Das Todeslabor von Singapur

von Hansheinrich Kolbe 
3,0 Sterne bei1 Bewertungen
Das Todeslabor von Singapur
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Inhaltsangabe zu "Das Todeslabor von Singapur"

Ein brisanter, globaler Science-Thriller

Julian Berger, weltberühmter Professor für Gynäkologie und Lebemann mit einem Faible für exklusive Genüsse, findet sich durch Zufall in einem Hochsicherheitslabor in Singapur wieder, in dem er die Bekanntschaft einer über mehrere Generationen genetisch humanisierten Schimpansin macht, die er aus ihrem Gefängnis befreit. Kurz darauf wird er von einer Wissenschafts-Mafia gejagt, die ihn um jeden Preis tot sehen möchte. Julian Bergers Flucht – von Singapur über Deutschland, Frankreich, die Karibik, Rio de Janeiro, den Amazonas und das Silicon Valley – führt ihn nach China, mitten in eine dramatische Naturkatastrophe hinein. Dass ihm bei seinen Abenteuern nicht nur eine große Liebe, sondern auch seine ihm zuvor völlig unbekannte Tochter begegnet, gehört zu den raffinierten Volten der wendungsreichen Geschichte.
Das »Todeslabor von Singapur« ist ein Science-Thriller voller aufregender Schauplätze, faszinierender Figuren und sorgsam recherchierter Fakten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783954629978
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Mitteldeutscher Verlag
Erscheinungsdatum:01.02.2018

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    -Anett-s avatar
    -Anett-vor 4 Monaten
    Medizinthriller

    „ Sind sie schon mal im Paradies aufgewacht? Ich ja: heute morgen in Santo Domingo.“
    -Seite 155 -

    Als der Protagonist Julian Berger dies denkt, ist er bereits auf der Flucht vor einer mysteriösen Mafia. Aber wieso?

    Julian Berger, Professor für Gynäkologie und Onkologe, reist nach seiner Scheidung nach Singapur um eine alte Freundin zu besuchen. Als er bei ihr im Labor ist, gerät er scheinbar unbewußt in einen Laborbereich, der ihm eigentlich verwährt werden sollte. Dort trifft er auf eine humanisierte Schimpansin. Diese redet mit ihm via eines Computers, und er erfährt, dass Genveränderungen an ihr und anderen Affen vorgenommen wurden. Julian rettet sie und schon befindet er sich auf der Flucht. Auf dieser wird er auch angeblich erschossen, und man behält diese Falschmeldung bei, um ihn zu schützen. Er taucht in der Karibik bei einem Freund unter.

    „ Hugo grinste: Nimm es eher von der skurrilen Seite. Sei schlicht und einfach ein Leichnam, der sich köstlich amüsiert.“
    - Seite 87 -

    Hm, ja, genau so könnte man es auch beschreiben.
    Da taucht einer unter, um nicht gesehen und vom Bildschirm der Mafia zu verschwinden. Und was macht dieser da? Er besucht Partys, lernt jede Menge Leute kennen usw. Kein Wunder eigentlich, dass ihm die falschen Leute wieder auf die Spur kommen und er wiederum in Lebensgefahr schwebt. Er bringt damit nicht nur sich, sondern auch seine Freunde in Lebensgefahr!

    So habe ich die ersten Kapitel immer nur den Kopf schütteln können. Auch brachte mich die nüchterne Erzählweise den Charakteren nicht gerade näher, statt ein wenig mehr bei ihnen in die Tiefe zu gehen, ergießt sich der Autor in einen Informationsfluss, der dem Leser einfach viel zu viel ist. Da wird er nicht eben nur zum Flughafen gefahren, sondern dies endet dann etwa so.
    „ Sie hat mich anschließend in ihrem silbergrauen Mercedes 300 SL zum Flughafen gefahren. Immerhin: Sie hat deinen Charme und die Liebe für Oldtimer von dir geerbt. Es war übrigens die letzte Fahrt des Mercedes Baujahr 1954 – die alte Traumauto-Dame hat jetzt ihre Ruhe und einen Ehrenplatz im Singapur Scince Centre gefunden“
    -Seite 84 -

    So und so ähnlich geht es von einer auf die nächste Seite und störte meinen Lesefluss doch sehr. Außerdem hatte der Autor ein Faible für französische Wörter: Essen, Trinken, immer wieder französische Wörter und Sätze, die mich nicht diese Sprache sprechend, immer wieder beim lesen ausbremsten.

    Jedoch muss ich auch dazu sagen, dass dies ab ca. Seite 160 rapide abnimmt und nun endlich ein flüssiger Roman zu lesen ist, der auch richtig spannend wird..
    Der erste Mord passiert und ist unerklärlich. Außerdem ziemlich brutal und mir schwante schon einiges. Aber wie gesagt, es wurde spannend und das fand ich nun mal richtig gut.
    Zum Ende des zweiten Teils hatte ich kurzzeitig das Gefühl, der rote Faden wurde verloren. Es wurden Dinge erklärt, die mir so nicht bewußt waren und ich ungläubig der weiteren Dinge harrte. Es wurde teilweise abstrus und konfus, und ich hoffte darauf, dass man den roten Faden der Geschichte wieder fand. Ich hatte bisweilen das Gefühl, der Autor hätte gern noch mehr geschrieben.Aber ja, es gab eine Aufklärung, auch wenn dies noch lange nicht das Ende war, und so langsam kam ich mit dem lesen immer weiter in Fahrt.
    Selbst dem Protagonisten Julian schien das so zu ergehen:
    „ Bevor ich Gefahr lief zu kollabieren, leerte ich prophylaktisch die Flasche Dom Perignon.“
    -Seite 314 –

    Jedoch konnten mich die einzelnen Charaktere bis zum Schluss nicht wirklich überzeugen. Alles war so sachlich geschildert, bei mir kamen irgendwie keine großen Gefühle auf.
    Aber als Abenteuerromann taugt er allemal. Jedoch für mich kein wirklicher Thriller wie auf dem Cover steht. Vielleicht eher noch ein Wissenschaftsthriller.

    Zu den kleinen Überraschungen zählten die immer mal wieder vorkommenden VIPs! Manchmal fand ich es gut, manchmal zum schmunzeln und manchmal ein bisschen dick aufgetragen. Mit Bon Jovi im Flieger? Oder mit Bill Clinton zum Golf?
    Gibt es alles!

    Die endgültige Auflösung hat mich noch teilweise überrascht und versöhnt!

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