Hans von Trotha

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Czernin oder wie ich lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen

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Neu erschienen am 01.09.2018 als Taschenbuch bei Dittrich.

Alle Bücher von Hans von Trotha

Der Englische Garten

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Erschienen am 15.03.1999
Im Garten der Romantik

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Erschienen am 01.03.2016
Angenehme Empfindungen

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Erschienen am 01.02.1999
Lexikon der überschätzten Dinge

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Erschienen am 23.05.2012

Neue Rezensionen zu Hans von Trotha

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angi_stumpfs avatar

Rezension zu "Czernin oder wie ich lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen" von Hans von Trotha

Czernin - eine Spurensuche gegen Widerstände
angi_stumpfvor 5 Jahren

Ein beeindruckendes Buch über das Leben und Wirken des Grafen Ottokar Czernin, das die menschliche und verletzliche Seite des Mannes in den Mittelpunkt stellt.


Geschickt versteht es Hans von Trotha in seinem Roman "Czernin oder wie ich lernte, den Ersten Weltkrieg zu verstehen" die Vergangenheit mit der Zukunft zu verweben.

Er erzählt eigentlich die Geschichte von Max, dem Urenkel des Grafen Czernin, der im Jahr 1991 von seiner Großmutter eine mysteriöse Tasche mit Papieren ihres Vaters ausgehändigt bekommt.
Eigentlich will er zunächst mit der Sache gar nichts zu tun haben, doch bald ist seine Neugier geweckt und er begibt sich auf Spurensuche, um die Geheimnisse, die seinen Urgroßvater umgeben, zu lüften.
Dabei stößt er jedoch schnell auf Hindernisse: hinter den alten Dokumenten sind auch noch andere Menschen her - und diese schrecken auch vor einem Verbrechen nicht zurück.


Im Verlauf des Buches können wir erleben, wie die Ähnlichkeiten zwischen Max (der eigentlich auch "Ottokar" heißt) und seinem Urgroßvater Ottokar immer deutlicher zutage treten.
Der Autor verwebt in vielen Parallelen geschickt die Vergangenheit mit der Gegenwart und lässt die Geschichte lebendig erscheinen.

Eher kurze Kapitel und häufigere Orts- bzw. Zeitenwechsel verhindern zusätzlich, dass Längen entstehen.
Die Wirren des Ersten Weltkriegs werden dem Leser auch sehr wahrheitsgetreu durch die Verwendung vieler echter Dokumente aus dieser Zeit wiedergegeben.



Das Buch würde ich allen Lesern empfehlen, die bereits über ein solides Grundwissen über den Ersten Weltkrieg verfügen, die aber in unterhaltsamer Form noch mehr darüber erfahren möchten.

Fazit: Ein sehr interessantes Stück Geschichte, geschickt und unterhaltsam verwoben mit Fiktion und Gegenwart.

Kommentare: 1
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BertieWoosters avatar

Rezension zu "Der Englische Garten" von Hans von Trotha

Rezension zu "Der Englische Garten" von Hans von Trotha
BertieWoostervor 8 Jahren

Man darf sich von dem Titel des Buches nicht täuschen lassen. Es geht darin nicht um den Englischen Garten in München. Dieser wird nur am Rande erwähnt. Vielmehr wird dessen originalen Vorbildern im Heimatland der Gartenkunst nachgegangen. Es wird die Geschichte und Entwicklung des englischen Gartentyps erzählt. Ausgehend vom strengen geometrischen barocken französischen Typs, wird gezeigt wie sich die englische Parklandschaft zu einem Gegentypus entwickelte.

Dabei zeigt sich, dass es den typischen englischen Garten eigentlich gar nicht gibt. Es liegt aber allen doch etwas Typisches zugrunde. Während der französische Barockgarten politisch den Absolutismus verkörpert, der durch seine geometrischen Formen zeigen wollte, dass er auch die Natur beherrscht, ist der englische Park ein Zeichen der Freiheit, in dem die Natur idealisiert wird. Dabei ist die Gestaltung der Parks auch eng mit Architektur verknüpft. Demzufolge handelt das Buch auch nicht über die Bepflanzung der englischen Parks. Vielmehr wird gezeigt, welches Zusammenspiel zwischen den Gebäuden und der Landschaft beabsichtigt war und welche unterschiedliche Formen es dabei gab, wie z.B. den palladianischen oder den gotischen Stiltypus bei den Gebäuden. Je nach dem musste sich die Landschaft anpassen. Italienisch bei Palladio nachempfundenen Gebäuden, schroff und mystisch bei gotischen Gebäuden. Es wird aber auch gezeigt, welche geistige Grundhaltung den aristokratischen Eigentümern zugrunde lag. Maßgeblich wurde die Gartengestaltung auch von der „Grand Tour“, die junge Adlige durch Europa führte beeinflusst.

Insgesamt ein sehr anregendes Büchlein. Da es auch in Deutschland Parks im englischen Stil gibt (diese werden im Anhang aufgeführt), lädt es dazu ein, diese zu besuchen und die Blickwinkel der Landschaftsgärtner und Baumeister nachzuempfinden. Aber man könnte auch nach England fahren und dort die beschriebenen Gärten besuchen.

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