Hanswilhelm Haefs

 4,1 Sterne bei 160 Bewertungen

Lebenslauf

Hanswilhelm Haefs studierte in Bonn, Zagreb und Madrid. Er war lange Herausgeber des "Fischer Weltalmanachs" und lebte als freier Publizist und Übersetzer in Belgien.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Hanswilhelm Haefs

Cover des Buches Handbuch des nutzlosen Wissens (ISBN: 9783423213165)

Handbuch des nutzlosen Wissens

(12)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Handbuch des nutzlosen Wissens (ISBN: 9783423111386)

Handbuch des nutzlosen Wissens

(1)
Erschienen am 01.11.1997
Cover des Buches Lempriere's Wörterbuch (ISBN: 9783442430901)

Lempriere's Wörterbuch

(1)
Erschienen am 01.02.1998

Neue Rezensionen zu Hanswilhelm Haefs

Cover des Buches Father Browns Einfalt (ISBN: 9783458350286)
Trishen77s avatar

Rezension zu "Father Browns Einfalt" von G. K. Chesterton

Trishen77
Ein netter, kleiner Ermittler oder "Der Verbrecher ist der schöpferische Künstler; der Detektiv nur der Kritiker."

       "Weisheit sollte mit dem Unvorhergesehenen rechnen."


Zum ersten Mal stieß ich auf Chesterton (und auf 4, 5 andere großartige Autoren) in Borges Inquisitionen . Dies fabelhafte Werk und andere spätere Erwähnungen von Borges machten mich neugierig auf diesen Autor, der mit dem Humanismus, der Philosophie und vor allem dem katholischen Glauben, eine breite Palette von Leidenschaften vorzuweisen hatte. Borges hatte mich bisher noch nie enttäuscht und so holte ich mir diesen ersten Band der Father Brown Storys (in der wirklich gelungenen Übersetzung von Hanswilhelm Haefs).


"Das unglaublichste an Wundern ist, dass sie geschehn."


Father Brown dürfte den meisten Deutschen (leider) nur als respektierliche Fernsehfigur bekannt sein. So stark, wie es immer propagiert wird, unterscheidet sich der Buchcharakter zwar nicht von seinem Televisions-Ego, aber die Geschichten (und somit auch Father Brown) selbst haben eine viel feinere und komplexere Grundlage und spielen gewiss nicht nur auf dem englischen Land, sondern haben mannigfaltige Orte und Umgebungen, vom Hotel in der City, bis zum einsamsten Schloss im verwitterten schottischen Hochland.


In der Kriminalliteratur gibt es mittlerweile unzählige Subgenres. Father Brown und sein Autor Chesterton gehören noch zu der Linie, die geradewegs von Poe ausgeht und nachfolgend noch in Autoren wie Agatha Christie oder Ellery Queen hervortrat; dem Genre in dem ein genialer/scharfsinniger Detektiv einen Mordfall, der zunächst eine bestimmte (im Fall dieser Geschichten eine irrationale, sogar mystische oder übernatürliche) Lösung nahe legt, klug rekonstruiert und die einzig mit allen Fakten übereinstimmende Lösung präsentiert, die meist zugleich verblüffend und folgerichtig ist. Und da Chesterton um die Jahrhundertwende lebte, kommt hin und wieder natürlich auch der Witz durch die Feder und auch die viktorianisch-englische Gesellschaft hat ihren Einstand.


"Mr. Audley, der Präsident, war ein liebenswürdiger älterer Herr, der immer noch Gladstone-Kragen trug; er war eine Art Symbol jener gauklerischen und doch starren Gesellschaft. Er hatte niemals irgendetwas getan - nicht einmal etwas Falsches."


Ich persönlich bin ein Fan dieses Genres und wer dergleichen auch schätzt und vielleicht auch die ein oder andere theologische oder philosophische Andacht ertragen kann (und wen das Alter der Geschichten nicht stört) wird mit den Father Brown Storys wenig falsch machen können.


Die Father Brown Storys wurden in dieser Insel-Ausgabe in 5 Bänden chronologisch herausgebracht. Die Bände in der weiter richtigen Reihenfolge lauten: 2. Father Browns Weisheit , 3. Father Browns Ungläubigkeit , 4. Father Browns Geheimnis , 5. Father Browns Skandal .


