Hanya Yanagihara Ein wenig Leben

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  • 41 Rezensionen
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Inhaltsangabe zu „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara

"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Schon etwas zu viel Tränendrüse, aber ansonsten ein außergewöhnlich packender Roman, der an die Nieren geht.

— schmives
schmives

Ein Roman, der bewegt, verstört und beeindruckt! Auf alle Fälle eines der Highlights 2017! Ich bin noch immer ganz durcheinander.

— Petris
Petris

Ein wunderschönes, berührendes, trauriges, emotionales Buch, das ganz viele Lebensweisheiten beihaltet und mir sehr viel Kraft gegeben hat.

— HarleyQ
HarleyQ

Zutiefst verstörend - zutiefst berührend! Mein Lesehighlight 2017!

— miro76
miro76

Mein Buch 2017, so ergreifend, so traurig. Ich kann es nicht in Worte fassen

— Loooora
Loooora

Das Beste an diesem Roman sind seine gut recherchierten Nebenthemen, die das Buch fast zu einer Bildungslektüre machen.

— Alira
Alira

Ein unglaublich berührender Roman! Wieviel Leid kann ein Mensch, eine Freundschaft, eine Liebe ertragen?

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Dieser Roman hinterlässt Spuren und verfolgt einen bis in die eigenen Träume. Mag ich das? Das weiß ich nach 958 Seiten immer noch nicht.

— leselea
leselea

Weltliteratur, ich bin in jeder Hinsicht begeistert.

— Bietzer
Bietzer

Ein (heraus -) forderndes Buch...in jeder Hinsicht!

— Miamou
Miamou

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  • Ein Roman, der bewegt!

    Ein wenig Leben
    Petris

    Petris

    16. July 2017 um 09:44

    Ein wenig Leben war eine der ersten Neuerscheinungen 2017, die mir auffielen. Ich fand das Cover interessant und geheimnisvoll und wollte wissen, wer der Mann auf dem Foto war, und der kurze, sehr allgemein gehaltene Klappentext machte mich neugierig. Dennoch habe ich lange gezögert, es zu lesen. Die Rezensionen waren sehr widersprüchlich, ich war nicht sicher, ob mir die Geschichte nicht zu heftig sein würde oder unnötig in die Länge gezogen. Jetzt weiß ich, dass dem nicht so ist!Jude, JB, Willem und Malcolm lernen sich im Wohnheim ihres Colleges kennen, es entsteht eine Freundschaft, die sie ihr ganzes Leben lang begleiten und verbinden wird. Sie alle sind treue Freunde, die auch in schweren Zeiten zueinander stehen und sich unterstützen, freundliche, kluge und großzügige Menschen sie alle. Und dennoch umgibt einen von ihnen, ein dunkles Geheimnis, das ihn daran hindert, voll und ganz glücklich zu sein und aufs Leben zu vertrauen.Willem: „Ich weiß, dass mein Leben einen Sinn hat, weil (…) ich ein guter Freund bin. Ich liebe meine Freunde, und sie sind mir wichtig, und ich glaube, ich mache sie glücklich.“S. 916Willem zu Jude: „Aber dein Leben hat genauso viel Sinn wie meins. (…) Du bist auch wundervoll. Ist dir das nicht klar, Jude?“S. 917Dieses Zitat charakterisiert sehr gut zwei der Freunde und bringt meiner Meinung nach hervorragend das Hauptmotiv des Romans auf den Punkt. Doch das ist nicht alles, nicht nur die Hauptfiguren sind in einer Tiefe und Menschlichkeit gezeichnet, wie es selten einer Autorin gelingt, auch die vielen Nebenfiguren geben der Geschichte Farbe, allen voran Harold und Julia, Richard, aber auch die Henry Youngs, die Irvings,… Es macht Freude, sie im Laufe der Geschichte kennenzulernen und zu begleiten.Schon lange nicht mehr hat mich ein Roman so gepackt, begeistert und berührt. Ich habe geweint, gelacht, gelitten und den Lesefluss genossen. Ein wunderbarer Roman, der noch lange nachwirken wird. Beinahe 1000 Seiten, nach denen ich froh war, dass das Leiden vorbei war, aber auch traurig, die Charaktere des Romans verlassen zu müssen, die mir ans Herz gewachsen waren.Für mich eines der Highlights 2017, eigentlich sogar der Höhepunkt des Bücherjahres bisher!

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    • 4
  • Was soll man zu so einem Buch sagen?

