Hanya Yanagihara A Little Life

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Inhaltsangabe zu „A Little Life“ von Hanya Yanagihara

A Little Life follows four college classmates—broke, adrift, and buoyed only by their friendship and ambition—as they move to New York in search of fame and fortune. While their relationships, which are tinged by addiction, success, and pride, deepen over the decades, the men are held together by their devotion to the brilliant, enigmatic Jude, a man scarred by an unspeakable childhood trauma. A hymn to brotherly bonds and a masterful depiction of love in the twenty-first century, Hanya Yanagihara’s stunning novel is about the families we are born into, and those that we make for ourselves.

Eine ganz besondere Geschichte, die noch lange nachklingen wird.

— Jas_Min1

Ein ganz besonderes und unbeschreibbares Buch. Noch nie hat mich ein Buch so berührt!

— sophiekatrin

Das berührendste, wunderbarste, grausamste, traurigste und schönste Buch, das ich jemals gelesen habe!

— Faddington

Dies ist für mich ein Sommerbuch. Nur wenn die Sonne scheint und das Herz wärmt, kann man so viel Traurigkeit ertragen.

— suse9

Das Buch hat mich viel Zeit und Mühe gekostet, aber das war es am Ende absolut wert, es war großartig!

— mystical_words

Mein Flop des Jahres: Zu viele Seiten, zu viel Drama, zu wenig Charakterentwicklung. Leider überhaupt nicht mein Fall!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Tragisch, brutal, schockierend aber unglaublich herzerwärmend. Ein Buch über Freundschaft, Liebe, das Leben in all ihren Facetten.

— letusreadsomebooks

Sehr bewegend. Nach ein wenig Starschwierigkeiten bin ich völlig in dieser Geschichte gefangen gewesen

— Cambridge

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  • Es lebe das Leben

    A Little Life

    suse9

    15. June 2017 um 13:28

    Ich wusste nicht viel von der Handlung des Buches „A Little Life“, als ich es mir kaufte. Aufmerksam wurde ich darauf, weil jemand erwähnte, dass es um 4 Freunde gehe, um ihren Werdegang, ihre Freundschaft, die Höhen und Tiefen - das ganz normale Leben eben. Versprochen wurde auch, dass das Buch viel Diskussionspotential berge und sich jeder auf die ein´ oder andere Weise darin wiederfinden würde. Mehr brauchte ich nicht und deshalb verzichte ich hier auch auf eine weitere Inhaltsangabe. Das Buch ist ein besonderes. Es wird seinen Platz in meinem Bücherregal finden, jedoch werde ich es nicht nur mit Wohlbehagen betrachten. Vor allem die traurigen Gefühle werden ständige Präsenz behalten. Während Freundschaft, Liebe und Hilfsbereitschaft in der Handlung nicht zu kurz kommen, können sie doch nicht darüber hinwegtäuschen, wie viel Grausamkeiten Menschen anderen Menschen zufügen können und was diese verursachen. Ich habe den Roman vorrangig im Sonnenschein und an der frischen Luft gelesen. Dieses machte es für mich leichter, die Traurigkeit zu verkraften und zu verarbeiten. Trotzdem fragte ich mich oft, warum ich weiterlese. Es sind die Worte Hanya Yanagiharas oder besser gesagt, ihr unglaublich großer Wortschatz und die Art und Weise, wie sie sich seiner bedient. Die Autorin beschreibt und beobachtet nicht nur, sondern geht tief in die Seele der Protagonisten, beschönigt, verharmlost, kürzt nichts. Dass sie hin und wieder Dinge zu sehr ausdehnt, will ich nicht verhehlen. Fast hätte ich dafür auch einen Stern bei der Bewertung abgezogen. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass diese Längen wieder zum Leben passen. Auch hier kann man nicht mit den Fingern schnipsen und Probleme verschwinden, schlechte Erinnerungen verblassen und werden durch positive ersetzt. In vielen Wohlfühlromanen geschieht zwar genau das, aber nicht bei Hanya Yanagihara. Wer sich behaglich fühlen will, der greife nicht zu dem Buch und auch nicht, wenn man selbst im Moment in einer traurigen Phase steckt. Wer aber diskutieren, über den Tellerrand schauen, festgefahrene Meinungen überdenken möchte, für den lohnt sich „A Little Life“.

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  • Mehr als ein wenig Leben.

