Rezension zu "Der Fall Lucona. Ost-Spionage, Korruption und Mord im Dunstkreis der Regierungsspitze" von Hans Pretterebner
HypochrisyEine angeblich in Deutschland erzeugte und über Österreich nach Italien gelieferte »Uranfabrik« wird im Hafen von Chioggia bei Venedig im Auftrag der Zapata AG auf einen panamaischen Frachter verladen. Am 6. Jänner 1977 sticht die Lucona, gechartert von einer Reederei, die als Sitz Lugano angibt in See. Ihr vorläufiger Bestimmungshafen ist Hongkong. Das Endziel kennt auch der holländische Kapitän nicht. Während sie den Indischen Ozean überquert, erschüttert die Lucona unweit der Malediven plötzlich eine gewaltige Explosion. Das Schiff sinkt innerhalb weniger Minuten mitsamt der Fracht. Der Kapitän und fünf Besatzungsmitglieder überleben die Katastrophe und werden von einem türkischen Tanker gerettet. Sechs Menschen finden den Tod. Was hatte die Lucona wirklich geladen? War es politisch hochbrisante Atomtechnologie, wie Österreichs Altkanzler Bruno Kreisky vermutet, weshalb das Schiff im Auftrag eines Geheimdienstes torpediert und versenkt worden sei - oder war es nur Schrott?