    Ein wenig Leben
    HarleyQ

    HarleyQ

    13. July 2017 um 10:03

    In "Ein wenig Leben" geht es um die 4 Freunde William, JB, Malcom und Jude, die sich auf dem College kennengelernt haben. Diese müssen jetzt das Leben in der Welt der Erwachsenen bewältigen und jeder hat dafür seine eigene Methode.William ist ambitionierter Schauspieler, der derzeit noch behelfsmäßig kellnert.JB ist Künstler, der sehr eigenwillige Projekte starten und ganz genau weiß, dass er einmal berühmt werden wird.Malcom möchte ein angesehener Architekt werden, bastelt und skizziert aber noch Fantasiehäuser und hilft seinen Freunden, wenn sie umziehen.Jude wird Anwalt und hat eine mysteriöse Vergangenheit über die seine Freunde nicht bescheid wissen.Die Charaktere waren für mich sofort sympathisch den entweder habe ich Teile von mir ihn ihren Ambitionen und Wünschen für die Zukunft gesehen, oder in ihrer Vergangenheit oder gar in ihrer Persönlichkeit.Vor allem Jude war für mich wie ein Spiegel in eine meine düstersten Zeiten und ist mir somit sehr nah gegangen. Er hat mich gleichzeitig runter gezogen, weil er mit gezeigt hat wie kaputt ich war und gleichzeitig hat er mich emporgehoben, weil es mir gezeigt hat, wie stark ich aus dieser Zeit hervorgegangen bin und was ich alles gelernt habe.Jude war dementsprechend ein sehr interessanter Charakter für mich und ich konnte nicht genug über ihn erfahren. Auch der Umgang von Andy, Willem, Harold, etc. fand ich sehr realitätsnah dargestellt, denn in der wirklichen Welt weiß man nun mal nicht immer was man sagen soll, was man tun soll in solchen Situationen und dann macht man auch mal Fehler. Das unterscheidet unser Leben von Büchern oder Filmen, da läuft nun mal nicht alles perfekt ab, man hat kein Drehbuch, das einem vorgibt was man zu tun oder zu sagen hat und man kann auch nicht einfach "Cut" rufen und die Szene neustarten lassen.Jude ist wirklich ein toller Charakter, er hat so schlimmes durchgemacht, und macht es noch immer, und er ist trotzdem so ein herzensguter Mensch. Er ist das perfekte Beispiel dafür, dass ein schlimmes Schicksal keine Ausrede dafür ist, ein schlechter Mensch zu sein. Auch wenn es sich in den letzten Kapiteln etwas ändert, das zeigt nur, dass in jedem Menschen Wut steckt und, dass man diese rauslassen muss. Jude ist das perfekte Beispiel dafür, was passiert wenn man alles runterschluckt. Die Wut braucht irgendein Ventil und sie muss sich gegen irgendjemanden richten. Entweder gegen die Person die sie (vielleicht) verdient hat, gegen die die einem am nächsten stehen oder eben gegen sich selbst.Ich habe schon oft gehört, dass dieses Buch so deprimierend sein soll, aber trotz der düsteren Themen strahlt es für mich eine gewisse wohlige Wärme aus. Ich finde die Absätze über Freundschaft wunderschön und auch der Teil als JB darüber nachdachte, dass er das Leben nun nicht mehr so genießen kann weil er eine gute Kindheit hatte ist mir sehr nahe gegangen.Ich muss sagen, im Nachhinein bin ich ehrlich froh über jeden einzelnen Rückschlag den ich durchleben musste, denn selbst ein ganz normales Leben beinhaltet jetzt für mich soviel besonderes und wunderbares, dass ich gar nicht mehr benötige.Das Buch beinhaltet genau die Message die ich in gewisser Weise brauche, die mir hilft, wenn es mal wieder schwieriger wird im Leben.Ich kann mir gut vorstellen, dass mir das Buch eben deshalb so gut gefällt, weil ich Jude so gut verstehe und wirklich mit ihm mitfühlen kann und, dass ist nicht unbedingt eine “gute“ Eigenschaft zeigt es doch nur wie kaputt ich war/bin. Deshalb freue ich mich, wenn jemand sagen kann er versteht es nicht, oder er findet es vielleicht übertrieben oder so. Ein bisschen beneide ich diese Menschen dann doch.Am Ende noch eine kleine "Weisheit" die mir dieses Buch wieder näher gebracht hat:Nach so vielen Rückschlägen ziehen sich viele zurück und lassen die ganze Welt mit allen ihren Problemen und Unglücken einfach nicht mehr an sie ran, sozusagen als Überlebensstrategie. Sie sperren ihre Gefühle aus, weil es ihnen sonst zusehr weh tun würde. Aber ich bin der Meinung, dass all der Schmerz und das Leid dazugehören. Ohne Schmerz, ohne Rückschläge würden wir die guten Momente des Lebens nicht wertschätzen. Das Leben besteht nun mal aus hellen und dunklen Zeiten und man muss beide voll durchleben. Man kann sich nicht nur gegen das Negative wehren, denn dann wehrt man sich automatisch auch gegen das Positive. Es ist unmöglich nur die negativen Gefühle auszuschließen.

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  • Zutiefst verstörend - zutiefst berührend!

    Ein wenig Leben
    miro76

    miro76

    11. July 2017 um 16:28

    Ein wenig Leben erzählt uns die Geschichte von Malcolm, JB, Willem und Jude, die sich im Collegewohnheim zufällig ein Zimmer teilen. Die Freundschaft, die daraus entsteht, wird ihr Leben lang halten. Sie stehen einander bei, in ihren dunklen Stunden und freuen sich an ihren Erfolgen. Malcolm wird ein brillanter Architekt, der seine Träume wachsen lässt. JB ein gefeierter Künstler, der seine Freunde porträtiert und ihre Leben aufzeichnet. Willem schafft seinen Durchbruch als Schauspieler und wird ein Weltstar, der sich aussucht, was er spielt. Und Jude, der intelligenteste von ihnen, wird ein gnadenloser Anwalt.Jude ist es, um den sich die ganze Geschichte dreht. Sein Leben, seine Vergangenheit, seine Traumen und sein Schmerz prägen die Gruppe um ihn. Seine Geschichte ist kaum zu ertragen und gleichzeitig so berührend. So tief die Abgründe sind, so hell strahlt immer wieder das Licht diesem Leben. Es ist zutiefst anrührend, wie sorgsam die Freunde miteinander umgehen. „Freundschaft hieß, Zeuge des stetig tröpfelnden Leids, der ausgedehnten Strecken der Langeweile und der gelegentlichen Triumphe im Leben eines anderen zu werden. Freundschaft bedeutete, sich geehrt zu fühlen, dass man einen anderen in seiner größten Verzweiflung auffangen durfte, und zu wissen, dass man selbst in seiner Gegenwart verzweifelt sein durfte.“                 (S. 303) Jude’s Vergangenheit serviert uns Hanya Yanagihara nur häppchenweise. In Rückblenden setzt sich das Puzzle zusammen und die unfassbare Wahrheit kommt ans Licht. „Sein Schweigen war anfangs ein Schutz gewesen, aber im Laufe der Jahre ist es zu etwas nahezu Erdrückendem geworden, etwas, das ihn beherrscht statt umgekehrt. Jetzt kann er es nicht mehr ablegen, selbst wenn er es sich manchmal wünscht.“             (S. 397) Ein wenig Leben drückt alles aus, was Jude sich wünscht und allein diese Tatsache stimmt mich unendlich traurig. Der Autor schafft es mit seinem Buch mich sämtliche Gefühlsregungen durchleben zu lassen. Manchmal musste ich das Buch weglegen, weil ich es nicht weiter ertragen konnte, um dann beim Weiterlesen feststellen zu dürfen, dass es mich wieder mit einer Wendung überrascht. Wunderschön fand ich auch die Nebencharaktere die sich alle irgendwie um Jude gruppieren. Der Autor gibt auch den Nebenfiguren ein Gesicht und eine Geschichte und es ist berührend, wie beharrlich sich alle um Jude sorgen und heimlich kümmern. Jude, der seine Sorgen nie teilt, seine Geheimnisse nicht preisgibt, sich nie helfen lassen will und trotzdem nie in Stich gelassen wird. Abschließend ist eigentlich nur zu sagen, dass dieses Buch ganz sicher mein Lesehighlight dieses Jahres ist. Noch nie hat mir ein Buch fast körperliche Schmerzen bereitet wie dieses und noch nie hat mich ein geschriebenes Leben so berührt!

