Hans Rath

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Interview mit Hans Rath

Ein Interview mit dem Autor Hans Rath von Juni 2011:

1) Du hast soeben den dritten Teil um Paul veröffentlicht – laut deiner Website ist es auch der letzte Teil! Warum hast du die Reihe beendet und wo soll es in Zukunft hingehen?

Pauls Geschichte war immer als Trilogie angelegt. Ich wollte eine Mann um die Vierzig als Single, in einer Beziehung und als Teil einer Familie zeigen. Zugleich beschreibt die Entwicklung vom einsamen Wolf zum Familientier ja auch ein Stück Lebensweg.

2) Wie lange hast Du für Deine Bücher jeweils gebraucht und wie sieht Dein Alltag als Schriftsteller aus?

Die reine Schreibzeit beträgt sechs bis acht Monate. Nimmt man Ideensuche und Konzeption hinzu, kommt man auf etwa ein Jahr Arbeit pro Buch. Mein Alltag ist demgemäß vom Schreiben geprägt. Im Produktionsprozeß schreibe ich täglich mehrere Stunden. Es gibt überhaupt nur wenige Tage, an denen ich nicht schreibe. Etwa im Urlaub. Dann allerdings finde ich das auch mal ganz schön.

3) Deine Bücher gibt es auch als eBook – liest du bereits auf einem Reader bzw. was hältst du von den digitalen Büchern?

Ich lese gewöhnlich analog, weil ich Bücher mag. Außerdem gehen mir technische Sachen dauernd kaputt. Das passiert mir bei Büchern eher selten.

4) Welche Vorteile bietet für Dich das Internet und wie nutzt Du hier
den Kontakt zum Leser, wie z.B. in einer Literaturcommunity wie LovelyBooks.de?

Das Internet schafft die Möglichkeit eines direkten Kontaktes von Lesern und Autoren. Den hat man sonst nur bei Lesungen. LovelyBooks.de hat ja dankenswerterweise eine Vielzahl von Möglichkeiten geschaffen, um diesen Dialog nicht nur weiterzuführen, sondern auch auszubauen. Ich bin der festen Überzeugung, am Ende gewinnen beide Seiten, Leser und Autoren.

5) Welche Bücher/Autoren liest Du selbst gern und wo findest bzw. suchst Du
Empfehlungen für den privaten Buchstapel?

Ich kaufe mehr Bücher, als ich lesen kann. Das liegt daran, dass ich mich gerne überall dort aufhalte, wo es Bücher gibt. Als Faustregel gilt: Wenn ich ein Buch kaufen möchte, werden daraus drei bis fünf. Das gilt für analoge wie für digitale Buchhandlungen.

6) Von welchem Autor würdest Du Dir mal ein Vorwort für eines Deiner 
Bücher wünschen und warum?

Es gibt viele Kollegen, die ich sehr schätze. Je nach Thema und Art des Buches müßte ich lange überlegen, wen ich ansprechen würde.

7) Man wird als Autor schnell in Schubladen gesteckt.
 Würdest Du gerne mal das Genre wechseln und Deine Leser mit einer 
völlig neuen Seite überraschen?

Mir gefällt sehr, was ich mache. Insofern stellt sich mir diese Frage nicht. Einen Genrewechsel kann ich mir vorstellen, was ich mir eher nicht vorstellen kann ist, dass ich vom komödiantischen in dramatische Fach wechsele.

8) Wo holst Du Dir die Ideen und Inspiration für Deine Arbeit?

Überall. Besonders gern in Büchern, Filmen und Theaterstücken.

9) Welche Wünsche hast Du im Bezug auf Deine Bücher und Deine 
Arbeit für die kommenden Jahre?

Ich möchte noch viel Spaß mit vielen interessanten Geschichten haben und hoffe, dass sich das auf die Leser überträgt. Spaß im Leben und an der Arbeit sind mir ohnehin wichtiger, als Preise oder ein Platz in der Literaturgeschichte. Wobei ich bei einem Denkmal wieder einverstanden wäre.

10) Paul ist Dir ja sicherlich mit den Jahren ans Herz gewachsen. Wie fühlt es sich jetzt an ihn ziehen zu lassen?

Gut. Ich glaube, er kann jetzt allein weitermachen.