Inhalt dieser Ausgabe:

1. Das blaue Kreuz

2. Der verborgene Garten

3. Die sonderbaren Schritte

4. Die flüchtigen Sterne

5. Der unsichtbare Mann

6. Die Ehre des Israel Gow

7. Die falsche Form

8. Die Sünden des Prinzen Saradine

9. Der Hammer Gottes

10. Das Auge Apollos

11. Das Zeichn des zerbrochenen Säbels

12. Die drei Werkzeuge des Todes


Zwei sehr schöne Zitate:

"Wenn Sie wirklich verrückt wären, würden Sie sich einbilden, Sie seien normal."

"Das Problem des Kapitalismus ist nicht, dass es zu viele, sondern dass es zu wenige Kapitalisten gibt."


Cover des Buches König, Dame, Bube (ISBN: 9783499123870)
Trishen77s avatar

Rezension zu "König, Dame, Bube" von Vladimir Nabokov

Trishen77
Lust, Übermut und Geld

Vladimir Nabovos zweiter Roman spielt, wie schon der erste, in Berlin, wo sich auch der Autor zur Zeit der Niederschrift aufhielt. Während der erste Roman "Maschenka" unter russischen Emigrant*innen spielt, werden die Lesenden in "König Dame Bube" Zeugen/innen einer Dreiecksgeschichte in einem gewöhnlicheren Milieu.

Franz kommt nach Berlin, um für seinen Onkel Dreyer zu arbeiten, der einige gute Geschäfte macht und in einem großen Haus am Stadtrand lebt. Dort begegnet Franz auch zum ersten Mal Martha, Dreyers Frau und seiner Tante, und ist, als Unschuld vom Lande, von ihrer Schönheit sofort in Beschlag genommen.

Sie ist erfreut über diese unerwartete, jugendliche Schwärmerei und bald begierig darauf, ihre Chance auf eine Romanze mit Franz zu bekommen, wo doch ihr eigener Mann sie erotisch (und auch ansonsten) überhaupt nicht reizt. Und sie beginnt darüber nachzusinnen, wie perfekt alles wäre, wenn Dreyer nicht mehr unter ihnen weilen würde...

Auf der Rückseite des Buches steht etwas davon, dass Nabokov sich in diesem frühen Werk als "Meister delikater Psychologie" zeigt. Das finde ich etwas hochgegriffen. Es ist ohne Frage eines von Nabokovs ausgelasseneren Büchern, mit viel Witz und einer eher leichtfertigen, wenngleich beschwingten Psychologie. Er zeigt seine Figuren als mitunter einfältige, eitle, emotionsbefeuerte Wesen, die in den seltensten Fällen auf Feinsinn oder Reflexion zurückgreifen. Sie tragen alle einen gewissen Übermut in sich - oder das Gegenteil, eine tiefe Angst, Verzweiflung - die das Buch lebendig halten.

Dennoch (oder gerade wegen dieser Machart) ist "König Dame Bube" ein unterhaltsamer Roman, der hier und da mit Sprachverliebtheiten und Beschreibungsfiligranitäten auftrumpft, die einen Nabokov in der Probierphase verraten, der es sich bei diesem Buch anscheinend gegönnt hat, weniger Balance und mehr Esprit walten zu lassen. Immer wieder macht der Roman Spaß, hat aber auch gewisse Längen. Nicht der beste Nabokov und wenn man etwas von den früheren Werken lesen will, dann sollte man eher zu "Maschenka" oder "Lushins Verteidigung" greifen.

Cover des Buches Vaterland (ISBN: 9783453421714)
F

Rezension zu "Vaterland" von Robert Harris

FelixLibris
Fesselnd und erschreckend zugleich

In “Vaterland” von Robert Harris, einem alternativen Geschichtsroman, hat Deutschland den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Die Handlung folgt einem SS-Ermittler, der einen Mordfall aufklärt, während er auf dunkle Geheimnisse des Nazi-Regimes stößt.


Thematisch erinnert das Buch mich an „NSA“ von Eschbach. Eine unbedingte Leseempfehlung. Besonders an alle „Recht und Ordnung“ Fanatiker.

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