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    • 4
  • Ein wenig Leben...

    Ein wenig Leben
    Susibelle

    Susibelle

    10. July 2017 um 22:50

    Dieses Buch hat meine Erwartungen nicht ganz erfüllt und meinen Geschmack vielleicht auch nicht so sehr getroffen. Von allem vielleicht etwas zu viel. Ein sehr berührendes Buch, welches es jedoch nicht in mein Bücherregal der Lieblingsbücher geschafft hat.

    • 2
  • Sexueller Missbrauch und seine Folgen – oder: Man muss über etwas reden, so lange es noch frisch ist

    Ein wenig Leben
    Alira

    Alira

    30. June 2017 um 17:12

    Jude hat als Kind sowie als Jugendlicher Schreckliches erlebt und niemanden gefunden, dem er sich anvertrauen konnte. Die Folgen: Er ist missgestaltet, ritzt sich und kann sich nicht mitteilen. Am College findet er drei Freunde, die ihn – ohne nachzufragen - mit seiner dunklen und rätselhaften Ausstrahlung so akzeptieren, wie er ist. Und obwohl sich die vier in jeweils verschiedene Richtungen entwickeln, bleiben sie ihr ganzes Leben verbunden. Hervorzuheben sind die gut recherchierten Nebenthemen, die den Roman fast zu einer Bildungslektüre machen. Überhaupt nicht nachvollziehbar war für mich der Personenkult rund um den Protagonisten Jude, für den ich zwar Mitgefühl, aber wenig Sympathie aufbringen konnte. Abgesehen von seiner Schönheit, die zwar dauernd hervorgehoben, aber nicht bildlich wurde, konnte ich auch das immer wieder heraufbeschworene Charisma, dem er seine späte Adoption sowie die aufopfernde Freundschaft seiner drei Freunde verdankt, nicht nachempfinden.

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  • Hey Jude!

    Ein wenig Leben
    leselea

    leselea

    Vorab: Ich empfehle jedem, der Ein wenig Leben noch nicht gelesen hat, keine Rezensionen zu diesem Buch zu lesen. Sowohl die Besprechungen hier (meine wohl mit eingeschlossen) als auch die im Feuilleton verraten zu viel über die Handlung und das Thema des Romans. Gerade bei so einem Buch wie Ein wenig Leben, das extrem gehypt wurde und vor allem zu Jahresbeginn in aller Munde war, sind die Erwartungen extrem hoch; damit die Geschichte die Chance hat, sich so vor dem inneren Auge des Lesers zu entfalten, wie die Autorin Hanya Yanagihara sich das wohl gedacht hat, sollte man mit möglichst ungetrübtem Blick an die Lektüre herangehen. So habe ich es selber gehalten: Ich wusste von dem Buch nur das, was mir der Klappentext verraten hat, und dass das Buch vor allem in den USA für Furore gesagt hat. So bin ich in den Roman gestartet und so einen Start gönne ich auch allen anderen Lesern, deswegen gebe ich euch an dieser Stelle die Möglichkeit zum Ausstieg. Für alle anderen, die weiterlesen und vor allem für die, die das Buch bereits gelesen haben: Laut Klappentext geht es in dem Buch um die „lebenslange[] Freundschaft zwischen vier Männern, die sich am College kennengelernt haben“. Willem will Schauspieler werden, Malcom träumt von einem Leben als Architekt, JB sieht sich als Künstler und in Jude scheint die Anlage für einen hervorragenden Anwalt zu stecken. Alle die das Buch gelesen haben wissen nicht nur, dass die vier Freunde ihre Lebensträume alle erfüllen werden (und zwar alle mit einem so überbordenden großen Erfolg, dass man als Leser schon stark zweifelt, wie realistisch diese gehäuften glorreichen Lebenswege sind), sondern auch, dass der Klappentext eine Geschichte suggeriert, die so nicht erzählt wird. Sicher es geht um Freundschaft, sicher diese vier Figuren spielen alle ihre Rolle, aber eigentlich – so wird nach spätestens 100 Seiten deutlich – geht es in Ein wenig Leben allein um Jude, sein Schicksal, seine Traumata, seinen Kampf mit oder vielmehr gegen das Leben, in dessen Kontext die angepriesene Freundschaft zwischen den Männern erstens schnell auf die Beziehung Jude–Willem reduziert wird und zweites über weite Strecke mehr einer Co-Abhängigkeit gleicht als einer Freundschaft, wie ich sie zumindest für mich definiere. Damit habe ich schon einige der Kritikpunkte angesprochen, die bei den Besprechungen des Romans immer wieder fallen: die Figuren, mit Ausnahme von Jude, bleiben blass, da wir nur wenig über sie erfahren, gerade nur so viel, dass ihre Funktion im Roman deutlich wird; der Lebensstil der Freunde nach der Collegezeit bewegt sich so sehr in Superlativen, dass die Geschichte häufig unwahrhaftig wirkt; die Freundschaft als zentrales Motiv ist zwar da, sollte aber vorsichtig und mit Distanz betrachtet werden. Hinzu kommen weitere negative Punkte: der Roman ist zu lang; der Roman ist zu brutal und folgt dem – vielleicht auch nicht immer realistischen Grundsatz – „Schlimmer geht immer“; der Roman verliert sich ein wenig im letzten Drittel; der Roman erzählt eigentlich nicht neu, sondern wenn man es recht betrachtet sehr stereotypisch und mit altbekannten Mitteln; der Roman macht keinen Spaß, überhaupt nicht, auf keiner einzigen Seite und man fragt sich oft genug, wozu es so eine Geschichte braucht, warum das erzählt werden muss, wem das hilft, wem das irgendetwas bringt. Ich kann all diesen Kritikpunkten zustimmen und ich verstehe jeden, der diesem Buch nur ein oder zwei Sterne vergibt. Warum ich selber trotzdem 5 Sterne verteile? Weil Ein wenig Leben mir eine Lektüreerfahrung beschert hat, wie ich sie nur selten erlebe: Es hat mich über weite Strecken abgestoßen und doch konnte ich nicht aufhören zu lesen; es hat mich eingesaugt und mich dabei energiemäßig ausgesaugt, sodass ich es körperlich gespürt habe; die Geschichte hat mich in ihrer Grausamkeit bis in meine Träume verfolgt und ich konnte – so unglaublich das klingt – zwei Nächte nur sehr schlecht schlafen, weil mich Jude und seine Geister nicht losgelassen haben. Mir war beim Lesen kotzübel und schummrig, die tiefe Traurigkeit, die in dem Buch steckt, fand ich kaum auszuhalten und ich musste es immer wieder weglegen. Allerdings: Ich kam auch immer wieder zu der Geschichte zurück! Wenn ein Roman so eine Wirkung auf mich als Leser hat, dann muss an ihm – jenseits der auf formaler Ebene festzustellenden Mängel – etwas sein, das ihn groß und großartig macht und über den Maßstab des reinen Gefallens hinausgeht. Dann steckt in ihm etwas von großer Literatur auch wenn gleichzeitig vieles gegen diese Bezeichnung spricht. Ein wenig Leben ist ein Buch, das polarisiert und daher zu Recht in aller Munde war. Ob es dadurch auch ein Must-Read ist, kann ich auch nach 958 Seiten immer noch nicht sagen. Fest steht nur: Wer mitreden will, muss es selber gelesen haben, um sich danach in eines der Lager einordnen zu können. Ich entscheide mich letztlich – aufgrund meiner eigenen Erfahrungen – für das der Befürworter.

