Hans Pleschinski Königsallee

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Inhaltsangabe zu „Königsallee“ von Hans Pleschinski

Sommer 1954: Der 79-jährige Thomas Mann wird mit seiner Frau Katia in Düsseldorf erwartet, um aus seinem neuen Bestseller Felix Krull zu lesen. Im vornehmen "Breidenbacher Hof" in der Königsallee ist die Hölle los, denn man möchte vor dem berühmten wie anspruchsvollen Literaten den alten Glanz des Hauses und der honorigen Kulturstadt inszenieren. Im selben Hotel logiert auch Klaus Heuser mit seinem Freund Anwar ein Zufall, der vor allem bei Erika Mann für größte Unruhe sorgt, denn Klaus Heuser gehört zu den großen Lieben des Schriftstellers. Auf der Folie realer Geschehnisse und bisher ungekannter Dokumente erzählt der Autor mit umwerfend einfühlsamer sprachlicher Brillanz von Liebe und Verantwortung, von Literatur und Kunst.

Die Anstrengung lohnt sich! :-)

— Rocket_Launch

Zwischen all den Anspielungen auf Manns Werke bleibt die eigentliche Geschichte ziemlich auf der Strecke.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Pleschinski beschreibt auf humorvolle aber auch authentische Weise Thomas Mann und seine Familie in einer fiktiven Begegnung.

— luibln

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  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Romanze in Düsseldorf

    Königsallee

    PaulTemple

    17. August 2016 um 22:18

    Sommer 1927: Auf Sylt treffen Thomas Mann und der junge Klaus Heuser zusammen. Eine zufällige Begegnung, die mit einem Kuss endet und an die Thomas Mann seither mit liebevoller Sehnsucht zurückblickt.Sommer 1954: Thomas Mann befindet sich auf seiner letzten Vortragsreise in Düsseldorf. Residiert wird selbstverständlich im Breidenbacher Hof, ein Nobelhotel allererster Güte, welches sich zufällig auch der aus Indien heimkehrende Klaus Heuser als Bleibe aussucht. Von den möglichen Querelen und Folgen eines möglichen Wiedersehens geleitet, legt die mitgereiste Erika Mann alles daran, ein erneutes Wiedersehen zu verhindern....Es ist die Sprache, es ist der Duktus, es sind die Themen und Dialoge: Pleschinski gelingt das Meisterstück, seinen auf Tatsachen beruhenden Roman in großen Teilen so klingen zu lassen, als hätte der "Zauberer" ihn selbst verfasst. Die Brisanz eines vermeindlichen Wiedersehens, die quälenden Gedanken beider Protagonisten - dies alles gelingt ihm fabelhaft und überzeugend. Zudem eröffnet sich dem Leser ein gesellschaftliches Panorama über das Deutschland der Nachkriegszeit, das schwere Erbe mit der nazi-Vergangenheit, gefangen zwischen Rückbesinnung und Aufbruch.Sehr, sehr lesenswert!

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    • 6
  • Thomas Mann und die "Königsallee"

