Hans van der Geest

 4.2 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Das Kuckuckskind, Greg, mein Freund und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Die Marbachs und ihr Gästezimmer

Neu erschienen am 04.05.2019 als Hardcover bei Himmelstürmer.

Alle Bücher von Hans van der Geest

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Cover des Buches Das Kuckuckskind (ISBN:9783863616298)

Das Kuckuckskind

 (9)
Erschienen am 23.03.2017
Cover des Buches Wilde Treue (ISBN:9783863615482)

Wilde Treue

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Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Spätzünder (ISBN:9783863616595)

Spätzünder

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Erschienen am 27.07.2017
Cover des Buches Das Liebesnest (ISBN:9783863617110)

Das Liebesnest

 (0)
Erschienen am 27.09.2018
Cover des Buches Die Marbachs und ihr Gästezimmer (ISBN:9783863617530)

Die Marbachs und ihr Gästezimmer

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Erschienen am 04.05.2019
Cover des Buches Die Doppelspieler (ISBN:9783863617141)

Die Doppelspieler

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Erschienen am 01.07.2018
Cover des Buches Der Schüchterne und der Sonnyboy (ISBN:9783863616847)

Der Schüchterne und der Sonnyboy

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Erschienen am 22.03.2018
Cover des Buches Ihr Regenbogen hat fünf Farben (ISBN:9783863617417)

Ihr Regenbogen hat fünf Farben

 (0)
Erschienen am 21.02.2019

Neue Rezensionen zu Hans van der Geest

Neu

Rezension zu "Das Kuckuckskind" von Hans van der Geest

Wie weit geht Familie?
valle87vor 5 Monaten

Das Kuckuckskind, leider wird beim Klappentext schon sehr viel veraten. Und ein "Roman" ist es auch nicht.
Es ist mehr eine Erzählung und diese sehr ausführlich. Im ersten Teil lernen wir Paul kennen und zwar von klein auf, so geht es dann weiter mit den wichtigen Charakteren.

Dennoch vergebe ich hier 4 Sterne. Ich habe mir unter dem Buch was anderes vorgestellt, aber es lässt sich dennoch sehr gut lesen.

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Rezension zu "Das Kuckuckskind" von Hans van der Geest

Eine besondere Familiengeschichte
mabuerelevor 5 Monaten

„...Die Dynamik der Trauer wurde nun unwiderruflich zur Dynamik des Begehrens...“


Paul ist 14 Jahre alt, als sein Bruder Daniel geboren wird. Der Vater ist Klavierstimmer, aber häufig krank. Vier Jahre später stirbt der Vater.

Paul ist musikalisch begabt. Erspielt Klavier und Cello. Am Konservatorium studiert er das Fach Dirigieren. Nebenbei nimmt er sich viel Zeit für seinen kleinen Bruder. Der hat mit Musik allerdings nicht viel am Hut. Dafür ist er ein talentierter Zeichner.

Rosabella Ferretti, genannt Rosi, ist Sängerin. Ihre Begabung wird von ihrer Mutter Vera gefördert, die selbst gesungen hat, aber nie Rosis Perfektion erreichte. Als Vera die Diagnose MS erhält, festigt sich die Beziehung der beiden Frauen weiter. Rosi richtet ihre berufliche Ambitionen nach dem Gesundheitszustand der Mutter.

Als Rosi bei einem Kirchenkonzert die Stelle der Sopranistin angeboten bekommt, lernt sie Paul kennen.

Der Autor hat eine spannende und abwechslungsreiche Familiengeschichte geschrieben. Es ist eine Geschichte von Schuld und Schweigen, von Trennung und Vergeben.

In den ersten Kapiteln werden die Protagonisten ausführlich vorgestellt. Ich darf ihre Kindheit, aber auch die ersten Jahre ihrer beruflichen Entwicklung verfolgen, lerne ihre Stärken und ihre Schwächen kennen.

Rosi insbesondere neigt ab und an zu spontanen Entscheidungen. Das kann für andere schmerzlich sein. Ihre Mutter warnt sie nach einer unglücklichen Liebesbeziehung:


„...Es ist offensichtlich eine Kraft in dir [...], die plötzlich alle vernünftigen Überlegungen ausschalten kann. Ich meine, dass es wichtig ist, diese Tendenz in dir gut zu kennen, damit sie dich nicht wieder ins Unglück stürzt...“


Der Schriftstil ist über weite Strecken sachlich und trotzdem von gehobenen Standard. Das zeigt sich in Wortwahl und Satzbau und wird durch die in die Rezension eingefügten Zitate belegt. Die Emotionen der Protagonisten kommen kaum in ihren Worten, dafür in ihren Gedanken und in ihren Taten zum Ausdruck. Außerdem spiegeln sie sich vor allem bei Paul in seiner Auseinandersetzung mit der Musik wider.


„...Es waren nur wenige Noten, und die letzte wurde dreimal wiederholt, wie ein Klopfen. Es beschäftigte ihn, dass die Melodie in dem Stück oft abwärts ging. […] Er fand, dass sich Melancholie darin ausdrückte, von packender Intensität...“


Sehr gut gefallen hat mir, wie Paul mit der Homosexualität seines Bruders umgeht. Man könnte fast sagen, er hat ihn an der Hand genommen und ihm zu verstehen gegeben, dass er sein Leben so gestalten darf, wie er fühlt.

