Hans Werner Richter

 4.3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Geschichten aus Bansin, Ein Julitag und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Hans Werner Richter

Hans Werner Richter, 1908 in Bansin geboren, gelernter Buchhändler, gründete 1946 zusammen mit Alfred Andersch die Zeitschrift "Der Ruf", die bald von den Besatzungsbehörden verboten wurde. Aus dem Versuch, unter dem Titel "Der Skorpion" eine literarische Zeitschrift zu gründen, entstand die Gruppe 47,die dank Richters unbeirrbarer freundschaftlicher Leitung dreißig Jahre zusammen hielt und in dieser Zeit in der deutschsprachigen Literatur den Ton angegeben hat. 1993 starb Richter in München.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hans Werner Richter

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Cover des Buches Geschichten aus Bansin (ISBN:9783803125941)

Geschichten aus Bansin

 (4)
Erschienen am 15.06.2008
Cover des Buches Die Stunde der falschen Triumphe (ISBN:9783803126429)

Die Stunde der falschen Triumphe

 (2)
Erschienen am 15.08.2010
Cover des Buches Ein Julitag (ISBN:9783803142207)

Ein Julitag

 (2)
Erschienen am 13.03.2017
Cover des Buches Im Etablissement der Schmetterlinge (ISBN:9783803124999)

Im Etablissement der Schmetterlinge

 (1)
Erschienen am 20.09.2018
Cover des Buches Briefe (ISBN:9783446191617)

Briefe

 (1)
Erschienen am 19.09.1997
Cover des Buches Sie fielen aus Gottes Hand : Roman. (ISBN:B002095KCW)

Sie fielen aus Gottes Hand : Roman.

 (1)
Erschienen am 01.01.1978
Cover des Buches Du sollst nicht töten (ISBN:B0000BMT0T)

Du sollst nicht töten

 (1)
Erschienen am 01.01.1955
Cover des Buches Deutschland deine Pommern (ISBN:9783356019872)

Deutschland deine Pommern

 (0)
Erschienen am 04.06.2015

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Rezension zu "Die Stunde der falschen Triumphe" von Hans Werner Richter

Wer soll das alles verstehen?
ToniKvor 5 Jahren

Zur Zeit des Nationalsozialismus war es besser, sich den Wünschen des Regimes zu beugen. Der Friseur des Dorfes passt sich an, auch aus Angst, sonst seinen Friseursalon schließen zu müssen. Der Lehrer hingegen kann sich mit dem nationalsozialistischen Gedankengut nicht anfreunden und ist auch nicht gewillt, sich zu verstellen. Mit allen Mitteln versuchen die Nazis seinen Willen zu brechen, entmutigen ihn, trichtern ihm ihre Ideen ein. Jeder wird zur Anpassung gezwungen.
Nach Kriegsende ist plötzlich alles anders. Der Lehrer hat nun recht, stattdessen werden die Nazis verboten. Wieder ist Anpassung gefragt, vielleicht nicht im gleichen Stil wie zuvor, doch sind ähnliche Muster erkennbar.
Je nachdem, welche Zeit gerade herrscht, scheint Unterordnung das beste Mittel zum Selbstschutz zu sein. Warum mal der eine recht hat und dann wieder der andere - wer soll das verstehen?
Hans Werner Richter erzählt diese auf den ersten Blick zugegebenermaßen langweilig klingende Geschichte in einer Art und Weise, die einen mit jedem Charakter mitfühlen lässt. Beim Lesen langweilt man sich zu keiner Zeit. Zuerst erhält man tiefe Einblicke in die Kriegszeit, erfährt, wie der einfache Mann sein Überleben sicherstellte. Doch Richter hört nicht wie die meisten anderen im Mai 1945 auf, er thematisiert auch die Zeit der Entnazifizierung. Das sich wandelnde Weltbild. Rollentausch der mächtigen und anerkannten Personen mit den verachteten Gegnern des Nationalsozialismus. Plötzlich ist alles anders. Aber was ist nun richtig? Sind nicht beide Situationen auf ihre Weise falsch? Oder verstehen wir sie nur nicht?
Das Buch ist nicht dick und die Geschichte nicht spannend, trotzdem geht sie einem auch aufgrund von Richters Erzählstil nahe. Man begreift. Oder auch nicht. Auf jeden Fall taucht man tief ein in die verwirrende Zeit der 1940er Jahre und die Reise dorthin lohnt sich.

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