    A Little Life

    tageleben

    03. April 2017 um 15:58

    Sei es in den sozialen Medien, den Feuilletons oder der Buchhandlung des Vertrauens: Es gibt kaum einen Ort, an dem ich in dem vergangenen halben Jahr nicht über Hanya Yanagiharas zweiten Roman „A Little Life“ gestolpert bin. Über diesen Roman wird gesprochen und nach der Lektüre bin ich davon überzeugt, dass man dies auch sollte. „A Little Life“ erzählt die Geschichte der vier Männer JB, Jude, Malcom und Willem, die seit ihrer gemeinsamen Zeit auf einem College in Massachusetts eine enge Freundschaft verbindet, und sich jetzt in New Yorker Akademiker- und Künstlerkreisen bewegen. Im Zentrum der Gruppe und des Romans steht der Rechtsanwalt Jude, der ein dunkles Geheimnis in sich trägt, welches über die Jahrzehnte auch seine Freunde in seine dunkle, schmerzhafte Welt hineinzieht. Ich war wütend, ich habe gelitten, ich habe geweint - das, was die Autorin hier zu Papier gebracht hat, war für mich in erster Linie die intensivste und emotionalste Lektüre der letzten Jahre. Sowohl der Inhalt als auch der Schreibstil der Autorin haben mich bewegt, haben mich berührt, und auch einige Tage nach Beenden des Buches hallt dieser Eindruck noch nach. Jeder sollte vor der Lektüre berücksichtigen, dass der Roman kein Blatt vor den Mund nimmt: Körperliche Gewalt, Missbrauch, selbstverletzendes Verhalten und Suizidalität spielen nicht nur eine tragende Rolle, sondern werden auch ungeschönt und teilweise sehr explizit geschildert. Allerdings schafft es Yanagihara meines Erachtens nach, diesen Themen mit dem nötigen Feingefühl zu begegnen. Sie bleibt in diesen Schilderungen sprachlich präzise, ernst, transportiert an den richtigen Stellen Emotionen, ufert nicht, wie an manch anderer Stelle im Roman, aus. Zu Beginn fühlte ich mich noch in sicherer Distanz von all dem Leid, was sich gleich einer Abwärtsspirale trotz weniger Lichtblicke durch den gesamten Roman zieht. Aber mit jedem Bruch der Chronologie, sei es durch Rückblenden oder Zeitschleifen, und mit jedem Wechsel der Perspektive setzt sich ein Gesamtbild zusammen, dass zumindest mich nicht kalt lassen konnte. Ich kam den Charakteren näher, Verhaltensweisen, die ich zu Beginn noch als sehr befremdlich empfand, waren nach wie vor sehr bedrückend und traurig, aber plötzlich erträglicher. Vielleicht hätte die Geschichte an einigen Stellen gekürzt werden können. Einiges - gerade in den Verhaltensweisen und Gesprächen der Charaktere - wirkte auf den ersten Eindruck redundant, in der Auseinandersetzung mit dem Gesamtwerk empfand ich es allerdings als Stilmittel, das die Hilflosigkeit und die Überforderung der Charaktere unterstreicht. „A Little Life“ ist ein Buch, über das gesprochen wird, über das gesprochen werden sollte und vielleicht sogar gesprochen werden muss. Gerade aus dem feinfühligen Umgang mit den zentralen Kernthemen kann eine Sensibilität für manche Dinge erwachsen, die ich für äußerst wünschenswert halte.

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

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  • Die Schönheit der Tragik