    Königsallee

    luibln

    04. June 2015 um 16:14

    Ich war sehr angetan von Hans Pleschinskis bei C.H.Beck erschienenem Werk "Königsallee", auch wenn es in Stil und Schreibweise sehr an Thomas Mann erinnert. Das kommt aber nicht von ungefähr, denn selbiger spielt in diesem Buch eine Hauptrolle. Ein gewisser Klaus Heuser kommt per Zufall zur gleichen Zeit im gleichen Hotel in Düsseldorfs Königsallee an wie der Nobelpreisträger. Heuser war in jungen Jahren ein Schwarm des Dichterfürsten und wohl noch immer in dessen Fantasie. Pleschinski spinnt hier eine Geschichte auf der Grundlage wirklich abgelaufener Ereignisse und läßt eine Begegnung der beiden und zuvor die Entwicklung dorthin stattfinden, die es so aber nie gab. Dabei treten neben Mann und seiner Frau Katja, noch Erika und Golo Mann, so wie Thomas Manns früherer Freund Ernst Bertam auf, welcher aber später die Bücherverbrennungen der Nazis bejubelte und nun um Verzeihung nachsucht. Ein ehemaliger Nazigeneral komplettiert den Reigen der Figuren des Romans, der aber dem Künstler weichen muss, da der Hoteldirektor um den Ruf seines Hotels und Düsseldorfs fürchtet. Die Zeit Anfang der fünziger Jahre wird sehr treffend abgebildet. Die Nähe der schlimmen Kriegsjahre und der Nazizeit sind zu erahnen, ebenso wie der Aufbruch ins Wirtschaftswunder. Die künstliche Sprache macht das Lesen vielleicht erst anstrengend, aber regt auch an in ihrer kunstvollen Gestaltung. Immerhin ist Pleschinski nicht ganz so ausschweifend, wie es mich manchmal bei Mann gestört hat. Ganz herrlich ist die Darstellung Heusers in seiner Beziehung zu seinem indonesischen Lebensgefährten Anwar. Alles wird so selbstverständlich und humorig beschrieben, wie man es sonst über alte Ehepaare liest. Zu der Zeit, in der die Geschichte spielt, sicher nicht selbstverständlich. Überhaupt durchzieht eine satirische Note die ganze Geschichte und man legt das Buch mit einem Lächeln fort. Von Anspielungen auf ein Buch Thomas Manns „Lotte in Weimar“ und dass Klaus Heuser als Vorbild diente in Manns Josef-Triologie, sowie bei Felix Krull (bei Pleschinski taucht auch noch ein Hotelboy namens Armand auf) war mir beim Lesen nicht bewusst, biss es erwähnt wurde, aber mir schien dieses Wissen auch nicht erforderlich um den Roman genießen zu können, aber könnte einen Anreiz bieten, das Buch nochmals zu Hand zu nehmen.

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  • Literaturnobelpreisträger in Düsseldorf

    Königsallee

    Mayylinn

    20. January 2014 um 19:18

    Sommer 1954: Thomas Mann besucht mit Frau Katia und Tochter Erika die nordrhein-westfählische Hauptstadt Düsseldorf, um aus seinem neuen Roman "Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" zu lesen. Die Familie um den mittlerweile 79-jährigen Literaturnobelpreisträger residiert in dem namenhaften Breidenbacher Hof, nicht ahnend, dass wenige Stunden vor ihrer Ankunft auch ein gewisser Klaus Heuser dort abgestiegen ist. Heuser, der zusammen mit seinem Lebensgefährten Anwar Batak aus Indien angereist ist um seine Eltern zu besuchen, verbindet eine Vergangenheit zu dem berühmten Thomas Mann, die sich einst auf Sylt begegnet waren und danach nie wieder wirklich von einander los kamen... Hans Pleschinskis Roman "Königsallee" verarbeitet den Besuch Thomas Manns Besuch in Düsseldorf ohne den Charakter Thomas Mann in den ersten Kapiteln richtig in Erscheinung treten zu lassen. Bis auf eine geringe Ausnahme bei der Ankunft der Manns erfahren wir hauptsächlich die Geschichte Klaus Heusers, was eine andere Sichtweise auf die Figur des Nobelpreisträgers ermöglicht. Pleschinski führt den Leser durch Thomas Manns Leben und Werk (die Handlung spiegelt fast vollkommen den Verlauf von Manns Roman "Lotte in Weimar" wider), und das auf eine gekonnt amüsante und interessante Art und Weise. Bis auf eine langatmige Stellen, ist "Königsallee" ein sehr guter Roman über einen großen Mann, über den im Vorfeld schon so viel geschrieben wurde, dass man ihn gut zur Seite treten lassen kann, ohne, dass es seiner Figur schadet. 

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 18 austauschen!

    • 40
  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Anspruchsvoller Anstoss sich mit dem Werk der Manns zu befassen

