Hans Pleschinski

 3,8 Sterne bei 154 Bewertungen
Autor von Wiesenstein, Königsallee und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans Pleschinski

Hans Pleschinski ist in Niedersachsen geboren und ausgewachsen. Nach dem Abitur studierte er an der LMU in München Germanistik, Romanistik und Theaterwissenschaft. Danach war er im Theater und in Kunstgalerien tätig, bevor er 1985 zum Bayerischen Rundfunk kam. Nebenbei übersetzte er bedeutende französische Werke ins Deutsche. Er schreibt u.a. Satiren, Romane und Krimis. Pleschinski erhielt mehrere nationale und internationale literarische Auszeichnungen für seine Werke.

Alle Bücher von Hans Pleschinski

Cover des Buches Wiesenstein (ISBN: 9783406700613)

Wiesenstein

 (52)
Erschienen am 17.12.2018
Cover des Buches Königsallee (ISBN: 9783423144162)

Königsallee

 (31)
Erschienen am 19.06.2015
Cover des Buches Hör auf zu lügen (ISBN: 9783570103418)

Hör auf zu lügen

 (25)
Erschienen am 08.10.2018
Cover des Buches Ludwigshöhe (ISBN: 9783406699153)

Ludwigshöhe

 (12)
Erschienen am 27.05.2016
Cover des Buches Bildnis eines Unsichtbaren (ISBN: 9783423132763)

Bildnis eines Unsichtbaren

 (4)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Nie war es herrlicher zu leben (ISBN: 9783406621703)

Nie war es herrlicher zu leben

 (4)
Erschienen am 22.12.2011
Cover des Buches Am Götterbaum (ISBN: 9783406766312)

Am Götterbaum

 (4)
Erschienen am 27.01.2021
Cover des Buches Voltaire - Friedrich der Große (ISBN: 9783423138963)

Voltaire - Friedrich der Große

 (2)
Erschienen am 01.06.2010

Neue Rezensionen zu Hans Pleschinski

Cover des Buches Am Götterbaum (ISBN: 9783406766312)L

Rezension zu "Am Götterbaum" von Hans Pleschinski

Die Villen eines Nobelpreisträgers, den kaum einer kennt
luisa_loves_literaturevor 7 Tagen

Mein abendliches Flanieren durch München (das ich als  Nordlicht zugegebenermaßen fast gar nicht kenne) ist nun zu einem italienisch anmutenden Ende gekommen. Zusammen mit drei eigenwilligen Frauen, die gekonnt schablonenhaft zwischen Verschwesterung und Stutenbissigkeit schwanken, durfte ich so einiges über den mir völlig unbekannten Literaturnobelpreisträger Paul Heyse erfahren und dabei sehr viel Münchens abendlichen Alltag, seine architektonische Kulisse, seine Bewohner, seine Stärken und Schwächen beobachten. 

Die Stärke des Romans ist seine liebevolle, auf den Punkt genaue, ironische Herausstellung des bestimmenden Charakterzugs der jeweiligen Dame - am meisten Vergnügen hat mir wohl Ortrud Vandervelt, die Schriftstellerin mit großen Ambitionen und zahlenmäßig kleiner Leserschaft bereitet, aber auch Antonia Silberstein, die ständig planende Stadträtin, ist äußerst unterhaltsam. Die Heyse-Lektionen werden äußerst gekonnt durch die Figur des Professors Harald Bradford an den Leser gebracht, der in seiner Begeisterung für einen Autor, den sonst eigentlich jeder vergessen hat, ein würdiger Repräsentant seiner Zunft ist, und von seinem Hongkonger Partner, einem Schönheitssalon-Betreiber, immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird.

Das eigentlich Schmuckstück des Romans ist aber seine wirklich exquisite Beobachtungsgabe. Er beobachtet nicht nur seine Figuren, sondern vor allem auch alles, was diesen flüchtig auf ihrem Weg quer durch München begegnet. Diese Teile haben mir am meisten Freude bereitet. Manchmal ist es nur ein Satz, der z.B. auf die Auslage eines Schaufensters hinweist, aber es entsteht nicht nur ein ganzes Bild im Kopf, sondern es wird vor allem die typische Art der oberflächlichen, menschlichen Wahrnehmung ausgezeichnet gespiegelt. Man ist so wirklich selbst mit der Gruppe Kulturbeflissener auf dem Weg zur Heyse-Villa.

Auch wenn ich die Seitenhiebe, vor allem auf die Stadträtin und die Autorin sehr genossen habe, hat sich der Roman inhaltlich etwas für mich abgenutzt. Insgesamt war er mir inhaltlich nicht fesselnd genug bzw. etwas dünn, dennoch aber eine sehr amüsante Lektüre.


Kommentare: 1
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Cover des Buches Hör auf zu lügen (ISBN: 9783570103418)W

Rezension zu "Hör auf zu lügen" von Philippe Besson

Gut, aber nicht zeitgemäß
Welpemaxvor 8 Monaten

Ein gutes, ein interessantes Buch, sehr dramatisch, aber irgendwie auch ein bisschen zu spät. Das Drama funktioniert natürlich auch heute noch, aber nach dem Film 'Brokeback Mountain' ist das Buch 2017 (Copyright) bzw. 2018 im deutschsprachigen Raum ein wenig spät für dieses Drama. Die biografische Erzählung spielt ca. in den 1966er Jahren bis 2016, aber mittlerweile ist durch das Zeitalter des Internets einiges mehr möglich, so dass diese Art von Biografie bzw. Problematik in den Hintergrund rückt. Zwar spielt die Einstellung der Eltern noch immer eine große Rolle, aber die Jugend heutzutage hat definitiv mehr Möglichkeiten zum treffen, zum verständigen, zum flirten und sich kennenzulernen. Die Geschichte ist trotzdem interessant, traurig, nachvollziehbar aber dennoch auch zeitlich nicht mehr ganz passend und aktuell.

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Cover des Buches Am Götterbaum (ISBN: 9783406766312)S

Rezension zu "Am Götterbaum" von Hans Pleschinski

Ein Münchner Spaziergang
Sikalvor einem Jahr

Die Münchner Stadträtin Antonia Silberstein, die Schriftstellerin Ortrud Vandervelt und die Diplom-Bibliothekarin Therese Flößer treffen sich eines Abends, um sich zur Münchner Villa eines großen deutschen Schriftstellers aufzumachen. Dort wollen die Damen auf einen Experten treffen, der mit ihnen Sinnhaftigkeit und Möglichkeiten eines Paul-Heyse-Kulturzentrums prüfen soll. Paul Heyse (1830 – 1914) war der erste echte deutsche Literaturnobelpreisträger und geriet zusehends in Vergessenheit. Dem soll entgegengewirkt werden und nichts würde sich besser anbieten, als Heyses Villa.

 

Wir begleiten die Damen auf dem Spaziergang durch München, der sich durch das ganze Buch wie ein roter Faden zieht. Auf dem Weg dorthin wird hauptsächlich über Heyse debattiert, aber es werden auch Passanten beobachtet, der Kopf geschüttelt über Gesprächsfetzen aus einem Managementseminar oder über die Münchner Verkehrspolitik hergezogen. Zwischendurch finden sich immer wieder literarische Einschübe. Als kritischer Gegenpol zu den Heyse-Verfechtern tritt Ortrud Vanderbelt auf, die ein ambivalentes Verhältnis zum Schriftstellerkollegen zu haben scheint.

 

Der Autor Hans Pleschinski ist bereits für seine Romane „Königsallee“ und „Wiesenstein“ bekannt, die ebenso Literaturnobelpreisträgern gewidmet sind. Nun gliedert sich mit „Mein Götterbaum“ auch Paul Heyse in diese Runde ein.

 

Der Schreibstil des Autors ist gewöhnungsbedürftig – oftmals kurze, prägnante Sätze, dann wieder ausufernde Details. Amüsante Dialoge und ein wenig Gesellschaftskritik gepaart mit intellektuellem Diskurs machen das Lesen zu einem Vergnügen. Die Idee, über die Damenrunde und den Experten Bradfort sowie dessen Begleiter Deng Long über Heyse zu referieren und so in dessen Biografie Einblick zu erhalten, ist genial.

