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vor 8 Monaten

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"Bin ich noch in meinem Haus?"

Das sollen Gerhart Hauptmanns letzte Worte gewesen sein. Letze Worte, die verdeutlichen, was für den großen Dichter und Nobelpreisträger am wichtigsten war.
Gerhart Hauptmann war eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, und eine der am missverstandendsten. Dabei war sein Werk vom Menschlichen inspiriert und von der Heimat geprägt.
Mit seinem eindringlichen Roman "Wiesenstein" setzt Hans Pleschinski Gerhart Hauptmann ein Denkmal und erzählt damit ein Stück deutscher Geschichte.

Mit "Wiesenstein" eröffnen wir den diesjährigen LovelyBooks Literatursalon!
Und wenn ihr zusammen mit uns eine besondere und exklusive Literaturreise eintreten möchtet, dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen.

In unserem LovelyBooks Literatursalon warten außerdem weitere literarische Neuerscheinungen und spannende Spezialaufgaben auf euch.

Zum Inhalt
Der alte Mann, eine Berühmtheit, Nobelpreisträger, verlässt mit seiner Frau das Sanatorium, wo beide Erholung gesucht haben, und wird mit militärischem Begleitschutz zum Zug gebracht. Doch es ist März 1945, das Sanatorium Dr. Weidner liegt im eben zerstörten Dresden und der Zug fährt nach Osten. Gerhart und Margarete Hauptmann nämlich wollen nirgendwo anders hin als nach Schlesien, in ihre Villa "Wiesenstein", ein prächtiges Anwesen im Riesengebirge. Dort wollen sie weiterleben, in einer hinreißend schönen Landschaft, mit eigenem Masseur und Zofe, Butler und Gärtner, Köchin und Sekretärin, ein immer noch luxuriöses Leben für den Geist führen inmitten der Barbarei.
Aber war es die richtige Entscheidung? Überhaupt im Dritten Reich zu bleiben? Und was war der Preis dafür? Können sie und ihre Entourage unbehelligt leben, jetzt, da der Krieg allmählich verloren ist, russische Truppen und polnische Milizen kommen? Und das alte Schlesien untergeht?
Hans Pleschinskis erzählt in Wiesenstein erschütternd und farbig, episodenreich und spannend vom großen, genialen Gerhart Hauptmann, von Liebe und Hoffnung, Verzweiflung und Angst. Er erzählt vom Ende des Krieges, dem Verlust von Heimat, von der großen Flucht, vergegenwärtigt eine Welt, die für uns verloren ist, und das Werk Gerhart Hauptmanns, auch mit unbekannten Tagebuchnotizen. Die Geschichte eines irrend-liebenden Genies und einer untergehenden und sich doch dagegen stemmenden Welt, ein überwältigender Roman, gleich einem deutschen Vom Winde verweht.


Lust auf eine Leseprobe?

Zum Autor
Hans Pleschinski, geboren 1956, lebt als freier Autor in München. Zuletzt erhielt er u. a. den Hannelore-Greve-Literaturpreis (2006), den Nicolas-Born-Preis (2008) und wurde 2012 zum Chevalier des Arts et des Lettres der Republik Frankreich ernannt. 2014 erhielt er den Literaturpreis der Stadt München und den Niederrheinischen Literaturpreis. Hans Pleschinski ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste.

Haben wir eure Neugier geweckt?
Zusammen mit C.H.Beck verlosen wir 30 Exemplare von "Wiesenstein" unter allen, die den großen Dichter Gerhart Hauptmann besser kennenlernen möchten und mit ihm Wiesenstein besuchen. Habt ihr Lust, dieses Buch im Rahmen einer Leserunde zu lesen, euch darüber auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 31.01., und antwortet auf folgende Frage:

Was bedeutet für euch Heimat?

Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.

* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

Die Leserunde endet am 15.03.2018.

Autor: Hans Pleschinski
Buch: Wiesenstein

TochterAlice

vor 8 Monaten

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Für mich bedeutet Heimat Wärme und Geborgenheit der ganz intensiven Art - ganz. ganz ursprüngliche Gefühle und Assoziationen, die bestimmte Auslöser haben. Oft sind es irgendwelche Sachen, die ich mit meinen Eltern (die schon lange verstorben sind) in Verbindung bringe - Speisen, Düfte, Gerüche. Heimat findet also in mir drin statt.

Am stärksten zu Hause fühle ich mich in Lettland, wo meine Mutter geboren ist. Einfach dadurch, dass ich schon früh viel über dieses Land hörte. Auch heute noch wird mir gleich wärmer und heimeliger, wenn ich in Riga ankomme, obwohl ich dort nicht länger als 2 Monate gelebt habe.

Heimat - das kann vieles sein, finde ich und diese Empfindung der Zugehörigikeit kann auch ein bisschen stimmungsbedingt auftreten. Bei mir ist es jedenfalls so - Köln, die Stadt, in der ich geboren bin und jetzt wieder lebe, ist manchmal Heimat, manchmal empfinde ich sie als fremd.

Und Heimat können auch Menschen sein - so meine langjährigste Freundin und auch mein Mann.

Dieses Buch klingt wunderbar - Gerhart Hauptmann ist eine interessante Person und ein widersprüchlicher Charakter. Wenn das Buch auch nur annähernd so gut ist wie der letzte Roman über eine reale Person, den ich gelesen habe ("Max" von Markus Orths über den bildenden Künstler Max Ernst), dann bin ich begeistert.

