Harald Gilbers

 4.3 Sterne bei 86 Bewertungen
Autor von Germania, Odins Söhne und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Atto finale

Neu erschienen am 20.09.2018 als Taschenbuch bei Emons Verlag.

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Germania

Germania

 (55)
Erschienen am 01.11.2013
Odins Söhne

Odins Söhne

 (17)
Erschienen am 01.09.2015
Endzeit

Endzeit

 (8)
Erschienen am 02.05.2017
Totenliste

Totenliste

 (3)
Erschienen am 03.09.2018
Atto finale

Atto finale

 (0)
Erschienen am 20.09.2018
Odins Söhne

Odins Söhne

 (2)
Erschienen am 01.09.2015
Germania, 6 Audio-CDs

Germania, 6 Audio-CDs

 (1)
Erschienen am 01.02.2015
Berlino 1944

Berlino 1944

 (0)
Erschienen am 22.09.2016

Neue Rezensionen zu Harald Gilbers

Neu
MichaelSterziks avatar

Rezension zu "Totenliste" von Harald Gilbers

Todmüde
MichaelSterzikvor einem Monat

Der deutsche Autor Harald Gilbers, lässt in seinem neuesten Roman, seine Titelfigur Richard Oppenheimer erneut ermitteln. Schauplatz dieser Story ist das Ende des dritten Reiches – Berlin im Dezember 1946. Die Stadt ist in vier Besatzungszonen aufgeteilt – die alliierten Siegermächte: Amerikaner, Engländer, Briten und Franzosen geben einen zerstörten Deutschland ein Stück Hoffnung. Doch nach Hitlers großem Krieg – liegen die Großstädte im ehemaligen Nazideutschland in Schutt und Asche. Der Wiederaufbau ist ebenfalls eine Zeit der Anstrengungen, des Mangels, des Hungers und des Elends. Ruinen in einem zerbombten Berlin, lange Schlangen vor Geschäften, florierender Schwarzmarkt, eine desillusionierte Bevölkerung. Wo bleibt da der Wille weiterzumachen, neu anzufangen? Wo beginnt auch das Vergeben und Vergessen, wann endet die Angst und wann entzündet sich der Funke zu einer kleinen Hoffnung auf ein besseres, neues Leben!? Doch es gibt auch die Schattenseiten in der Gesellschaft – der elementare Drang nach Vergeltung und Rache....

Wir können es in unserer Komfortzone nur schwerlich begreifen, welche existenziellen Sorgen und Nöte unsere Urgroßeltern erlebt haben. Von Glanz und Gloria – nach dem Schrei für einen totalen Krieg – bleiben nur noch Staub und Schatten und eine Schuld, die man nicht wegdiskutieren kann.

Harald Gilbers schildert in seinem neuesten Roman „Totenliste“, eine finstere kompromisslose Atmosphäre, die den Leser auch nachhaltig wie ein dichter Nebel umfängt. „Totenliste“ ist ein Kriminalroman – aber ebenfalls ein Stück deutscher, historischer Geschichte. Der vierte Band um den jüdischen Ex-Kommissar Richard Oppenheimer handelt von Rachegedanken – Der oder die Täter rechnen kompromisslos mit den Tätern ab. Die Morde sind brutal, die Symbolik identisch – die Täter grausam. Richard Oppenheimer beginnt mit seinen Ermittlungen in einem zerstörten Berlin – finden wird er „zerstörte“ Seelen...

Das realistische Bild von der jüngsten Nachkriegszeit und dem Wiederaufbau wird von Harald Gilbers perfekt projiziert. Das ist zwar unheimlich gut gelungen, allerdings versteckt sich die Spannung hinter diesem historischen Vorhang und kommt auch nur bedingt hervor. Die Story ist derartig zäh strukturiert und künstlich mit vielen Dialogen durchsetzt, dass es schwer ist einen Spannungsbogen zu erkennen.

Befasst man sich mit den Protagonisten, so gibt es davon eine Menge aus den drei vorherigen Titeln. Es sind zwar nur Nebenfiguren, aber dennoch sind diese phasenweise deutlich interessanter aufgestellt, wie die eigentliche Hauptperson „Oppenheimer“ selbst. Der alltägliche Wahnsinn und das Überleben der Bevölkerung sind die fokussierten Themen, die den Roman wirklich tragen.

„Totenliste“ ist wie gesagt der vierte Band, dieser offenen Reihe und mit viel Abstand der schwächste. Vielleicht ist es auch an der Zeit aufzuhören und sich neuen Themen zu widmen. Ich glaube nicht, dass die Figur des Richard Oppenheimer strukturell und auch inhaltlich, noch viel neue Ideen parat hat.

Insgesamt ist die Reihe außerordentlich gut – wer sich für diese Epoche interessiert, wird begeistert sein, wie Harald Gilbers nachhaltig eine authentische Stimmung schafft, die uns zeigt, woher wir kommen und welche Verantwortung wir tragen und auch in die nächsten Generationen transportieren sollten.



Fazit

„Totenliste“ ist der schwächste Band dieser starken Reihe. Ein Kriminalroman ohne wirkliche Spannung – dafür mit einer historischen Wahrheit, die lange nachklingt.

Michael Sterzik

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Naddiwises avatar

Rezension zu "Endzeit" von Harald Gilbers

Endzeit
Naddiwisevor 3 Monaten

Berlin, Ende April 1945:

Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer und seine Frau Lisa leben versteckt in einer leerstehenden Brauerei und versuchen, das Ende des Kriegs, so schadlos wie möglich zu überstehen.
Überall herrschen Hunger, Krankheit und Angst.
Als die russischen Truppen kommen haben Bewohner Berlins jedoch keinen Grund zum Aufatmen. Die Russen plündern und schänden, was das Zeug hält und niemand traut sich, etwas dagegen zu tun.
Auch Lisa wird von einem russischen Soldaten vergewaltigt.
Oppenheimer macht sich auf die Suche nach dem Täter, stößt aber auf diverse Widerstände; denn in der russischen Ideologie finden keine Vergewaltigungen oder sonstige Verbrechen von Seiten der russischen Soldaten statt. 
Oppenheimer bringt sich also zusätzlich in Gefahr, indem er Behauptungen dieser Art aufstellt.
Zusätzlich machen Gerüchte die Runde, dass ein deutscher Wissenschaftler einen Koffer in seinem Besitz hat, der wichtige Unterlagen bezüglich der Atomwaffentechnik der deutschen enthält.
Plötzlich kämpft Oppenheimer an diversen Fronten und gerät immer tiefer in einen Sumpf aus Lügen und Betrug.

In diesem dritten Band um Kommissar Oppenheimer hat es Harald Gilbers wieder geschafft, die Atmosphäre des Dritten Reichs authentisch darzustellen. 
Man riecht beim Lesen quasi den Gestank der verwesenden Leichen und spürt die Bedrohung, die von den Besatzern ausgeht.



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S

Rezension zu "Odins Söhne" von Harald Gilbers

historisch gut recherchierter Roman
SandraKavor 3 Monaten


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