    Königsallee

    Gruenente

    04. January 2014 um 12:46

    Sommer 1954, im Düsseldorfer Nobelhotel „Breidenbacher Hof“ herrscht große Aufregung.  Thomas Mann hat sich als Besucher angesagt. Er befindet sich auf Lesereise und macht auch in der Landeshauptstadt Station. Auch die Stadthonoratioren machen viel Aufhebens um den Nobelpreisträger. Außerdem befindet sich Klaus Heuser, nach 18 Jahren in Asien in Düsseldorf und entscheidet sich, samt seinem asiatischen Lebenspartner,  per Zufall im gleichen Hotel abzusteigen.  Pikant ist, dass die beiden Männer sich von früher kennen. Klaus hat den „Zauberer“ auf Sylt kennen gelernt und war auch in München Gast im Hause Mann. Es soll zu „dem Kuss“ gekommen sein. Er soll das Vorbild für Joseph und vielleicht auch für Felix Krull sein. Klaus weiß aber nichts von der Anwesenheit des Ausnahmeautors. Dann bekommt er Besuch von Erika Mann, die ihn verjagen will. Von Bertram, einem alten Genossen von Thomas Mann, der aber nach dem Zerfall des dritten Reichs in Ungnade fiel und wieder aufgenommen werden will und von Golo Mann, der ihn bittet sein neuestes Buch seinem Vater ans Herz zu legen. Nach vielen anderen Begegnungen kommt es endlich zu einem kurzen Treffen der beiden Hauptpersonen. Die Perspektive wechselt öfters, so bekommt man aus mehreren Sichten ein interessantes Zeitbild geliefert. Der Stil ist wie von Thomas Mann selbst geschrieben. Ich empfand es manchmal als anstrengend und nicht in diese Zeit passend. Der Leser lernt viel über sein Leben und das seiner Familie. Interessante Gedanken und Zitate werden gereicht, mitreißen konnte mich das aber nur teilweise. Mit Erstaunen habe ich die Erwähnung der vielen homosexuellen Partnerschaften im Dunstkreis der Familie zur Kenntnis genommen. Über die Personen die mich interessierten habe ich einige Hintergrundinfos im Netzt gesucht und gefunden. Diese Begegnung in Düsseldorf ist wohl nicht verbürgt, könnte aber passiert sein, die Hintergründe scheinen gut recherchiert zu sein. Einige Nebenpersonen im Roman könnten aus dem Werk des Meisters entsprungen sein, so z.B. ähnelt der Liftboy doch sehr einem gewissen Hochstapler. Andere Andeutungen mögen mir auch entgangen sein. Andersherum wird auch immer wieder darauf hingewiesen, dass einige Personen in Manns Werk Niederschlag fanden, nicht nur Klaus Heuser, auch Katia Mann und die Kinder. Dieses Buch gibt mir den Anstoß mich mal wieder mit dem Werk der Familie Mann zu befassen.

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  • Verlosung der Lieblingsbücher 2013 vom LovelyBooks-Team - unsere Buchtipps für euch!

