Hans Peter Roentgen Der Plotter

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 13 Rezensionen
(4)
(4)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Plotter“ von Hans Peter Roentgen

Freiburg 2011, im Café Montparnass: Am Tresen schwadroniert die Alt-68er-Riege bei Bier und Cappuccino über den revoltierenden Geist der Vergangenheit, besinnt sich der Lebensträume einer Generation, träumt von bewaffnetem Kampf und Unabhängigkeit. Doch die Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Und dann stirbt plötzlich der Plotter. Der manische Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde vom eigenen Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich aber ganz andere Theorien. Nur müsste man dann mit einer Bullin zusammenarbeiten, Juli, einer offenbar karrieregeilen Nichtswisserin. Die Polizei ihrerseits würde die Geschichte gerne den Wagenburglern anhängen: zwei Fliegen mit einer Klappe. Doch Juli hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen undurchsichtigen Strudel von einseitigen Polizeiinteressen, „inkorrekter“ Fremdenfeindlichkeit und islamistischem Fundamentalismus. Doch irgendwann holt die Vergangenheit alle ein.

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Spannender Thriller, von dem ich etwas anderes erwartet hätte und der mich am Ende nicht komplett Über zeugen konnte.

corbie

Das Apartment

Langweilig. Thriller? na daran üben wir noh mal :)

Sternlein

Sleeping Beauties

Dieses Buch, werde ich immer wieder lesen!!

Lanna

Tausend Teufel

: Das Buch hat mich total begeistert und ich lege es zu den Büchern, die nach dem Lesen noch präsent sind, was ein Zeichen von Begeisterung.

friederickesblog

SOG

Spannender Thriller, der bis zur letzten Seite Überraschungen bereithält. Toller 2. Teil um Huldar & Freya!

portobello13

Durst

Spannender Cliffhanger am Schluss...

ohnekrimigehtisabellanieinsbett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der Plotter

    Der Plotter

    Themistokeles

    30. August 2013 um 11:59

    Das besondere an diesem Buch sind wohl vor allen Dingen die Charaktere. Eine alte Freundestruppe, die damals noch durch die 1968 geprägt wurde und die 68er Generation auch heute noch wunderbar widerspiegelt und alle Vorurteile und Meinungen von damals verinnerlicht hat und dazu die junge Polizistin Juli, die sich mit dieser Truppe rumschlagen darf. Was für den nicht 68er jedoch etwas schwierig ist, man versteht das Buch nicht an jeder Stelle so einfach, da oftmals sehr viel Wissen auch vorausgesetzt wird, das man in diesem Fall einfach nicht haben kann und auch wenn man merkt, wie gut das Buch recherchiert wurde und wie viel Wissen die ganze Zeit mit übermittelt wird, merkt man auch, dass es an manchen Stellen ausreichend Informationen sind, manchmal fast schon zu viele und an anderen Stellen wäre ein bisschen mehr toll gewesen. Trotzdem greift das Buch super die Atmosphäre unter Menschen auf, die noch in den Ansichten von damals stecken und überall Verschwörungen vermuten. Dabei finde ich es zum Teil gelungen, wie die Erzählperspektiven aufgeteilt sind und zum Teil auch wieder nicht so ganz. Ich finde es klasse, dass Julis und Martins Erzählperspektiven, denn von denen hat der Roman so einige, in Ich-Perspektive sind, da man den beiden Charakteren so super näher kommt und trotzdem, manchmal muss man dann doch erst noch mal gucken, wer denn jetzt von den beiden aktuell wirklich berichtet. Dabei sticht dann die weitere Erzählperspektive in Er-Form deutlich heraus. Jedoch nimmt einen der Roman sehr schnell mit in die vielen Verstickungen und allen möglichen Themen, die damals die 68er Generation bewegt hat, wie auch noch aktuelle Themen. Dabei springt die Erzählung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und man erfährt einfach verdammt viele Dinge. An sich kann ich nicht behaupten, dass ich den Krimi nicht spannend fand, obwohl es auch an manchen Stellen so war, dass er sich für mich etwas gezogen hat, denn Martin ist manchmal ein bisschen zu sehr von den Plots des toten Plotters gefangen, was mich durchaus irgendwann doch gestört hat. Ansonsten ist es aber ein irgendwie anderer Krimi, der sich vor allen Dingen für die lohnen wird, die sich mit der 68er Generation auskennen und vor allen Dingen die schnoddrige Art mögen, in der das Buch verfasst ist.

