Hansjörg Hemminger Und Gott schuf Darwins Welt

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Inhaltsangabe zu „Und Gott schuf Darwins Welt“ von Hansjörg Hemminger

Hinter der Debatte um Schöpfung und Evolution vergibt sich stets die Frage, ob Gott wirklich existiert. An den möglichen Antworten darauf seiden sich die Geister. So vehement sich Kreationisten dagegen wehren, dass der Mensch aus dem Tierreich stammen soll, so heftig verneinen Atheisten, dass Gott etwas mit dem Menschen zu tun haben könnte. Doch wer hat Recht?

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    Und Gott schuf Darwins Welt
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    02. January 2014 um 20:52

    Hansjörg Hemminger ist Weltanschauungsbeauftragter der evangelischen Kirche. Und ich muss gestehen, dass mich dieses Buch auf schlimme Weise an meinen Religionsunterricht erinnert hat! Nach jahrelangem selbigen hatte ich nämlich keinen blassen Schimmer, was die evangelische Kirche für ein Weltbild hat. Hansjörg Hemminger ist aber auch studierter Biologe und so vertritt er wenigstens in dem Bereich einen klaren Standpunkt: die Evolution ist belegt. Das Buch beschreibt nun die Positionen verschiedener Gruppen innerhalb der Christenheit und innerhalb der Wissenschaft bzw. deren Kritik aneinander. In Deutschland gibt es traditionsgemäss keine Einwände gegen die Evolution. Diese Kritik gibt es jedoch in den USA. Diese Christen werden als Fundamentals, Kreationisten oder Republikaner geoutet. Und vor dieser Bewegung soll die deutsche Kirche gewarnt werden. Bloss kommt mir die Warnung albern vor, im Religionsunterricht die Schöpfungsgeschichte zu unterrichten. Ich habe es jedenfalls nicht erlebt, dass in der Schule- in welchem Fach auch immer- die Evolution kritisiert wurde oder eine Alternative dazu angeboten wurde. Im Gegenteil: ich war überrascht in diesem Buch zu erfahren, dass im Lehrplan steht, Religion und Philosophie müssten die naturwissenschaftliche Diskussion ergänzen und erweitern. Der Ausblick auf die amerikanische Debatte hat mich interessiert, sie wurde in diesem Buch jedoch als überflüssig dargestellt (da albern). Die verschiedenen Punkte der Evolutionslehre haben mich auch interessiert, aber da ich nicht Biologie studiert habe, war ich streckenweise nicht in der Lage, dem Autor zu folgen. Die 3000 Arten des Aaronstabgewächs, das Tintenfischauge und die fleischfressende Pflanze stellen für mich nicht automatisch einen Beweis für die Evolutionstheorie bzw. dafür, dass es keinen Garten Eden gab, dar. Denn- und das wird dann auch behandelt- die Bibel wird sehr unterschiedlich ausgelegt innerhalb der Christenheit. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor jedoch an manchen Stellen die amerikanische Kirche bewusst lächerlich zu machen versucht. Die Entwicklung der Welt bzw die langen Zeitspannen der Entstehung sind belegt, sie werden jedoch auch interpretiert. Dass die Wissenschaft den Menschen aus ideologischen Gründen entmenschlicht oder vertiert, ist kein zwingender Schluss der Forschungsergebnisse. Hemminger weist immerhin auf die massive Fehlinterpretation im 3. Reich hin. Die Fussnoten belegen zum Teil Quellen, erklären aber auch Näheres zum Text. Das ist sehr unerfreulich in der Handhabung. Ich hätte mir auch ein Verzeichnis wissenschaftlicher Begriffe gewünscht wie z. B. Ambivalenz der Natur und magisches Denken usw. Nach der Lektüre dieses Buches hat man bemerkt: Über die Evolution kann man viel nachdenken. Schade, dass das in Deutschland kaum passiert. Dass die Theologie sich in weltliche Themen einbringt, ist hier gar nicht üblich. Aber auch die alleinige Wissenschaftsgläubigkeit ist erschüttert. Ich empfand dieses Buch als teilweise anregend aber auch als teilweise unverständlich.

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