    A Little Life

    letusreadsomebooks

    26. August 2016 um 14:36

    Jude, Willem, Malcom und JB sind seit dem College die besten Freunde. Die vier sind unzertrennlich, scheint es. Doch als sie älter werden, wird ihre Freundschaft oftmals auf die Probe gestellt. Jahr für Jahr vergeht, Partner und Jobs kommen und gehen, man streitet sich, verträgt sich. Jude wird Anwalt, Malcom Architekt, JB Künstler, Willem Schauspieler. A Little Life begleitet die Männer über rund 30 Jahre hinweg. Im Zentrum des Romans steht ihre Freundschaft, besonders die von Jude und Willem, aber auch ihre Probleme, und vor allem Judes geheimnisvolle, dunkle Vergangenheit. „Who are you?“„I’m Willem Ragnarsson,“ he says. „And I will never let you go.“ Hanya Yanagiharas Roman (ihr zweiter, nach The People in the Trees) A Little Life ist schwierig zusammenzufassen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Es ist das Porträt einer Freundschaft, das Porträt bedingungsloser Liebe, gleichzeitig ist es die Skizze eines unglaublich tragischen Lebens. Ein schönes Buch, wunderschön in einigen Momenten, aber auch schockierend und emotional sehr anstrengend. Wir lernen die vier Freunde kennen und begleiten sie durch ihr Leben, Jude und Willem irgendwann intensiver und detaillierter, Malcom und JB anfangs und zwischendurch länger, dann rückt die Geschichte von Willem und Jude in den Vordergrund. Hier hätte ich mir ein wenig gewünscht, Unnötiges zu kürzen und stattdessen mehr von den anderen beiden Freunden zu lesen, auch wenn es ja zentral um Jude und seine Vergangenheit geht, die eben auch noch die Gegenwart extrem beeinflusst. He was tired, he was so tired. It was taking so much energy to hold the beasts off. He sometimes had an image of himself surrendering to them, and they would cover him with their claws and beaks and talons and peck and pinch and pluck away at him until he was nothing, and he would let them. Die Charaktere des Romans sind meiner Meinung nach exzellent gestaltet. Sie sind trotz all ihrer Fehler – und davon haben sie wirklich einige – wahnsinnig liebenswürdig. Besonders Jude, Willem, Harold und Andy sind totale Sympathieträger. Darum ist es sehr berührend und erschütternd, wenn in Rückblenden aus Judes Kindheit und Jugend berichtet wird. Auch die Art, wie er seine Vergangenheit bewältigt oder besser gesagt: nicht bewältigt, und wie seine Freunde davon beeinflusst werden, ist ergreifend geschildert. Mich haben viele Ereignisse sehr mitgenommen; ich hatte oft Tränen in den Augen und musste erst mal pausieren und das bisher Gelesene etwas sacken lassen. But I know you blamed yourself. I blamed myself, too. Because I did something worse than accepting it: I tolerated it. I chose to forget he was doing this, because it was too difficult to find a solution, and because I wanted to enjoy the person he wanted us to see, even though I knew better. Ich fand es herzerwärmend, wie sehr Willem und Harold Jude lieben. Selten (oder sogar nie?) habe ich mich so emotional mit fiktiven Charakteren verbunden gefühlt. Leider bin ich nicht sicher, ob Yanagihara sich nicht ein wenig hätte zügeln sollen. All das Leid, welches Jude widerfährt, ließ mich irgendwann emotional leicht abstumpfen. Ich war zwar immer noch schockiert, aber so berühren wie anfangs konnte es mich auf den letzten 200 Seiten nicht mehr. Eine Ausnahme bietet da allerdings das Ende. Things get broken, and sometimes they get repaired, and in most cases, you realize that no matter what gets damaged, life rearranges itself to compensate for your loss, sometimes wonderfully. Das Ende des Kapitels „The Happy Years“ – welche trotz krasser Rückblenden ausnahmsweise wirklich glücklich waren, zumindest vergleichsweise – hat mich doch sehr überrascht. Ich bin nicht sicher, ob dieser Hergang wirklich notwendig war, oder einfach zu viel des Guten (bzw. Schlechten). Glücklicherweise konnte mich das Ende des Romans dann doch zufriedenstellen, es war traurig, aber eigentlich genau das, was ich mir gewünscht hatte. Doch das Buch ist lange nicht beendet, wenn die letzte Seite gelesen ist. Es lässt einen mit so vielen Gefühlen und Gedanken zurück: über die Charaktere, was ihnen passiert ist, über Freundschaft, Liebe, Verantwortung, das Leben an sich. He knew what the houses meant to Malcom: they were an assertion of control, a reminder for all the uncertainties of his life, there was one thing that he could manipulate perfectly, that would always express what he was unable to in words. He was worried because to be alive was to worry. Life was scary; it was unknowable. A Little Life zeigt uns, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Es ist tragisch, immer, ausnahmslos, und man kann nichts dagegen tun. Es ist nicht leicht und es wird uns enttäuschen, aber wenn wir Glück haben, werden wir einen Weg finden, auch mit den schrecklichen Dingen zurecht zu kommen. Es macht Hoffnung, denn zwischen all dem Leid gibt es diese schönen Momente, diese tiefe Freundschaft und die unbegreifliche Liebe. Wichtige Themen werden angesprochen: Gewalt und Misshandlung, Selbsthass, Depressionen. Wo endet Freundschaft und wo beginnt Verantwortung? Wie helfen wir Menschen, die wir lieben, die aber keine Hilfe annehmen wollen? Ist es besser, ein Leben voller Illusionen zu führen, als sich der komplizierten, unerträglichen Wirklichkeit zu stellen? But being with you is like being in this fantastic landscape. You think it’s one thing, a forest, and then suddenly it changes, and it’s a meadow, or a jungle, or cliffs of ice. And they’re all beautiful, but they’re strange as well, and you don’t have a map, and you don’t understand how you got from one terrain to the next so abruptly, and you don’t know when the next transition will arrive, and you don’t have any of the equipment you need. And so you keep walking through, and trying to adjust as you go, but you don’t really know what you’re doing, and often you make mistakes, bad mistakes. Hanya Yanagiharas Roman A Little Life ist anstrengend. 700 Seiten voller Leid, Qual und Trauer nehmen einen emotional ziemlich mit. Es ist berührend und an vielen Stellen überwältigt einen die Liebe, die Menschen empfinden können. Ich hätte mir ein bisschen mehr Einsicht in das Leben von Malcom und JB gewünscht. Außerdem war ich an ein oder zwei Stellen kurz davor, das Buch zu überdramatisch, zu überladen zu finden – es hat sich wirklich an der Grenze bewegt. Dennoch ist es ein wunderschöner Roman, welcher mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, allein schon, weil ich noch so vieles zu überdenken und verarbeiten habe. Der Roman wird im Frühjahr 2017 beim Hanser Verlag erscheinen. Wer recht gute Englischkenntnisse besitzt und nicht mehr länger abwarten kann, kann sich aber auch an das Original heranwagen, besonders kompliziert ist es nicht.