Und dann ändert eine Nacht alles. Das Wesentliche steht im Eingangszitat. Rosis Mutter stirbt. Paul ist als Dirigent in England. Daniel kümmert sich um die Trauernde. In jener Nacht wird Pablo gezeugt. Und beide schweigen – aus unterschiedlichen Gründe.

Das Geschehen aber liegt wie ein Schatten über ihren Leben. Paul, der für den Jungen sein Leben geändert und eine feste Stele angenommen hat, fühlt die alte Vertrautheit zum Bruder schwinden und kann sich nicht erklären, warum. Daniel wird von Schuldgefühlen geplagt. Rosi ist zerrissen zwischen Zukunftsangst und Selbstanklage. Gespräche verschweigen mehr, als sie sagen.

Als Pablo 14 Jahre alt ist, brechen Rosi und Daniel das Schweigen. Der Moment der Wahrheit bringt Wut und Bitterkeit, Einsamkeit und Selbstvorwürfe.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Einziger Kritikpunkt ist das Verhalten von Pablo. Die Wahl seines neuen Freundeskreises und die plötzliche Abkehr davon ging mir zu schnell.

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T

Rezension zu "Das Kuckuckskind" von Hans van der Geest

Eine besondere Familie
Tim01011990vor 6 Monaten

Paul und Daniel sind Brüder. Paul hetero und Daniel schwul. Paul Freundin verliert ihre Mutter und schläft mit Daniel. Rosi wird schwanger und die Familie kommt ins Wanken.

Ein guter Roman, bis auf das vorletzte Kapitel, bei dem es um den Rechtsradikalismus geht, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Thema Rechtsradikalismus ist einfach unglaubwürdig und zu Dick aufgetragen, daher 1 Stern Abzug.


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Gespräche aus der Community

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In der Geschichte um eine Regenbogenfamilie und ein Kuckuckskind geht es um Verletzungen und seelische Nöte, die sich die Personen ungewollt zufügen.

Paul ist vierzehn Jahre älter als sein Bruder Daniel. Ihr Vater stirbt früh, und Paul wird wie ein Vater für seinen Bruder. Als klar wird, dass Daniel schwul ist, unterstützt Paul ihn, während er selbst eher ein Schürzenjäger ist. Daniel findet in Karsten einen festen Freund.

Die eigenwillige und launenhafte Sandra lebt mit der Mutter in einer engen Beziehung. Sie wird Sängerin und hat großen Erfolg. Sie lernt Paul als Chordirigenten kennen. Die zwei verlieben sich und ziehen zusammen. Bald müssen sie Daniel trösten, weil Karsten ihn verlassen hat.

Als Sandras Mutter sterbenskrank ist und Paul für seine Tätigkeit ins Ausland reisen muss, bittet Paul seinen Bruder, die verzweifelte Sandra nicht aus den Augen zu lassen. Sandras Trauer nach dem Tod ihrer Mutter verwandelt sich in ein plötzliches Begehren, dem Daniel nachgibt. Bald zeigt sich, dass Sandra schwanger ist.

Sie beschließen, Paul nichts zu sagen. Daniel lernt Dominik kennen und findet in ihm einen Partner fürs Leben.

Pablo wird geboren. Ein Kuckuckskind wie man es nennt. Paul ist stolz auf seinen angeblichen Sohn. Daniel will das Geheimnis offenlegen, aber Sandra sträubt sich. Erst nach zwölf langen Jahren beichten sie Paul, was geschehen ist.

Die Folgen sind erschütternd. Paul will nichts mehr von ihnen wissen und trennt sich von seiner Familie. Erst nach Jahren nähert er sich ihnen wieder mehr oder weniger. Pablos Erlebnisse und Probleme tragen zu einem festeren Familienzusammenhalt wesentlich bei.

Über das Drama

Im Zentrum stehen besonders die inneren Nöte, welche die drei Hauptpersonen dieser Geschichte ertragen müssen. Zuerst die Täuschung und nachher die Ent-Täuschung wecken Gefühle von ergreifender Kraft.

Über den Autor

Hans van der Geest ist Pfarrer der reformierten Kirche gewesen.

Geboren wurde er an der Nordsee, in Holland. Aber es zog ihn in die Berge, in die Schweiz. Mit seiner Bisexualität hat er Mühe gehabt. Erst mit 40 hat er sein schwules Verlangen ernst genommen. Als Theologe hat Hans van der Geest sich in den 70er und 80er Jahren für die Schwulen eingesetzt. Das hat ihm Feinde, aber noch mehr Freunde beschert.

Die Bücher, die er schreibt, haben vor allem die Entstehung von Freundschaften und Regenbogenfamilien zum Inhalt. Sein besonderes Interesse gilt den Bisexuellen. Für sie ist das Leben oft noch komplizierter als für Schwule. In konservativen Kreisen ist dafür nicht immer viel Verständnis. Hans van der Geest möchte mit seinen Büchern da ein Fürsprecher sein.

Der Himmelstürmer Verlag stellt zehn Rezensionsexemplare zur Verfügung. Die Bücher werden über einen der Buchshops verschickt und die Teilnehmer der Leserunde erhalten später einen Link zur direkten Bewertung im Portal.

Letzter Beitrag von  valle87vor 5 Monaten
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