    Daniliesing

    Es ist schon zu einer kleinen Tradition geworden, dass wir euch hier über die Weihnachtszeit auch mal unsere Lieblingsbücher vorstellen, die wir in diesem Jahr gelesen haben. Deshalb grübelt das gesamte LovelyBooks Team schon seit ein paar Wochen, welche Bücher wir euch empfehlen und als Buchpaket unter euch verlosen wollen. Denn die Entscheidung ist jedem von uns in diesem Jahr überhaupt nicht leicht gefallen, aber das kennt ihr bestimmt auch selbst. Neben dem Buchpaket mit den 10 Lieblingsbüchern vom Team verlosen wir außerdem einen Kobo GLO E-Reader in schwarz. Hier dürfen sich also gleich 2 Gewinner sehr freuen! Unsere Buchtipps: 1. miadonna empfiehlt: "Die Tochter der Wälder" von Juliet Marillier Ich drehe die Regeln dieses Jahr für mich etwas um und nenne nicht mein Lieblingsbuch für dieses Jahr, sondern möchte die letzte Gelegenheit nutzen euch eine Autorin ans Herz zu legen, die in Deutschland leider nicht die Aufmerksamkeit bekommt, die sie eigentlich verdient hätte. Für mich ist das richtig, richtig schmerzhaft, weil ich in einigen ihrer Serien feststecke, die jetzt nicht weiter übersetzt werden. Es geht um Juliet Marillier, die mir mit ihren Büchern diese besonderen Lesemomente ermöglicht, wie ich sie das letzte Mal als Teenager z. B. bei der Lektüre von den Nebeln von Avalon hatte. Das ist jetzt über 20 Jahre her und ich habe angenommen, dass mir dieses Gefühl 'völlig in der Geschichte zu leben' einfach nicht mehr passieren kann, weil ich a.) zu erwachsen b.) zu unaufmerksam c.) zu fantasielos geworden bin. Als mir dann Dani von ihrer Lieblingsreihe 'Sevenwaters' erzählte, wurde ich zwar hellhörig, aber ich hatte nicht mit diesem Geschenk gerechnet. "Die Tochter der Wälder" hat mich mit Haut und Haaren gefressen, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, ich musste mich wegen akuten Leserfiebers bei der Arbeit krank melden, die großen Abenteuer warteten schließlich auf mich. Nachdem ich die Tochter der Wälder gelesen hatte, musste Nachschub her und ich las mich im Anschluss durch alle verfügbaren Bücher und Reihen von Juliet Marillier. Normalerweise bin ich von irgendeinem Band dann enttäuscht, aber das ist mir einfach nicht passiert. Leider war irgendwann trotzdem Schluss, denn die Autorin findet keinen Verlag in Deutschland, weil sich ihre Reihen und Serien nicht in der Masse durchgesetzt haben. Wie traurig ist das denn? Deshalb hier an dieser Stelle noch einmal meine Empfehlung für die Bücher von Juliet Marillier. Und wer weiß, wenn sich jetzt alle Leser auf ihre Bücher stürzen, dann komme ich vielleicht doch noch einmal in den Genuss eines dieser raren Lesemomente... 2. MissBookarazzi empfiehlt: "Silver Linings" von Matthew Quick Mir fiel es dieses Jahr schwer, ein Buch zu finden, das mich so richtig begeistert hat. Doch mir ist schließlich eins aus dem Frühjahr eingefallen, das meiner Meinung nach zu wenig Aufmerksamkeit erhält und auf eine bestimmte Weise besonders ist! Die meisten sind durch die Oscars eher mit dem Film vertraut. Ich finde jedoch, man sollte zuerst das Buch kennen. "Silver Linings" ist ein versteckter Bücherschatz von Matthew Quick, der den Leser durch zwei eigene und verrückte Charaktere mitreißt und in die ungewöhnliche Geschichte von Pat und Tiffany entführt, die einen immer wieder überrascht und die verschiedenen Facetten des Lebens durch einen bemerkenswerten Blickwinkel sehen lässt. Das Buch ist sicherlich nicht für jeden Lesegeschmack geeignet. Aber wer ein Herz für skurrile und liebenswerte Charaktere hat, der wird Pat und Tiffany gerne auf ihrer Suche nach ihrem eigenen Happy End begleiten! 