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  • Die Schönheit der Tragik

    A Little Life

    letusreadsomebooks

    26. August 2016 um 14:34

    Jude, Willem, Malcom und JB sind seit dem College die besten Freunde. Die vier sind unzertrennlich, scheint es. Doch als sie älter werden, wird ihre Freundschaft oftmals auf die Probe gestellt. Jahr für Jahr vergeht, Partner und Jobs kommen und gehen, man streitet sich, verträgt sich. Jude wird Anwalt, Malcom Architekt, JB Künstler, Willem Schauspieler. A Little Life begleitet die Männer über rund 30 Jahre hinweg. Im Zentrum des Romans steht ihre Freundschaft, besonders die von Jude und Willem, aber auch ihre Probleme, und vor allem Judes geheimnisvolle, dunkle Vergangenheit. „Who are you?“„I’m Willem Ragnarsson,“ he says. „And I will never let you go.“ Hanya Yanagiharas Roman (ihr zweiter, nach The People in the Trees) A Little Life ist schwierig zusammenzufassen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Es ist das Porträt einer Freundschaft, das Porträt bedingungsloser Liebe, gleichzeitig ist es die Skizze eines unglaublich tragischen Lebens. Ein schönes Buch, wunderschön in einigen Momenten, aber auch schockierend und emotional sehr anstrengend. Wir lernen die vier Freunde kennen und begleiten sie durch ihr Leben, Jude und Willem irgendwann intensiver und detaillierter, Malcom und JB anfangs und zwischendurch länger, dann rückt die Geschichte von Willem und Jude in den Vordergrund. Hier hätte ich mir ein wenig gewünscht, Unnötiges zu kürzen und stattdessen mehr von den anderen beiden Freunden zu lesen, auch wenn es ja zentral um Jude und seine Vergangenheit geht, die eben auch noch die Gegenwart extrem beeinflusst. He was tired, he was so tired. It was taking so much energy to hold the beasts off. He sometimes had an image of himself surrendering to them, and they would cover him with their claws and beaks and talons and peck and pinch and pluck away at him until he was nothing, and he would let them. Die Charaktere des Romans sind meiner Meinung nach exzellent gestaltet. Sie sind trotz all ihrer Fehler – und davon haben sie wirklich einige – wahnsinnig liebenswürdig. Besonders Jude, Willem, Harold und Andy sind totale Sympathieträger. Darum ist es sehr berührend und erschütternd, wenn in Rückblenden aus Judes Kindheit und Jugend berichtet wird. Auch die Art, wie er seine Vergangenheit bewältigt oder besser gesagt: nicht bewältigt, und wie seine Freunde davon beeinflusst werden, ist ergreifend geschildert. Mich haben viele Ereignisse sehr mitgenommen; ich hatte oft Tränen in den Augen und musste erst mal pausieren und das bisher Gelesene etwas sacken lassen. But I know you blamed yourself. I blamed myself, too. Because I did something worse than accepting it: I tolerated it. I chose to forget he was doing this, because it was too difficult to find a solution, and because I wanted to enjoy the person he wanted us to see, even though I knew better. Ich fand es herzerwärmend, wie sehr Willem und Harold Jude lieben. Selten (oder sogar nie?) habe ich mich so emotional mit fiktiven Charakteren verbunden gefühlt. Leider bin ich nicht sicher, ob Yanagihara sich nicht ein wenig hätte zügeln sollen. All das Leid, welches Jude widerfährt, ließ mich irgendwann emotional leicht abstumpfen. Ich war zwar immer noch schockiert, aber so berühren wie anfangs konnte es mich auf den letzten 200 Seiten nicht mehr. Eine Ausnahme