Hans Waal

 3.9 Sterne bei 101 Bewertungen
Autor von Die Nachhut und Die Nachhut.

Lebenslauf von Hans Waal

Hans Waal, geboren 1968, lebt mit seiner Familie in Leipzig und arbeitet unter seinem richtigen Namen als Journalist in Berlin.

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Hans WaalDie Nachhut
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Die Nachhut
Die Nachhut
 (101)
Erschienen am 19.11.2009
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Die Nachhut
Die Nachhut
 (0)
Erschienen am 09.06.2014

Neue Rezensionen zu Hans Waal

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Duffys avatar

Rezension zu "Die Nachhut" von Hans Waal

Gratwanderung
Duffyvor einem Jahr

Wer den Rückentext liest, wird sofort die Assoziation zu "Er ist wieder da" knüpfen. Doch der Plot klingt interessant genug, um sich einem weiteren Werk zum unerschöpflichen Thema NS-Zeit und ihre Folgen zu widmen.
In einem unterirdischen Bunker halten auch 60 Jahre nach Kriegsende drei SS-Leute die Stellung, ohne zu wissen, dass die Schlacht schon längst geschlagen ist. Als es zu Differenzen kommt, beschließt man "aufzutauchen" und so kommt man als uniformierte Geister einer vergangenen Zeit in die heutige Welt. Die Drei beschließen, in der "Reichshauptstadt" neue Befehle zu empfangen und nach ihrer Entdeckung geht die Hatz los. Medien, Geheimdienste, Polizei, alle machen Jagd nach den Opas, die einer Welt gegenüberstehen, die sie weder verstehen noch fassen können.
Waal macht es dem Leser nicht leicht. Während bei "Er ist wieder da" die tragikkomischen Momente überwiegen und sich das Satirische durchsetzt, ist das hier nicht ganz so einfach, denn wie auf dem Cover angekündigt, ist das Buch keinesfalls so witzig, wie man es erwartet. Im Gegenteil, manches Lachen bleibt einem im Hals stecken und das sind die stärksten Momente. Die finden sich in erster Linie bei der Behandlung dieses Themas durch die Medien und da hat es schon fast ein wenig dokumentarischen Charakter. Das Dilemma des Autors ist sein Anspruch. Auf der einen Seite diese Medienhype kritisch zu beleuchten (was ihm recht gut gelingt) und auf der anderen die absurde Ausgangssituation möglichst satirisch und "komisch" aufzubereiten. Das ist dünnes Eis und so manches Mal knackt es an der Oberfläche. Die Erzählweise aus drei Perspektiven ist nicht immer zuträglich und unterbricht oft den Fluß. Schade, dass sich Waal nicht auf einen Schwerpunkt konzentrieren konnte. So hinterlässt das Buch einen zwiespältigen Eindruck, weil man als Leser das Gefühl hat, oft nur oberflächlich in die Szenen eintauchen zu können, denn immer wenn es viel tiefer gehen könnte, zwingt man sich schon in die nächste Katastrophe.
Die Idee, die allgemeine Wahrnehmung und der Umgang der Presse mit dem Thema Nationalsozialismus in der heutigen Zeit zu verarbeiten, ist fünf Sterne wert. Am Stil des Autors lässt sich nichts aussetzen, aber die Struktur des Buches und die Umsetzung ist irgendwas zwischen 3 und 4 Sterne. Eher drei, denn der Rezensent ist ein wenig enttäuscht, wie der gute Ansatz leichtfertig stellenweise "verschrieben" wurde.

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TheSilencers avatar

Rezension zu "Die Nachhut" von Hans Waal

Ein Muß in jedem Bücherschrank!
TheSilencervor 2 Jahren

Als der letzte funktionsfähige Büchsenöffner abbricht und die Konserven sich mit aufgesetztem Bajonett nur mühselig knacken lassen, beschließen vier SS-Offiziere ihren Bunker zu verlassen und sich zur Reichshauptstadt durchzuschlagen.

Grundsätzlich keine besondere Geschichte, würde der Kalender nicht das Jahr 2004 schreiben.

Die vier Greise haben in einem luxuriösen Bunker das Kriegsende verpennt; im Grunde genommen ihr komplettes Leben. Denn noch immer den Idealen, der Moral und der Logik eines Führers unterworfen, waren sie von der Umwelt abgeschnitten, strikt auf den Endsieg wartend.
So staunen sie nicht schlecht, wie die "Kriegswirren" der Gegenwart auf sie wirken.

Dieses Buch ist schlicht wunderbar.

Waal weiß den braunen Schwachsinn wie den zahnlosen Tiger der "Gegen-Rechts"-Bewegung bloßzustellen. 

Und das tut einfach mal gut.

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francismohrs avatar

Rezension zu "Die Nachhut" von Hans Waal

genialer Plot
francismohrvor 5 Jahren

Ich habe das Buch verschlungen. Der Plot ist kurvenreich gestaltet und steuert ohne Überlängen zum Finale. Die kleine Liebesgeschichte hätte es nicht nötig gehabt. Ich habe das Buch oft verschenkt und immer ein Hurra dafür geerntet. Es ist deutlich besser als Timur Vermes "Er ist wieder da", das ja im gleichen Plotgenre verankert ist.

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