Hanya Yanagihara Ein wenig Leben

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Inhaltsangabe zu „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara

"Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Langatmig, mir hat das Buch sämtliche positive Energie aus dem Körper gezogen. Ich habe das Buch schließlich abgebrochen.

— bromer65
bromer65

Selten sind die Tränen so geflossen wie am Ende dieses Buches. Es hat mich berührt, es hat mich ergriffen und es hat mich mitgerissen!

— MissMinaHarker
MissMinaHarker

Der Anfang hat sich extrem gezogen, ab der Mitte wird das Buch dann doch noch sehr gut

— Pat82
Pat82

Keine einfache Kost, dafür eine die lange wirkt! Nicht ganz einfach in den Lesefluss zu kommen, aber wenn man es ist, ist es ein Vergnügen!

— marielilith
marielilith

Diese Geschichte bewegt auf vielfältige Weise aber sie ist auch oft zu viel und büßt so stellenweise an Glaubwürdigkeit ein.

— chuma
chuma

Sehr, sehr schön!

— ANATAL
ANATAL

nach 297s. abgebrochen, versteh den hype nicht, es passiert rein gar nichts, seitenlange beschreibungen von alltagssituationen

— LeseSprotte
LeseSprotte

Ich fand die Geschichte so schön, am ende musste ich weinen. So Traurig ist es.

— BuecherEuleHH
BuecherEuleHH

Bewegend, tragisch, intensiv - dieses Buch hat mich wirklich sehr beeindruckt!

— SomeBody
SomeBody

Literarischer Kitsch. Nicht schlecht - aber auch nicht besonders.

— Nespavanje
Nespavanje

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  • Viel zu langatmig, hat meine Erwartungen nicht erfüllt

    Ein wenig Leben
    bromer65

    bromer65

    23. May 2017 um 14:40

    Ich bin mit großen Erwartungen an "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara gegangen. So genau wusste ich nicht, was mich da erwartet, der Klappentext klang auf jeden Fall interessant für mich. Vor allem aber hat mich das Cover angezogen, dieses Gesicht darauf finde ich sehr ausdrucksstark.  Der Klappentext: "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. "Ein wenig Leben" ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch. Am Anfang des Buches werden die 4 Freunde vorgestellt: Jude, JB, Willem und Malcolm. Alle 4 sind mehr oder weniger erfolgreich in ihren grundverschiedenen Berufen und kennen sich seit dem College. Im Verlauf des Buches konzentriert sich die Handlung immer mehr auf Jude, den Hauptprotagonisten des Buches, und seine Geheimnisse. So erfährt der Leser in kleinen Häppchen von Jude's Vergangenheit, von Misshandlungen und Missbrauch schon in seiner Kindheit. Jude gibt gegenüber seinen Freunden wenig preis, selbst sie wissen nicht viel von seinem bisherigen Leben, akzeptieren das aber ohne weiteres Hinterfragen, besonders Willem, der sich eine Wohnung mit ihm teilt. Jude ist einerseits ein sehr erfolgreicher Anwalt, auf der anderen Seite fügt er sich selbst immer wieder neue Wunden zu und verstümmelt sich selbst. Fazit: Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr langatmig, viele ewig lange Sätze habe mich schon bald daran zweifeln lassen, ob ich das Buch jemals fertiglesen werde. Abgebrochen habe ich nach knapp 200 von 770 Seiten (auf meinem Ebook-Reader), denn das Buch konnte mich einfach nicht packen. So was wie "positive Energie" habe ich beim Lesen nicht verspürt und auch wenn diese Geschichte ein schwieriges Thema hat und vermutlich tagtäglich genau solches Leid überall auf der Welt passiert, es vermochte mich nicht emotional zu berühren. Daher habe ich aufgegeben.  Wer ähnliche Bücher zum Thema Missbrauch/Homosexualität/Misshandlung sucht bzw. lesen möchte, dem empfehle ich die Bücher von Jessica Koch (Die Danny-Trilogie). Diese wahre(!) Geschichte hat mich so gefesselt, dass ich die Bücher nicht aus der Hand legen mochte, obwohl die Handlung alles andere als schön ist und mich ziemlich sprachlos gemacht hat. Nur 1-2 Sterne von mir für "Ein wenig Leben"

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  • Jude, Jude, Jude, zu unglaubwürdig

    Ein wenig Leben
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    14. May 2017 um 14:46

