Hanya Yanagihara

 4.4 Sterne bei 290 Bewertungen
Autorin von Ein wenig Leben, A Little Life und weiteren Büchern.
Hanya Yanagihara

Lebenslauf von Hanya Yanagihara

Hanya Yanagihara wurde in Los Angeles am 20. September 1974 geboren. Ihr Vater kommt aus Hawaii und ihre Mutter aus Seoul. Während ihrer Kindheit reiste die Familie in ganz USA herum aufgrund der Arbeit ihres Vaters. Ihre Schulausbildung absolvierte Yanagihara auf der Punahou High School in Hawaii. Nach ihrem College-Abschluss am Smith College 1995 zog sie nach New York City, wo sie immer noch lebt, und begann als Journalistin zu arbeiten. Seit 2015 ist sie stellvertretende Herausgeberin des "The New York Times Style Magazine". Ihr erster Roman "The People in the Trees" erschien 2013, 2017 erscheint ihr zweiter Roman "Ein wenig Leben".

Neue Bücher

Das Volk der Bäume

Erscheint am 28.01.2019 als Hardcover bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG.

Ein wenig Leben

 (20)
Neu erschienen am 04.09.2018 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Das Volk der Bäume

Erscheint am 01.02.2019 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Hanya Yanagihara

Ein wenig Leben

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 (226)
Erschienen am 30.01.2017
Das Volk der Bäume

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 (0)
Erschienen am 28.01.2019
Ein wenig Leben

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 (20)
Erschienen am 04.09.2018
Das Volk der Bäume

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 (0)
Erschienen am 01.02.2019
A Little Life

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 (40)
Erschienen am 26.01.2016
The People in the Trees

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 (4)
Erschienen am 05.02.2015
Notities uit de jungle

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 (0)
Erschienen am 05.02.2015

Neue Rezensionen zu Hanya Yanagihara

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myriliests avatar

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Intensiv und herzzerreißend!
myriliestvor 19 Tagen

Es gibt wenige Bücher, von denen ich behaupten kann, dass sie mich nachhaltig und tief beeindruckt, bewegt und zum Nachdenken angeregt haben! "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara hat all dies geschafft - und gleichzeitig noch viel mehr! Deshalb fällt es mir auch so unglaublich schwer, meine Leseeindrücke in Worte zu fassen.

Das Cover verrät nicht allzu viel über den Inhalt des Buches! Der leidende Gesichtsausdruck stellt aber ganz gut dar, mit welcher Thematik sich die Geschichte eventuell befassen könnte. Das Cover ist schlicht, aber besitzt dennoch eine enorme Aussagekraft!

Um was geht es? Seit dem College sind Willem, Jude, JB und Malcom engste Freunde und meistern gemeinsam alle Hindernisse des Lebens. Die Freunde kennen sich und die Geschichte der anderen  wie ihre eigene - außer Judes, von dessen dunklen Vergangenheit keiner der anderen etwas nur annähernd ahnt ...

Das Buch dreht sich um die tiefe Freundschaft und grenzenlose Liebe zwischen den vier Freunden Willem, JB, Malcom und Jude! Relativ schnell wird allerdings deutlich, dass vor allem ein Charakter besonders im Fokus der Geschichte steht: Jude St. Francis! Seine Vergangenheit, über die man während der ersten 400 Seiten gänzlich im Dunkeln gelassen wird, und die Traumata, die ihn sein Leben lang begleiten, rücken immer mehr in den Mittelpunkt, sodass die anderen Figuren - vor allem Malcom und JB - immer mehr zu Nebenakteuren verblassen. Vielmehr erzählt Hanya Yanagihara äußerst intensiv und emotional, wie Jude das Leben meistert oder auch daran scheitert. Häppchenweise bekommt man Einblicke in Judes schmerzhafte Geschichte, sodass sich nach und nach alle Puzzleteile zusammensetzen und ein großes Ganzes ergeben.
Absolut gelungen waren alle Nebencharaktere, die sich in all den Jahren um Jude scharen! Auch die Nebenfiguren bekommen ihre eigene Geschichte, sodass man eine enge Bindung zu ihnen aufbauen kann.