    Mehr
  • Freiburg-Krimit mit 68er Hintergrund

    Der Plotter

    utaechl

    24. August 2013 um 22:09

    Inhalt: Der Plotter ist tot, erschlagen von seinem eigenen Buchregal. Alles sieht nach einem Unfall aus, bis sein Freund Martin ein brisantes Manuskript entdeckt. Könnte die Geschichte einen islamistischen Hintergrund haben, oder liegt die Lösung doch mehr als 40 Jahre in der Vergangenheit. Die Polizei will von Martins Theorien nicht viel wissen, hat sich die Wagenburgler als Hauptverdächtige auserkoren und es kostet ihn einiges an Überzeugungsarbeit, bis eine junge Polizistin seinen Schlussfolgerungen eine Chance gibt. Setting und Stil: Ich wusste gar nicht, dass in Freiburg so viel los sein kann. Hans Peter Roentgen bringt uns Stadt und Leute näher, zieht Verbindungen zu den 68ern und ganz nebenbei erfährt man etwas über einen prägenden Abschnitt deutscher Geschichte. Das Buch liest sich sehr gut, die aus wechselnder Ich-Perspektive erzählten Abschnitte sind je nach Handelndem schön unterschiedlich und der Aufbau ist spannend von Anfang bis Ende. Charaktere: Martin und seine Alt-68er-Runde sind schon sehr eigene Freiburger. Sie haben in ihrem Leben schon etliches erlebt und mitgemacht, haben ein gehöriges Maß an Macken und schaffen es unter anderem dadurch, das Leserherz für sich zu gewinnen. Von polizeilicher Seite aus, kann man sich gut mit Julie anfreunden, während der Rest eher die Vorurteile der 68er anfeuern. Insgesamt eine sehr spezielle Mischung, die komplett überzeugen kann und denen man gerne lesend zur Seite steht. Geschichte: Die 68er sind noch aktuell und haben weder Martin noch seine Freunde wirklich losgelassen. So entsteht ein Wirrwarr aus Vermutungen, Anschuldigungen, falschen Spuren und Vorurteilen, die sich erst langsam zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Es bringt Spaß, den Ermittlungen zu folgen und sich auf den Ausflug in die Vergangenheit zu begeben. Fesselnd, zum Mitraten und überraschend in einem. Fazit: Man merkt, dass Hans Peter Roentgen sich länger mit der Thematik beschäftigt hat. Dank seinem angenehmen Schreibstil gelingt es ihm, die Story gekonnt in einen Krimi zu verwandeln, der nicht nur Zeitzeugen, sondern auch die jüngeren Generationen interessieren dürfte. Ein Einblick in Denkweisen, die heutzutage vielleicht nicht mehr ganz aktuell sind, deren Logik man aber durchaus nachvollziehen kann. Ein interessanter und spannender Ausflug in die Geschichte.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    AngelikaLauriel