3. sarah_elise empfiehlt: "Bettler und Hase" von Tuomas Kyrö Urkomisch, verschroben und überaus liebenswürdig ist nicht nur der rumänische Antiheld Vatanescu sondern der gesamte Roman „Bettler und Hase“ des finnischen Autorenstars Tuomas Kyrö. In einer einzigartigen Manier mit fantastischen Elementen hangelt sich der rumänische Auswanderer in tiefem Vertrauen auf die westeuropäische Wohlstandsgesellschaft durch die kriminelle Unterwelt Finnlands; stets getrieben von der Sehnsucht nach finanzieller Sicherheit. Nachdem er Menschenhändler Jegor entkommen konnte, begibt sich Vatanescu auf einen Road-Trip quer durch Finnland und rettet versehentlich ein Kaninchen, das er „Hase“ tauft. Und während der treu-naive Protagonist sich schwertut, richtige Entscheidungen zu fällen, verfügt „Hase“ über den überlebenswichtigen Instinkt, bei Gefahr Reißaus zu nehmen. Auf ihrer Suche nach dem Glück trifft das komische Duo auf Gestalten der kuriosesten Facetten. Armut, Menschenhandel und organisierte Kriminalität stellen nicht die optimalen Rahmenbedingungen für ein modernes Märchen dar, doch Tuomas Kyrö schafft es mit rabenschwarzem Humor und seinem rumänischen Forrest Gump den Leser zu verzaubern. Wo Vatanescus Reise endet und welche Rolle der finnische Ministerpräsident und Facebook spielen, wird nicht verraten, doch die Lektüre unterhält und lehrt uns die Sehnsucht der Menschen nach Gerechtigkeit und Humanität in einer kapitalistischen Gesellschaft. 4. DieBuchkolumnistin empfiehlt: "Troposphere" von Scarlett Thomas Die britische Autorin Scarlett Thomas hat mit “Troposphere” ihren siebten Roman geschrieben und darin mit Ariel Manto eine weibliche Hauptdarstellerin geschaffen, die mir sympathischer nicht sein könnte: sie ist verrückt, witzig, rothaarig, im ständigen Schwanken zwischen Pessimismus und Hoffnung, stark und liebevoll und süchtig nach ständigem Wissensnachschub und Austausch über ihre verschiedenen Theorien rund um unsere Existenz. Gerade die vielen naturwissenschaftlichen und philosophischen Erläuterungen machen den Roman wahrscheinlich für viele Leser völlig untauglich – für mich machten genau diese Diskurse den Reiz aus und sie fordern jederzeit volle Aufmerksamkeit.Ein Roman, an dem sich die Geister sicherlich scheiden – ich bin sofort reingekippt und wollte nie mehr raus. Eines der Bücher, die ich immer wieder und wieder lesen will und dabei stets Neues entdecken werde, denn vorhersehbar ist hier nur eines: man ist nach dem Buch schnell ebenso süchtig wie Ariel Manto nach der Troposphäre. 5. malano empfiehlt: "Leb wohl, Schlaraffenland" von Roland Düringer und Clemens G. Arvay Man könnte sagen: "Das Buch zum Film", auch wenn es keinen Film im klassischen Sinne gibt, sondern ein Videotagebuch! Seit 2. Januar dieses Jahres hat sich der österreichische Kabarettist und Schauspieler Roland Düringer, einem interessanten Selbstversuch unterzogen und zwar: Wie wäre es in der heutigen Zeit ein Leben wie in den 70ern (seiner Kindheit) zu führen, abseits von Telefon, Internet, e-Mail, Bankomatkarte, Auto, Supermärkten und ständiger Verfügbarkeit... Roland Düringer hat also begonnen nach und nach, die Werkzeuge der heutigen Zeit zu reduzieren oder wegzulassen und beobachtet was dies für sich und sein Leben bedeutet und hat dies in Form eines Videotagebuches auf www.gueltigestimme.at festgehalten und dokumentiert. Und da mich nun dieses Videotagebuch und Düringers Experiment seit Anfang dieses Jahres begleiten, empfehle ich euch somit quasi das neu erschienene "Buch zum Film" mit dem Titel: "Leb wohl, Schlaraffenland - Die Kunst des Weglassens", oder wie in der Inhaltsangabe beschrieben: ein Leben wie früher zu führen und dabei die Zukunft zu gewinnen. 6. Kari empfiehlt: "Ich bin verboten" von Anouk Markovits In diesem Jahr hat mich ein Buch ganz besonders ergriffen, das mir sogar noch nach Monaten immer wieder ins Gedächtnis rückt. Klammheimlich schleicht es sich in meine Gedanken, während der Bahnfahrt nach Hause oder wenn ich mir gerade eine neue Lektüre aussuche. Die Rede ist von „Ich bin verboten“ von Anouk Markovits, einem Roman, der die Geschichte einer streng gläubigen jüdischen Familie vom Zweiten Weltkrieg bis in unser 21. Jahrhundert hinein erzählt. Die Autorin, welche selbst als Satmar-Chassidim, einer jüdischen Sekte, aufwuchs, berichtet von diesem streng regulierten und kontrollierten Leben, das vor allem Frauen in ihre Grenzen weist. Durch zwei weibliche Hauptfiguren, die zwar unterschiedliche Wege beschreiten, aber auf ihre Art und Weise mutig und entschlossen sind, ihr Leben zu meistern, beschreibt Anouk Markovits, wie enge Fesseln ein Leben voller Möglichkeiten zu einem ungelebten Leben werden lassen können. Ihr Erzählstil ist wie ein Sog, der den Leser diese völlig fremden Leben hautnah erleben lässt. 7. kultfigur empfiehlt: "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke "Die letzte Generation" von Arthur C. Clarke ist Vorlage und Inspiration für viele andere Science-Fiction Bücher, Serien und Filme (u.a. "V - Die Besucher"). Die Geschichte erzählt von der Begegnung der Menschen mit einer außerirdischen Rasse, die plötzlich mit riesigen Schiffen am Himmel über den Metropolen der Welt auftauchen. Es ist das Ende der Menschheit wie wir sie kennen. Doch was wissen wir schon ... 8. doceten empfiehlt: "Shotgun Lovesongs" von Nickolas Butler "Shotgun Lovesongs" ist inspiriert von der Lebensgeschichte und Musik von Bon Iver und damit ein toller Roman über Freundschaft und über die große Frage, was das Leben eigentlich wirklich ausmacht. Butler schafft es, im Leser Fernweh und Heimweh zugleich zu wecken. Fernweh nach der wunderbaren Natur Wisconsins, nach dem Wechsel der Jahreszeiten und dem einfachen, idyllischen Leben auf dem Lande dort. Heimweh nach der eigenen Familie und den Jugendfreunden, die zumindest in meinem Fall sehr weit weg wohnen und die für mich immer noch sehr wichtig sind. Viel wichtiger ist aber, dass das Buch die Musik von Bon Iver selbst aufgreift. Die großen Themen des Romans sind auch die Themen der Songs von Justin Vernon. "Shotgun Lovesongs" ist Bon Iver zwischen zwei Buchdeckeln - das ist toll und darin liegt auch der gelungene Geniestreich von Butler! 9. Trumans empfiehlt: "Monster" von Benjamin Maack „Monster“ von dem deutschen Autor Benjamin Maack ist mir schon im Buchladen sofort ins Auge gefallen, durch sein schlichtes, aber unglaublich stimmiges Cover: schemenhaft blickt der Betrachter in die Tiefen eines Waldes. Sonst Nichts. Wald, Autor und Titel und mein erster Eindruck wurde beim Lesen gefestigt. „Monster“ beinhaltet einzelne Erzählungen, die aber doch zusammengehören. In jeder steht eine Figur mit Namen Benjamin im Zentrum. Immer sind es Personen, die herumirren, ihren von Gewalt oder Sexualität verstörten Blick umherschweifen lassen und erschreckend Unkonventionelles tun. Maack erzählt höchst atmosphärisch und packend, überzeugend und provokant. 10. Daniliesing empfiehlt: "Wunder" von R.J. Palacio Oft lese ich Bücher und mag sie sehr gern. Doch selten lese ich ein Buch und kann nicht anders, als es wirklich zu lieben! “Wunder” liebe ich!  Die US-amerikanische Autorin Raquel J. Palacio hat mit ihrem Buch “Wunder” ein echtes Buchwunder geschaffen. Ich habe es aufgeschlagen und wollte nur mal kurz reinlesen, doch nach nur ein paar Seiten war ich schon mitten in der Welt von August, liebevoll Auggie genannt, angekommen. Ein erstaunlich gefühlvoller Jugendroman, der deutlich zeigt, wie bedeutsam es ist, wer wir wirklich sind und wie unwichtig in diesem Zusammenhang Äußerlichkeiten sind, die nur einen so geringen Teil der Persönlichkeit eines Menschen ausmachen. Seid ihr neugierig auf unsere 10 Lieblingsbücher 2013 geworden? Dann habt ihr jetzt bis einschließlich 6. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 10 Büchern mitzumachen. Eine kleine Anmerkung zu "Die Tochter der Wälder": Da das Buch vergriffen ist, müssen wir erstmal schauen, ob wir noch ein Exemplar auftreiben können. Alternativ wird sonst ein anderes Buch von Juliet Marillier im Paket liegen. Bitte gebt bei eurer Teilnahme außerdem an, ob ihr das Buchpaket oder den Kobo GLO gewinnen möchtet bzw. ob euch beides interessiert. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Welches Buch würdet ihr euch am meisten zu Weihnachten wünschen und wieso? Falls ihr erst nach Weihnachten mitmacht, erzählt uns doch stattdessen, welche Bücher ihr geschenkt bekommen habt! Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 1017
  • Lebensbilder aus einer fernen Vergangenheit