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    • 5
  • LovelyBooks Challenge Buchpreise 2017

    Widerfahrnis
    Ginevra

    Ginevra

    Challenge Buchpreise Liebe Lovelybookerinnen und Lovelybooker, lest auch Ihr gerne anspruchsvolle, womöglich sogar preisgekrönte Bücher? Interessiert Ihr Euch für die Long- und Shortlists diverser Buchpreise? Habt Ihr Lust, gemeinsam unterschiedliche Literatur- Preisträger kennenzulernen und sich hier darüber auszutauschen? Dann ist diese Challenge genau das Richtige für Dich! Hier die Regeln: Es gelten Bücher, die mindestens einmal auf einer Long- oder Shortlist für einen renommierten Buchpreis aufgetaucht sind, oder diesen sogar gewonnen haben.  Bei Preisen für das Gesamtwerk eines Künstlers/ einer Künstlerin gilt jedes Buch aus dem Gesamtwerk, auch nach der Preisverleihung erschienene Werke. Ganz wichtig: das Erscheinungsjahr ist dabei egal!  Hier werden einige Buchpreise vorgeschlagen, aber da es beinahe unzählige gibt, wird es Unterrubriken nach Genre geben. Es ist dabei egal, wieviele Bücher pro Liste gelesen werden. Wichtig ist in erster Linie der Austausch – und der Spass! Du darfst Dir ein persönliches Ziel setzen: 5, 10, 15 oder 20 Bücher! Wie funktioniert es praktisch? 1. Melde dich bitte mit einem Sammelbeitrag unter der entsprechenden Rubrik an! Der Sammelbeitrag wird in der Teilnehmerliste verlinkt, so dass Du ihn schnell wiederfindest. 2. Der Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich natürlich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. 3. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und poste den link dazu in Deinem Sammelbeitrag. 4. Bitte beachten: Die Liste der Buchpreise erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, für alle weiteren Buchpreise gibt es die Rubrik „Sonstige“. 5. Anregungen findest Du u. a. auf folgenden links: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Literaturpreisen www.literaturpreisgewinner.de http://www.deutscher-buchpreis.de/ http://themanbookerprize.com/ http://academie-goncourt.fr/ http://www.norden.org/en/nordic-council/nordic-council-prizes/nordisk-raads-litteraturpris Hier noch ein interessanter link für verschiedene Krimipreise: http://www.das-syndikat.com/krimipreise.html Nimmst du die Herausforderung an?Ich freue mich auf viele Anmeldungen! TeilnehmerInnen (ist hier eigentlich auch ein Mann dabei??): Bellis-Perennisblack_horse Buchraettin Buecherwurm corsicana dia78 erinrosewell Ginevra Gruenente gst Gwendolina Harlequin Jary krimielse leselea lizzie123 marpije miss_mesmerized Orisha schokoloko29 Sikal StefanieFreigericht sursulapitschi wandablue Wedma

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    • 286
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareen anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesmuqqel Nane_M naninka Nil parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1355
  • Ein Buch, über das ich noch lange nachgedacht habe!

    Ein wenig Leben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    26. June 2017 um 22:46

    Ein unglaublich berührender Roman! 4 junge Männer lernen sich auf dem College kennen und werden Freunde fürs Leben. Im Zentrum steht Jude St. Francis, Waisenkind und späterer brillanter Anwalt. Er ist ein hoch sensibler, intelligenter Mensch, jedoch psychisch sehr angeschlagen und auch körperlich nicht gesund. Seine Gefühlswelt, sein Leben - und damit auch die Leben seiner 3 Freunde -wird durch seine traumatischen Kindheitserlebnisse gelenkt. Die Liebe und Freundschaft die er gibt und von seinen Freunden auch wieder empfängt stürzen ihn in ein gewaltiges Dilemma. Er möchte sich ihnen anvertrauen. Doch hält eine Freundschaft das aus, wäre es nicht zu viel verlangt von seinen Freunden, sie mit seinen Problemen zu belasten? Und kann man so etwas überhaupt aussprechen?Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört. Torben Kessler ist ein begnadeter Sprecher. Vom ersten Moment an war ich gefangen. Und obwohl es über 35 Stunden Hördauer sind, habe ich keine Minute bereut. Ich war so intensiv in diesen Roman eingetaucht, dass ich oft vergessen habe, dass es ja nur eine Geschichte ist. Für mich war es Leben, mit lachen, weinen, freuen und trauern. 

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  • Jude...!