bietet da allerdings das Ende. Things get broken, and sometimes they get repaired, and in most cases, you realize that no matter what gets damaged, life rearranges itself to compensate for your loss, sometimes wonderfully. Das Ende des Kapitels „The Happy Years“ – welche trotz krasser Rückblenden ausnahmsweise wirklich glücklich waren, zumindest vergleichsweise – hat mich doch sehr überrascht. Ich bin nicht sicher, ob dieser Hergang wirklich notwendig war, oder einfach zu viel des Guten (bzw. Schlechten). Glücklicherweise konnte mich das Ende des Romans dann doch zufriedenstellen, es war traurig, aber eigentlich genau das, was ich mir gewünscht hatte. Doch das Buch ist lange nicht beendet, wenn die letzte Seite gelesen ist. Es lässt einen mit so vielen Gefühlen und Gedanken zurück: über die Charaktere, was ihnen passiert ist, über Freundschaft, Liebe, Verantwortung, das Leben an sich. He knew what the houses meant to Malcom: they were an assertion of control, a reminder for all the uncertainties of his life, there was one thing that he could manipulate perfectly, that would always express what he was unable to in words. He was worried because to be alive was to worry. Life was scary; it was unknowable. A Little Life zeigt uns, dass das Leben kein Zuckerschlecken ist. Es ist tragisch, immer, ausnahmslos, und man kann nichts dagegen tun. Es ist nicht leicht und es wird uns enttäuschen, aber wenn wir Glück haben, werden wir einen Weg finden, auch mit den schrecklichen Dingen zurecht zu kommen. Es macht Hoffnung, denn zwischen all dem Leid gibt es diese schönen Momente, diese tiefe Freundschaft und die unbegreifliche Liebe. Wichtige Themen werden angesprochen: Gewalt und Misshandlung, Selbsthass, Depressionen. Wo endet Freundschaft und wo beginnt Verantwortung? Wie helfen wir Menschen, die wir lieben, die aber keine Hilfe annehmen wollen? Ist es besser, ein Leben voller Illusionen zu führen, als sich der komplizierten, unerträglichen Wirklichkeit zu stellen? But being with you is like being in this fantastic landscape. You think it’s one thing, a forest, and then suddenly it changes, and it’s a meadow, or a jungle, or cliffs of ice. And they’re all beautiful, but they’re strange as well, and you don’t have a map, and you don’t understand how you got from one terrain to the next so abruptly, and you don’t know when the next transition will arrive, and you don’t have any of the equipment you need. And so you keep walking through, and trying to adjust as you go, but you don’t really know what you’re doing, and often you make mistakes, bad mistakes. Hanya Yanagiharas Roman A Little Life ist anstrengend. 700 Seiten voller Leid, Qual und Trauer nehmen einen emotional ziemlich mit. Es ist berührend und an vielen Stellen überwältigt einen die Liebe, die Menschen empfinden können. Ich hätte mir ein bisschen mehr Einsicht in das Leben von Malcom und JB gewünscht. Außerdem war ich an ein oder zwei Stellen kurz davor, das Buch zu überdramatisch, zu überladen zu finden – es hat sich wirklich an der Grenze bewegt. Dennoch ist es ein wunderschöner Roman, welcher mir noch lange in Erinnerung bleiben wird, allein schon, weil ich noch so vieles zu überdenken und verarbeiten habe. Der Roman wird im Frühjahr 2017 beim Hanser Verlag erscheinen. Wer recht gute Englischkenntnisse besitzt und nicht mehr länger abwarten kann, kann sich aber auch an das Original heranwagen, besonders kompliziert ist es nicht.

