmsten konfrontiert werden, wie es in den Filmen meistens ist. So das auch jüngere Kinder, erfahren können was sich damals abgespielt haben. Viele Dinge wurden zusätzlich in einzelnen Kapitel erklärt und sehr gut beschrieben. Man kann schon meinen, das jedes Kapitel ein anderes Thema erklärt. Und auch ich, habe nach so vielen Jahren und obwohl ich es schon gelesen hatte, noch viel viel mehr gelernt bzw. es mir wieder ins Gedächtnis gerufen. Ich finde das Buch, für den Schulunterricht einfach perfekt geschrieben, toll erklärt und verständlich gehalten. 

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    sophie-zmrms avatar
    sophie-zmrmvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Mitreißend....
    Rezension zu Damals war es Friedrich von Hans Peter Richter

    Dieses Buch ist am 1. Oktober.1979 erschienen und hat 176 Seiten.  Die Taschenbuch Ausgabe kostet 7,95 und die e-book Ausgabe kostet 5,99.
    Damals war es Friedrich handelt von zwei Jungs die 1933 zusammen mit ihren Eltern im selben Haus wohnen.  Dieses Buch erzählt die Geschichte der Juden im zweiten Weltkrieg.
    Das Cover zeigt einen Jungen vor einem zersplitterten Fenster, es ist sehr passend zu der ganzen Geschichte. Aber wenn ich es nicht schon in meinem Regal gehabt hätte, hätte ich es in der Buchhandlung  wohl nicht gekauft.
    Der Schreibstil von Hans Peter Richter ist etwas ganz besonderes. Es verzichtet auf viele Details und kommt direkt auf denn Punkt. Aber trotzdem haben mir so einige Details gefehlt (zum Beispiel denn Namen des Protagonisten).
    Lieblingszitat:"»Damals waren es die Juden...Heute sind es dort die Schwarzen, hier die Studenten...
    Morgen werden es vielleicht die Weißen, die Christen oder die Beamten sein...«
    Fazit:Dieses Buch habe ich nur im Bus gelesen und dafür muss ich sagen das es definitiv zuschwer liegt. Es ist ein Buch für das man sich Zeit nehmen sollte, es regt um nachdenken an. Es ist mal ganz nett für zwischen durch, aber es ist kein Buch was man unbedingt lesen muss.

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    buecherfee_ellas avatar
    buecherfee_ellavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Schulklassiker ...
    Ein Schulklassiker ...

    Habe ich in der Schule gelesen und ich finde es ist eines der besten Bücher zu diesem Thema.
    Es erzählt wirklich Schritt für Schritt, wie es zum Schrecken des 3.Reiches kommen konnte und welche Folgen es für alle Betroffenen hatte.

    Das Ende hat mich wirklich traurig gemacht und ich musste Tränen verdrücken.

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    Gartenfee007s avatar
    Gartenfee007vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch , was einen noch danach beschäftigt !!
    Damals war es Friedrich

    Darum geht es (Klappentext):
    Zwei Jungen wachsen im selben Haus auf und gehen in die selbe Schulklasse. Jeder wird als einziges Kind von verständnis- und liebevollen Eltern erzogen. Selbstverständlich werden sie gute Freunde und jeder ist in der Familie des anderen daheim. Doch Friedrich Schneider ist Jude und allmählich wirft der Nationalsozialismus seine Schatten über ihn. Langsam gleitet die Geschichte aus der heilen Kinderwelt in ein unfassbares Dunkel.

    Meine Meinung:
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen ! Das Buch ist sehr gut geschrieben, besonders die Hauptfiguren wurden sehr detailreich beschrieben. Die geschichtliche Reihenfolge und Erklärungen am Ende des Buches finde ich sehr gut, besonders für Jugendliche !!




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    Lovingreaders avatar
    Lovingreadervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unbeschreiblich bewegend!!!!
    Unbeschreiblich bewegend!!!!

    Die tragische geschichte ist wirklich passiert.
    Es geht um 2 Jungen, Hans-Peter und Friedrich, die zusammen in einem Haus aufwachsen'-von klein auf- und echt miteinander befreundet sind. Doch Friedrich ist Jude und als Hitler an die Macht kommt, wird es für Hans-Peter schwer, noch weiter zu Friedrich zu halten...
    Doch irgendwie bleiben die 2 doch zusammen, obwohl sich die Freundschaft sehr verändert hat.
    denn innnerhalb eines Jahres ist plötzlich alles anders.
    Die sonst so reiche Familie Friedrichs wird arm, Friedrichs Vater verliert seine Arbeit, die Wohnung und wird schließlich in ein KZ gebracht, Friedrichs Mutter stirbt.
    Friedrich steht plötzlich ganz alleine auf der Welt und doch hat er ja noch einen: hans-Peter.
    Doch sein Freund kann ihm in Enddefekt doch nicht mehr helfen-
    die Nationalsozialistische Zeit holt die beiden ein...
    Als ich das Buch gelesen habe, war ich sehr schockiert und traurig zugleich.
    Die ganze Geschichte wird einfühlsam erzählt und am Ende des Buches ist noch eine Zeittafel vorhanden, die die Verbote für die Juden noch mal genaustens beschreiben.
    Ein Buch, das bewegt.

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    dia78s avatar
    dia78vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die das Herz berührt.
    Über das Leben einer jüdischen Familie

    Der Roman "Damals war es Friedrich" erschien  bereits 1974 in deutscher Erstausgabe im Deutschen Taschenbuch Verlag, mittlerweile erschien die 64.Auflage im Jahr 2015. Verfasst wurde das Buch von Hans Peter Richter.

    In diesem Buch geht es vor allem um die jüdische Familie Schneider und die deutsche Familie, welche unter ihnen im selben Haus wohnt. Beide Familien haben Kinder im gleichen Alter, aber nur den Namen des jüdischen Kindes erfahren wir in dieser Geschichte. Das Buch erzählt anhand kleiner Geschichten vom Leben und den Gefahren jüdischer Bewohner in Deutschland. Immer mehr werden die beiden Familien in die wirren der Vorkriegszeit und Kriegszeit hineingezogen und obwohl sie verstehen, dass Unrecht geschieht, können sie doch nicht aus den auferlegten Zwängen des Nationalsozialismus heraus.

    Man kann sich sehr gut in die Geschichten hineinversetzen und auch wenn es schwer fällt, kann man manche Reaktionen sogar nachvollziehen, warum so gehandelt wurde. 
    Jeder Geschichtelehrer sollte dieses Werk in sein Repertoire aufnehmen und so auch mit Hilfe mancher Geschichten das Werk des Dritten Reiches erarbeiten.

    Ein Muss zum Lesen!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Damals war es Friedrich - Hans Peter Richter

    ,,Damals war es Friedrich'' hat mich selber sehr stark berührt und mitgenommen. Es ist ein sehr ausdrucksstarkes Buch und man sollte es erst ab einem gewissen Alter lesen. Man persönlich erfährt über dieses Buch vieles und fragt sich warum es Menschen gab, die das wirklich anderen angetan haben. 
    Am Anfang beginnt es mit einer immer stärker werdenden Freundschaft, die immer mehr aushalten muss und sie dort zu zerstören. Das Buch ist aus der Ich-Perspektive erzählt und macht dadurch diese Geschichte noch lebendiger als sie ohnehin schon erscheint. 
    Für mich hatte das Buch eine starke Wirkung und ich finde, dass man sich mit solchen damaligen Situationen vertraut machen und sich mit ihnen auseinander setzen sollte.

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    Kerstin_KeJasBlogs avatar
    Kerstin_KeJasBlogvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leicht zu lesen, aber schwer zu 'verdauen'. Schilderungen eines Kindes zu einer Freundschaft und Zeiten die sich so gewaltig veränderten.
    Friedrich heißt auf hebräisch Salomon

    "Weil wir anders sind, nur weil wir anders sind, deshalb werden wir verfolgt und getötet." (Buch Seite 139)

    Dieses Buch beginnt mit der Lebensfreude zweier Kinder.

    "Damals war es Friedrich" ist vom Schreibstil her einfach zu lesen, kindlich naiv wird erzählt und doch ging es mir nahe. Vieles das zwischen den Zeilen stand, versteckt in kurzen Sätzen und Schilderungen, sorgte bei mir für Bilder im Kopf und Wut im Bauch, weiß ich doch um dieses mehr als düstere Kapitel der Zeitgeschichte.

    Aber erstmal zum Inhalt des Buches:
    Zwei Jungen, fast gleich alt, wohnen im gleichen Haus, gehen in die selbe Klasse und sind Freunde.
    Einer der beiden heißt Friedrich und er ist Jude.
    Sein Freund erzählt von den Freude des Winters, Mamas leckeren Reibekuchen und dem ersten Schultag. Er hat es nicht ganz so leicht, der Vater arbeitslos, deshalb ist das Geld knapp und nicht alles selbstverständlich. Friedrichs Familie geht es besser, der Vater Beamter, bringt genug Geld mit nach Hause.
    Dann aber ändert sich die Zeit, dreht sich das Blatt und doch bleibt diese Freundschaft erhalten. Kann sie aber bestehen wenn es gefährlich wird?

    Was mich so ungemein faszinierte war die Hingabe mit der dieser Freund von Friedrich und der Familie erzählte. Keine Spur von Neid, keine Zweifel an dieser Freundschaft. 
    Ein gefährliches Unterfangen und doch hält er zu ihm.
    Es werden Lebenserfahrungen gemacht, mit dem Strom geschwommen und doch immer wieder dagegen an.

    Friedrichs Freund hat keinen Namen in diesem Buch, wie auch die Familie dessen. Vielleicht waren die Namen auch gar nicht wichtig. 
    Vielleicht war es einfach nur wichtig dass es sie gab.
    Unzählige Namenlose, die nicht mitmachten, nicht zuschauten, nicht anfeuerten,  sondern Menschen blieben in dieser unmenschlichen Zeit.

    Ein Buch das als Schullektüre zum lesen, nachdenken und mitreden gedacht  und auch geeignet ist.
     Auf den letzten Seiten im Anhang gibt es einige Erläuterungen zu der Religion des Judentums, verständliche Erklärungen über Bräuche und Sitten.
    Daran folgt eine Zeittafel der Jahre 1933 - 1945 mit einigen sehr prägnanten Gesetzen.

    Dieses Buch begann mit der Lebensfreude zweier Kinder.

    Ich vergebe die volle Sternenzahl.
    c)K.B. 01/2016

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    Dalles avatar
    Dallevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Den Schreibstil von Hans Peter Richter mag ich nicht. Die Story an sich ist aufschlussreich.
    Kann man lesen.

    Wer das Buch noch nicht gelesen hat und nicht gespoilert werden will, sollte meine erste versuchte Rezension nicht lesen!

    Der Roman ,,Damals war es Friedrich" von Hans Peter Richter wurde vom dtv (Deutschen Taschenbuch Verlag) im Jahr 1974 veröffentlicht, ist in der Ich - Perspektive geschrieben und handelt im Jahre 1925 bis 1941, also im 2. Weltkrieg und es geht um Friedrich, der jüdisch ist, und seine Familie, die versucht normal weiter zu leben, trotz des Krieges.
    Der Ich-Erzähler und sein bester Freund, Friedrich, werden vor dem 2. Weltkrieg geboren und freunden sich im Laufe der Jahre an. Später wird Friedrich immer öfter diskriminiert und niemand kann und will was dagegen machen. Das alles führt zum Ende hin zu einen dramatischen Tod der Hauptperson Friedrich.
    Das Buch ist eher ein Jugendbuch und für Jugendliche ab 13 Jahren gedacht. Es kann aber natürlich auch von Erwachsenen gelesen werden.
    Der Autor wollte mit seinem Werk bezwecken, dass man über den 2. Weltkrieg bescheid weiß, selbst als Jugendliche/r. Die Absicht war auch, dass man erfährt, wie die Juden in dieser Zeit gelebt hat und was sie durchmachen mussten.

    Auf mich wirkt das Buch nicht gerade emotional, aber es ist dennoch sehr informativ. Viele Details und verschiedene Ereignisse werden unterschiedlich und doch ausreichend beschrieben. Allgemein haben die Personen eigene Charaktere und sind ganz individuell erstellt.

    ,, Damals waren es die Juden . . .
    Heute sind es dort die Schwarzen,
    hier die Studenten . . .
    Morgen werden es vielleicht die Weißen,
    die Christen oder die Beamten sein . . .
    " (S.5, Z. 1ff).
    Das sind die ersten Worte, die zum Buch gehören. Damit wird wohl gemeint sein, dass die Menschheit immer jemanden sucht, der für alles aufkommt. Die Juden mussten ja im 2. Weltkrieg leiden. Die Dunkelhäutigen werden heute in den USA vernachlässigt, wie man schon des Öfteren gehört haben sollte. Hier ist die Rede von Rassismus. Dieses Thema taucht bedauerlicherweise immer wieder auf. Egal ob in den Medien oder ganz privat.
    In ,,Damals war es Friedrich" wird sozusagen Friedrich dafür beschuldigt und bestraft ein Jude zu sein, wofür er nichts kann. Meiner Meinung nach ist es ziemlich respektlos jemanden wegen seiner Religion, seinem Aussehen etc. zu verurteilen. Niemand kann was dafür, doch ich glaube, dass wir das niemals richtig verstehen werden, da es immer wieder einen geben wird, der dafür sorgt, dass sich die Menschheit hasst, obwohl wir doch im inneren alle gleich sind.
    Der Schreibstil von Hans Peter Richter ist nicht gerade der Beste, den ich gelesen habe. Er ist eher altmodisch, was ja klar ist, da es ja vor ca. 70 Jahren geschehen ist, doch manchmal kommen im Fließtext, als auch in wörtlicher Rede nicht ganz verständliche Wörter vor. Manchmal kommen auch komische bzw. ungewohnte Wörter für ein Geschehnis vor.
    Anfangs ist auch der Vater vom Ich - Erzähler ein Freund von Friedrichs Vater, Herr Schneider, gewesen. Die Familie des Ich - Erzählers ist arm und die Schneiders sind wohlhabend. Später wird der Vater des Ich -  Erzählers zum Verräter, indem er in einer Partei eintritt, die gegen Juden ist, doch Herr Schneider ist nicht sauer. Ich selbst hätte nicht wie Herr Schneider gehandelt. Wenn jemand mit mir befreundet ist, erwarte ich doch auch, dass er meine Familie und mich nicht hintergeht und es sogar geheim hält. Doch ich kann die Reaktion von Herr Schneider verstehen. Er hat sonst keinen, der zu ihm halten würde oder mit ihm reden würde, da er ein Jude ist. Außerdem weiß Friedrichs Vater auch, dass die Familie des Ich - Erzählers nicht viel Geld hatte und mit dem Job in der Partei, die der Vater des I-E (Ich - Erzählers) angenommen hat, genug Geld bekommt, um seine Familie zu ernähren.
    Etwas später wird auch der Tod von Friedrichs Mutter, Frau Schneider, erzählt. Nachdem die Wohnung der Schneiders durchwühlt und zerstört wurde, stirbt Frau Schneider, als ein Doktor ihr eine Spritze gibt. Da muss ich zugeben, dass mich dieses Kapitel ziemlich mitgenommen hat, denn ich kann es nachempfinden eine geliebte Person für immer zu verlieren. Wäre ich an Friedrichs Stelle gewesen, hätte ich überhaupt nicht mehr aufgehört zu weinen.
    Irgendwann beherbergen Friedrich und sein Vater einen Rabbi in ihrer Wohnung. Kurze Zeit später wird dieses Geheimnis preisgegeben und die Schneiders werden durchsucht. Friedrich war zu diesem Zeitpunkt wohl nicht da und so erlebt er eine Überraschung, als er nur den rassistischen Vermieter in der Wohnung vorfindet. Er spuckt dem Vermieter ins Gesicht und verschwindet für eine ganze Weile. Ganz ehrlich? Würde mich jemanden verraten und deswegen würde mein Vater abgeschleppt werden, wäre mir wahrscheinlich die Hand ausgerutscht, wie es so schön heißt. Dann hätte ich ja beide Elternteile verloren und wäre ein Waisenkind. Ich könnte mir das nicht vorstellen ohne Eltern zuleben, da meine Eltern immer für mich da waren, sind und werden.
    Zum Ende des Buches haben der I-E und Friedrich keinen Kontakt, doch der wird dann wieder hergestellt. Die Bewohner des Hauses gehen dann in einen Schutzbunker, dass Einschläge gab. Friedrich hämmert dann an der Tür und niemand lässt ihn rein. Somit stirbt Friedrich traurigerweise. Persönlich finde ich es niederträchtig und unmöglich, dass man einen Jungen, der nicht mal sein 18 Lebensjahr erreicht hat oder eher gesagt: Einen Menschen während des Krieges nicht in den Schutzbunker lässt. Ich hätte Friedrich rein gelassen, da jeder das Gefühl von Sicherheit haben sollte, obwohl er eine andere Religion, ein anderes Aussehen oder sich anders Verhält.

    Fazit: Das Buch beschreibt die Zeit des Nationalsozialismus und eine mitreißende Geschichte über einen Jungen, der als Betroffener versucht zu überleben, was ihm aber misslingt. Man kann es lesen, wenn man wissen möchte, wie es damals war, man muss es aber nicht.


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    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor 4 Jahren
    Damals war es Friedrich

    Dieser Roman spielt im zweiten Weltkrieg. Genau erinnere ich mich nicht mehr an die eigentliche Geschichte. Ich glaube, es waren zwei Jungs, die miteinander befreundet waren. Und einer wurde ins KZ gebracht. Es ist Jahre her, dass ich es gelesen habe. Damals im Deutsch-Unterricht in der 7. oder 8. Klasse haben wir es gelesen. Ich weiß nur noch, dass ich dieses Buch damals unglaublich spannend und bewegend fand. Es ging um wahre Freundschaft. Und ja, es war ein weiteres von so vielen Büchern, die die Zeit von damals beschreiben. Es gibt mittlerweile fast schon zu viel davon. Jeder weiß, was damals Schlimmes passierte. Dieses Buch ist gut für Jugendliche, um ihnen zu zeigen, was damals passierte. Wenn sie sich erst langsam an die Geschichte herantasten. Auch für Außerhalb der Schule durchaus zu empfehlen. 

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