Hansjörg Schertenleib Jawaka

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Inhaltsangabe zu „Jawaka“ von Hansjörg Schertenleib

„Glaubst du, wir kommen eines Tages an den Ort, an dem sich alles klärt. Jedes Rätsel. Glaubst du an diesen Ort?“ Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht länger. Die Zukunft des Jahres 2057 präsentiert sich nach einer globalen Katastrophe und der Großen Transformation wie das finstere Mittelalter. Aus einem der abgeschiedenen Dörfer muss ein 21-Jähriger fliehen, weil er dem Liebhaber seiner Mutter ein Messer in die Brust gestoßen hat. Hinter ihm befindet sich die schützende Gemeinschaft, vor ihm Eis, Schnee, unwegsames Gebirge und irgendwo vielleicht der verschwundene Vater. Der Autor dieser düsteren Imagination feilt 2021 in Kapstadt an den letzten Korrekturen seines Romans. Überall mehren sich die Zeichen, dass man auf die Katastrophe zusteuert. Während ihn vor allem eine neue Geschichte beschäftigt, ahnt er nicht, wie nahe er selbst am Abgrund steht. Bisher hat er seine Figuren leiden lassen, nun leidet er. "Hansjörg Schertenleib ist ein echter Romancier, aber einer, dem die Sprache, die Sprache eines Dichters, aufs Wort folgt. Landschaften, Witterungen, Stimmungen, das immer schwierige und abenteuerliche Unterwegssein schildert er so, dass ich, seine bis zum Ende glücklich gefangene Leserin, mit all meinen Sinnen dabei bin." Katja Lange-Müller

Der Schreibstil ist seeeeehr ausführlich und mir fehlte ein bisschen das gewisse Etwas. Aber optisch ist es genial!

— angi_stumpf
angi_stumpf

Interessante Thematik, leider etwas zäh und langatmig umgesetzt

— raven1711
raven1711

Brillant geschrieben und absolut aktuell! Eins Schriftsteller schreibt in einer Krisen geschüttelten Welt über eine mögliche Zukunft,

— Zini
Zini

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  • Ein optischer Leckerbissen!

    Jawaka
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    08. October 2015 um 18:36

    Die Geschichte: Wir begleiten einen Schweizer Autor, der in Südafrika lebt und der dort in einer nicht fernen Zukunft mit viel Gewalt konfrontiert wird. Immer wieder sind auch Zeitungsmeldungen etc. eingeflochten, die den langsamen Zerfall der gewohnten Ordnung ankündigen (Terroranschläge, etc.). Eigentlich lesen wir jedoch drei Geschichten in einer, denn in wechselnden Kapiteln befinden wir uns in der Vergangenheit in Irland, im Jahr 2021 in Südafrika und in einem weiteren Handlungsstrang noch weiter in der Zukunft: im Jahr 2057 in der Schweiz. In Schertenleibs 2057 gibt es die Welt, wie wir sie heute kennen, nicht mehr. Die Menschen leben in kleinen Gemeinschaften unter Bedingungen, die sehr an das Mittelalter erinnern: alles Moderne wurde ausgelöscht, man kleidet sich wieder in Leder, das mit Därmen vernäht wird. Keine schöne Vorstellung. Hier heißt die Hauptfigur “Halblaut” und auch die anderen Protagonisten tragen solch seltsame Namen. Halblaut verlässt seine sichere Dorfgemeinschaft nachdem er ein Verbrechen begangen hat. Er macht sich auf die Suche nach seinem Vater und wagt sich hinaus in die Fremde, die viele Gefahren bereithält … Meine Meinung: Dieses Buch ist ein echter optischer Leckerbissen: komplett in unschuldigem Weiß kommt es daher und selbst die Schriften heben sich nur durch einen wunderschönen Prägedruck ab, durch den sie leicht erhaben sind und ihre Konturen wurden lediglich leicht geschwärzt. Dazu ist der Schnitt noch rot gefärbt – wirklich toll gemacht. Leider kann ich aber den Inhalt nicht in gleichem Umfang loben wie das Äußere, denn hier tat ich mich etwas schwer. Nach dem Zuklappen des Buches und einem wenig schönen Ende habe ich mich jedenfalls gefragt, was mir der Autor jetzt damit sagen wollte. Irgendwie vermisste ich einen bleibenden Eindruck. Außer vielleicht der Erkenntnis, dass wir mit unserer Natur nicht so schändlich umgehen sollten und uns fragen sollten, welche Werte im Leben wirklich wichtig sind, konnte ich nichts herauslesen. Aber das wusste ich auch vorher schon und dazu war es mir zu ausschweifend. Der Schreibstil ist gut zu lesen und so ausführlich, dass eine wirklich lebendige Atmosphäre entsteht. Gleichzeitig sorgt die Fülle an Details aber auch dafür, dass ich oft das Gefühl hatte, die Story würde nicht vorwärts kommen. Es zog sich manchmal alles etwas hin. Positiv ist natürlich, dass man sich die Schauplätze sehr bildhaft vorstellen konnte. Die Geschichte(n) habe ich irgendwie als Sinnsuche verstanden, geprägt von den Gefühlen, Ängsten und Hoffnungen der Charaktere. Die Nebenfiguren waren teilweise recht skurril, teilweise sehr brutal, andere dagegen einfach nur ungewöhnlich. So richtig sympathisch konnte ich leider niemanden finden. Eine große Rolle spielt die Natur, hauptsächlich die Tierwelt. Die Art und Weise, wie viele Informationen darüber in die Geschichte einfließen, fand ich allerdings stellenweise weniger gut gelungen. Da gibt es nämlich ein Mädchen, das sich permanent anhört, als würde es aus einem Lexikon zitieren und irgendwann nervte das – nicht nur mich, sondern auch Halblaut, ihren Begleiter. Wie es nun zur “Großen Transformation” kam, wird nicht so wirklich thematisiert, das kann sich jeder selbst vorstellen. Der Fokus liegt mehr auf den kleinen Dingen, die in der Welt danach noch eine Rolle spielen. Auf mich wirkte diese Zukunftsvision manchmal ein bisschen wie ein Fantasyroman, was wohl auch an den seltsamen Namen der Personen und Orte lag. Der Schluss lässt sich mit einem Wort beschreiben: schrecklich. Wobei das größtenteils das Leben des Autors selbst betrifft, denn seine eigenen Geschichten enden etwas tröstlicher. Fazit: Vieles bleibt der Fantasie des Lesers überlassen, während andere Passagen eher zu ausführlich erzählt werden. Wie immer ist es Geschmackssache – und für mich war hier leider das Äußere etwas besser als der Inhalt. 3,5 Sterne