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  • Schade

    A Little Life

    Saralonde

    09. August 2016 um 15:43

    4 junge Universitätsabsolventen, die auf dem Campus zusammenwohnten, sind enge Freunde geblieben und versuchen ihr Glück in New York. JB möchte als Künstler groß herauskommen, Malcolm arbeitet als Architekt, Willem will Schauspieler werden, muss sich aber vorerst als Kellner verdingen, und Jude ist Jurist. Willem und Jude haben sich gemeinsam ein billiges Appartement gemietet und stehen sich besonders nahe. Der unbekannte Faktor ist Jude. Wie Willem ist er Waise, doch niemand weiß etwas über seine Herkunft, und er leidet unter sogenannten Episoden, starken Schmerzanfällen, aufgrund einer dubiosen Verletzung aus Teenagerjahren kann er außerdem nicht gut laufen. Wir werden die vier Freunde bis in ihre Fünfziger begleiten. Der Fokus von Hanya Yanagiharas vielgepriesenem und für mehrere Preise nominierten Romans liegt also eindeutig auf Jude, der ganz offensichtlich eine schwierige und von Gewalt und Missbrauch geprägte Kindheit hatte. Im Laufe des Romans erfährt der Leser stückchenweise, was ihm widerfahren ist. Bei der Länge des Buchs bedeutet das, dass lange Unklarheit herrscht, wohl um Spannung zu erzeugen, aber soviel kann ich sagen: Judes Schicksal ist grausam und Triggerwarnungen für körperliche Gewalt, Missbrauch und Selbstverletzung sind angebracht. Judes Freunde ahnen natürlich wage, dass Jude wohl misshandelt wurde, wissen jedoch nichts Genaues. Im Laufe der Zeit nehmen Judes körperliche Beschwerden zu und auch andere Folgeerscheinungen seines Traumas äußern sich aufgrund bestimmter Geschehnisse immer stärker. Die Frage ist, ob Jude jemals ein nicht nur nach außen hin normales Leben führen können wird. Ich wusste bereits vor der Lektüre bzw. dem Anhören des Hörbuchs aus verschiedenen Quellen, dass die Autorin in einem Interview zugegeben hat, dass sie den Leser mit einer möglichst qualvollen Geschichte manipulieren wollte. Ich war jedoch durchaus offen und die erste Hälfte oder das erste Dreiviertel des Buches hätte von mir durchaus eine Vier-Sterne-Wertung erhalten können. Die Charaktere sind sympathisch und einnehmend und aufgrund Judes unbekannter Geschichte bleibt die Spannung stets erhalten. Ich habe mit Jude mitgelitten und auch mit seinen Freunden. Die Darstellung der Folgen von körperlichem und seelischem Missbrauch fand ich glaubhaft, es wird sehr gut nachvollziehbar beschrieben, wie es dazu kommen kann, dass ein Mensch sich selbst hasst und verletzt. Die Sprache ist dabei sehr gefällig, wirklich gut zu lesen und teilweise ein Genuss. Im späteren Verlauf des Buches geschehen jedoch Dinge, die einfach zu viel des Guten sind. Tatsächlich wurde immer offensichtlicher, was Hanya Yanagihara da vorhatte, das war in meinen Augen auch ohne Kenntnis ihrer Aussage zur Lesermanipulation abzusehen. Ich habe gemerkt, wie ich emotional abgeschaltet habe, nur noch auf die nächste und die darauf folgende Katastrophe wartete, ich konnte die Geschehnisse und Judes Leiden nicht mehr ernst nehmen. Diese leichte Gleichgültigkeit steigerte sich aufgrund der Länge des Buchs immer mehr zu Ärger – und das Buch begann, mich zu langweilen. Ich konnte den Ausdruck „I’m so sorry“ irgendwann nicht mehr hören. Zuletzt war ich nur noch froh, als das Buch endlich zu Ende war und ich es abhaken konnte, wie es enden würde, war ohnehin klar. Ich vergebe knappe 2,5 Sterne für die zunächst eindringliche Charakterisierung eines Missbrauchsopfers, für die Darstellung von Freundschaft und schöne Sprache. Der Sprecher Oliver Wyman liest sehr pointiert, differenziert, da habe ich wenig zu kritisieren, außer, dass er es gegen Ende auch ein wenig übertreibt.

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    • 2
  • Leserunde zu "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll

    Alice im Wunderland

    Knorke

    +++++ Dies ist keine Leserunde, sondern der Lesemarathon der Gruppe "Zukunft vs. Vergangenheit" ;) +++++ Lesen gegen die Leseflaute Da wir ja eine allgemeine Leseflaute in der Gruppe festgstellt haben, wollen wir das ganze mit diesem Marathon mal etwas bekämpfen. Und für den richtigen Ansporn landen wir dafür im Wunderland. Los geht es dafür Freitag um 18 Uhr, aber ihr könnt natürlich auch den ganzen schon lesen, wenn ihr den Zeit habt. Ende des ganzen ist Sonntag 0 Uhr. Für die Motivation könnt ihr euch gerne ein Ziel setzen. Denk daran, da wir im Wunderland sind, setzt euch am besten ein verrücktes Ziel :DFreitag - Verzauberte PilzeManche Pilze im Wunderland lassen Menschen wachsen oder schrumpfen. Hier, nehmt einen Pilz und schaut einfach mal, was passiert ;)Der Freitag steht unter dem Motto "dünne oder dicke Bücher"*, je nachdem, was ihr für einen Pilz erwischt habt. Samstag - Die SpielkartenStramm gestanden, wenn die Spielkarten-Armee vorbei kommt! Denn nichts wäre schlimmer als ein "Aaaab mit ihrem Kopf!" zu hören, weil man aus der Reihe getanzt ist. Der Samstag steht unter dem Motto "Bücher, deren Cover rot oder schwarz sind". Dabei reicht schon ein kleiner Punkt. Sonntag - Verrückte GestaltenAh seht nur, da hinten steht eine rauchende Raupe, die komische Geräusche von sich gibt (paff würg zuhilfe :DD), und hier Kaninchen mit einer Uhr und dort steht der Märzhase und wirft mit Untertassen um sich. Für Sonntag gilt das Motto "verrückte Gestalten in Bücher". *Hinweis: Das Motto dient jeweils als Anregung, wenn ihr ein Buch beendet. Es heißt nicht, dass ihr jeden Tag ein neues Buch anfangen müsst ;) Teilnehmer (und Ziel) Katha_strophe (Ziel: 680g) BlueSunset (Ziel: 4,5cm) LadySamira Wolfhound (Ziel: 2,8cm) sternchennagel watseka histeriker (Ziel: Spaß und Freude) Tatsu Snorki (Ziel: 6cm) stebec Elke (Ziel: Spaß und Freude) SchCH121 (Ziel: 6,5 cm) Vucha (Ziel: 575000 Buchstaben), fairybooks Knorke (Ziel: 718,5g)