    »Es war Bruder Peter, der ihn in Mathematik unterrichtete und ihn unentwegt an sein glückliches Schicksal erinnerte, der ihm gesagt hatte, dass er in einer Mülltonne gefunden worden war. Bruder Michael behauptete später, so stimme das gar nicht. "Du lagst nicht in der Mülltonne, du lagst neben der Mülltonne.«Über Kunst kann diskutieren aber nicht streiten. Dieses Buch gehört zu der Klasse, die die Leserschaft spaltet in Liebhaber und Augenverdreher, die nichts mit dem Buch anfangen können. Der Roman beginnt mit der Freundschaft von Jude, JB (Jean-Baptiste) , Willem und Malcolm, die sich am College kennenlernen, zwei Doppelstockbetten in einem winzigen Zimmer teilen. Der farbige JB, wuchs ohne Vater auf, zwischen Mutter, Tanten und Großmutter, Einwanderer aus Haiti, die davon überzeugt sind, dass JB ein Genie ist. Der farbige Malcolm entstammt einer sehr wohlhabenden Intellektuellenfamilie. Er kämpft um Aufmerksamkeit und Zuwendung seines Vaters, da er meint, der würde nur seine Prinzessin, die Schwester, beachten. Der hellblonde Willem, wuchs auf einer Farm in Wyoming auf. Seine Eltern, Einwanderer aus Skandinavien, betreuen ein behindertes Kind, für Willem bleibt keine Zeit. Die Vierte im Bund ist Jude, das Findelkind aus dem Kloster. Den Freunden ist schnell klar, dass Judes Kindheit schrecklich war. Er will nicht darüber reden, schon gar nicht zieht er sich vor den Freunden aus, auch im Sommer trägt er lang an Arm und Bein. Jude hat eine leichte Behinderung mit seinen Beinen.Die Freunde studieren später angesagte Studiengänge, verlieren sich aber nie aus den Augen. Thanksgiving und Weihnachten verbringen sie zusammen. Jude studiert Jura. »Das Recht ist nicht immer fair. Verträge sind nicht fair, nicht immer. Aber manchmal ist das notwendig, weil es das Funktionieren der Gesellschaft sichert.«JB, wird Künstler der figurativen Malerei, bewohnt zunächst ein kostenfreies Loch. Architekt Malcolm lebt anfänglich bei seinen Eltern, später leistet er sich ein einfaches Appartement.»Er winkte ein Taxi heran. ›Ecke 71st Street und Lexington Avenue. ....‹ ›Glaubst du wirklich, wenn sie denken, du wohnst in Lex und nicht in Park, bist du nicht mehr street?‹, fragte er ihn. ›Du bist so ein Idiot, Malcolm.‹«Jude, steht eine steile Karriere als Anwalt bevor, und er mietet gemeinsam mit Schauspieler Willem, der nebenbei kellnert, ein abgewracktes Apartment in Downtown. »Nicht alle, die im Ortolan bedienten, waren Schauspieler. Oder besser gesagt, nicht alle waren noch Schauspieler. Es gab diese Restaurants in New York, in denen man vom Schauspieler, der nebenher kellnerte, irgendwie zum Kellner wurde, der früher mal Schauspieler war.«Diese vier Jungs (sauber ethnisch durchmischt, hetero und schwul durchmischt) gehen gemeinsam durch Feuer und Wasser, belegen nicht nur angesagte Traum-Studienfächer (Selbstverwirklichung), sie wohnen in NY und sie werden die angesagtesten, bestbezahlten Männer ihrer Branche. The American Deam! Irgendwie ist bei mir da schon ein wenig die Lampe ausgegangen. Das erste Drittel hatte gute Passagen, das muss bei aller Kritik erwähnt werden, und ab der Mitte, ich gebe es zu, habe ich angefangen, immer mehr zu blättern. Jude lernt Andrew kennen, einen namhaften Juristen, kinderlos. Er ist so angetan von Judes Persönlichkeit, dass er und seine Frau sich entscheiden, Jude zu adoptieren.»Wann ist der Punkt gekommen, an dem ein Land und die Menschen, die darin leben, die soziale Kontrolle über ihren Sinn für Moral stellen sollen? Gibt es einen solchen Punkt überhaupt?«Bis zu diesem Zeitpunkt erfahren wir viel über das körperliche Leid von Jude, seine unerträglichen Schmerzen in Beinen und Rücken, immer wieder kehrende Entzündungen. Wir erfahren etwas über den völlig vernarbten Rücken von Jude, er bearbeitet seine Arme regelmäßig mit Rasierklingen, auch die sind völlig vernarbt. Andy, sein neuer Arzt, taucht auf, der Juds Beine behandelt und ihn versorgt, wenn Jud zu fest geritzt hat, fast verblutet. Auch er vergöttert Jude. 958 Seiten Jude, Jude und seine Leiden, seine Selbstmordgedanken, seine Selbstverachtung ... denn alle anderen Protagonisten sind Statisten in kleinen Rollen. Jude, das Findelkind, aufgewachsen im Kloster mit hoher Bildung. Aber die Klosterbrüder verprügelten ihn bis zur Bewusstlosigkeit, missbrauchten ihn seit frühester Kindheit. Einer ist besser, fühlt mit Jude, so glaubt er wenigstens, Bruder Luke. Der haut mit Jude aus dem Kloster ab, als dieser circa neun Jahre alt ist, erklärt dem Jungen, sie würden sich ein kleines Haus am Waldesrand kaufen. Doch Luke hat kein Geld um ein Haus zu erwerben, das muss Jude erarbeiten:»Mal war es nur einer, mal waren es mehrere. Die Männer brachten ihre eigenen Handtücher und ihre eigenen Laken mit, die sie über das Bett spannten, bevor sie anfingen, und wieder abzogen und mitnahmen, wenn sie gingen.«Sie ziehen von Stadt zu Stadt, von Motel zu Motel, bis Luke, der auch selbst Jude missbraucht, schlägt, von der Polizei erwischt wird. Jude, 14 Jahre alt, kommt ins Heim, wird weiter missbraucht von Erziehern und Lehrern, bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt. Er hält es nicht mehr aus, schafft es, zu fliehen, ernährt sich wodurch wohl? Straßenstrich. Eines Tages greift ihn der Psychiater Dr. Trayler auf, sperrt ihn in den Keller, missbraucht ihn, verprügelt Jude, verkauft ihn an andere Männer. Bis Jude fliehen kann:»Er rannte. Dr. Trayler folgte ihm und manchmal beschleunigte er, und er rannte schneller. Aber er konnte nicht mehr so gut rennen, und er stürzte und stürzte wieder. ... Als er zum letzten Mal stürzte, konnte er nicht mehr aufstehen. ... Und dann hörte er den Motor wieder anspringen, und er spürte, wie die Scheinwerfer auf ihn zukamen, zwei Feuerströme wie die Augen des Engels, und er drehte den Kopf zur Seite und wartete, und das Auto fuhr auf ihn zu und dann über ihn hinweg, und es war vollbracht.