    03. February 2013 um 17:53

    Etwas speziell "Der Plotter" von Hans-Peter Roentgen ist eine etwas andere Art Krimi, so würde ich es wohl bezeichnen. Eine inhaltliche Zusammenfassung spare ich mir, die findet man ja bei der Info zum Buch. Als jemand, der selbst schreibt, fällt mir als erstes Handwerkliches ins Auge, wenn ich ein Buch lese. In diesem Fall: von einem Profi geschrieben. Das Buch ist aus drei Perspektiven erzählt, die sich in nicht ganz fester Reihenfolge abwechseln. Zwei der Perspektiven sind in der Ich-Form gehalten, die dritte, die aus Rückblenden besteht und bis ins Jetzt reicht, in der dritten Person. Über jedem Abschnitt steht, wessen Perspektive gerade "dran" ist, das macht es leicht, ihnen zu folgen. Die Perspektiven wechseln rasch, die Erzähleinheiten sind meist wenige Seiten lang, ab und zu sogar nur eine halbe Seite. Ich persönlich hatte leichte Konzentrationsschwierigkeiten aufgrund der Tatsache, dass zwei Protagonisten in der Ich-Form berichten und schielte deshalb gelegentlich auf die Kapitelüberschrift, um zu sehen, wer da gerade sprach. Der Erzählton ist tatsächlich ein wenig "schnoddrig", wie Andreas Eschbach es sagt (als Zitat auf dem Buchrücken) und dürfte damit viele Geschmäcker treffen, anderen vielleicht zu salopp daherkommen. Mir gefällt der Ton. Hans-Peter Roentgen hat die gesamte Erzählung auf das Wesentliche eingedampft, da steht kein Wort zu viel. Einerseits ist das eine große Kunst, andererseits hätte ich mir an einigen, wenigen Stellen fast ein wenig "Info-Dump" gewünscht. Es steckt viel Faktenwissen in dem Roman - offensichtlich hat der Autor hervorragend recherchiert. Für mich wäre ein wenig mehr Information hilfreich gewesen. Abhilfe schafft das Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe geklärt werden, aber der eine oder andere Nebensatz im Fließtext hätte hier nicht geschadet. Ich bin mir sicher, dass Liebhaber des politischen Kabaretts dieses Buch lieben werden, ebenfalls Krimifreunde, denn die Kriminalgeschichte entblättert sich erst nach und nach und hält überraschende Wendungen parat. Darüber hinaus gibt es ein paar sympathische regionale Einschübe, die Mentalität und die Örtlichkeiten passen zu Freiburg. Die Charaktere sind gut durchdacht und glaubwürdig gezeichnet, man sieht sie vor dem inneren Auge entstehen. Dies alles sind die Gründe, weshalb ich dem Krimi fünf Sterne gebe. Empfehlenswert!

    Mehr
  • Leserunde zu "Der Plotter: Ein Freiburg Krimi" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    Conte_Verlag

    Lust auf Mord im beschaulichen Freiburg? Dann nehmt teil an der Leserunde zu Der Plotter, dem neuen Conte-Krimi.   Ihr könnt Euch ab heute um 15 Exemplare bewerben, die wir am 8. August auslosen und versenden. Unsere Leserunde startet dann am 13. August, wenn hoffentlich alle ihre Bücher erhalten haben! :-)   Das Besondere an unserer Leserunde: Der Autor Peter Roentgen wird teilnehmen und Euch für Fragen zur Verfügung stehen!   Also jetzt bewerben! Beantwortet folgende Frage und ihr landet direkt im Lostopf:   In welcher Stadt spielt Peter Roentgens Krimi Der Plotter?   Zum Buch: Freiburg 2011. Am Tresen des Café Montparnass schwadroniert die Alt-68er-Riege bei Bier und Cappuccino über den revoltierenden Geist der Vergangenheit, besinnt sich der Lebensträume einer Generation, träumt von bewaffnetem Kampf und Unabhängigkeit. Doch die Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Und dann stirbt plötzlich der Plotter. Der manische Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde offenbar vom eigenen Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich aber ganz neue Theorien. Nur müsste man dann mit einer Polizistin zusammenarbeiten, einer Bullin, karrieregeil und voller Hass auf 68er. Die Polizei ihrerseits würde die Geschichte gerne den Wagenburglern anhängen: zwei Fliegen mit einer Klappe. Doch Juli, die Polizistin, hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen undurchsichtigen Strudel aus einseitigen Polizeiinteressen, »inkorrekter« Fremdenfeindlichkeit und islamistischem Fundamentalismus. Doch irgendwann holt die Vergangenheit alle ein … »Ein herrlich schnoddriger, fein beobachteter und humorvoller Krimi, der einen nebenbei ganz unaufdringlich verstehen lässt, was sich zwischen den 68ern und der RAF damals eigentlich abgespielt hat – oder haben könnte.« Andreas Eschbach

    Mehr
    • 208
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    glorana

    26. September 2012 um 22:32

    Erschlagen von seinem Bücherregal. Für die Polizei von Freiburg ein Unfall, doch im Laufe der Ermittlungen stellt sich heraus, dass ein Verbrechen geschehen ist. Das Opfer war der Plotter, ein Plo-Erfinder, der jedoch niemals ein Buch zu Ende gebracht hat. Sein Freund Martin, einer seiner Alt-68-Kumpels, geht der Sache auf den Grund und erstellt neue Theorien. Zusammen mit einer karriereverrückten Polizistin, die voll Hass auf die 68er-Generation ist, geht er auf Mördersuche. Der letzte brisante Plot handelte von Fremdenfeindlichkeit und islamistischen Fundamentalisten, und so begeben sie sich zurück zu einem Verbrechen aus der Vergangenheit, die irgendwann alle einholt.. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man als Leser viele Informationen und steckt mitten im Geschehen.Wir erfahren durch kurze Zeitsprünge interessante Informationen der 60 er und 70 er Jahre. Das Buch hat mich während des Lesens gefesselt und spannungsgeladen dem Ende entgegen fliegen lassen. Ein Buch aus Freiburg, ein Regionalkrimi, der einen mitraten lässt, bis zum spannenden Schluss.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    josi2011