    Ein wenig Leben
    Miamou

    Miamou

    22. June 2017 um 09:54

    Ich tue mir schwer für dieses Buch eine richtige Bewertung zu finden. Als zu Beginn des Jahres der große Hype um das Buch ausgebrochen war, habe ich mich nicht direkt anstecken lassen, aber meine Neugier hat dann doch gesiegt und „Ein wenig Leben“ musste her. Jetzt wo ich es zu Ende gelesen habe (man bedenke…ein halbes Jahr ist verflossen) muss ich sagen, dass ich den Hype und die vielen positiven Rezensionen zu dem Buch sehr gut nachvollziehen kann, aber ich kann auch sehr gut die kritischen Stimmen verstehen. Und als ich dann im Autorenporträt gelesen habe, dass „Ein wenig Leben“ das meistdiskutierteste Buch des Jahres werden wird, habe ich mir gedacht, dass ich auch das durchaus nachvollziehen kann. Zum Inhalt: Es geht um die vier Freunde Willem, Jude, JB und Malcolm und der Leser begleitet sie von ihren letzten Collegejahren an, etwa drei Jahrzehnte erlebt er ihren beruflichen Aufstieg, ihre privaten Probleme und Zwistigkeiten, aber auch wie unendlich wertvoll ihre Freundschaft ist. Jude fällt aber von Anfang an irgendwie heraus, weil er so anders ist. Er ist geheimnisvoll und hat auch ein großes Lebensgeheimnis in seinem Gepäck, das sich dem Leser im Laufe des Lesens offenbaren soll. Besonders beeindruckt hat mich Hanya Yanagiharas Erzählstil und ihr Schreibstil. Ich glaube kaum, dass man dies in einem zweiten Buch so finden wird. Sie erzählt die Geschichte der vier Jungs episodenhaft und trotzdem zusammenhängend in der Handlung an sich. Oft trifft sie dabei wunde Stellen, dann wird sie aber auch gleich wieder zu langatmig. Trotzdem war eben ihr Stil für mich das wahrscheinlich Herausforderndste in diesem Buch, was ich gar nicht unbedingt negativ sehe. Sie hat es dadurch geschafft, dass ich doch immer wieder zu dem Buch gegriffen habe, weil es mich doch in einem gewissen Maß fasziniert hat, wie sie ihre Geschichte aufgebaut hat. Vorrangig geht es in der Geschichte um Jude, der in seiner Kinder – und Jugendzeit an „das Böse“ schlechthin geraten ist. Er wurde von seiner Mutter ausgesetzt und lebt ein Leben voller Entbehrungen und frühem sexuellen Missbrauch, den er (logischerweise) sein gesamtes Leben über nicht verarbeiten kann. Wie das Böse und das Hilflose hier aufeinandertreffen ist kaum auszuhalten und doch hat die Autorin noch immer etwas draufzusetzen. Die Devise des Buches ist daher: Schlimmer geht immer! Sie ist sehr erbarmungslos mit ihren Lesern und fordert sie daher auf, emotional an ihre Grenzen zu gehen. Ich finde, dass ihr das bis zu einem gewissen Punkt auch gelingt, aber dann wird es einfach nur mehr anstrengend. Jude tut einem zwar ungemein leid, aber dann auch wieder nicht, weil er sich gegen jede ehrlich entgegengestreckte Hand wehrt. Zudem wirkt sein ganzes Leben schlussendlich wie eine „Heiligenlegende“ und entbehrt ein wenig an irgendeiner Realität. Daher habe ich mich dann nach etwa zwei Drittel emotional von der gesamten Handlung distanziert und nur mehr gesucht, das Buch endlich fertig zu lesen. Da es ab spätestens ab dem zweiten Kapitel nur mehr um Jude geht, werden die andern drei Freunde eher Hintergrundgestalten (was auch ein wenig gegen meine Erwartungen ging, da der Klappentext etwas völlig anderes vermittelt hat). Malcolm baut ihm ein Haus, JB malt unermüdlich Bilder über ihn und Willem, der schlussendlich auch mit Jude zusammenkommt, stellt sogar seine Schauspielkarriere hinten an, um ganz für Jude da sein zu können. Es wird also überdimensional gefühlsmäßig, weil irgendwie alles so selbstlos und übermenschlich hilfsbereit wirkt. Ich würde sagen, dass das Buch nicht grundlos polarisiert und es bietet viel Diskussionsraum. Es ist bestimmt nicht für jeden Leser geeignet, weshalb ich keine allumfassende Leseempfehlung aussprechen kann. Um „mitreden“ zu können muss man es aber selbst gelesen haben und ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich freue, dass ich das nun kann.

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    • 4
  • Das Literatursalon Plauderthema