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    • 461

    sternchennagel

    25. June 2016 um 18:16
  • Hanya Yanagihara - A Little Life

    A Little Life

    miss_mesmerized

    20. May 2016 um 20:57

    Four friends who just have finished college, move to New York to build their lives: Malcolm, a talented architect, JB, a creative artist and painter, Willem, an aspiring actor and Jude, a brilliant lawyer. They all become stars in their field and over the years their friendship lasts and gets closer. But they cannot fight the ghosts which haunt them from their past. Malcolm and his difficult relationship with his father; Willem and his handicapped brother whom he dearly loved; JB who re-constructed his whole family history – and Jude who has to fight the hardest but cannot escape from what he experienced, what made him the person he is: intelligent, quick-witted, unbeatable in court. Full of self-doubt and hatred, without confidence and desperate to suicidal at home. His self-harming behavior frequently running out of control, the people around him can never give him all the love he desperately needs to survive.I have never felt that kind of physical pain while reading a book. I have read book about characters with heavy psychological disturbances, suicidal and prone to harming themselves, but never have I felt their pain as deeply as I did while reading this novel. The pain – physical and mental – the protagonist goes through is not just narrated to be read. It creeps into you and makes you feel what he feels. When his past is told, all the molestation he endured and especially the psychological abuse he had to endure and which formed his image of himself – you want to run away, leave the novel behind and hear no more of this. But at the same time the way it is told keeps you reading on and on and on. You always hope for a maybe not happy, but at least positive end, knowing that life does not work in this way and that also the novel, close as it is to a possible reality, might deny you this wish.Hanya Yanagihara created characters one will hardly forget. This is one of the most impressive novels I have ever read in terms of leaving an imprint on the reader. It portrays the best and the worst of what life has to offer.

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  • Wie viel Leid kann eine Buchfigur ertragen?