    20. September 2012 um 16:15

    Inhalt Der Plotter wird tot aufgefunden. Sein Bücherregal ist auf ihn gefallen und hat ihn unter sicher begraben. Der Plotter wird Plotter genannt, weil er bekannt dafür ist Plots zu schreiben. Bis zu einer Buchveröffentlichung hat es jedoch nie gereicht. Was zunächst nach einem dummen Unfall aussieht, ist bei näherer Betrachtung jedoch ein Verbrechen. Es liegt nahe, dass es mit seiner letzten Arbeit an einem politischen Thema in Verbindung stehen könnte. War dieses Thema zu brisant? Meine Meinung Ich hatte zunächst so meine Schwierigkeiten in die Geschichte zu kommen. Es gibt zu viele Handlungsstränge und es wird aus zu vielen Perspektiven erzählt, was ich ziemlich verwirrend fand. Ein leichter Einstieg war so nicht möglich. Man musste sich generell sehr auf die Geschichte konzentrieren, um sie auch verstehen zu können. Da ich nicht zu der 68er Generation gehöre und mir vieles nichts gesagt hat, war es teilweise schwierig dem Geschehen zu folgen. Ein wenig mehr Hintergrundinformationen zu Freiburg hätte ich bei einem Roman, der schon auf dem Cover mit großen Lettern verkündet ein Freiburg-Roman zu sein, erwartet. Über Freiburg erfährt man jedoch leider nur wenig. Die Personen finde ich gut skizziert und nachdem man sich erst mal eingelesen hat, kommt auch Spannung auf, die mich jedoch nicht so richtig an das Buch zu fesseln wusste. Man konnte es zwar gut lesen, aber der letzte Funke ist nicht übergesprungen. Fazit Für Liebhaber von Freiburg und der 68er Generation ist "Der Plotter" sicher ein Muss. Mir persönlich hat es mit einigen Abzügen in der B-Note ganz gut gefallen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    Karr

    10. September 2012 um 19:56

    Achtung, Alt-68er-Alarm im Monte. Da hängen sie alle rum, im Café Montparnasse, alle, die 68 und danach in Freiburg und anderswo die Straßen unsicher gemacht haben: Mars, der immer noch den alt en Anti-Atom-Aufkleber an seinem Taxi spazierenfährt: Keine abgebrannten Brennstäbe zum Mars, denn Mars... ja, haben wir gelacht; Five, der der Kellnerin nachschaut, die seine Enkelin sein könnte und inzwischen Sarrazin rechts überholt, zumindest in Sachen Islamkritik. Dazu Martin, einer unserer Erzähler, und natürlich Holger Hennen, der Plotter. Weil er tausend und ein plots für Romane im Kopf hat. Ein Thriller über islamistische Verschwörung? He's got it! Oder »Der kahlköpfige Pygmäe - ein Serienmörder aus Deutschland« - kein Problem. Oder natürlich eins seiner Lieblingssujets - eine kommunaler Klüngel-Krimi über die Grinsekatze, wie sie alle hier in freundlicher Verachtung den Freiburger Bürgermeister nennen. Natürlich wird der Plotter nie eins dieser Bücher schreiben. Er hat sie ja im Kopf. Und da werden sie auch bleiben, denn nach einer durchzechten Nacht findet Martin seinen Nachbarn, den Plotter, erschlagen vom Bücherregal in seiner Wohnung. Unfall. Wäre am besten denkt auch die Kripo, bis auf Juli, die kesse Polizisten, die den Recall zum »Deutschland sucht die Super-Polizistin« geschafft hat. Jedenfalls nach Meinung Martins, der auch so seine Zweifel an der Unfallgeschichte hat. Nicht nur, weil er in der Wohnung des chronisch klammen Plotters 4800 Euro in einem Exemplar des "Kapitals" (wo sonst?) gefunden hat. Der bald ermittelnden Juli und ihren Kollegen fällt er mit seinen Fragen auf die Nerven. War es wirklich ein Unfall? Und wo sind die fehlenden 200 Euro, denn - mal ehrlich - man versteckt doch nicht 4800, sondern glatte 5000 Euro, nicht wahr? Es geht rund und bunt zu in Hans Peter Roentgens Freiburg-Krimi, mit Spitzen und Spitzfindigkeiten gegen alte 68er, die Polizei und überhaupt alles, was sich nicht rechtzeitig wehrt. Da wird die Ermittlung - ja, mit etwas gutem Willen kann man es schon so nenne, was Martin Mollmann da anstellt - da wird die Ermittlung zum roten Faden für ein Zeitbild, für Charakterstudien. Der Roentgen-Blick (um nun auch den naheliegenden Kalauer mit dem Namen des Autors zu machen), ist dabei eher decouvrierend als analytisch, aber immer scharf und sinnig und gelegentlich auch von der puren Lust an der De(kon)struktion getrieben. Wenn sich dann doch langsam herauskristallisiert, wie und in wie weit Mister Software, einer aus der 68er-Clique, der's zu was gebracht hat, (nämlich zu seiner Art Freiburger Bill Gates) in die Sache verwickelt ist, findet schließlich auch die Kriminalhandlung in diesem präzise geschriebenen Bild einer verlorenen Generation zu ihrem verdienten Schluss. Da steht zwar "Freiburg-Krimi" drauf, aber lass dich nicht täuschen: Freiburg ist überall - und wahrscheinlich ist auch Dein Bürgermeister eine Grinsekatze.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    conneling