    Literatursalon
    aylareadsbooks

    aylareadsbooks

    Hereinspaziert und herzlich willkommen im Literatursalon! Ihr lest gerne besondere belletristische Bücher und seid auf der Suche nach außergewöhnlichen Neuerscheinungen? Dann tretet gleich in den LovelyBooks Literatursalon ein! Hier habt ihr ab sofort das ganze Jahr über die Gelegenheit, Lektüre-Hochkaräter zu entdecken, euch in spannenden Leserunden mit Gleichgesinnten über Literatur auszutauschen und an spannenden Spezialaufgaben teilzunehmen.  Da wir die Liebe zum gedruckten Buch im Literatursalon feiern, bekommt ihr als Mitglied zwar ein schickes Abzeichen auf eurem Profil. Sammeln könnt ihr dieses Mal aber ganz reale Lesezeichen, die wir euch in regelmäßigen Abständen per Post zukommen lassen (bitte hinterlegt dafür eure Adresse im Profil oder verratet sie uns über die Eingabemaske des Literatursalons). Und zusammengelegt ergeben diese dann ein tolles Plakat für euer Bücherzimmer! Ein literarischer Hauptgewinn wartet natürlich auch auf euch - dazu aber in Kürze mehr! Hier findet ihr die Aktionsseite zum Literatursalon mit allen Aktionsbüchern und dem Stöberbereich. Damit wir den Überblick behalten, wer wann welches Abzeichen erspielt bzw. erlesen hat, erstellt bitte einen Sammelbeitrag, wie ihr es auch schon vom Wichteln her kennt. Diesen verlinke ich dann hier zu eurem Namen. Das Besondere: ihr müsst nicht an jeder Aufgabe zwangsläufig teilnehmen. um zu gewinnen! Wer bis zum Ende des Jahres mindestens 12 Abzeichen gesammelt hat, nimmt automatisch an der großen Verlosung teil! EURE SAMMELBEITRÄGE: _0lisa0_ 9angelika63 AberRush abuelita  AdrienneAvaAkantha akoya Aleida Alexlaura alinarsAmbermoonAmelienandy123 andymichihelli Angie*AnisheAnnabethAphrodiete97Anne42Annika_70 Antonella anushka Areti Arietta Arizona Badenserinbanditsandra banshee Barbara62 Becky_Bloomwood BeeLu BetsyBettinaR87 Beust Bibilotta Blackfairy71  black_horse blauerklaus blessedBlubb0butterfly Bluebell2004Bluely BlueSunset book2pia BookfantasyXY  bookgirl Bookmarked BooksWillTurnYouOn BonnieParker Bosni Brina britta70 buchbunt Buchfee81 Buchgespenst BuchinaBuchstabenliebhaberin BuecherDanny buecherwurm1310 Buecherwurm1973Burgkelfe c_awards_ya_sinCathyCassidy calimero8169Carameli Carlosia Caroas Cattie Ceciliasophie ChattysBuecherblog Chelly2511 CherryGraphics Chirise ClaraGanoClaraOswald clary999  Cleo15 conny  connychaos Corsicana Curin Crazy-Girl6789 cyrana dani_eb DebbieS1887 Dion DieBerta DonnaViviDreamdancer1296 Dreamworxdreijungsmama ech Ela1989 elafisch elane_eodain Elektronikerin  ElfeliyaElla1411 Emotionen-emwa- EnysBooks erinrosewell Estel90 Estrelas eulenaugeeulenmatz Even fairybooksFanti2412 Farbwirbelfasersprosse Fauchi2206   Federfee FederzauberFilzblume Flamingo Flocke86 Floh  Fornika Forti FrauSchafski frenx1 Galladan Gartenfee007 Gela_HK genihaku GetReady Gina1627 Girdie Gruenente gst  Gwendolina HaliaxHarlequin hasirasi2 heinoko Henny176 Herbstmädchen hexepanki Himmelfarb histeriker  HoffinHortensia13hundeliebhaber ichundelaine Igelmanu66 Insider2199  Irve Isaopera iur83 janaka Janinasmind Jari Jashrin jasimaus123 jenvo82  JessSpa81 JoBerlin Johanna_JayJokersLaugh Josetta jrr510 Jule89 JuLe_81 JulesWhethether JuliaSperfeldt JuliB JulieMalie   Kady Kaito kalestra kalligraphinKallisto92Kapri_ziöskarinasophie Kartoffelschaf kassandra1010 katha_strophe Katharina99 KatykateKellerbandewordpresscom KerstinThKiddoSevenkillmonotony kingofmusic Kirschbluetensommer KlaasHarbour KleineElfe12Knusperflocke Kodabaer kornmuhme  krimielse KruemelGizmo Kuhni77 LadyIceTea  LadyOfTheBooks LadySamira091062 Larii-MausiLarischenLauraLesedracheLeenChavetteLena_Leseratte lenicool11 LeonoraVonToffiefeelesebiene27 leseleaLeseMaus LeseteufelLesezeichen16 letzchen Leuchtturmwaerterin leucoryx  LiberaceLibriHolly Lilith79LiesellaLilli33Lilith79LimaKatze LimitLess Linatost Linker_Mops Lit-Trip littlebanshee  Loooora LostHope2000 Lucyra Makaria  maria1   Maria135 marpije MartinchenMax0103 Melli274 Mercadomesumiah MichicornMickeyGirlRoyalMiiaMilagro milkshakee Mine_B Minky  miro76 misanthropyMissErfolg MissGoldblatt MissStrawberryMissWatson76miss_mesmerized mistellor mona_lisas_laecheln Mondenchild monethiMrsFraserMrslaw mrs-luckyMrs_Nanny_Ogg mylittlebookworld MurphyS91   Nabura Nane_M naninka  Narr  Nele75 Nelebooks Nepomurks Nerissa Newspaperjunkie Nicky_G Nil NiWa NiQue  Nooki nordfrau once-upon-a-time Orisha    Pagina86  papaschluffPaperPrincess PapierVagabund parden  pat_meeresbrise  Pergamentrascheln Petris Ping PinocaPippo121 Plush  PMelittaM PostbotePucki60 querleserin_102 RAMOBA79 Raven raven1711 raveneye   ReadratRebekkaT redamancyxreisendebuecher Ritja robberta Runa961 sabatayn76Sabine_Hartmann SaintGermain sajo1606  sakusamantha_se sandrar44 sanjasar89SarahJanina scarlett59 Schmiesen schnaeppchenjaegerin SchnapsprinzessinSchneefalkeSchnuck59 Schnuffelchen  schokoloko29  Schugga  Schnupfel_Janine seschat Seehase1977 Shira-Yuri SigiLovesBooks Sikal  simone_richter smayrhofer sofalxx sofie solveigSolvejg SomeBody sommerlese Starlet StefanieFreigericht  Steffi_zeilenwerkeSteffiSteffSteffiZi sternchennagel stravaganzaSumsi1990sunlight suppenfee sursulapitschi suryaSweetheart_90 sweetyx99   Talathiel tanlin_11 Tanya_Carpenter TanyBee  Tapsi0709 tardy TheUjulala thora01 TigerkatziTina2803 TinaLivia tinstamp TochterAlice tootsy3000  TortumeeTouchTheSky tragalibrosTraubenbaer Treat2402 tschulixx twentytwo ulrikerabe  unfabulous Valabe  Vali89 vanessabln vielleser18 vivreavecdeslivres   Wedma  Weltensucher werderaner Wicki72 widder1987 Wolly WordART worldwanderer wortjongleurwusl xDropsyx Xirxe Yolande  YuyunYwikiwi   Zaramee 

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    • 1129
  • Keine echte Tragik

