Hans Rauscher

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Heimat bist du großer Töchter

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Erschienen am 25.05.2015

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Rezension zu "Was gesagt werden muss, aber nicht gesagt werden darf" von Hans Rauscher

Ein kleines ehrliches Buch.
Bücherfüllhorn-Blogvor einem Jahr

Norbert Rauscher geht unbequemen Fragen zu verschiedenen Themen kurz und knackig nach, das Buch hat nur 150 Seiten. Mir fiel es während des Lesens kaum auf, dass sich viele Probleme auf Österreich beziehen. Denn es könnte sich genauso um Deutschland handeln. Die Fragen und der Diskurs sind in vielen europäischen Ländern geläufig. Manchmal habe ich im Angesicht der möglichen Folgen richtig Angst bekommen, obwohl dieses Buch wohl genau das Gegenteil erzeugen wollte. Aber sollten wir nicht wissen, was kommen kann? Das Buch lässt sich trotz den schwierigen Themen relativ leicht lesen, und Norbert Rauscher hat es verstanden, die Themen auf einer sachbezogenen Ebene zur Sprache zu bringen. Und das ist genau der richtige Weg. Wer reißerische Parolen sucht, hat das falsche Buch.

 

Alles in allem: Für alle die sich mit dem Thema Flüchtlinge, Migration, Populisten u.ä. beschäftigen wollen, bietet das Buch einen leichten Einstieg und die Gelegenheit, vieles sachlich von zwei Perspektiven aus zu bewerten. Ein kleines ehrliches Buch.

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Rezension zu "Was gesagt werden muss, aber nicht gesagt werden darf" von Hans Rauscher

Erst denken, dann reden
Sikalvor 2 Jahren

Dieser Satz ist mir aus meiner Schulzeit in Erinnerung geblieben, als ich oftmals gleich losplapperte ohne die Frage ganz verstanden zu haben. Wenn ich mir heute unsere Medienberichterstattung anhöre, scheint es, dass auch hier zuvor das Denken vergessen und gleich mal losgeplappert wird. Die Politiker agieren ähnlich …

Der Journalist Hans Rauscher provoziert mit seinem Buch „Was gesagt werden muss, aber nicht gesagt werden darf“, indem er Fragen aufwirft, Rechtspopulismus hinterfragt, Political Correctness problematisch betrachtet und vieles andere.

Ein großer Teil des Buches befasst sich mit der Zuwanderung, die ein Großteil der europäischen Bevölkerung nicht möchte. Besonders aus muslimischen Ländern wird diese nicht akzeptiert. Angst wird von gewissen Politikern geschürt, die Medien berichten von gewaltbereiten Flüchtlingen, ohne von gut funktionierenden Projekten zu informieren. Parallelwelten werden zugelassen, Integration ist nicht viel mehr als ein Schlagwort. Rauscher stützt sich auf etliche Statistiken, präsentiert eine Vielzahl von Vergleichszahlen – doch jeder weiß, wie Statistiken zu interpretieren sind und inwieweit diese Ergebnisse aussagekräftig sind, müsste man genauer durchleuchten (hier vermisse ich einen Anhang mit Quellenangaben). Doch Rauscher hat auch einige Lösungsansätze parat, macht Vorschläge zur Integration, lässt auch den Gedanken zur Rückkehr in die Herkunftsländer zu.

Des Weiteren differenziert Rauscher die Zweiklassengesellschaft, erläutert Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern, offene Gewalt gegen Frauen ebenso wie die zunehmende Wirkung der Social-Media-Kanäle.

Er zitiert Armin Wolf: „Heute ist Pressefreiheit die Freiheit von über drei Milliarden Menschen mit Online-Zugang, ihre Meinung ins Netz zu stellen.“

Und wie weit ist es mit der liberalen Demokratie? Darf hier noch gehofft werden oder wird sich die Mehrheit letztendlich für ein autoritäres Regime entscheiden und kommt es somit zu einem Super-Gau? Doch Europa muss umdenken, muss sich wieder bewusst werden, welche Errungenschaften der letzten Jahrzehnte es zu verteidigen gilt. Laut Rauscher müssen sich viele kleinere, private Initiativen bilden, um der Propaganda der Nationalpopulisten entgegenzusteuern.

Ein unbequemes Buch, in dem Dinge angesprochen werden, die jeden von uns betreffen und offen diskutiert gehören.

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