    31. August 2012 um 22:48

    Der Plotter wird tot aufgefunden, als Todesursache steht allerdings gleich ein Bücherregal fest welches auf ihn gefallen ist. Der Plotter entwirft Plots, hat es aber noch nicht geschafft ein Buch zu veröffentlichen. Was als Unfall abgetan wurde entwickelt sich dann aber doch zum Verbrechen. Der Plotter arbeitete zuletzt an einem politischen Thema, war es vielleicht nicht gut, dass er sich damit auseinandergesetzt hatte? Der Plotter spielt in Freiburg, die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was unterschiedliche Blickpunkte aufzeigen konnte, was allerdings verwirrend war am Anfang zusammen mit den Rückblenden in die Vergangenheit. Sehr interessant so zu lesen, die Charaktere waren gut beschrieben und kamen sympatisch rüber, ich müsste mich allerdings konzentrieren um dabei zu bleiben. Der Spannungsbogen wurde umgebaut und gehalten, interessante Lektüre allerdings nicht so nebenbei zu lesen

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    IraWira

    29. August 2012 um 22:11

    "Der Plotter" ist ein Buch, bei dem ich mich sehr schwer damit tue, zu sagen, wie ich es finde. Einerseits war der Einstieg etwas schleppend, was allein schon durch die häufigen Perspektivwechsel bedingt ist, an die man sich als Leser doch erst einmal gewöhnen muss, andererseits hatte das Buch mich nachher doch gepackt, so dass ich es gerne zuende gelesen habe. Man sollte allerdings bei jedem Abschnitt übrigens genau auf das Datum und den Namen der Person achten, aus deren Perspektive gerade erzählt wird. In die Geschichte um die ewiggestrigen Gäste des Café Montparnasse, die allesamt irgendwo den 68ern nachtrauern, ist eine spannende Geschichte aufgebaut um den Tod des Plotters, des potentiellen Schriftstellers des Monte, der Zeit seines Lebens unendliche viele Plots entwickelt hat. Ob sein Tod ein Unfall oder vielleicht doch ein Mord war, bleibt lange im Dunkeln, nicht zuletzt, weil sich auch einiges auf polititscher Ebene, bzw. in der Arbeit der Polizei tut, was die Wahrheitsfindung erschwert. Es stehen sich die karrierebewusste moderne junge Polizistin, die durch ihren Vater leicht geschädigt ist, was die 68er anbelangt und der gealterte 68er Revoluzzer, der aber im Laufe der Jahre auch dazu gelernt hat und seine Überzeugungen mit viel Hintergrundwissen und eigenem Denken vertritt. Hinzu kommen noch einige andere skurrile Typen und ein extrem karrierebewusster Vorgesetzter der Polizistin, der gerne bereit ist, eindeutige Hinweise zu übersehen, um möglichst politisch einwandfreie Lösungen für die Ermittlungsarbeiten präsentieren zu können. Die Person von Jimmy, aus dessen Sicht ebenfalls regelmäßig erzählt wird, ging mir allerdings ziemlich schnell auf die Nerven, er kann zwar vermutlich nichts dafür, dass er eine ziemlich verkrachte Existenz ist, aber einiges hat mich doch immer etwas ungeduldig sein lassen. Der Leser wird immer wieder in die Geschehnisse der 68er reingezogen, man nimmt einiges an Hintergrundwissen mit, es ist aber vermutlich schon interessanter, wenn einem die ganzen Namen und Ereignisse der Zeit doch schon etwas sagen, so dass man dem Ganzen leichter folgen kann.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    loewe

