Hansjörg Schneider Nachtbuch für Astrid

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Inhaltsangabe zu „Nachtbuch für Astrid“ von Hansjörg Schneider

Nach dem Tod seiner Frau begann Hansjörg Schneider ein Tagebuch über seinen Schmerz und seine Verzweiflung, über ihr gemeinsames Leben zu schreiben. Ein bewegendes Dokument der Trauer.

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  • Rezension zu "Nachtbuch für Astrid" von Hansjörg Schneider

    Nachtbuch für Astrid
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. March 2012 um 11:18

    „Von der Liebe, vom Sterben, vom Tod und von der Trauer darüber, einen geliebten Menschen verloren zu haben“ handelt dieses schon im Jahr 2000 zuerst veröffentlichte und nun bei Diogenes neu aufgelegte Tagebuch des Basler Schriftstellers Hansjörg Schneider. Ein Jahr lang hat er nach dem frühen Krebstod seiner Frau Astrid im November 1997 an wechselnden Orten schreibend, versucht, seine Trauer in Worte zu fassen, zu begreifen, was seine Frau Astrid für ihn war und wie er nun weiterleben kann. An einer Stelle denkt er an die erste gemeinsame Zeit zurück, die ihm auf einmal wieder ganz lebendig vor Augen steht: „Sie hat mir ungemein geholfen. Sie hat mir gezeigt, wie man lebt, wie man liebt. Sie war wie eine Katze zu mir, lieb und ohne Herrschsucht. Irgendetwas an mir muss sie überzeugt haben, an irgendetwas in mir hat sie geglaubt. Meine Verse fand sie gut. Meine Biersauferei fand sie blöd, hat aber nicht protestiert. Sie hat mich mit ihrer Liebe normalisiert, soweit das ging, sie hat mich auf den Weg zu mir selber gebracht.“ Trauernd den gemeinsamen Jahren nachsinnend, kommt er sich auf selbst auf die Spur, seiner Geschichte und seiner Arbeit und der Bedeutung, die sie für ihn hat. Er schreibt in dieser Zeit zwei der Hunkeler-Romane, die ihn in den vergangenen Jahren auch einem deutschen Publikum bekannter gemacht haben: „Das Paar im Kahn“ und „Tod einer Ärztin“. Beide Bücher habe ich kurz nach ihrem Erscheinen gelesen und damals schon gespürt, dass er da auch von sich selbst schreibt. Jetzt, nachdem ich dieses Trauer- und Liebesbuch gelesen habe, haben sich mir auch die weiteren Kriminalromane um den Kommissär Hunkeler, die Hansjörg Schneider nach dem Tod seiner Frau geschrieben hat, biographisch näher aufgeschlüsselt. „Nachtbuch für Astrid“ ist ein zunächst gar nicht für eine Veröffentlichung gedachtes Tagebuch der Trauer eines Mannes um seine Frau. Der schreibend-tastende Versuch, sein Leben mit ihr zu verstehen, es sich sozusagen über den Tod hinaus anzueignen, herauszufinden, wie er ohne sie weiterleben und arbeiten kann. „Ich habe nicht groß auf stilistische Feinheiten geachtet“, schreibt er in seiner letzten Eintragung ein Jahr nach dem Tod seiner Frau, „ich habe auf Authentizität geschaut. Ich denke, ich werde mir die Freiheit nehmen, es herauszugeben. Ich könnte A. auch einen Stein setzen. Aber da ich nicht Steinmetz bin, sondern Schriftsteller, schicke ich ihr dieses Buch nach in den Tod.“ Dass er nun, fünfzehn Jahren nach dem Tod seiner Frau, einer Neuausgabe für seinen neuen Verlag zugestimmt hat, zeigt mir, wie sehr er nach wie vor aus der Beziehung zu seiner Frau lebt und schreibt. Man kann dies auch in allen Hunkeler-Romanen spüren, die er danach geschrieben hat. Denn Hunkeler ist das Alter-Ego von Schneider.

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