 

Ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe, auch wenn dieser durchaus meine ganze Aufmerksamkeit forderte. Aber das ist ja sein gutes Recht! Gerne vergebe ich hier 4 Sterne

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Gespräche aus der Community

LovelyBooks Challenge 2018 „Sachbücher & Ratgeber“


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  3. Schreibe zu jedem Buch eine Rezension und ordne diese dem jeweiligen Bereich zu. Verlinke bitte deine Rezension in deinem Sammelbeitrag, nur so kann am Ende des Jahres ermittelt werden, ob du die Challenge geschafft hast.

Ziel der Challenge: 12 Bücher in 12 Monaten aus mindestens 3 unterschiedlichen Bereichen zu lesen und zu rezensieren.


Es ist egal, ob du Sachbücher oder Ratgeber liest. Diese können in diversen Formaten (Hörbuch, E-book, Print) vorgestellt werden. Wichtig ist, dass das jeweilige Buch vom Verlag bzw. Lovelybooks als Sachbuch/Ratgeber/Biographie geführt wird.


Primär sollte natürlich der Gedanke zählen, sich auszutauschen oder neue Bücher kennenzulernen. Doch was wäre eine Challenge ohne Gewinn!


Und das kannst du gewinnen:

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In eigener Sache: Ich wünsche mir eine Challenge, in der wir respektvoll miteinander umgehen, in der wir die Meinung der anderen akzeptieren (wenn wir sie auch nicht immer teilen werden) und in der wir auch bei hitzigen Diskussionen immer wieder zu einem Konsens finden – „Meinungsfreiheit“ soll hier selbstverständlich sein.


Ich freue mich, wenn du dabei bist.


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Talathiel

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wandablue


 

 

1879 BeiträgeVerlosung beendet
I
Letzter Beitrag von  Igelmanu66vor 3 Jahren
Ich verfolge die Nachrichten, die teilweise erschütternd sind. Ich drücke euch fest die Daumen, dass bald (also noch vor Juli) wieder Normalität einzieht!

"Bin ich noch in meinem Haus?"

Das sollen Gerhart Hauptmanns letzte Worte gewesen sein. Letze Worte, die verdeutlichen, was für den großen Dichter und Nobelpreisträger am wichtigsten war.
Gerhart Hauptmann war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, und eine der am missverstandendsten. Dabei war sein Werk vom Menschlichen inspiriert und von der Heimat geprägt.
Mit seinem eindringlichen Roman "Wiesenstein" setzt Hans Pleschinski Gerhart Hauptmann ein Denkmal und erzählt damit ein Stück deutscher Geschichte.

Mit "Wiesenstein" eröffnen wir den diesjährigen LovelyBooks Literatursalon!
Und wenn ihr zusammen mit uns eine besondere und exklusive Literaturreise eintreten möchtet, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen.

In unserem LovelyBooks Literatursalon warten außerdem weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben auf euch.

Zum Inhalt
Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa "Wiesenstein", ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.
Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?
Hans Pleschinskis erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman, gleich einem deutschen Vom Winde verweht.


Lust auf eine Leseprobe?

Zum Autor
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u. a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste.

Haben wir eure Neugier geweckt?
Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 30 Exemplare von "Wiesenstein" unter allen, die den großen Dichter Gerhart Hauptmann besser kennenlernen möchten und mit ihm Wiesenstein besuchen. Habt ihr Lust, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen, euch darüber auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 31.01., und antwortet auf folgende Frage:

Was bedeutet für euch Heimat?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

Die Leserunde endet am 15.03.2018.
1780 BeiträgeVerlosung beendet
S
Letzter Beitrag von  Simi159vor 4 Jahren
Macht für mich aber auch wieder deutlich, welche Insel Wiesenstein war.

Zusätzliche Informationen

Hans Pleschinski wurde am 23. Mai 1956 in Celle (Deutschland) geboren.

Hans Pleschinski im Netz:

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