    23. August 2012 um 21:11

    Meine Meinung Aus wechselnden Perspektiven erzählt sich die Geschichte. Mal hören wir von und über Martin...Er ist der beste Freund vom Plotter und wittert sogleich ein Verbrechen. Dann begleiten wir Juli, die Bullin, auch ihr Vater ist ein Alt-68-er. Wenn sie was nicht wirklich braucht, dann Alt-68-er...Nun gibt es noch Jimmy, der eigentlich ein Hansi ist... In gutlesbarem Stil schickt uns Hans Peter auf eine kleine Zeitreise mit seinen Helden. Wo ist nur der Ordner mit den Plots vom Plotter abgeblieben? Wie kommt so viel Geld ins Kapital? Warum brennt die Computerschmiede? Viele Fragen tun sich auf. Der Autor schreibt beschwingt und locker und ein um das andere Mal muss der Leser sich doch ein kleinem Lächeln hingeben. Martin wächst dem Leser über die vielen Seiten schon ans Herz, irgendwie nie was auf die Reihe bekommen, in Gedanken oft in der Vergangenheit ist nun die Zeit zum Handeln gekommen. Hier erwartet den Leser kein großes, lautes Kino, aber trotzdem wartet die Story mit genug Spannung auf. Hier kann man einige gemütlich gute Lesestunden bekommen. Man sollte eventuell aber schon ein wenig Spaß an der Generation 68 haben.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    Livres

    23. August 2012 um 09:14

    Ein Mann wird in seiner Wohnung in Freiburg tot aufgefunden. Es scheint so, als sei er von seinem Bücherregal erschlagen worden. Der Tote wird von allen nur „der Plotter“ genannt. Er war nämlich ein leidenschaftlicher Geschichtenerzähler, der jedoch immer nur Plots entworfen und dabei nie ein komplettes Buch vollendet hat. Seine Geschichten hat er gerne seinen Alt-68er-Kumpels im Café Montparnasse erzählt. Martin ist Freund und Nachbar des Plotters und kann nicht glauben, dass der Plotter durch einen Unfall gestorben sein soll. Er versucht, die ermittelnde Polizistin Julia davon zu überzeugen, die jedoch zunächst abweisend und skeptisch ist. Dies hat wohl auch mit ihrer allgemeinen Abneigung gegen die 68er-Bewegung zu tun, die auf ihre eigene Familie zurückgeht. Martin vermutet, dass das letzte Projekt des Plotters etwas mit dessen Tod zu tun haben könnte. Und auch Julia kann sich vor den Indizien und Ermittlungsergebnissen nicht lange verschließen… Hans Peter Roentgen liefert in seinem Roman „Der Plotter“ einen Mix aus Krimi, Politik und Freiburg-Roman. Im Verlauf des Romans werden verschiedene politische und auch religiöse Gruppierungen behandelt, u.a. die RAF, die 68er-Bewegung, Islamisten. Auch auf Aktuelles, wie z.B. die Sarazzin-Debatte wird am Rande eingegangen. Ein kurzes Glossar am Ende des Romans gibt über manche Begriffe Aufschluss. Jedoch wäre es vielleicht sinnvoll gewesen, das Glossar an den Anfang des Buches zu stellen, da der Leser es sonst womöglich nur durch Zufall entdeckt. Daher hätten mehr Hintergrundinformationen zu einigen Themen, vor allem auch zu den politischen Gruppierungen, sehr hilfreich sein können, um die unterschiedlichen Haltungen besser differenzieren und verstehen zu können. Dies wäre vor allem für Leser wie mich interessant, die zu jung sind um diese Zeit selbst miterlebt zu haben. Der sprachliche Stil des Buches war sehr ansprechend und leicht lesbar. Der Autor schafft es, den Spannungsbogen über die komplette Geschichte hoch zu halten und den Leser miträtseln zu lassen. Einige unerwartete Wendungen erhöhen dabei noch die Lesefreude.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter: Ein Freiburg Krimi" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    lake_like