Um das herauszufinden, wäre ich hier sehr, sehr gern dabei!

ulrikerabe

vor 8 Monaten

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Heimat ist für mich, wofür - ganz pathetisch - mein Herz schlägt. Das sind Menschen, denen ich verbunden bin, manche Liebelingsgegenstände, meine Bücher z.B.
Müsste ich mein Zuhause verlassen, wäre es weniger der Ort, den ich vermissen würde, als die Verbundenheit.

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anushka

vor 6 Monaten

Euer Fazit / Eure Rezension bei LovelyBooks

So, tut mir leid, dass ich etwas länger gebraucht habe. Meine Rezension ist nun auch fertig und ich muss sagen, ich fand das Buch gar nicht so schlecht, auch wenn es vor allem stilistisch nicht immer einfach war:

https://www.lovelybooks.de/autor/Hans-Pleschinski/Wiesenstein-1504040218-w/rezension/1546073412/

Danke, dass ich mitlesen durfte!

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 5: Seite 447 - Ende

TanyBee schreibt:
Ich habe fertig ;) Am interessantesten in diesem Abschnitt war die Thomas Mann Diskussion. Lustig, wie Hauptmann sich da aufregen kann. Das ist wohl sein größter Konkurrent und es kratzt an seinem Ego, dass er auch Erfolg hat. Eigentlich total Blödsinn, es ist ja genug Platz für beide auf der Welt und in den Bücherregalen. Sie waren wahrscheinlich auch beide schwierige und eigensinnige Charaktere.

Über diesen Teil habe ich mich ähnlich amüsiert wie Du. Schön sagst Du das mit dem genug Platz für Beide. Beide schwierig, eigensinnig und in ihrem Schreiben genial.
Diese Stelle brachte etwas Abwechslung in das für mich gefühlt immer gleichlbeibende triste, des Buches.

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 5: Seite 447 - Ende
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Buchgespenst schreibt:
Das Ende - eine Erlösung der Charaktere und der Leser. Unvermeidlich, gefürchtet und doch ersehnt. Noch einmal traumatisieren mich die letzten Seiten, da ich niemals die Bilder der stinkenden Viehwagons, der Kinderwagen mit toten Babys und aus Spaß zerfetzten Frauen aus meinem Kopf bekommen werde.

Erlösung, für den Leser ja, für mich auch,
die Bilder am Schluss machen für mich um so mehr deutlich, welche Art von Insel dieses Wiesenstein gewesen ist.
Da geht die Welt unter, und die Hauptmanns, ihr Personal und ihre Gäste scheinen auch mit ihren Gefühlen in keinsterweise zu berühren scheint.

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 5: Seite 447 - Ende

Geschafft...selten war ich so froh, ein Buch zu Ende gelesen zu haben...
habe ich mich in den ersten Abschnitten geärgert, dass es vom Autor keine Literaturverweise, Belege gibt, und die Geschichte mehr durch die Randfiguren um die Hauptmanns drumherum getragen und erzählt wird. Muss ich jetzt am Ende sagen, dass die ein sehr geschickter Zug des Autors ist, denn diese waren ja auch seine Quellen. Vielleicht wird dem Leser dadurch noch viel mehr, das absurde von Wiesenstein und der Familie Hauptmann bewusst.

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 4: Seite 337 - Seite 446

TanyBee schreibt:
Die Szene mit den polnischen Beamten ist wirklich ein Highlight. Endlich sagt mal jemand den Hauptmanns die Meinung und nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch dann bekommen sie tatsächlich wieder eine Ausnahmegenehmigung. Unglaublich. Es ist auch fast schon ein Witz, dass die verschiedenen, gegnerischen Nationen Hauptmanns Werke jeweils für ihre Ideologie vereinnahmen.

Auf so etwas habe ich die letzten paar hundert Seiten gewartet. Das ganze Personal das mit den Hauptmanns unterwegs ist, mit ihnen lebt, für sie arbeitet, weiß, dass ihnen diese Stelle gleichzeitig eine Art Sicherheit gibt. Und sie wird wohl keiner, auch wenn er denkt, man könnte mal was sage, eher den Mund halten, als die Hand zu beissen, die ihn füttert und schützt.

Der polnische Beamte ist weit genug weg, steht in keiner Abhängigkeit und kann somit mal alles rauslassen...was man sich als Leser schon länger gewünscht hat, den Hauptmanns an den Kopf zu werfen.
Mir hat gefallen und diesen Abschnitt eine kleine Glanznote gegeben bei all dem Elend des Krieges.

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 4: Seite 337 - Seite 446

TanyBee schreibt:
Ich finde, man hätte sich auf jeden Fall mehr auf die Kerngeschichte konzentrieren sollen. Die Drumherum Beschreibungen sind zwar einerseits gut für die Atmosphäre, aber einfach zu lang und ausufernd. Die Monologe und Auszüge aus Hauptmanns Werken sind auch zu lang. 200 Seiten weniger würden dem Buch gut tun.

da gebe ich Dir voll und ganz recht...weniger hätte es hier auch getan...

Simi159

vor 6 Monaten

Leseabschnitt 4: Seite 337 - Seite 446

janaka schreibt:
Das klingt ganz schön überheblich. Wenn man bedenkt, was all den anderen rund um Wiesenstein wiederfahren ist, ist das echt "peanuts".

Macht für mich aber auch wieder deutlich, welche Insel Wiesenstein war.

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