    Ein wenig Leben
    andrea_hessler

    andrea_hessler

    12. June 2017 um 20:48

    Was zeichnet echte Literatur, einen Roman aus? Ich habe nach Jahrzehnten mal wieder einen Blick in das Sachwörterbuch der Literatur des Literaturwissenschaftlers Gero von Wilpert geworfen. Wilpert definiert den Roman als (ich zitiere in Auszügen/Stichworten) Prosawerk mit den Eigenschaften "umfassend angelegter und weitausgesponnener Zusammenhang", "einmalig geprägte Einzelpersönlichkeit oder Gruppe von Individuen", "differenzierte Welt, in der nach Verlust der alten Ordnung und Geborgenheiten die Problematik, Zwiespältigkeit, Gefahr und die ständigen Entscheidungsfragen des Daseins an sie herantreten und die ewige Diskrepanz von Ideal und Wirklichkeit, innerer und äußerer Welt, bewusst machen....." Nach dieser Definition ist "Ein wenig Leben" sicherlich ein Roman, allerdings m.E. kein guter. Ich möchte auch den verstorbenen Groß-Kritiker Reich-Ranicki - sinngemäß – zitieren: „Literatur soll  Spaß machen, Glück bringen“. Dies ist bei dem Roman „Ein wenig Leben“ nicht der Fall. Die vier portraitierten Freunde, die sich seit Collegezeiten kennen, bleiben eigenartig farblos. Ihr Leben erscheint wie ein Schattenkabinett, Erfolge und Dramen werden, bis auf die der Hauptfigur Jude, teilnahmslos und unempathisch geschildert. Die drei wirken wie eine Staffage zur Ausleuchtung von Jude, der wiederum als schmerzensreicher, selbstzerstörerischer Büßer dargestellt wird und keine Anstrengungen unternimmt, den über seine gesamte Kindheit und Jugend erlittenen körperlichen und seelischen Missbrauch mit professioneller Hilfe zu verarbeiten. Und das in den USA, wo wir spätestens seit Woody Allen wissen, dass die halbe Nation (zumindest genau das akademische Milieu der vier Protagonisten) auf der Couch liegt! Doch selbst wenn man – in Gedanken an die Wilpertschen Stichworte Zwiespältigkeit, Gefahr, Entscheidungsfragen, Zerrissenheit – den Plot noch einigermaßen gelungen findet, so ist doch die quälend lange, redundante Ausführung eine Zumutung. Zudem ist bis zum Schluss nicht klar, in welcher Zeit sich das alles abspielt, man erfährt weder etwas über das New Yorker Setting noch über politische, kulturelle oder sonstige Rahmenbedingungen. Ein weiterer Punkt, der mich extrem stört, ist dieses literarische Feiern einer Freundschaft, die ich keinesfalls als solche bezeichnen würde. Ein Freund ruiniert sich durch selbstzerstörerische Verletzungen, alle wissen es  - keiner unternimmt ernsthaft etwas für ihn? Sogar ein Arzt lässt diesen Psycho-Krüppel nicht einweisen, sondern verarztet über Jahrzehnte immer nur seine Ritzwunden. Dahinter steckt keine echte Dramatik, sondern Effekthascherei. Und das Lesepublikum sitzt betroffen da und denkt und hofft, es sei mit einer der Wilpertschen Diskrepanz von Ideal und Wirklichkeit und echter Tragik konfrontiert. Ich habe mich durch die rund 1000 Seiten gequält, weil mein Buchhändler, typischerweise unkritisch und verlagshörig (ja, ich habe kein so gutes Bild von Buchhändlern, ich gebe es zu), mir von dem Buch vorgeschwärmt hat. Aber mir fallen auch noch ein paar Zitate von Reich-Ranicki ein, unter anderem kann ich bei diesem Buch - wie RR von Literatur fordert -  keinen Spaß und kein Glück empfinden. Und mir fällt ein, was er über „Die Asche meiner Mutter“ von Frank McCourt so ähnlich gesagt hat: „Und dann saufen sie wieder und dann kotzen sie wieder und dann….“ - kurzum, der Großkritiker fand die Biografie Mc Courts unappetitlich. Immerhin war das ein biografischer, tragischer und trotz allem humorvoller Roman. Stilistisch vielleicht kein Jahrhundertwerk, aber doch um Klassen besser als Ein wenig Leben. In letzterem, sorry, ist echt kaum Leben. Daher sind ja am Ende auch fast alle tot. Was man mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis nehmen kann.  

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  • Zerstörend gut!

    Ein wenig Leben
    Kitty_Catina

    Kitty_Catina

    10. June 2017 um 22:27

    In "Ein wenig Leben" begleiten wir die Freunde, JB, Malcom, Willam und Jude über den Zeitraum von insgesamt 30 Jahren. Dabei spielt vor allem Jude eine zentrale Rolle, dem in seiner Kindheit viel Schlimmes widerfahren ist, was ihn auch noch im Erwachsenenalter begleitet. Als erstes sei zu sagen, dass man bei diesem Buch keine leichte Unterhaltungslektüre erwarten darf, denn es handelt sich hier um einen fiktionalen Lebensbericht, der nicht nur sehr anspruchsvoll ist, sondern in jeder einzelnen Zeile unter die Haut geht.Dazu passt auch der nicht ganz so leichte Schreibstil, an den man sich jedoch sehr schnell gewöhnt, wenn man sich nur darauf einlässt. Und genau das ist gar nicht schwer, denn die Geschichte der vier jungen Männer ist so interessant und mitreißend, dass man auch ohne den großen Spannungskick einfach bei der Sache bleiben muss. Dennoch sollte man sich beim Lesen Zeit lassen, um dem Roman gerecht zu werden. Aber auch so sind diese knapp eintausend Seiten nicht schnell weg gelesen. Auffällig ist auch, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Ihre Schilderungen sind sehr ausführlich und wirken dadurch besonders real. Wer merkt, dass ihm der Schreibstil zu schwierig ist, dem empfehle ich übrigens das Hörbuch, denn dieses versteht man sehr gut und auch der Vorleser schlägt sich ausgezeichnet.Wie schon erwähnt, spielt hier Jude eine sehr wichtige Rolle. Eigentlich ereignet sich das Leben seiner drei Freunde nur um ihn herum und das hat einen wichtigen Grund. Jude ist nämlich anders. Er selbst kennt seine Eltern nicht, ist in einem Kloster aufgewachsen und hat nicht nur dort viele schlimme Dinge erlebt, die ihn geprägt haben. So schlimm, dass er große seelische und körperliche Wunden davon getragen hat. Seine und die Geschichte rund um seine Freunde wird so gefühlvoll, aber dennoch in einer sprachlichen Wucht erzählt, dass man mit jeder Pore mitfühlt. Man leidet nicht nur mit ihnen, sondern man nimmt sie förmlich als Freunde wahr, man durchlebt alles mit ihnen und schließt sie ganz schnell ins Herz, allen voran den Protagonisten.Dieser, Jude St. Francis, ist eine interessante Person, die sich gerade dadurch auszeichnet, dass sie trotz allem, was er erlebt hat, noch so liebenswert ist. Er opfert sich für seine Freunde auf, obwohl er selbst ein gebrochener Mensch ist. Dabei lässt er an sich selbst allerdings niemanden heran. Er redet nicht über das, was ihm geschehen ist und kämpft ganz allein mit seinen inneren Dämonen. So einige Male wollte ich ihn schütteln, weil er es einfach nicht schaffte, aus sich heraus zu kommen. Als ich dann erfuhr, was mit ihm alles geschehen ist, lief es mir einige Male eiskalt den Rücken herunter. Ich habe mit ihm gelitten und geweint und war ein paar Mal richtig geschockt.Ich will allerdings auch die anderen Charaktere nicht vergessen zu erwähnen, allen voran Willam, JB und Malcom, aber auch Harold und Julia, sowie Andy und Richard. Auch diese sind alle sehr gut und ausführlich gezeichnet. Von jedem einzelnen erfährt man so viel, wie für die Geschichte wichtig ist, aber auch nicht zu viel. Willam, JB und Malcom sind so unterschiedliche Charaktere, aber dennoch halten sie zusammen und vor allem zu Jude. Dieser ist mit seinen Freunden wahrlich gesegnet, denn sie sind alle für ihn da, kämpfen für ihn und wollen helfen, auch wenn er sich nicht helfen lassen will. Besonders Willam spielt eine sehr große Rolle für ihn und Harold, der für ihn fühlt, wie ein Vater. In diesem Roman ist "Ein wenig Leben" Programm, denn der Leser durchlebt jede einzelne Phase, jedes Gefühl und jedes Erlebnis mit den Charakteren. Dabei ist die Atmosphäre so dicht, dass sie einen förmlich einhüllt. Dieses Buch zieht den Leser in seinen Bann und geht mitten ins Herz und unter die Haut.

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  • Sprachlos.

    Ein wenig Leben
    steffischultzzz

    steffischultzzz

    30. May 2017 um 17:15

    "Eins habe ich gelernt", sagte sie. "Man muss über so etwas reden, solange es noch frisch ist. Sonst macht man es nie. Ich bringe dir bei, darüber zu reden, denn es wird immer schwieriger, je länger man wartet, und es wird in dir gären, und du wirst für immer glauben, dass du selbst an allem schuld seist. Natürlich stimmt das nicht, aber du wirst es für immer und ewig glauben." - Seite 143 Jude. Ein junger Mann, der nicht viel Gutes - naja, sagen wir - eigentlich nur Schreckliches in seinen jungen Jahren erlebt hat. Doch zum Glück sind da später seine guten Freunde Malcom, JB und natürlich Willem. Und noch weitere Leute wie Harold, Julia und Andy. Ohne diese Personen wäre er wahrscheinlich schon lange nicht mehr da - denn warum sollte man auch weiterleben wollen, wenn es niemanden interessiert?  Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wo ich anfangen soll. Dieses Buch hat mich so aufgewühlt zurück gelassen, dass ich eigentlich alles wieder vergessen und auf der anderen Seite ALLES mit euch teilen möchte. Es ist eine Meisterleistung, das die Autorin es schafft den Leser an ein so ernstes Thema heranzuführen und Gefühle in einem auszulösen, als hätte man es selbst erlebt. Der Schreibstil war zu Beginn zunächst sehr anstrengend. Die Sätze waren stellenweise nämlich sehr lang und beinhalteten so viele Nebensätze, dass man Ende eines Satzes gar nicht mehr wusste, worum es eigentlich ging. Das Lesevernügen wurde zu Beginn zusätzlich dadurch gebremst, dass die einzelnen Leute, die in Judes Leben eine große Rolle spielen, zunächst einmal vorgestellt und in die Tiefe beschrieben wurden. ABER im Nachhinein muss ich sagen, dass man es im Laufe des Buches immer mehr zu schätzen weiß. Denn das macht das Buch eigentlich aus. Nichtsdestotrotz unserer Startschwierígkeiten möchte es nun nicht mehr missen. Denn es sind die Personen um Jude herum, die ihn zu 100% unterstützen und sein Leben ein wenig lebenswerter gestalten wollen. Ein wenig Leben halt. Es sind allesamt so tolle Charaktere für die Jude sich so glücklich schätzen kann. Trotz der damaligen traurigen und schrecklichen Geschehnisse in seinem Leben ruft das Buch nicht nur negative Gefühle hervor, sondern vermittelt auch unbeschreiblich gut wie wichtig Freunde/Familie im Leben sind. Ein Buch, was meiner Meinung nach auch nichts für jeden ist. Man muss sich schon sehr für die Psyche eines Menschen interessieren, um sich darauf einlassen können. Aber trotzdem möchte ich es so vielen Leuten wie möglich ans Herz legen. Es ist ein pures emotionales Lesevergnügen. Garantiert.

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  • Viel zu langatmig, hat meine Erwartungen nicht erfüllt

    Ein wenig Leben
    bromer65

    bromer65

    23. May 2017 um 14:40

    Ich bin mit großen Erwartungen an "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara gegangen. So genau wusste ich nicht, was mich da erwartet, der Klappentext klang auf jeden Fall interessant für mich. Vor allem aber hat mich das Cover angezogen, dieses Gesicht darauf finde ich sehr ausdrucksstark.  Der Klappentext: "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch. Am Anfang des Buches werden die 4 Freunde vorgestellt: Jude, JB, Willem und Malcolm. Alle 4 sind mehr oder weniger erfolgreich in ihren grundverschiedenen Berufen und kennen sich seit dem College. Im Verlauf des Buches konzentriert sich die Handlung immer mehr auf Jude, den Hauptprotagonisten des Buches, und seine Geheimnisse. So erfährt der Leser in kleinen Häppchen von Jude's Vergangenheit, von Misshandlungen und Missbrauch schon in seiner Kindheit. Jude gibt gegenüber seinen Freunden wenig preis, selbst sie wissen nicht viel von seinem bisherigen Leben, akzeptieren das aber ohne weiteres Hinterfragen, besonders Willem, der sich eine Wohnung mit ihm teilt. Jude ist einerseits ein sehr erfolgreicher Anwalt, auf der anderen Seite fügt er sich selbst immer wieder neue Wunden zu und verstümmelt sich selbst. Fazit: Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr langatmig, viele ewig lange Sätze habe mich schon bald daran zweifeln lassen, ob ich das Buch jemals fertiglesen werde. Abgebrochen habe ich nach knapp 200 von 770 Seiten (auf meinem Ebook-Reader), denn das Buch konnte mich einfach nicht packen. So was wie "positive Energie" habe ich beim Lesen nicht verspürt und auch wenn diese Geschichte ein schwieriges Thema hat und vermutlich tagtäglich genau solches Leid überall auf der Welt passiert, es vermochte mich nicht emotional zu berühren. Daher habe ich aufgegeben.  Wer ähnliche Bücher zum Thema Missbrauch/Homosexualität/Misshandlung sucht bzw. lesen möchte, dem empfehle ich die Bücher von Jessica Koch (Die Danny-Trilogie). Diese wahre(!) Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich die Bücher nicht aus der Hand legen mochte, obwohl die Handlung alles andere als schön ist und mich ziemlich sprachlos gemacht hat. Nur 1-2 Sterne von mir für "Ein wenig Leben"

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