«Judes Beine sind völlig zerstört. Eine Sozialarbeiterin kümmert sich um den Jungen. Nun wird alles gut, ein neues Leben beginnt für den intelligenten Sechzehnjährigen. Er kommt aufs Collage und lernt seine Freunde kennen.Jude ist nun ein erfolgreicher Anwalt, doch im Inneren ist er ein Wrack. Er hält sich für einen schlechten Menschen und sehnt sich nach Liebe, ritzt ständig seine Arme. Die Freunde sieht er selten.»Er sitzt zu Hause und schneidet sich in Stücke, er besteht eigentlich nur noch aus Narbengewebe, sieht aus, wie ein verdammtes Skelett, und wo bist du Willem?«Alle Menschen um ihn herum bewundern Jude wie einen Gott. So viel Leid, so viel göttliche Bewunderung, so viel Erfolg, so viel Brillanz ... das alles ist ziemlich dick aufgetragen. Kurz vor Ostern gelesen kommen Gedanken auf: Jude – Jesus – göttliche Verehrung – Leiden am Kreuz. Und alles wird wiedergekäut, wahrscheinlich mit Absicht, um das Leid, wie Filoteig auszuwalzen.»Doch was Andy nicht begriff: Er war ein Optimist. Monat für Monat, Woche für Woche entschied er sich dafür, die Augen aufzuschlagen, einen weiteren Tag in der Welt zuzubringen. Er tat es, wenn er sich so schrecklich fühlte, dass die Schmerzen ihn in einen anderen Zustand zu versetzen schienen, einen, in dem alles, selbst die Vergangenheit, die zu vergessen er sich so mühte, zu einem grauen, aquarellartigen Schleier verschwamm.«Jude schmachtet nach Liebe und Geborgenheit, die Freunde haben Beziehungen, nicht Jude. Freundschaft ist keine Liebe, keine körperlich spürbare Nähe, Geborgenheit. Er kann aber niemanden an sich heranlassen. Sein Körper ist zerschunden, er ist so hässlich, so schlecht, niemand kann einen solch ekelhaften Mann lieben, so Judes Selbsteinschätzung. Doch dann trifft er Caleb und Jude weiß von Anfang an, welchen Preis er dafür zahlen muss, am Abend nicht allein zu sein, Wärme in der Nacht zu finden ...»Er hatte die ganze Zeit über auf eine Strafe für seine Hybris gewartet, dafür, dass er geglaubt hatte, er könne haben, was alle anderen haben, und nun war sie endlich gekommen. Das hast du davon, sagte die Stimme in seinem Kopf. Das hast du davon, dass du dich für jemanden hältst, der du nicht bist, dass du glaubst, du wärest nicht schlechter als die anderen.«Zum Ede findet Jude seine Liebe. Einer seiner großen Bewunderer möchte mit ihm leben. Der ist eigentlich nicht homosexuell, nimmt aber an, Jude sei es und nimmt eine sexuelle Beziehung in Kauf, die eigentlich nicht seine ist. Jude denkt, er müsse sich für diese Liebe opfern, denn Sex ist für ihn widerlich, verständlicherweise lediglich ein Akt der Gewalt. Jude wird sich niemals einer Person öffnen, über seine Gefühle sprechen. Andy, sein Arzt rät ihm dazu, zu einer Psychotherapie, die Jude nie antreten wird. Jude bleibt mit seinem Kummer allein.Ich habe mich gefragt, warum ich nicht heule, wie viele andere Leser, nicht berührt bin. Für mich ist Jude ist nicht authentisch. In meinem Beruf habe ich viele Menschen mit leidvollem Hintergrund betreut, die erlebten ein Körnchen von dem, was Jude geschehen ist, waren aber wesentlich zerstörerischer mit sich selbst. Vor kurzen haben mich Bücher wie »Miss Terry«, »Aquarium«, »Schwarze Seelen« unfassbar berührt, aber auch »Bitter Wash Road« und »Montana«. Warum perlt dieses Buch ab, gelangweilt?Reduzieren wir diese fast 1000 Seiten auf ein Gerüst: Jude, der Hauptprotagonist. Was erfahren wir von ihm? Seine Vergangenheit und seine Leidensgedanken. Wir wissen nicht wie er aussieht, erfahren nur etwas über sein todschickes teures Apartment und dass er ein brillanter Anwalt ist. Was macht er überhaupt? Wer befindet sich in seinem täglichen Umfeld, was passiert in der Welt? Von allen Nebenprotagonisten wird Jude vergöttert. Es sind seine Freunde. Aber wie agiert er normal in seiner Umwelt? Nach Jude kommt lange gar nichts. Wir haben ein paar Nebencharaktere, von denen wir nichts wissen, nicht mal wie sie aussehen, wir kennen lediglich ihren Beruf, ihre Brillanz (allesamt!!) und ihre Vergötterung für Jude. Die Juristen sind ausschließlich gute Menschen, von der gerechten Seite. Die Antagonisten dürfen nicht fehlen, die Menschen, die Jude zerstörten: der Geistliche Luke, der Psychiater Dr. Traylor, der Kollege Caleb und hunderte Unbekannte. Von ihnen erfahren wir nichts, gesichtslose Täter. Was bleibt, ist Jude. Ein kleines Geschmäckle bleibt mir zurück: Alle Guten sind intelligent, schön, beliebt und erfolgreich, extrem reich. Die Pädophilen sind Kirchenmänner, Lehrer, Erzieher, Psychiater und ein böser Anwalt. Es wird gesagt, dies sei ein Gesellschaftsroman. Welche Gesellschaft? Ich schätze, Jude ist in den Fünfzigern oder Anfang der Sechziger geboren, das Buch endet anscheinend in der heutigen Zeit. Allerdings erfährt man nichts über diese Gesellschaft, über die Zeit, keine Ereignisse, keine Strukturen. Die Geschichte könnte auch in Berlin, London, Paris oder sonst wo spielen, zu einer anderen Zeit. Das sei ein Familienroman, behaupten andere, seltsam, um welche Familie soll es sich drehen? Ein Buch über Freundschaft, sagen andere. Wenn Freundschaft als Form der Vergötterung eines Menschen gesehen wird, dann bitte. Für mich ist es schlicht ein überzogenes Drama, das bei mir durch die Übertreibung an jeder einzelnen Stelle nicht landen konnte, ein plakatives Klischee folgte dem nächsten. Künstliche Überspitzung, um etwas zu vermitteln? Es gab genügend Bücher, die mit dem Staubkorn dieses Textes mehr bewirkt haben. Ein Roman, der viele Herzen bewegte und der auf jeden Fall gute Passagen besitzt, mich persönlich aber nicht überzeugen konnte.