Hanya Yanagiharas Schreibstil entspricht nicht der gewöhnlichen Leichtigkeit, die man heutzutage in vielen Romanen findet! Vielmehr erzählt sie zutiefst aufwühlend und berührend Judes (Leidens-)Geschichte und man fragt sich selbst immer wieder, wie ein Mensch so viel ertragen und aushalten kann! Die Sätze sind teils etwas länger, als man es eventuell gewöhnt ist, was einem allerdings nur zeigt, dass man sich auf einer anderen Ebene innerhalb der Literatur befindet.
Gerade die ersten 400 Seiten waren für mich sehr anstrengend! Nicht nur, weil ich mich erst mit dem Schreibstil vertraut machen musste, sondern weil auch tatsächlich nur sehr wenig passiert ist! Die Geschichte konnte mich anfangs deshalb auch kaum fesselnd und zog sich sehr zäh, weshalb ich echt gekämpft habe! Nach diesen ca. 400 Seiten entwickelt die Geschichte um Judes Vergangenheit allerdings eine solch intensive Sogwirkung, dass man das Buch unbedingt weiterlesen möchte, sich aber auch gleichzeitig davor fürchtet, mehr über Jude und seine dunklen Geheimnisse herauszufinden!

Ein Buch wie "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihare, das einen so aufwühlt, intensiv berührt und gleichzeitig zerstört, aber auch zum Nachdenken anregt, begegnet einem nur selten! Die Geschichte geht unter die Haut und direkt ins Herz des Lesers!

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Außergewöhnliche, schwer verdauliche Kost
katha_dbnovor 21 Tagen

Es fällt mir wahnsinnig schwer, dieses Buch zu bewerten. Normalerweise kann ich zwei, drei ähnliche Romane heranziehen und vergleichen, welche Aspekte mir an meiner aktuellen Lektüre besser, schlechter oder gleich gut/schlecht gefallen haben, um ein paar grobe Anhaltspunkte zu haben. Bei "Ein wenig Leben" ging das nicht. Denn die Bücher, die ich gelesen habe und die sich in Form und thematischer Ausrichtung "Ein wenig Leben" annähern, kann ich an einer Hand abzählen. Was aber macht "Ein wenig Leben" so anders?
Als erstes wäre der Handlungszeitraum zu nennen. Man lernt die vier Protagonisten Willem, JB, Jude und Malcom als junge Männer kennen und begleitet sie bis ins hohe Alter von über 60 Jahren. Entsprechend erstrecken sich die Ereignisse über mehrere Jahrzehnte, wobei auch einige größere Zeitsprünge gemacht werden. Das wirkte sich auch unweigerlich auf das Erzähltempo und den Rhythmus aus. Yanagihara erzählt die Geschichte auf eine weniger reißerische, dafür beständige, gemächliche Art und Weise, in etwa so, als würde sich die Puste für einen Marathon einteilen und nicht einen Sprint absolvieren wollen.
Zweitens: Die komplette Lektüre war eine Reise ins Ungewisse. Unmittelbar beim Lesen hat es sich so angefühlt, als würde Yanagihara auf ein konkretes Ziel zusteuern. Das soll nicht heißen, dass sie planlos geschrieben hätte (im Gegenteil: ihre Worte sind immer wohl überlegt). Mir erschien es so, als könne sich die Geschichte in alle Richtungen entfalten und als hätte sie keinen bestimmten dramatischen Höhepunkt im Sinn. Es war eher ein stetiges An- und Abschwellen der Dramatik, eine Aneinanderreihung mehrerer kleiner Höhepunkte (bzw. eher Tiefpunkte), die durch Beschreibungen alltäglicher Dinge oder innerer Monologe der Charaktere miteinander verbunden werden. Das war Fluch und Segen zugleich. Ein Segen war es, weil ich tatsächlich das Gefühl hatte, am Leben von Jude, Willem, JB und Malcom teilzuhaben. Die Möglichkeit, ihren Weg über Jahre hinweg mitverfolgen, zu sehen, zu welchen Menschen sie werden, hat sie für mich greifbarer gemacht. Ich habe es deshalb auch sehr bedauert, dass es zunehmend zu einer Zwei-Mann-Geschichte wurde. Ich habe schon am Anfang gemerkt, dass Yanagihara scheinbar zwei "Lieblinge" in der Gruppe hat, während die anderen beiden eher Sidekick-Charakter hatten, um das Quartett zu komplettieren. Das wurde mit jedem neuen Lebens- und Leseabschnitt deutlicher. Der negative Nebeneffekt des Erzählstils war, dass es streckenweise zu langatmig und zäh wurde und ich nicht immer das unbändige Bedürfnis verspürt habe weiterzulesen.
Letzteres hängt allerdings zu einem Großteil mit Punkt 3 zusammen: "Ein wenig Leben" ist ausgesprochen schwere Kost - nicht nur, weil es ein über 900 Seiten dicker Wälzer ist, sondern vor allem, weil der Yanagihara Themen verarbeitet, die nicht so leicht zu verdauen sind (Drogensucht und häusliche Gewalt sind da noch nicht mal die schlimmsten). Es ist nicht übertrieben, wenn ich sage: Es war heftig! Es gab mehrere Momente, in denen ich ein beklommenes Gefühl hatte, ganze Passagen, in denen mir so schlecht wurde, dass ich sie nur überflogen habe (bestimmte Themen sind bei mir einfach unangenehme Trigger), Szenen, in denen ich mir machtlos vorkam. Es war erdrückend, frustrierend und nervenaufreibend. Aus dieser Lektüre geht man definitiv nicht mit einem positiven Lebensgefühl raus. Deswegen war ich fast schon froh, dass der Ton durch den Er-Erzähler relativ nüchtern ausfiel. So hatte ich wenigstens die Möglichkeit, noch etwas Distanz zu wahren, sodass mir die Geschichte(n) nicht noch mehr unter die Haut ging(en) als ohnehin schon. Yanagihara hat sich diesen brisanten Themen mit einer Ernsthaftigkeit angenommen und sie in all ihrer Hässlichkeit dargestellt. Dafür bewundere und respektiere ich sie als Schriftstellerin. Dennoch hätte ich mir - für meinen eigenen Seelenfrieden - ein paar lockerere, heiterere Momente gewünscht.

Mein Fazit

Insgesamt war es für mich eine Leseerfahrung, die ich zwar nicht missen wollen würde, für die aber meinerseits kein allzu baldiger Wiederholungsbedarf besteht. Die Themen sind schwer zu verarbeiten, niederschmetternd und demoralisierend, aber eben deshalb auch wesentlich realitätsnäher. Die 3-Sterne-Bewertung ist deshalb kein Ausdruck dessen, wie gut es mir gefallen hätte - denn ein solches Buch kann einfach nicht im klassischen Sinn "gefallen" -, sondern eher das Resultat der widersprüchlichen, schwer zu sortierenden Gefühle, die ich während und nach der Lektüre empfunden habe.

Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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booknerd84s avatar

Rezension zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

Ein tiefgründiger Roman der unter die Haut geht
booknerd84vor 24 Tagen

Titel: Ein wenig Leben Autorin: Hanya Yanagihara Verlag: Piper Seitenanzahl: 957 Seiten
Inhalt:

"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Mein Fazit:

Da der Hype um dieses Buch wirklich groß war, wurde auch ich mit der Zeit immer neugieriger darauf. Viele sagen, wenn man dieses Buch gelesen hat, wird es die Sicht auf manche Dinge im Leben verändern. Doch was ist das Besondere an diesem Buch und um was geht es eigentlich? Ich habe mich vorab so wenig wie möglich über den Inhalt des Buches informiert, was ich eigentlich nie mache. Doch hier wollte ich mich einfach überraschen lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist großartig und sehr fesselnd, aber auch zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Sie hat ein wahnsinniges Talent mit Worten umzugehen. Auch die hohe Seitenanzahl von 957 Seiten hatte mich anfangs doch abgeschreckt. Jedoch wird man so von dieser Handlung mitgerissen, dass man nicht merkt wie man durch die Seiten fliegt.

Ich weiß nicht was ich von diesem Buch erwartet habe, aber es konnte mich vom Anfang bis zum Ende hin überzeugen. Ich kann zwar nicht behaupten, dass diese Geschichte für mich lebensverändernd war, jedoch ist sie wirklich sehr tiefgründig, berührend und zeitweise auch schockierend. Natürlich gibt es bei fast 960 Seiten auch ein paar Stellen, die sich etwas in die Länge ziehen. Doch je weiter man kommt, umso dichter wird die Geschichte und man erkennt einen roten Faden. Darüber hinaus kann man als Leser versuchen, alle Puzzleteile zusammen zu setzen.

Für mich war dieses Buch auf jeden Fall ein Highlight. Eine Achterbahn der Ereignisse und Gefühle, sympathische Charaktere und viele tolle Monologe. Ich vergebe 5 von 5 Sterne!

Liebe Grüße
eure Jasmin (booknerd84)

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Gespräche aus der Community

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Insider2199s avatar

Wir haben beschlossen in der  INSIDER-Voting-Challenge  zusammen "Ein wenig Leben" von Hanna Yanagihara zu lesen. 

Wir beginnen am  01.03.2017.  

Das Buch sollte bis zum 31.03.2017 beendet und rezensiert werden. 
Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig, um Lose zu bekommen. Kann also jeder selbst entscheiden. 

Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen! 


Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.  


Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke.

Viel Spaß uns allen :)
Miamous avatar
Letzter Beitrag von  Miamouvor 2 Jahren
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Hanya Yanagihara wurde am 20. September 1974 in Los Angeles (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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