    A Little Life

    Cambridge

    01. May 2016 um 17:35

    Hanya Yanagiharas zweiter Roman "A LIttle Life" ist für mehreren internationale Preise nominiert gewesen, darunter auch den Man Booker Preis. Ich vermute und hoffe stark, das es auch in Deutsch übersetzt wird. Denn es ist eines der ungewöhnlichsten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es hat mich in den knapp 2 Wochen, die ich brauchte, um es zu lesen, extrem beschäftigt und bewegt. Die Geschichte dreht sich um 4 Freunde, Sie lernen sich als 16jährige auf dem College kennen und wir begleiten sie, bis sie über 50 sind: Willem, Malcolm, JB. Die Kernfigur ist aber Jude. Alle vier ziehen nach der College nach New York und werden über die Jahre alle beruflich extrem erfolgreich. Willem wird praktisch über Nacht ein vielbeschäftigter und erfolgreicher Schauspieler, JB findet endlich seinen Stil und wird mit einer Serie von Bilder über seine Freunde ein gefeierter Künstler. Malcolm eröffnet sein eigenes Architektenbüro und baut schon bald überall auf der Welt prestigeträchtige Gebäude. Und Jude wird ein sehr guter Anwalt. Sie bleiben auch alle Freunde und in Kontakt. Im Besonderen geht es aber um die Beziehung zwischen Willem und Jude. Die beiden haben eine ganz besondere Verbindung. Jude hatte eine traumatische Kindheit. Er hat seine Eltern nie kennengelernt und wuchs die ersten Jahre in einem Kloster auf. Seine ganze Kindheit und seine Jugendjahre sind durchzogen von Missbrauch und Grausamkeit. Er lernt erst Freundschaft und Nähe kennen, als er die drei anderen trifft. Doch für viele Dinge ist es einfach zu spät für ihn. Er ist nicht nur seelisch sondern auich körperlich geschädigt. Wie es zu diesen ganzen Dingen kam, erfahren wir nach und nach. Diese Passagen sind wirklich nicht einfach zu lesen. Ich bin hart im nehmen aber hier ging es mir wirlich oft echt nahe. Vor allem die Szenen, die genau beschreiben, wie Jude sich selber verletzt. Er ritzt sich mit Rasierklingen in die Arme. Ständig, dauernd. Wir erleben die Spannung die sich in ihm aufbaut, wie er weiss, das er Abends diese "Erlösung" braucht und herbeisehnt und dann endlich, abends in seinem Badezimmer, bekommt. Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Dabei weiß man am Anfang der Kapitel nicht immer, wer gerade spricht, da die Autorin es geschickt vermeidet, Namen zu erwähnen. Am Anfang habe ich mich dabei schwer getan, ich habe auch eine Weile gebraucht, bis ich mich eingefunden hatte in dieses Buch. Die Rückblenden in Judes Kindheit habe ich sehr ungern gelesen, weil sie einfach so schrecklich waren. Bei so einem umfangreichen Buch (720 Seiten) gibt es meist auch einige Längen. Das habe ich hier nicht empfunden. Nur einmal habe ich kurz resigniert geseufzt, als ziemlich weit hinten eine weitere grauenvolle Episode aus Judes Leben erzählt wird. Diese schließt dann aber die Lücke in Judes Geschichte, die seine körperliche Versehrtheit erklärt. Die Geschichte, die sich ja über Jahrzehnte erstreckt, ist seltsam losgelöst vom jeweiligen Zeitkontext. Reale Geschehnisse werden niemals erwähnt. Es gibt nur den Kosmos dieser Gruppe von Freunden, der sich im Laufe der Geschichte immer ein paar Randfiguren mehr anschließen. Außer einem, einen von Judes Tutoren, der in seinem Leben eine wichtige Rolle spielen wird, bleiben alle anderen Charaktere wirklich nur Randfiguren. Selbst JB und Malcolm verschwinden in den Hintergrund. Mir ist auch aufgefallen, das es sehr wenige Frauenfiguren gibt, vor allem keine wichtigen. Hier geht es um Jude. Das Buch und auch alle Figuren kreisen um Jude. Als Kind zog er nur schlechtes an, aber als Erwachsener muss er etwas an sich haben, das alle zu ihm zieht und wirklich jede Figur alles für ihn tun würde, im Grunde alles tut, um ihm zu helfen. Aber alle Freundschaft, alles Glück können ihn nicht die ersten 15 Jahre seines Lebens vergessen machen. So sehr dieses Buch Freundschaft und Liebe preist, so düster ist es doch. Einerseits ist es fast lächerlich oberflächlich in der Beschreibung, wie einfach alle 4 zu Ruhm und Geld kommen, um die Welt jetten, mal eben für ein Wochenende nach Paris, zum Urlaub nach Bhutan. Man fragt sich auch, wie viel kann ein Mensch, oder eine Buchfigur, erleiden. Und doch ist es so einnehmen. So bewegend. So traurig. Ich hätte erwartet, das ich irgendwann genervt wäre von Jude. Aber seltsamerweise war ich es nicht. Die Autorin hat auch mich als Leser zu Jude gezogen. Sin Zauber, den er um sich haben muss, hat auch auf mich gewirkt. Ich war vollkommen gefangen in der Geschichte und habe das Gefühl, diese Leute wirklich zu kennen. Für mich ist dieses Buch, für das mir trotz dieser epischen Rezension die Worte fehlen, ein großes Leseerlebnis gewesen. Ich weine selten beim Lesen. Nur wenige Geschichten konnten mich wirklich zu Tränen rühren- Ich vermeide solche Bücher sogar eher. Aber hier ist es passiert .Und wirlich zum ersten Mal in meinem Leben weiss ich nicht, wie ich aus diesem Buch wieder rausfinden soll und was ich nun tun soll, da es ausgelesen ist

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  • Wonderful!

    A Little Life

    genihaku

    21. February 2016 um 00:04

    Trigger Warning: Abuse!

    There are a lot of people disliking this novel, but also a lot of ones really loving it what explains the hype. Personally, I enjoyed it. The book is definitively exaggerated, nethertheless, the author creates protagonists who are very vivid, and forms an impressive friendship between the four main guys.
    I recommend it if you are interested in these topics. 

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