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  • Sehr speziell

    Ein wenig Leben
    Pat82

    Pat82

    11. May 2017 um 06:45

    Der Anfang hat sich extrem gezogen und ich empfand es eher als langweilig. Ich musste mich also richtig durchkämpfen. Ab der Mitte wurde es aber dann extrem gut. Plötzlich hatte mich die Story in ihrem Bann. Es wurde extrem tiefgründig. Man erhält einen erschütternden Einblick in eine andere Dimension der Psyche, Missbrauch und Borderline. Die Autorin thematisiert diese Themen sehr intensiv daher kann das Buch für sensible Menschen sehr erschütternd sein.  Für Menschen die, wie ich beruflich, mit diesen Themen zutun haben, ist es dennoch sehr interessant.

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  • Wahnsinn! Und deshalb wird diese Rezension auch etwas länger....

    Ein wenig Leben
    lievke14

    lievke14

    Ich mag zwar selbst keine langen Rezensionen lesen....aber nach der Lektüre dieses Buches ist es für mich unmöglich, mich kurzzufassen: Deshalb wird es diesmal etwas länger.... "Ein wenig Leben" handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. Kaum ein Buch wurde in diesem Frühjahr mehr diskutiert als dieses. Keines spaltet die Leserschaft stärker. Aber was ist nun dran, an dem Wirbel, der um dieses Buch gemacht wird? Viele behaupten, dieses Buch ist unglaublich ermüdend und völlig überzogen. Die Story ist einfach an den Haaren herbeigezogen, um mehr Drama zu veranstalten als es notwendig gewesen wäre. Das Buch wäre zu lang….es hätten 300-400 Seiten weniger auch getan…. Andere haben es geliebt und sagen, dass dieses Buch ihr Leben verändert hätte.... Und ich kann nach Beendigung dieses Buches nur das Eine sagen: Genau diese Leseerfahrung muss jeder selbst machen. In „Ein wenig Leben“ begleiten wir vier Freunde und deren Leben über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren. Sie haben sich in ihren Collegetagen kennengelernt und entwickeln sich schließlich in verschiedene Richtungen, erleben persönliche / berufliche Höhen und Tiefen und bleiben trotz ihrer unterschiedlichen Lebenswege ständig in Kontakt....mal mehr und mal weniger. Das Buch beginnt mit einer detaillierten Vorstellung der vier Freunde. Dabei verwendet die Autorin viel Zeit, die einzelnen Personen vorzustellen und deren Charakteristika herauszuarbeiten. Jeder von ihnen ist an sich eine interessante Figur, die es meiner Meinung nach wert ist, so intensiv beleuchtet zu werden. Allerdings merkt man als Leser schnell, dass die Lichtgestalt unter den Freunden Jude ist….ein Mann, der im Gegensatz zu seinen Freunden nichts von sich preisgibt….ein Mann, der keine Vergangenheit zu haben scheint. Ihn umgibt gerade zu Beginn des Buches eine fast fühlbare Aura des Rätselhaften und Dunklen. Schnell wird auch klar, dass diese düstere Ausstrahlung auf seine Vergangenheit hinweist. Irgendetwas Traumatisches muss ihm zugestoßen sein. Das ahnen auch seine Freunde….wissen aber nicht, wie sie mit dieser Erkenntnis umgehen sollen. Im Laufe der Geschichte erfahren wir nach und nach, was Jude in seiner Kindheit und Jugend zugestoßen ist. Aber auch in seinen Jahren als Erwachsener erlebt er eine Vielzahl von Tiefschlägen, die ihn immer wieder an seine psychischen Grenzen bringen. Und genau dort setzen viele kritische Stimmen ein, die sagen, dass diese Darstellungen über alle Maßen überzogen und konstruiert erscheinen, so dass die Geschichte um Jude letztendlich unglaubwürdig wirkt. Dies habe ich allerdings zu keinem Zeitpunkt so empfunden….ganz im Gegenteil: Wir leben nun mal in einer Welt, die auch ihre Schattenseiten birgt und es gibt auf dieser Welt eine Menge Elend, das wir nicht begreifen können….weil wir es selbst  in dieser Art nie erlebt oder kennengelernt haben. Und nur weil wir in einer „heilen“ Welt leben (selbst wenn diese stellenweise mit Problemen und Problemchen behaftet ist) müssen wir nicht davon ausgehen, dass es nicht auch Menschen gibt, denen immer wieder schreckliche Dinge passieren, die das Elend förmlich anzuziehen scheinen. Warum geraten bestimmte Personen immer wieder an den gleichen Typ Mensch, der ihnen nicht gut tut? Und obwohl sie das selbst wissen und vielleicht sogar versuchen zu vermeiden….wirken sie durch ihre Verhaltensmuster und/oder Signale, die sie aussenden wie ein Magnet auf alles Schlechte und Boshafte. Diese Frage ist nicht abschließend zu klären....das jedoch war für mich auch nie ein Thema beim Lesen.  Vielmehr hat mich die Nachhaltigkeit der Geschehnisse um Jude betroffen gemacht. Nicht die Preisgabe seiner Erlebnisse als Kind und Jugendlicher hat mich zum Weinen gebracht, sondern die Folgen, die sich für ihn als Erwachsener daraus ergeben haben. Und geweint habe ich tatsächlich.... Zum Ende hin wird es tatsächlich noch mal sehr dramatisch und mancher Leser hat sich sicher die Frage gestellt: Meine Güte, musste das auch noch sein? Die Antwort meinerseits lautet: ja! Denn nur so hat das Ganze eine Schlüssigkeit erreicht, die für mich nachvollziehbar war. In einem Interview hat die Autorin angemerkt, dass sie die Geschichte bewusst auf die Spitze getrieben hat, um den Leser an seine Grenzen zu führen. Das hat sie für mich grandios umgesetzt. Natürlich ist es viel, was dem Leser zugemutet wird, aber nur diese Dichte an Schrecknissen, die Jude während seines Lebens widerfährt, erklärt für mich seine Reaktionen und destruktiven Verhaltensweisen. Der Schreibstil ist sehr anspruchsvoll und teilweise schwierig. Die Geschichte will förmlich erobert werden. Die Autorin verwendet viele Schachtelsätze, die das Lesen erschweren, aber wenn man einmal in die Geschichte versinkt, gelingt es immer besser dem Geschehen zu folgen. Zudem tauchen immer wieder sehr bildhafte Metapher auf, die die Gefühlswelt vor allem die von Jude zu beschreiben versuchen. Auch dies wird häufig kritisiert, es wäre zu kitschig und unpassend. Ich kann nur sagen: für mich waren die sinnbildlichen Vergleiche einfach grandios gewählt! Das Seelenleben eines psychisch kranken Menschen zu veranschaulichen ist sicher nicht leicht….hier wurde der außerordentliche Versuch unternommen, es wenigstens ansatzweise darzustellen. Die Protagonisten sind für mich unglaublich gut dargestellt worden. Sowohl Jude als Mittelpunkt der Story als auch Willem und JB sind meiner Meinung nach sehr ambivalente Figuren, die allesamt Entwicklungen erfahren, die sie weiterbringen oder wandeln. Alle versuchen in irgendeiner Weise, Jude zu helfen. Dabei sticht vor allem Willem hervor, der als einziger einen richtigen Zugang zu Jude findet, aber dennoch hilflos zusehen muss, dass sich sein wichtigster Freund immer weiter selbst zerstört. Willem erscheint auf den ersten Blick beinahe so als wäre er ein „Heiliger“, einer der zu gut ist für diese Welt. Aber auch er verliert sich in seiner Hilflosigkeit und begeht zum Teil irreparable Fehler…. Einzig Malcolm ist in seiner Wesensart gleich geblieben und ich bin der festen Überzeugung, dass dies so gewollt war….als ein Symbol der Stetigkeit und festen Balance (gerade für Jude). Auf Zeiten völliger Dunkelheit folgen aber auch Tage, die Licht und Freude bringen. Nur kann Jude diese wertschätzen? „Ein wenig Leben“ ist ein Buch über Freundschaft, Liebe, Schmerz, Hoffnung und Hilflosigkeit. Es macht aber auch Mut, immer wieder Probleme anzugehen. Es eröffnet den Blick auf seine eigenen Lebensumstände….auf die Menschen in unserer Nähe, auf die Familie und vor allem auf unsere Freunde. Wie offen bin ich meinen Freunden gegenüber. Erkenne ich, wenn diese sich quälen oder einfach nur das Bedürfnis haben, dass man für sie da ist, ihnen zuhört und wie gehe ich mit meinen eigenen Problemen um? Ich denke, dieses Buch muss jeder selbst für sich entdecken. Dabei wird vermutlich jeder andere Ansatzpunkte und Betrachtungsweisen finden und das ist auch gut so. Ein Satz ist mir besonders in Erinnerung geblieben: „….Der Mensch, der ich war, wird immer der Mensch sein, der ich bin….“ (Jude St. Francis) und genau diese Aussage verdeutlicht den Charakter von Jude und seinen unaufhaltsamen Lebensweg. Eine absolute Leseempfehlung!

