Hanspeter Born

 4,1 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf

Hanspeter Born, geb. 1938, Schulen in Bern, Dr. phil. hist.; Redaktor beim Schweizer Radio, USA-Korrespondent; Auslandchef der Weltwoche (1984 – 1997); Autor von Sachbüchern, darunter «Mord in Kehrsatz», «Für die Richtigkeit – Kurt Waldheim» sowie (mit Benoit Landais) «Die verschwundene Katze» und «Schuffenecker’s Sunflowers».

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hanspeter Born

Cover des Buches Mord in Kehrsatz (ISBN: 9783855041190)

Mord in Kehrsatz

(5)
Erschienen am 01.02.1992

Neue Rezensionen zu Hanspeter Born

Cover des Buches Koreas schlafender Vulkan: Die Reise zum Pektusan 1898 (ISBN: 9783865030276)
Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Koreas schlafender Vulkan: Die Reise zum Pektusan 1898" von Hanspeter Born

Bellis-Perennis
Ein Reisebericht aus dem Jahr 1898

Nikolai G. Garin-Michailowski (1852-1906) ist ein russischer Schriftsteller, Ingenieur und Reisender. Dieser Reisebericht wurde bereits 1954 veröffentlicht und 2005 von der Edition Erdmann neu aufgelegt.  

Er beschreibt darin seine abenteuerliche Reise nach Korea, das Ende des 19. Jahrhunderts einer der wenigen weißen Flecken auf der Landkarte war. Dies ist der strengen Isolationspolitik des koreanischen Königshauses geschuldet, das sich erst unter dem Zwang der Japaner 1876 öffnet. Erst ab 1882 ist es den ersten Europäern erlaubt, das Land zu bereisen. Einer von ihnen ist der russische Schriftsteller und Eisenbahningenieur Nikolai G. Garin-Michailowski, der eine private Weltreise geplant hat und nun im Rahmen des Ausbaus der Transibirischen Eisenbahn im Herbst 1898 die Grenze zwischen der Mandschurei und Korea erkunden sollte. 

Eine zentrale Rolle spielt, wie der Untertitel zeigt, der 2.744 m hohe Vulkan Pektusan mit seinem Kratersee, der die drei Hauptflüsse der Region speisen. Während sich die Idee, die Flüsse als Verbindung zwischen Sibirien und der Mandschurei zu nutzen, zerschlagen hat, bringt diese Reise nicht nur neue Erkenntnisse über Koreas Geographie und Kultur, sondern bieten Einblicke in die Lebensweise der Bevölkerung. Nikolai G. Garin-Michailowski sammelt sechzig Märchen und Erzählungen, von denen 17 hier abgedruckt sind. Zudem erfahren wir einiges über seine höchst persönlichen Eindrücke, die stellenweise ziemlich widersprüchlich sind. Zum einem gefällt ihm der Fleiß und der Einfallsreichtum der Bevölkerung, um gleichzeitig die Korruption und die mangelnde Hygiene anzuprangern. Hier muss man als Leser allerdings berücksichtigen, dass Nikolai G. Garin-Michailowski dies alles mit westlichen Augen sieht und beurteilt. Interessant finde ich, dass er sich über die Korruption auslässt, so als ob er aus dem Zarenreich solches nicht kennen würde.  

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Reisebericht, der im Jahr 1898 verfasst worden ist, 4 Sterne.   

Cover des Buches Mord in Kehrsatz (ISBN: 9783855041190)
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Rezension zu "Mord in Kehrsatz" von Hanspeter Born

variety
Etwas reisserisch, aber packend

Damals habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Es ist sehr packend geschrieben, wenn auch natürlich teilweise reisserisch - richtiger Boulevardjournalismus. Heute kommt das schon etwas plakativ daher. Dennoch für die Rechercheleistung eine klare 5.

Cover des Buches Mord in Kehrsatz (ISBN: 9783855041190)
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Rezension zu "Mord in Kehrsatz" von Hanspeter Born

Aglaya
Die Geschichte des Mordfalls Z.

Eine junge Frau wird tot in ihrer eigenen Gefriertruhe aufgefunden. Für ihre Eltern, die Polizei und die Gerichtsbehörden ist schnell klar, dass es der Ehemann gewesen sein muss. Doch ist der Fall wirklich so eindeutig?

 

Schweizer ü30 werden sich wohl noch an den Mordfall Z. (da Wikipedia den Namen des Täters abkürzt, werde ich es hier auch tun. Im Buch werden die Namen von (fast) allen Beteiligten genannt) und die darauf folgenden Gerichtsprozesse, die in den Medien ein grosses Echo fanden, erinnern können. Ich selber kann mich zwar nicht mehr aktiv an den Mordfall und den ersten Prozess erinnern, da ich damals noch zu jung war, aber weiss noch, dass meine Eltern manchmal beim Abendessen über den Revisionsprozess sprachen, bei dem Z. freigesprochen wurde.

 

Einer der Gründe für die Wiederaufnahme des Verfahrens war dieses Buch. Der Journalist Hanspeter Born war von der Darstellung der berner Behörden nicht überzeugt und begann Fragen zu stellen; zuerst als Artikelserie in der „Weltwoche“, danach in diesem Buch. Born sammelte dazu Fakten, Aussagen und Indizien zusammen, um den Mordfall und das danach stattgefundene Untersuchungs- und Gerichtsverfahren so realitätsgetreu wie möglich darzustellen und dabei die Widersprüche in der Indizienkette aufzudecken. Dabei bleibt er relativ neutral, stellt auch mal die Darstellung von Z. in Frage. Schlussendlich kann er jedoch nicht verstecken (und bestätigt es abschliessend selber), dass er Z.‘s Darstellung glaubt und ihn nicht für den Täter hält. Wer der wirkliche Täter war, kann aber auch dieses Buch nicht beantworten.

 

Als strafrechtsorientierte Juristin habe ich ein grosses Interesse an wahren Kriminalfällen. Der geschilderte Mordfall, der quasi „vor meiner Haustür“ stattgefunden hat (ich bin rund 30km von Kehrsatz entfernt aufgewachsen), bildet hier natürlich keine Ausnahme. Mir hat das Buch ausgezeichnet gefallen, ich tue mich dennoch etwas schwer damit, es weiterzuempfehlen. Wer eine spannende Kriminalgeschichte erwartet, wird enttäuscht, Action gibt es hier nicht. Wer aber mehr Hintergründe über den Mordfall Z. erfahren möchte und sich nicht an etwas trockener Sprache stört (wie erwähnt handelt es sich beim Autor nicht um einen Romanschriftsteller, sondern um einen Zeitungsjournalisten), kann hier ruhig zugreifen.

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