    Königsallee

    Clari

    25. July 2013 um 15:03

    Mit prickelnder Eleganz beschreibt Hans Pleschinski das Wiedersehen alter Freunde  in dem großbürgerlichen Hotel Breidenbacher Hof in Düsseldorf. Hier treffen die Künstler Thomas Mann und Hans Heuser im Jahr 1954 zusammen. Das Leben in Deutschland beginnt sich gerade neu zu konstituieren, denn überall sind die Überreste des verheerenden Zweiten Weltkriegs noch zu sehen. Das erste Zusammentreffen der beiden Künstler datiert aus dem Jahr 1927, als Thomas Mann hingerissen von dem schönen jungen Mann seine Augen nicht von ihm lassen konnte. In dem  Roman „ Der junge Joseph“ hat Thomas Mann ihm ein Denkmal gesetzt. Doch wie wird das heutige Treffen verlaufen? Klaus und Erika Mann, Katia und die berühmte Familie bestimmen den Erzählteil, in dem es auch um die Nachkriegsjahre geht und das Leben der Menschen, die einen Neuanfang wagen. Erika ist eifrig bemüht, das Zusammentreffen des ehemaligen Jünglings Klaus Heuser mit ihrem Vater zu verhindern.  In einem recht trockenen Stil wird hier das Nachkriegsleben noch einmal herbei gezaubert. Golo Mann, der Dichter George und zahlreiche Zeitgenossen spielen eine Rolle beim Eintauchen in die Atmosphäre des Jahres 1954. Hans Pleschinski bevorzugt eine Erzählweise, die zwischen Traum und Wirklichkeit und zwischen Fiktion und realen Begebenheiten pendelt. Man muss sich einlesen, um zu begreifen, dass hier ein berühmter Dichter, Nobelpreiträger dazu, in das Deutschland heimkehrt, aus dem er einst verjagt wurde. Er will aus seinem Roman „ Felix Krull“ lesen, doch der betagte Schriftsteller hat Stimmprobleme. Erika wundert sich über die zeitgleiche Anwesenheit des ehemaligen Liebesobjekts ihres Vaters Heuser im selben Hotel hier und heute. Was will er hier in Deutschland? Heuser ist mit seinem farbigen Freund, Anwar, einem Indonesier, unterwegs. Als Erika ihn begrüßt, meint man ihre rauchige, heisere Stimme zu hören. Sie spielt auf die Vergangenheit an: ihren Aufbruch mit Bruder Klaus nach Amerika. Klaus ist ja längst tot, gestorben an Lebensüberdruss und einer Sucht, von der er nicht lassen konnte. So begegnen einem Streiflichter aus dem Leben aller Protagonisten, teils dem echten Leben entlehnt, und teils der phantasievollen Ausmalung des Autors zu verdanken. Man liest das Buch mit Vergnügen und Interesse.

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  • Thomas Manns heimliche Liebe,

    Königsallee

    gerard_autoren

    21. July 2013 um 15:00

    Bekannt ist die Szene aus Viscontis Film " Tod in Venedig " , die scheue Distanz des Schriftstellers Aschenbach zu einem Knaben, die aber mehr in Tagträumen abläuft. Hans Pleschinski hat nach vielen Recherchen in Bibliotheken, Studien von Tagebüchern und Briefen einen Familienroman geschrieben, Thomas Mann  lernte Klaus Heuser 1927 bei bei einem Ferienaufenthalt auf Sylt kennen. Er empfindet für den jungen Mann eine tiefe Leidenschaft. Bald kommt Heuser die Familie Mann in München , Mann sucht die Nähe des verlockenden Jünglings. Heuser  bekennt später, mehr Freude beim Rumtollen mit den Mann-Kindern gehabt zu haben. Auf einer Lesereise von " Felix Krüll " kommt er nach Düsseldorf. Er steigt in das Hotel Breidenbacher Hof ab, wo rein zufällig auch Klaus Heuser mit seinem indonesischen Lebensgefährten  untergebracht sind. Erika Mann mischt sich mit ihrer burschikosen Art ein, ist sie Leibwächterin ihres berühmten Vaters, versucht mit allen Mitteln eine Begegnung mit Heuser zu verhindern. Ernst Bertram , ein Bewunderer Thomas Manns tritt unvermittelt auf die Bühne, ein Biograph Nietzsche und später bei den Bücherverbrennungen der Nazis beteiligt. Auch Golo Mann tritt in Düsseldorf auf, als tragische Figur, die vergeblich die Anerkennung des Vaters anstrebt. Das Buch kann nicht als Biogarphie wie der Film Heinrich Breloers gelesen werden, Humor und phantasievolle Stilmittel verführen den Leser und lassen einen Showdown erahnen : das Wiedersehen mit Klaus Heuser. Auch literarische Figuren treten auf, so der Liftboy Armand alsFelix Krüll. Pleschinski hat die Tragik der  Liebessehnsucht und Entsagung Thomas Manns einen leichten parodistischen Roman geschrieben. Ob der Leser der Gefühlswelt des Nobelpreisträgers näher kommt, darf bezweifelt werden. Hans Pleschinski, Königsallee   C.H.Beck Verlag München 2013  394 Seiten

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