    22. August 2012 um 12:17

    Ein Mann wird in seiner Wohnung von einem Bücherregal erschlagen. Was in den Augen der Freiburger Polizei zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entwickelt sich schnell zu einem Verbrechen. Bei dem Opfer handelt es sich um den Plotter, einem Mann, der mit seinen unzähligen Plots nie eine Geschichte zu Ende schrieb und darum überall als der Plotter bekannt war. Seine Freunde, allesamt Alt-68er-Kumpanen vom Café Montparnass können nicht fassen, was geschehen ist. Besonders Martin glaubt nicht daran, dass das Bücherregal einfach umgefallen sein soll. Er beginnt, den Unfall zu hinterfragen und stößt bei seinem Recherchen auf Hinweise, die einen Mord in Betracht ziehen: Sämtliche, in einem Ordner gesammelte Plots sind spurlos verschwunden und der Laptop des Plotters ist auch kaputt. Martin beschließt zu Mr. Software zu gehen, um den Computer reparieren zu lassen, in der Hoffnung, eine digitale Kopie der Plots auf dem Rechner zu finden. Doch ein Brandanschlag auf den Elektronikladen macht diesen Plan zunichte. Für die Polizei ist klar, dass die Täter die Wagenburgler sind, die mit ihrer Tat gegen das bürgerliche Leben protestieren wollten. Aber wieso behaupten die Täter gegen eine Bezahlung, lediglich die Fensterscheibe des Ladens eingeschlagen zu haben? Und weshalb wird Mr. Software kurz darauf umgebracht? Der Fall wird immer mysteriöser, als Martin 4800 Euro in Plotters Wohnung findet, deren Herkunft er sich nicht erklären kann und als er Post von einem Verlag an den Plotter öffnet, in dem es um ein unbekanntes Manuskript geht, das der Plotter dort hingeschickt hatte mit einem Vorwort von Mr. Software. Er wendet sich hilfesuchend an die Polizistin Juli Faller, die mit ihrer Anti-68er-Haltung nicht gerade Martins Sympathien hervorruft und dennoch auch dran glaubt, dass mehr hinter Plotters Tod stecken muss. Gemeinsam machen sie sich anhand des Manuskriptes und des Vorworts auf die Spurensuche, die sie in die Vergangenheit führt, wo ein Verbrechen lauert, dessen Auswirkungen in der Gegenwart eine große Gefahr darstellt und den Täter näher scheinen lassen als ihnen lieb ist… Der Krimi „Der Plotter“ von Hans Peter Roentgen ist eine Geschichte, die mit ihrem Aufbau durchgängig Spannung erzeugt. Die wechselnden Perspektiven der einzelnen Figuren und der ständig neue Input an Informationen mag anfangs ein wenig verwirrend erscheinen, aber dadurch entsteht ein plot-artiger Charakter, der nicht nur zum Titel, sondern auch zum Wesen des Plotters selbst passt. Nach und nach entwickelt sich dieser Plotcharakter zu einer kohärenten Geschichte. Dabei versteht es Hans Peter Roentgen geschickt, mehrere Komponenten in sein Buch einzubauen: Es finden sich unter anderem aktuelle Ereignisse und Themen wie z.B. Thilo Sarrazin oder das Attentat von Oslo im Buch wieder, ebenso wie Bezüge auf die Zeit der RAF und der 68er. Insgesamt entsteht so ein lesenswerter Krimi der etwas anderen Art, der mit seiner Spannung auf knapp 220 Seiten für ein unterhaltsames, kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. Dieses Buch bietet sich dabei vor allem für Leser an, die einen Krimi lesen möchten, der sich recht ausführlich mit der Zeit der 68er und dem RAF-Terrorismus beschäftigt, aber auch alle anderen Krimi-Leser dürften hier nicht zu kurz kommen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter: Ein Freiburg Krimi" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    Buchfan276