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    • 10
  • Hanya Yanagihara - Ein wenig Leben

    Ein wenig Leben
    BuecherEuleHH

    BuecherEuleHH

    04. May 2017 um 12:00

    Ich möchte erstmal sagen, das ich durch Zeitungen & Leser Meinungen auf das Buch aufmerksam geworden bin. Und dann doch längere Zeit unentschlossen war, ob ich es mir kaufen soll.Das lag daran, das mich der Klappentext nicht wirklich überzeugt hat. Ich fand, zwar das es nicht uninteressant klang, aber sich bei mir nicht das Gefühl einstellen tat: “Ja, das ist es.“ Und auch Leser Meinungen halfen mir da nicht wirklich weiter. Da ich den Eindruck hatte, es gibt genauso viele gute wie schlechte Rezessionen. Ja, wie sagt man so schön:“ Die Neugier siegt“. Ich habe es mir am Ende doch geholt. Zum Erscheinungsbild gibt es für mich nur zu sagen, das ich das Cover hübsch und zum Thema passend finde. Aufgefallen ist mir in Vergleich zu anderen gebundenen Büchern, das die Seiten doch recht dünn sind. Also von der dicke her. An den Schreibstil, musste ich mich etwas gewöhnen. Was mir persönlich jetzt aber auch nicht besonders schwer viel. Von einigen ja bemängelt, das auf den ersten Seiten die einzelnen Charaktere vorgestellt werden, mit ihren eigenen Geschichten (Kindheit, Jugend u.s.w.). Fand ich jetzt nicht so störend, da ich finde die Erfahrungen die jeder Mensch macht, bestimmen sein Handeln. Von daher, fand ich es wichtig und wollte die Vorgeschichte der anderen auch kennen. Ich habe auch Kritiken zu dem Buch gelesen. Wo sich User die Frage stellten, ob es nicht etwas viel Leid/Elend ist, und kann ein Mensch soviel überhaupt erfahren. Dazu möchte ich sagen:“Ja, kann er, definitiv.“ Das weiß ich aus zum einen aus persönlicher sowie aber auch anderen Büchern, die ich zum Thema Trauma gelesen habe. Aber ansonsten, fand ich es eine sehr schöne Geschichte, das Buch ist eins meiner Lieblinge. Am Ende der Geschichte musste ich ganz schön weinen, da es Stellenweise so Traurig ist. Für mich hat es sich gelohnt, und würde das Buch klar weiter empfehlen. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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    • 1714
  • Bewegend, tragisch, intensiv.

    Ein wenig Leben
    SomeBody

    SomeBody

    25. April 2017 um 12:17

    Ich gebe zu: Ich habe das Buch in allererster Linie wegen dem wirklich sehr ausdrucksstarken Cover gekauft, aber Hanya Yanagihara hat mich mit dem (ganz und gar nicht „wenigen“ und intensiven) Leben des Jude St. Francis dann doch tatsächlich auch noch völlig überzeugt! Die nicht ganz 1000 Seiten sind so dicht mit Freundschaft, Liebe, unsagbarem Leid, Tragik, Schmerz und Hoffnung erfüllt, dass es mich als Leser mit jeder Seite mehr tief berührt und getroffen hat.Fazit: „Ein wenig Leben“ war an keiner Stelle leichte Kost, gehört jedoch für mich definitiv zu den absoluten Lesehighlights des Jahres!

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  • Ein wenig spannendes Leben

    Ein wenig Leben
    Nespavanje

    Nespavanje

    21. April 2017 um 19:41

    Mit diesem Buch habe ich eine 21 seitige Beweihräucherung dieses Romans bekommen, verfasst vom Verlagsleiter. Normalerweise lese ich solch eine Rezension erst nachdem ich den Roman gelesen habe, aber diesmal konnte ich mich, wahrscheinlich wegen der zahlreichen Lobeshymnen, dem Sog nicht entziehen. Manch einer mag sich nicht daran stören, dass er gespoilert wird und in dieser umfassenden Rezension, wenn man einmal angefangen hat zu Lesen ist es schwer damit aufzuhören, wird man unweigerlich gespoilert und eben auch auf bestimmte ähnliche (=die Neapelbücher von Frau Ferrante) Literatur hingewiesen. Diesen gekünsteltem Hype (=sie werden über diesen Roman reden wollen, Wortlaut des Verlagsleiters), hat Frau Yanagihara gar nicht verdient oder nötig. Vielmehr befürchte ich, dass dieser Hype daran Schuld trägt, wenn mancher Leser bestimmte Romane meiden. Ihr Werk ist nicht schlecht, es ist sogar äußerst gut gelungen, auch wenn mir hin und da die Thematik ein wenig zu Dramatisiert erscheint und man locker 500 Seiten streichen könnte. Ab ca. Seite 200 weiß der geneigte Leser worauf der Roman, oder besser gesagt die Autorin abzielen möchte und ca. ab Seite 470 kommt endlich so etwas wie ein wenig Spannung auf. Dennoch verliert der Roman nicht an seinem Erzählstil, den ich nicht anders als eine lange, eine sehr lange Charakterstudie des Hauptcharakters beschreiben kann und unweigerlich hab ich mich gefragt, ob ich die Zeit die ich für das Lesen dieses Romanes verbraucht habe, nicht hätte besser verbringen können. Generell, zumindest hat es den Anschein, dass sich im anspruchsvollen Literaturbetrieb eine neue Modeerscheinung breit macht: Es ist plötzlich en vogue einen Roman zu schreiben, der sehr viele Seiten hat und der sehr umfangreich ist. Als Beispiel könnte ich den 2014 erschienenen, pulitzerpreistragenden Roman von Donna Tartt angeben: Der Distelfink - und einen Roman neueren Datums: Von Paul Auster - 4321 - und - Die Gestirne von Eleanor Catton. Letztere gewann den britischen Man Booker Prize 2013. Ich könnte hier noch mehr anführen, aber das würde den Rahmen sprengen und schließlich möchte ich nicht der Rezension des Verlagsleiters, den Anspruch als Längste Rezension aller Zeiten abspenstig machen. Mir war der Hauptcharakter dieser Geschichte nicht sonderlich sympathisch und ja, trotz seiner schlimmen Kindheit und Vergangenheit traue ich es zu sagen, dass er mich auch genervt hat. Mir bleibt Judes Charakter und Verhalten, fremd und unglaubwürdig. Ich verspürte kein einziges Mal, so wie Volker Weidermann im Literarischen Quartett beschrieben hat, den Drang zum Weinen. Der einzige der mich emotional berührt und mich bewegt hat weiterzulesen war ein Nebendarsteller: Jean Baptiste, von den anderen Charakteren meist nur JB genannt. Leider gibt die Autorin ihm zuwenig Raum, und das ist bei der Länge des Romans schon erstaunlich. Abschließend kann ich sagen, dass ich mich der Meinung von Christine Westermann (ebenfalls Mitglied des literarischen Quartetts) anschließe, die selbst nicht wusste, ob sie den Roman nun mag oder nicht. Hanya Yanagiharas Werk - Ein wenig Leben - ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erschienen ist. Auf Englisch debütierte die gebürtige Hawaiianerin mit - The People in the Trees - der von einem Missbrauchsskandal rund um einen amerikanischen Virologen handelt. Ihr Roman - Ein wenig Leben - stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize for Fiction im Jahr 2015.

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    • 4
  • Ein Buch das man nicht so schnell vergisst!

    Ein wenig Leben
    sabotage65

    sabotage65

    11. April 2017 um 13:30

    Ein Buch über Freundschaft und wie man mit der Vergangenheit umgehen kann. Wie auch Jahre danach Erlebtes einen Menschen brechen und zerreissen kann. Das alles hat mich tief bewegt. 

  • Bietet reichlich Diskussionsstoff

    Ein wenig Leben
    Weltensucher

    Weltensucher

    09. April 2017 um 17:45

    Ein wenig Leben - eines der meistdiskutierten und kontroversen Bücher des letzten Jahres. Als ich das erste Mal davon hörte, begleitet von Lobreden in höchsten Tönen und anerkennender Huldigungen, die eine einzigartige, intensive und aufwühlende Leseerfahrung versprachen, hatte ich das Gefühl, von meinem nächsten Lieblingsbuch zu hören, von einem einzigartigen und unvergesslichen Buch, das mir vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben würde. Allein der Inhalt – die lebenslange Freundschaft zwischen vier Männern aus New York – sprach mich direkt an; bildlich sah ich eine wunderbar gefühlvolle, sehr emotionale und zum Nachdenken anregende Geschichte vor mir. Es mag an meiner Voreingenommenheit liegen, an meinen idealisierten und in meinem Kopf bereits fest verankerten Erwartungen, dass das Buch mich im Nachhinein enttäuschte. Ich wäre gerne ohne jede Vorkenntnisse daran gegangen, einfach nur um zu wissen, ob das Buch mich nun als solches nicht vollkommen überzeugen konnte, oder ob es lediglich meine Vorstellungen nicht erfüllen konnte und sich meine Begeisterung aus diesem – selbst verschuldeten – Grund nicht so wirklich entfalten konnte. Ein wenig Leben ist definitiv kein schlechtes Buch – aber für mich persönlich leider eine Enttäuschung. Zunächst einmal: ich finde die Beschreibung des Inhalts, die dem Buch vorausgeht, ein wenig irreführend. In meinen Augen ist die Freundschaft zwischen Jude, Willem, Malcom und JB, wie sie auf dem Cover schon anklingt, bei Weitem nicht das zentrale Motiv der Geschichte – leider, denn gerade diese ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte war für mich persönlich am faszinierendsten. Während am Anfang, in den jungen Jahren, noch die Vierer-Beziehung vorherrscht und alle Charaktere vorgestellt und begleitet werden, gibt die Autorin nach etwa der Hälfte des Buches diesen Part so gut wie auf. Nicht mehr die Freundschaft ist relevant, sondern die Beziehung zwischen lediglich zwei Charakteren, wobei Jude natürlich die Hauptrolle einnimmt. Dass JB und Malcolm so in den Hintergrund rücken, finde ich schade, ich hätte mehr über sie erfahren wollen. Und wie bereits erwähnt, es widerspricht der Inhaltszusammenfassung, denn ein Bild der vier ist irgendwann überhaupt nicht mehr präsent, der Freundeskreis erweitert sich, Partnerschaften kommen hinzu – was natürlich zum Erwachsenwerden dazu gehört, aber dass überhaupt keine Szenen mit den vier Freunden alleine auftauchen, lässt die Freundschaftsgeschichte, die für mich das Besondere an dem Buch hatte darstellen sollen, verblassen. Dennoch – etwa die erste Hälfte des Romans, der Part, in denen von allen vier gleichberechtigt erzählt wurde, haben mir sehr gut gefallen. Die Charaktere waren sehr gut skizziert, ihre Verschiedenheit hat mich fasziniert, ebenso wie ihre Lebensweise und vor allem die Versuche, beruflich in New York Fuß zu fassen. Auch wenn es an manchen Stellen für alle vielleicht ein wenig zu glücklich verlief und die Tatsache, dass alle so erfolgreich wurden, ein wenig unrealistisch ist, haben mich dennoch die Einblicke in die verschiedenen Welten – die eines Künstlers, eines Schauspielers, eines Architekten und eines Juristen, begeistert. Ich nenne es mal die Schilderung des „Lifestyles“, den ich in diesem Roman genossen habe, die Beschreibung von New York und dem allgemeinen, aufregenden und eindrucksvollen Leben darin. Und auch der glänzende Schreibstil, an den richtigen Stellen poetisch, gefühlvoll oder einfach nur schildernd, hat seinen Beitrag dazu geleistet und führt souverän durch die Vielzahl der Seiten. Nun zu dem Aspekt, der in Wahrheit die Geschichte beherrscht und vermutlich Grund für die ausgiebige Diskussion ist. Ein wenig Leben behandelt über den Charakter von Jude, über seine sehr schwierige, leidvolle Vergangenheit, die ihn bis in die Gegenwart verfolgt und sich täglich auch in physischen Schmerzen bemerkbar macht, einige ernste und teilweise grausame Themen. Gewalt, Missbrauch, psychische Krankheiten sind nur einige davon, und diese werden auch nicht beschönigend oder rücksichtsvoll dargestellt. Ich persönlich hatte einige Schwierigkeiten mit der Darstellungsweise – nicht aufgrund der Brutalität oder der grausamen Beschreibungen (in dem Bereich kann ich einiges verkraften), sondern vielmehr aufgrund des Inhalts und der Art der Konstruktion. Natürlich handelt es sich hier um Fiktion, die sich allerdings auf die Wirklichkeit bezieht und Erfahrungen thematisiert, die manche Menschen tatsächlich durchleben mussten. Die an den Grenzen des Realitätssinnes stoßende Überhöhung des Ganzen, die gnadenlose und stetige Anhäufung des Leids auf Jude fand ich übertrieben, übertrieben in einem solchen Maße, wie es sich mit dem Verweis auf literarische Freiheit nicht mehr entschuldigen lässt. Mich hat ebendiese maßlose Übertreibungen im Bezug auf eine thematisch äußerst schwierige Geschichte davon abgehalten, volles Mitgefühl zu empfinden. (Ich möchte an dieser Stelle nicht herzlos wirken – viele der geschilderten Dinge, sind natürlich grausam und entsetzlich und versetzen mich in Abscheu, Wut und Trauer.) Die Art, wie die Autorin die Geschichte Stück für Stück aufdeckt und jedes Mal noch etwas drauflegt, kam mir so realitätsfern und übertrieben vor, wie eine so offensichtliche Manipulation des Lesers, dass ich immer mehr die Ernsthaftigkeit und auch das Interesse verlor, das Ende sogar voraussagen konnte, da man sich nur in die Autorin hineinversetzen und nach ihrem Prinzip das möglichst Schlimme ausdenken musste. Achtung, Spoiler. Ich möchte das an dieser Stelle noch einmal konkretisieren: Jude trifft in seinen ersten fünfzehn Lebensjahren ausschließlich auf pädophile, gewalttätige Missbraucher, ausschließlich auf grausame, ekelerregende und unmenschliche Männer. Diese gibt es natürlich auch in der Realität. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass Jude ausschließlich auf eine so unbegrenzte Anzahl solcher Menschen trifft? Wie können sowohl alle Mönche, Heimarbeiter und LKW-Fahrer als auch dann der Arzt, der Jude schließlich findet, wirklich alle, ausnahmslos „böse“ sein? Vor allem, da man doch von kirchlichen Vertretern, von Sozialarbeitern, nicht solche Dinge erwarten würde. Ja, ich weiß, solche Fälle hat es schon einmal gegeben, aber das eine Person praktisch auf jede dieser Ausnahmen stößt, ist nicht realistisch. Achja, und der erste Mensch, mit dem Jude nach etlichen Jahren eine Beziehung einzugehen versucht, entpuppt sich ebenfalls als ein Missbraucher und Psychopath? Ich möchte hier keine Missbrauchsfälle nivellieren. Ich finde aber, genau das bewirkt diese maßlose Übertreibung schrecklicher Erfahrungen, wie sie die Autorin Jude andichtet. Und genau das hat mich so gestört, dass ich es mit abnehmender Glaubwürdigkeit immer schwieriger fand, mich in Jude hineinzufühlen. Spoiler-Ende. Ich könnte noch sehr viel mehr schreiben – das Buch bietet eine Menge Diskussionsstoff, weshalb ich es trotz meinen Schwierigkeiten damit, trotz seiner Mängel, weiterempfehle. Denn gerade diese Bandbreite an unterschiedlichen Gefühlen gegenüber dem Roman macht für mich seine nicht zu betreitende Stärke aus. Ich bin froh, mich mit den verschiedenen Themen auseinandergesetzt und für mich persönlich auch die Schwierigkeiten, die im Bezug auf diese in dem Roman herrschen, aufgedeckt zu haben. (Deshalb ist mir die konkrete Bewertung dieses Buches auch sehr schwer gefallen - am liebsten würde ich hierbei keine angeben.) Ein wenig Leben, seine Charaktere, Bilder und Geschichten, werden mich definitiv noch für einige Zeit begleiten.

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    • 3
  • Aufwühlend

    Ein wenig Leben
    Weltenwandler

    Weltenwandler

    02. April 2017 um 11:20

    Autor: Hanya YanagiharaVerlag: HanserErscheinungsdatum:10.03.2017Dieses Buch, wurde mir von einer Mitarbeiterin meiner Buchhandlung empfohlen und fand sofort mein Interesse.Nur das mir eine solch intensive Leseerfahrung bevorstand, hatte ich wirklich nicht erwartet.Hanya Yanagihara hat sehr ausführlich und detailreich Einblick in das Leben und die Sicht der 4 Freunde gegeben. Das führte dazu das ich mich umso intensiver in die Protagonisten hineinversetzen konnte.Dies führte dazu, besonders bei Jude der Hauptperson, meine Gefühle extrem strapaziert wurden. Es waren Grenzen des erträglichen erreicht, und nicht nur an einer Stelle kamen mir die Tränen und ich musste das Buch erst mal zur Seite legen. Ich denke wegen der zwischenzeitlichen Höhen, wirkten die Tiefen noch stärker. Wegen der Thematik Jude betreffend und dem Verlauf seiner Geschichte im Buch, bin ich fast geneigt zu sagen, das dies Buch eine Altersbeschränkung braucht. Man sollte geistig gefestigt sein für diese Leseerfahrung, sonst kann die Geschichte einen emotional fertig machen. Als ich fertig mit dem Buch war, dauerte es Tage bis ich es einigermaßen verarbeitet hatte.Dies alles bedeutet, dieses Buch ist einer meiner besten Leseerfahrungen, die je gemacht habe.Hanya Yanagihara ist eine sehr gute Autorin, die sich Zeit für diese Geschichte genommen hat als wäre sie dem Leser schuldig, gerade bei diesem sensiblen Thema des Buches,ihn das Ausmaß von Judes Erfahrungen spürbar zu machen.Wer dieses Buch als langatmig empfindet, versteht meiner Meinung den Sinn nicht, der hinter einen gut ausgearbeiteten Geschichte nicht, oder ist vielleicht nur Mainstream Bücher gewöhnt.Den Schreib- und Erzählstil von Hanya Yanagihara finde ich persönlich grossartig, und ich finde es schade, das sie jetzt erst mal wieder auf ihre journalistische Arbeit konzentriert. Ein weiteres Buch von ihr würde ich blind kaufen. Die leichte Sprache, die ohne viel Fremdwörtern auskommt, und nicht versucht hochintellektuell zu beeindrucken, schafft es trotzdem zu fesseln und den Leser sehr intensiv zu berühren.Ich gebe den Buch 5 Sterne, und eine klare KaufempfehlungLiebe Grüße

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

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    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareen anushka Arietta Arizona ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettin CaroasCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dion erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized Nane_M naninka Nil parden Petris Pocci Sandra_Halbe schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1103
  • Das Leiden in epischer Breite

    Ein wenig Leben
    schokoloko29

    schokoloko29

    31. March 2017 um 14:25

    Es geht hier um vier Freunde, die sich in der Collegezeit kennenlernen und sich alle in New York niederlassen. Es wird das Leben der einzelnen beleuchtet und als Leser begleitet man sie eine lange Zeit. Besonders Jude, seine Kindheit mit seinen selbstzerstörerischen Tendenzen werden en detail beschrieben.Spoiler:Er ist sehr traumatisiert und neigt dazu mit einem Rasiermesser sich selbst zu verletzen. Darüber hinaus neigt er dazu sich in männliche Beziehungen zu stürzen, die ihn nicht gut tun und in drastisch körperlich verletzen.SpoilerendeEigene Meinung:Was mich am Buch am meisten stört ist die Langatmigkeit. Als Leser braucht man ein gewisses Durchhaltevermögen. Erst nach ca. 400 Seiten sind die einzelnen Personen charakterisiert worden und man bekommt als Leser ein Bindung zu den einzelnen.Ich fand Jude nicht sehr sympatisch. Ich wusste einfach nicht was andere Menschen an ihn finden. Ich wusste beim Lesen nicht was die einzelnen Freunde aneinander mochten und was das verbindende in dieser Clique war.Darüber hinaus reagierte ich etwas allergisch darauf, dass Jude sich ritzt, da es ein "typisches" weibliches Symptom ist!Spoiler:Sein Kumpel der Arzt, sein bester Freund und am Ende auch sein Lebensgefährte wussten über seine Selbverstümmelung und seinen Selbstmordversuch Bescheid und keiner machte etwas dagegen. Versteht mich nicht falsch: natürlich sterben Menschen an Depressionen und Selbstmordversuchen. Doch man kann nicht tatenlos dabei zusehen wie jemand in sein Unglück rennt.SpoilerendeFazit:Wenn man beruflich nicht mit Depressionen und selbstverletzendes Verhalten zutun hat, kann das Buch einen interessanten Einblick über das Thema bieten. Für mich war es leider nicht realistisch!

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    • 3
  • Bewegend bis zur letzten Seite

    Ein wenig Leben
    Karin-L

    Karin-L

    26. March 2017 um 22:26

    "´Es wird besser werden´ , sagte sie, und er nickte, weil er sich sein Leben nicht vorstellen konnte, wenn es nicht besser werden sollte." S.139Kennt ihr dieses Gefühl, das euch überkommt, wenn ihr ein Buch gelesen habt, dass euch bis zum Schluss aufgewühlt und mitgenommen hat, ihr im Anschluss versucht es sacken zu lassen, schaltet zur Ablenkung den Fernseher ein und euch erscheint plötzlich alles so plump und nichtig? Genau das ist mir mit diesem Buch geschehen. Bereits zu Beginn der Lektüre hatte ich einige Gedanken dazu niedergeschrieben (Gedankenschnappschuss: Ein wenig Leben). Selbst an dem Punkt hat mich die Schreibweise unfassbar berührt und für sich eingenommen, auch wenn das Geschriebene nicht harmlos ist und die Dinge, die den Protagonisten wiederfahren größtenteils traumatisch sind. In allem was die Autorin schreibt, die Art und Weise wie sich die bestimmte Figuren zu den Geschehnissen äußern, existiert so eine Poesie, dass man denkt, es stehe im Gegensatz. Mir kam es aber immer mehr so vor, als wäre es die einzige Möglichkeit das Gesagte erträglich zu machen, die einzige Erzählweise, die den Leser nicht auch vollkommen vernarbt zurücklässt. Denn die Figuren, die Freundschaften, die Streitereien, die Kämpfe die dieses Buch schildert, zerren an dir und bitten dich aber gleichzeitig Empathie zu empfinden. Man kann es nicht leugnen, es wird tatsächlich von Kapitel zu Kapitel schwerer und nervenaufreibender. Zu lesen wie stark manche Menschen sein müssen und sich ein Schutzschild aufbauen müssen, um das zu ertragen, was ihnen wiederfahren ist. Umso stockender die Augenblicke, die aufzeigen, was wirkliche Freunde alles aufgeben, sich aufopfern, um einem dabei zu helfen Dinge durchzustehen. Und so sehr es nach einem Klischee klingt; man weiß nichts über das Buch, kann es eigentlich kaum in Worte fassen, solange man es nicht selbst gelesen hat. Wichtig ist nur, dass man vor allem wissen muss, dass es sehr sensible und auch selbstzerstörerische Themen beinhaltet, die traurigerweise zu vielen Schicksalen der Menschen gehören."Er lächelte, als er daran zurückdachte; manchmal wünschte er, einen Verstand wie JB zu haben, einen, der Geschichten ersann, die andere erheiterten, und der so anders war als sein eigener, der ständig nach Erklärungen suchte, Erklärungen, die, auch wenn sie vielleicht zutrafen, frei von Romantik waren, von Witz, von Esprit.“ S.178Ich habe mir versucht Notizen zu machen; Stützen die das fast tausendseitige Buch etwas eingrenzen und kategorisieren können. So etwas wie, dass es aufzeigt was Freundschaft wirklich ausmacht und all ihre Facetten offenlegt. Dass es den Leser sensibel für sehr ernste Themen macht und es gleichzeitig den Impuls sendet, sich stärker mit seinem Umfeld auseinanderzusetzen, darauf zu achten, wenn man merkt, dass es geliebten Menschen nicht gut zu gehen scheint. Oder auch, dass Jude als Dreh- und Angelpunkt angesehen wird, mit ihm aber so viel mehr in Verbindung gesetzt wird und dass Missbrauch, wie auch Prostitution stark thematisiert werden. Letztlich sind dies aber eben nur Randnotizen. Das Buch hat mich zum Schluss wirklich so berührt, dass mir schlichtweg nur noch ein Kloß im Hals stecken bleibt, wenn ich daran denke. Es ist ein Buch, bei dem man sicherlich einiges bemängeln könnte, bei dem man sich fragen könnte, in wie weit die geschilderten Erlebnisse realistisch sind, in wie weit sie Menschen schockieren oder traumatisieren können, wenn sie ähnliches durchgemacht haben (oder machen). Aber ich finde es ist ein Buch, das ebenso die Wichtigkeit dessen aufzeigt, was in der Gesellschaft immer verschwiegen wird, nämlich dass Dinge geschehen, die furchtbar sind und dass die Psyche des Menschen darunter leidet, so sehr, dass alles zu einem Kampf wird. Ja, das Buch ist heikel und verlangt viel von einem ab, aber es ist ein Buch das wir meiner Meinung nach auch brauchen, um uns vor Augen zu führen, worauf man abseits der "fiktiven" Handlungen des Buches achten sollte und Menschen aufhören müssen die Augen vor schlimmen Themen zu verschließen. Aber auch sie gibt es im Buch, die positiven Momente im Leben, die Liebe die Menschen einem entgegenbringen und einen zusammenhält, die lustigen Sachen, die manchmal wiederfahren und dieses enge Band, das Freunde miteinander verbindet."Das Leben war beängstigend; es war voller Ungewissheiten. Selbst Malcoms Geld machte ihn nicht völlig immun dagegen. Das Leben würde ihm widerfahren, und er würde versuchen müssen, darauf zu reagieren, so wie sie das alle mussten." S.665Insgesamt: Ein Buch, das sehr traumatische Ereignisse und den schwierigen Umgang damit thematisiert. Man kann zwar wirklich viel darüber schreiben, letzten Endes muss man es aber gelesen haben um die Wucht des Buches zu verstehen. Unfassbar ergreifend bis zur letzten Seite.

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  • Leserunde zu "Ein wenig Leben" von Hanya Yanagihara

    Ein wenig Leben
    Insider2199

    Insider2199

    Wir haben beschlossen in der  INSIDER-Voting-Challenge  zusammen "Ein wenig Leben" von Hanna Yanagihara zu lesen. Wir beginnen am  01.03.2017.  Das Buch sollte bis zum 31.03.2017 beendet und rezensiert werden. Rezensieren ist keine Pflicht für die Leserunde, aber für die Challenge notwenig, um Lose zu bekommen. Kann also jeder selbst entscheiden.  Jeder liest mit seinem eigenen Leseexemplar, es gibt kein Buch zu gewinnen!  Es kann natürlich jeder mitmachen, der Lust dazu hat, auch wenn er nicht bei der Challenge angemeldet ist.   Vielleicht könnt ihr ne kurze Info geben, wann ihr mit Lesen anfangen wollt. Danke. Viel Spaß uns allen :)

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