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  • Interessante Thematik, leider etwas zäh und langatmig umgesetzt

    Jawaka
    raven1711

    raven1711

    02. October 2015 um 09:12

    Inhalt aus dem Klappentext: Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht länger. Die Zukunft des Jahres 2057 präsentiert sich nach einer globalen Katastrophe und der Großen Transformation wie das finstere Mittelalter. Aus einem der abgeschiedenen Dörfer muss ein 21-Jähriger fliehen, weil er dem Liebhaber seiner Mutter ein Messer in die Brust gestoßen hat. Hinter ihm befindet sich die schützende Gemeinschaft, vor ihm Eis, Schnee, unwegsames Gebirge und irgendwo vielleicht der verschwundene Vater. Der Autor dieser düsteren Imagination feilt 2021 in Kapstadt an den letzten Korrekturen seines Romans. Überall mehren sich die Zeichen, dass man auf die Katastrophe zusteuert. Während ihn vor allem eine neue Geschichte beschäftigt, ahnt er nicht, wie nahe er selbst am Abgrund steht. Bisher hat er seine Figuren leiden lassen, nun leidet er. Meinung: Jawaka war eines der Bücher, auf die mich schon sehr gefreut habe, denn der Inhalt versprach spannende Unterhaltung, die zum Nachdenken anregt und für Diskussionsstoff sorgt. Wir starten in diesem Buch bei dem Protagonisten Halblaut. Dieser lebt in einer nicht allzu fernen Zukunft, in der es die heutige Gesellschaft nicht mehr gibt. Aufgrund von Wirtschaftsumbrüchen, Kriegen und Epidemien hat sich die Menschheit stark verkleinert und lebt unter primitiveren Bedingungen. Die Regeln sind streng in Halblauts Gemeinschaft. Als er eine der obersten Regeln bricht, verlässt Halblaut seine Heimat und macht sich auf ins Ungewisse. Zeitgleich wird die Geschichte des Autors von Halblauts Geschichte erzählt. Dieser sitzt 2021 in Südafrika und arbeitet an dem Skript, während um ihn herum sich die Berichte über Terrorismus, Krieg und Terror häufen. Es scheint, als würde der Autor genau in der Welt leben, die vor Halblauts existiert hat und somit die Grundlage für die postapokalyptische Welt liefern. Die Protagonisten zu beschreiben ist nicht einfach und ich hatte Schwierigkeiten, mich in diese hineinzuversetzen, was aber vor allem dem Schreibstil geschuldet ist. Denn seine Charaktere hat der Autor gut ausgearbeitet, liefert nötige Hintergründe und auch in ihren Handlungen bleiben die Figuren sich treu. Halblaut war mir nicht unsympathisch und seine Motivation war für mich nachvollziehbar. Aus dem Autor bin ich aber nicht schlau geworden und er blieb mir bis zum Schluss hin ein Rätsel. Hans Jörg Schertenleibs Roman liest sich leider recht zäh, trotz der interessanten Thematik. Der Autor hat schreibt sehr bildhaft und ausschweifend. Das führt zwar auf der einen Seite dazu, dass sein Weltentwurf sehr plastisch präsentiert wird, auf der anderen Seite zieht es die Geschichte ungemein in die Länge und es braucht immer sehr lange, bis letztendlich etwas passiert. Auch der distanzierte Erzählstil hat es mir nicht leichter gemacht, mich in das Buch hineinzufinden. Erzählt wird der Roman sowohl aus der Ich-Perspektive, wenn wir uns in Halblauts Welt befinden, sowie in der dritten Person, wenn der Autor oder seine anderen Protagonisten ihre Geschichte erzählen. Schertenleib präsentiert in diesem Buch viele sehr aktuelle und realistische Szenarien und regt somit uns Leser zum Nachdenken an. In dieser Hinsicht wurde meine Erwartung also erfüllt. Fazit: Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch gesteckt oder ich bin mit der falschen Motivation an diesen Roman heran gegangen, aber meinen Geschmack hat er leider nicht getroffen. Hans Jörg Schertenleib war mir persönlich zu ausführlich und ausschweifend, die Umsetzung zu zäh, auch wenn mir die Botschaft des Buches grundsätzlich gefallen hat. Beschäftigt hat das Buch mich aber auf jeden Fall, denn die Thematik ist zu jeder Zeit aktuell. Von mir gibt es ganz knapp 3 von 5 Punkten.

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  • Ein grossartiges Buch über die Welt, wie sie im Jahre 2057 sein könnte.

    Jawaka
    Zini

    Zini

    28. August 2015 um 19:24