    19. August 2012 um 16:19

    Ein sehr spannender und interessanter Kriminalroman ist "Der Plotter" von Hans Peter Roentgen. Im schönen Freiburg wird ein Mann von einem Bücherregal erschlagen. Bei dem Toten handelt es sich um den "Plotter", welcher immer nur Plots zu Büchern verfasst, aber nie ein richtiges Buch veröffentlicht hat. Sein jüngstes Projekt war besonders brisant. Es ging nämlich um die Islamisten und andere Gruppierungen. Und so entbrennt ein rasanter Politkrimi, der wirklich empfehlenswert ist... Das Cover ist ansprechend. Dominierend ist hier der Titel als dicker Schriftzug. Schriftgröße und Format waren in Ordnung. Der Schreibstil des Autors war klar und verständlich. Der Handlungsverlauf baut zu einem logischen Ganzen auf. Leider waren die Perspektivenwechsel und die Sprünge in die Vergangenheit am Anfang sehr verwirrend und man fand sich nur schwer zurecht. Im weiteren Verlauf des Krimis klären sich aber alle Fragen ausreichend auf. Das Buch wird aus den Perspektiven einer ermittelnden Kommissarin und der eines Bekannten des Plotters erzählt. So erhält der Leser vielseitige Informationen und kann sozusagen mitermitteln. Gerade im letzten Drittel des Buches erwies sich diese Methode als sehr passend. Die Protagonisten waren allesamt sympathisch. Allerdings wirkte die Kommissarin am Anfang recht gleichgültig. Die Mitarbeiter auf dem Polizeirevier gaben sich als desinteressiert und wollten die Schuld jemandem in die Schuhe schieben. Martin hinterfragt im Buch Sachverhalte, um an weitere Informationen zu kommen. Seine Neugierde machte ihn sympathisch. Gestört hat mich die Verwendung von zahlreichen politischen Gruppierungen, deren Grundeinstellungen für mich nur unzureichend erläutert wurden. Ein Stichwortverzeichnis ist in kleinem Umfang vorhanden und klärt zumindest einzelne Fragen. Insgesamt aber ein Krimi, in dem die Komponente Spannung nicht zu kurz kam und der nicht nur für Fans der näheren Geschichte interessant ist. Natürlich kommen auch Freiburg.Fans auf ihre Kosten. Empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Plotter: Ein Freiburg Krimi" von Hans Peter Roentgen

    Der Plotter

    Leselady

    15. August 2012 um 21:04

    Mit Charme, Jeans und Parka auf Verbrecherjagd im beschaulichen Breisgau :-)) Klappentext: Freiburg 2011, im Café Montparnass: Am Tresen schwadroniert die Alt-68er-Riege bei Bier und Cappuccino über den revoltierenden Geist der Vergangenheit, besinnt sich der Lebensträume einer Generation, träumt von bewaffnetem Kampf und Unabhängigkeit. Doch die Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Und dann stirbt plötzlich der Plotter. Der manische Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde offenbar vom eigenen Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich aber ganz andere Theorien, nur müsste man dann mit einer Bullin zusammenarbeiten, Juli, einer offenbar karrieregeilen Nichtswisserin. Die Polizei ihrerseits würde die Geschichte gerne den Wagenburglern anhängen: zwei Fliegen mit einer Klappe. Doch Juli hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen undurchsichtigen Strudel von einseitigen Polizeiinteressen, inkorrekter Fremdenfeindlichkeit und islamistischem Fundamentalismus. Doch irgendwann holt die Vergangenheit alle ein... Informationen zu Buch und Verlag: • Broschiert: 232 Seiten • Verlag: Conte (Juli 2012) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3941657704 • ISBN-13: 978-3941657700 • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,4 x 2 cm (Quelle: http://www.amazon.de/Der-Plotter-Ein-Freiburg-Krimi/dp/3941657704) Besonderheiten des Buches: Ein F R E I B U R G – Krimi ist allein dem Namen nach, schon eine Besonderheit…!!! Sehr auffällig auch die zügigen Perspektivwechsel der Protagonisten, der Locations und das regelmäßige zeitliche Abtauchen in die 60er und 70er Jahre. Für diverse „Seltsamkeiten“ (

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks