Hans Stolp

 4 Sterne bei 6 Bewertungen
Autor von Organspende, Demenz und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans Stolp

Der holländische Pfarrer Hans Stolp ist in den Niederlanden so bekannt wie in der BRD Ruediger Dahlke. Er versteht es auf überaus einfühlsame Weise, in seinen Büchern und Vorträgen den Menschen die Gewissheit vom Weiterleben nach dem Tod und vom wunderbaren Wirken der Engel zu vermitteln.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Jesus Christus (ISBN: 9783894279011)

Jesus Christus

Erscheint am 20.10.2021 als Buch bei Aquamarin.

Alle Bücher von Hans Stolp

Cover des Buches Demenz (ISBN: 9783894277000)

Demenz

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Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Organspende (ISBN: 9783861910770)

Organspende

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Erschienen am 27.06.2016
Cover des Buches Die erlösende Kraft des Verzeihens (ISBN: 9783894276188)

Die erlösende Kraft des Verzeihens

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Erschienen am 10.07.2012
Cover des Buches Bleib, mein goldener Vogel (ISBN: 9783861910121)

Bleib, mein goldener Vogel

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Erschienen am 11.04.2011
Cover des Buches Zeitenwandel - Der große Umbruch (ISBN: 9783894275679)

Zeitenwandel - Der große Umbruch

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Erschienen am 01.03.2011
Cover des Buches Behütet und geborgen - mein Engel und ich (ISBN: 9783894274863)

Behütet und geborgen - mein Engel und ich

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Erschienen am 10.03.2009
Cover des Buches Jesus Christus (ISBN: 9783894279011)

Jesus Christus

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Erscheint am 20.10.2021
Cover des Buches Mit Engeln leben (ISBN: 9783426873885)

Mit Engeln leben

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Erschienen am 30.07.2008

Neue Rezensionen zu Hans Stolp

Cover des Buches Demenz (ISBN: 9783894277000)zwischendenseiten_eus avatar

Rezension zu "Demenz" von Hans Stolp

Sollte zur Pflichtlektüre werden.
zwischendenseiten_euvor 2 Jahren

Gleich vorweg: Dieses Buch war 2019 mein absolutes Highlight! Hans Stolp hat es in diesem Werk geschafft, Demenz von einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten. Der spirituelle Aspekt steht in diesem Buch im Vordergrund und lässt es zu, mit der Altersdemenz ganz anders umzugehen. Fangen wir aber am besten von vorne an...

Das Cover ist für meinen Geschmack schön und ansprechend gestaltet. Im Klappentext des Buchrückens findet man eine interessante Aussage: "Wie man die Seele erreichen kann, wenn sie den Körper bereits verlassen hat!". Es wird Hilfe in schweren seelischen Konfliktsituationen angeboten, die Angehörigen und Pflegenden neue Hoffnung schenkt. Auf der ersten Seite findet sich ein Gedicht des niederländischen Pfarrers und Buchautors. Wer nun viel Religiöses im Buch befürchtet, den kann ich beruhigen. Dass der Autor Pfarrer ist, merkt man den Texten nicht an. Ich bin sogar eher überrascht das so jemand öffentlich den spirituellen Blickwinkel in den Fokus rückt, da die Kirche ja mit Reinkarnation etc. nicht viel anfangen kann.

Im Vorwort erklärt Herr Stolp, dass die meisten Menschen diese Krankheit so empfinden, dass sie kein Sinn ergibt und einfach nur traurig und schmerzhaft ist. Meine Ansicht ist eine andere, weshalb ich das Buch auch gekauft habe: Ich bin mir sicher, dass alles im Leben seinen Sinn hat und bei Demenz ist es meiner Meinung nach so, dass die Seele sich zwischenzeitlich schon in der geistigen Welt befindet. Aber dennoch alles mitbekommt, was um sie herum geschieht, auch wenn sich dies für uns nicht erkennen lässt. Ich glaube, dass es bei diesem Prozess ums Loslassen geht, um anschließend frei in die geistige Welt hinübergehen zu können. Ich war gespannt, ob ich in diesem Buch auf eine ähnliche Sichtweise treffe. Herr Stolp schreibt schon im Vorwort davon, dass es um geistiges Wachstum geht und darum eine neue Bewusstseinsstufe zu erreichen. Er appelliert an uns, die Erkenntnisse im Buch mit offenen Herzen zuzulassen und verspricht, dass wir diese Krankheit daraufhin anders betrachten werden.

Nach dem zwei Seiten langen Vorwort liefert der Autor uns diverse Gedankenimpulse von Menschen die er zitiert. Dann geht es auch schon los mit dem ersten Kapitel. Insgesamt umfasst jedes ca. 8-10 Seiten. Im ersten zeichnet er zunächst ein Bild der Demenz, der Situation der pflegenden Angehörigen und macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Pflegende sich in den dementen Menschen hineinversetzen. Es sind von dieser Krankheit mehr Frauen betroffen, aber eins gilt für alle: Wenn z.B. der Erkrankte ziellos herumläuft und die eigene Mutter sucht, soll man diesem niemals sagen, dass diese doch schon vor Jahren verstorben ist. Für die Erkrankten ist es nämlich so, als würden sie diese schockierende Nachricht zum ersten Mal hören, mit all den Emotionen die dann ausgelöst werden. Die Betroffenen müssen diese schmerzhaften Momente dann nochmal durchleben und werden von den eigenen Gefühlen überrollt. Dies gilt natürlich nicht für die erste Phase der Demenz, so Stolp.

Im zweiten Kapitel erklärt er dann die verschiedenen Formen und Unterschiede von Demenz, z.B. Alzheimer, vaskuläre Demenz usw. Zudem gibt es vier Stadien im Verlauf der Krankheit die er in einem angenehmen, einfachen und flüssigem Schreibstil erklärt. Der Buchautor erzählt weiter, dass die Demenzkranken verdrängte Erfahrungen aus ihrem Leben in der Stille verarbeiten. Bei der Versorgung dieser Menschen, ist es wichtig, sich immer wieder klarzumachen, dass der Geist des Betroffenen nicht krank ist, sondern nur die körperliche Hülle und das Gehirn funktionieren nicht mehr wie bisher. Sie spüren die Haltung der Pflegenden ganz genau, auch wenn sie nicht mehr imstande sind dies zu zeigen. Ein Blick hinter die Dinge scheint unabdingbar zu sein, zwischen den Zeilen zu lesen, da zwar das Denken der Demenzerkrankten beeinträchtigt ist, jedoch nicht die Fähigkeit des Fühlens. Die Gefühlsebene anzusprechen ist besonders wichtig. Aus diesem Grund sind auch Musiktherapie oder Bewegungs- & Maltherapie eine Bereicherung.

Im nächsten Kapitel geht es um altersbedingte Vergesslichkeit, die nicht gleichzusetzen ist mit Demenz, aber auch darum, wie Vergesslichkeit überhaupt entsteht. Auch Euthanasie (Sterbehilfe) und die Auswirkungen auf das nächste Erdenleben werden vom Autor kurz und knapp angesprochen. Dabei schreibt er stets in einer feinfühligen Weise, die für Angehörige tröstlich erscheinen kann. Dann geht es um den allmählichen Abbauprozess des menschlichen Gehirns, sowie ums Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis. Dabei verliert Herr Stolp nie den spirituellen Blickwinkel aus den Augen, was ich total toll finde. Besonders gefesselt hat mich dann die Sparte "Kontakt mit dem Demenzkranken aufnehmen". Damit ist die Möglichkeit gemeint, über die geistige Ebene mit dem höheren Selbst des Dementen zu kommunizieren. Das dies definitiv möglich ist, macht er mit zwei Beispielen klar. Zweifel habe ich daran nicht.

Eines der bewegenden Beispiele in diesem Buch brachte mich sogar zum Weinen, so sehr hat mich dieses Werk in den Bann gezogen. Nachdem ein paar Tränen geflossen sind, habe ich mich dann aber wieder daran zurückerinnert, das weinen, Traurigkeit und mitleiden den Dementen nichts bringt, im Gegenteil. Dies sollten wir uns immer wieder klarmachen, wenn wir diesen Menschen wirklich helfen wollen. Dies thematisiert der Autor auch im folgenden Kapitel. Auch zeigt er auf, wie genau wir ihnen helfen können. Der richtige Umgang und auch die Validationsmethode wird im 8. Kapitel besprochen, was besonders für Pfleger und Angehörige interessant sein dürfte. Darauf folgt eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Therapieformen und der Vergabe von Medikamenten. Ich denke, dass ein Ruhigstellen der Patienten oft vermieden werden könnte, wenn man sich einfach mal mit den vielen Aspekten dieses Buches auseinandersetzt und in aller Stille darüber nachdenkt. Aber nur drüber nachdenken und begreifen hilft dem Patienten nicht, man muss es auch anwenden.

Dabei hilft auch nochmal das vorletzte Kapitel. Es wird dem Leser zu verstehen gegeben wie wichtig es ist, die wahren Bedeutungen hinter den Worten und Gesten verstehen zu lernen. Bildersprache ist dabei nur eins der Stichworte, aber auch eine Portion Humor ist ganz ganz wichtig. Zum Abschluss des Buches wird auf die terminale Geistesklarheit eingegangen, ein Thema was ich extrem spannend finde und zukünftig auch noch vertiefen möchte. Bei manchen an Demenz Erkrankten kommt es vor, dass sie kurz vor ihrem Tod nochmal klar werden und sich von den Angehörigen verabschieden. Sie äußern dann sogar oftmals, dass sie trotz der Krankheit alles mitbekommen haben, was um sie herum geschehen ist, wissen sogar was an ihrem Krankenbett alles erzählt wurde. Sie erlangen dann ihre Sprache wieder sowie ihr Erinnerungs- und Denkvermögen, obwohl dies durch die Gehirnschädigung wissenschaftlich betrachtet, nicht möglich ist. Oder auch im Koma liegenden Patienten wachen urplötzlich nochmal auf und es findet eine kurzzeitige Genesung statt. So schön dieses Erlebnis auch ist, es kündigt immer den Tod an. 50% versterben noch am gleichen Tag und die andere Hälfte innerhalb der nächsten zwei Wochen. Da ich ja selbst mal etwas Ähnliches, nämlich ein Nahtoderlebnis hatte, finde ich das Thema total faszinierend.

Mein Fazit:

Dieses Werk hat mich einfach geflasht und in meiner Entscheidung bestärkt in der Altenpflege tätig zu werden. Es sollte zur Pflichtlektüre für Pfleger werden, weil es das Potenzial hat, so vieles zum positiven zu verändern. Auch Angehörigen kann ich das Buch nur ans Herz legen, sogar denjenigen die mit "Esoterikkram" nichts anfangen können. Das Buch ist nämlich nicht total abgehoben und wenn man sein Herz öffnet, wird man den Nutzen erkennen. Herr Stolp versteht es, das Herz zu berühren und die Augen zu öffnen. Seine Warmherzigkeit spiegelt sich im kompletten Buchverlauf wider. Ich bin total beeindruckt, weil es noch besser ist als ich erwartet habe.

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Cover des Buches Organspende (ISBN: 9783861910770)Tintengluts avatar

Rezension zu "Organspende" von Hans Stolp

Organe, die Bewusstsein übertragen?
Tintenglutvor 5 Jahren

Hans Stolp beschreibt in diesem Buch einen Aspekt der Organspende, über den kaum bis gar nicht geredet wird und dem ich selbst auch keine große Bedeutung beigemessen habe, obwohl ich sagen muss, dass ich an höhere Kräfte und einem Leben nach dem Tod glaube.


Der Autor zeigt auf, wie sich die Seelenteile von Spender und Empfänger miteinander verweben oder eben nicht und was daraus für Konsequenzen entstehen können.
Es geht nicht nur um den Empfänger, sondern auch darum, was mit dem Spender geschieht, ganz gleich, ob er noch lebt oder bereits tot ist und seine Organe deswegen jemand anderem das Leben retten konnten.

Esoterisch und spirituell angehaut, aber ich denke, solch ein Thema lässt sich nicht ohne Spiritualität schreiben. Wenn man nicht an die Wiedergeburt glaubt, wieso sollte es da einen kümmern, was mit einem Teil seiner Seele geschieht? Warum sollte es dann nicht egal sein, ob man vielleicht im späteren Verlauf in einem neuen Leben an diesen einen Menschen gebunden ist - zum Positiven oder Negativen lässt sich nicht sagen - es ist ja schließlich nichts dran?

Interessanterweise bekam ich auch hier die Erklärung darauf, wieso ein Organ abgestoßen wird, obwohl die Merkmale auf der Organoberfläche so passend waren und die Patienten Immunsuppressiva einnahmen und es dennoch nicht gereicht hat, um das Organ zu halten. Von einem Arzt erhielt ich die Antwort: Es ist ein Fremdkörper, egal wie sehr die Merkmale übereinstimmen. Es ist nicht das eigene und deswegen wird es immer Abstoßungsreaktionen geben. Letztendlich hat mich dieser Arzt auch eher abgeblockt, obwohl er in dem Krankenhaus für die Nierentransplantationen zuständig ist. 
Die Erklärung, wieso eine Abstoßung dennoch stattfindet, lautet im Buch: Die Lebensgeister von Empfänger und Spender passen nicht zu einander, es wird ein Kampf geführt, wo beide Seelenteile erst zueinanderfinden müssen und wodurch es auch zu starken Reaktionen kommen kannt. Zudem ist eine Transplantation immer eine sehr schwere Operation und beinhaltet einen langen Weg, bis man sich selbst wieder findet.

Die Vorstellung, dass die Seelenverstrickung hier der Grund für die Abstoßung ist, ist eine Erklärung, der ich geneigt bin zuzustimmen, wenn alles andere doch laut den Untersuchungen passt.

Das Gute an dem ganzen Buch ist: Hans Stolpert versucht gar nicht, einem seine Meinung dem Leser aufzudrängen, dass Organspenden gefährlich sind und man das lieber lassen sollte. Nein, der Autor zeigt einfach einen anderen Aspekt der Organspende auf, die von unserer Gesellschaft nicht benannt wird und er informiert einfach. Oft schreibt er, dass er niemandem seine Ansicht aufdrücken will, viel mehr, will er einfach nur sein Wissen teilen.
Ob man an Seelenverstrickungen, Organgedächnis und die spirituelle Komponente glaubt oder nicht, das ist jedem selbst frei überlassen. 

Fazit:
4 Sterne. Das Buch ist gut geschrieben, ich persönlich hätte noch gerne ein paar eindrucksvollere Beispiele mehr drin gehabt, als der Autor auch so schon aufgezeichnet hat. Da ich gerade sowas spannend findet, allen voran in diesem Zusammenhang - Bewusstseinsübertragung und -veränderung - hätte es mich umso mehr begeistert und gefangen genommen, noch mehr Beispiele zu haben. 

PS.: Falls ihr euch wundert, wieso ich hier ein Buch über Organspende gelesen habe: Wir hatten das Thema im Juni in der Schule und waren auch im Dialysezentrum, wo ich dem Arzt auch meine Frage stellen konnte. Ausbildung zur Krankenschwester und so, ne? ;) (Ja, ich weiß, dass es Gesundheits - und Krankenpflegerin heißt, aber Krankenschwester als Berufsbezeichnung gefällt mir doch mehr <3 ) 

 


Danke für das Rezensionsexemplar an den Crotona Verlag.

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