Hans von Wolzogen Edda

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Inhaltsangabe zu „Edda“ von Hans von Wolzogen

Die Edda gilt als die bedeutendste überlieferte Quelle zur nordisch-germanischen Mythologie. In ihr sind auch die ältesten Fassungen der bekanntesten deutschen Heldenepen wie die Sage von Siegfried und den Burgunden, von Brunhild oder Etzel überliefert. Vorliegende Ausgabe ist mit 50 Jugendstilillustrationen hervorragend ausgestattet und vereinigt in zeitgemäßer Sprache jeweils 12 Göttersagen und Heldensagen, wie beispielsweise die Sage von "Odin bei der Wala" oder die bekannte Heldensage von "Wieland der Schmied". Mit Goldprägung
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    Edda
    Kopf-Kino

    Kopf-Kino

    07. August 2017 um 21:33

    Die Edda, deren Bezeichnung sich eigentlich auf zwei unterschiedliche isländische Manuskripte bezieht (ich bleibe dennoch beim Singular), ist ein in altnordischer Sprache verfasstes Werk, das die nordische Mythologie und die germanische Heldensage behandelt. Hier wird in Liedern, Gedichten und Prosatexten von den Taten der „unsterblichen“ Gottheiten aus den Geschlechtern der Wanen und Asen, wie beispiels-weise Odin, und vom Schicksal einzelner Helden, wie zum Beispiel Sigurd, erzählt. Hans von Wolzogen erzählte in seinem 1929 veröffentlichen Buch 'Sagen der Edda' 12 Göttersagen und 12 Heldensagen ausschließlich in Prosa nach. Jahrzehnte später wurde dieses unverändert (sprich, in Frakturschrift) in einer Reprint-Ausgabe unter dem Titel 'Edda – Götter- und Heldensagen' neu aufgelegt, was dem hier abgebildeten Cover entspricht. Hierauf bezieht sich auch die folgende Rezension. Auffällig ist sogleich, dass Von Wolzogens Zusammenstellung nicht mit 'Völuspá', welches unter anderem von der Entstehung der Welt und die „Einführung“ der Götter berichtet, beginnt, sondern mittendrin, was eher ungewöhnlich ist und leider meinen ersten Kritikpunkt darstellt. Als Leser, der sich nicht bereits vorab mit der Edda befasste, stolpert man orientierungslos über unbekannte Begriffe, wie beispielsweise 'Ase', ohne sie jedoch einordnen zu können. Unterstützt wird dies zusätzlich davon, dass im Buch keine Erklärungen in Form von Personenregister und/oder Glossar enthalten sind. Um eventuelle Enttäuschungen vermeiden zu können, liste ich weiter unten die jeweiligen Sagen auf, die hier enthalten sind. Die Wortwahl, derer sich Von Wolzogen bedient, wirkt recht „barocklastig“. Wie die Anführungszeichen bereits verraten, fällt es mir recht schwer, den Schreibstil einzufangen, weshalb ich bestenfalls den ersten Satz aus dem Buch zitiere: „Am schneegrauen Winterhimmel tat sich ein helles Fenster auf wie ein Augenlid, dahinter ein strahlendes Auge blitze, das blickte nieder auf die weite kalte Welt in der nebligen Tiefe und fern darüber hinweg bis zu den äußersten Rändern, wo die hohen eisigen Berge von Riesenheim das schlummernde Leben mit ihren ragenden Mauern umschlossen.“ Schön fand ich, mal wieder Wörter wie 'behende' und ähnliche lesen zu können. Wer weder lange Sätze noch Frakturschrift (übrigens:großes Schriftbild) mag, wird hiermit definitiv keine Freude haben. Weshalb sich der Autor teilweise dazu entschied, die altnordischen Namen quasi „einzudeutschen“, ist mir ein kleines Rätsel, da sie manchmal – mit Verlaub! - sehr komisch klingen. Da wird aus dem Gott Freyr rasch 'Froh' (ja, okay, die Verbindung zum althochdeutschen Wort 'frô' ist nachvollziehbar, aber muss ja nicht sein, wie ich finde) und aus dessen Diener, der Skírnir heißt, einfach 'Schirner'. Darüber ließe sich gewiss streiten, trübte jedoch für meinen Geschmack das Gesamtbild. Warum vergebe ich dem Buch dennoch drei Sterne? Zum einen enthält es 50 Federzeichnungen von Franz Stassen, die ich wunderschön finde, und zum anderen mag ich grundsätzlich die Geschichten rund um die altnordischen Götter, da sie von deren Schwächen, Kämpfe und Schicksalsschläge erzählen. Wie nah die Übersetzung am Originale ist, kann ich nicht beurteilen, zumal die Edda zigmal ins Deutsche übertragen wurde. Wer eine Empfehlung (ob nun in Vers- oder Prosaform) parat hat, mag sie bitte in Form eines Kommentars hinterlassen. Danke! Fazit: Meiner Meinung nach ist dieses Buch für „Anfänger“ weniger geeignet, da ich den Aufbau nebst fehlendem Glossar für verwirrend halte, um durchsteigen zu können. Wer die Gottheiten etc. und die Handlungen grob einordnen kann, könnte mal einen Blick hineinwagen, da allein schon die Optik ihren Charme hat. Hier noch rasch die versprochenen Listen: Göttersagen: 'Froh und Gerda', 'Schwingtag und Goldfreude' (Svipdagr und Menglödh), 'Der Raub des Sinnreger', 'Des Hammers Heimkunft', 'Ein Götterzank', 'Grimner bei Geirröd', 'Der Kesselraub zum Ögersmahl', 'Odin bei der Wala', 'Balders Tod', 'Walakunde', 'Der Ursprung der Menschen' Heldensagen: 'Wieland der Schmied', Helgi Hjörwardsohn', 'Helgi der Hundingstöter', 'Der Ring des Andwari', 'Wie Sigurd den Wurm erstach', 'Wie Sigurd die Walküre weckte', 'Wie Sigurd erschlagen ward', 'Wie die Frauen um Sigurd trauerten', 'Brynhilds Helfahrt', 'Der Untergang der Giukungen', 'Swanhild, Gudurns Tochter', 'König Frodhis Mühle' PS: Die Edda ist hier keinesfalls komplett, aber das verrät schon die Seitenanzahl. ;-)

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