Harald Gilbers

 4.4 Sterne bei 121 Bewertungen
Autor von Germania, Odins Söhne und weiteren Büchern.
Autorenbild von Harald Gilbers (©)

Lebenslauf von Harald Gilbers

Harald Gilbers, geboren 1969, stammt aus Moers am Niederrhein und lebt derzeit in Ostrhauderfehn. Er studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde.   Sein Romandebüt "Germania", der erste Fall für Kommissar Oppenheimer, erhielt 2014 den Friedrich-Glauser-Preis und wurde bislang in acht Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Italienisch, Dänisch, Griechisch, Polnisch, Tschechisch und Japanisch). In Japan schaffte es der Roman gleich auf zwei Jahres-Bestenlisten mit ausländischen Krimis. Die Fortsetzung, "Odins Söhne", wurde 2016 in Frankreich mit dem Prix Historia als bester historischer Kriminalroman ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Harald Gilbers

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Cover des Buches Germania (ISBN: 9783426513705)

Germania

 (69)
Erschienen am 01.11.2013
Cover des Buches Odins Söhne (ISBN: 9783426516430)

Odins Söhne

 (24)
Erschienen am 01.09.2015
Cover des Buches Endzeit (ISBN: 9783426516447)

Endzeit

 (15)
Erschienen am 02.05.2017
Cover des Buches Totenliste (ISBN: 9783426521823)

Totenliste

 (6)
Erschienen am 03.09.2018
Cover des Buches Hungerwinter (ISBN: 9783426521830)

Hungerwinter

 (4)
Erschienen am 04.05.2020
Cover des Buches Berlino 1944 (ISBN: 9783960411581)

Berlino 1944

 (0)
Erschienen am 19.10.2016
Cover des Buches I figli di Odino (ISBN: 9783960413714)

I figli di Odino

 (0)
Erschienen am 23.11.2017
Cover des Buches La lista nera (ISBN: 9783960415787)

La lista nera

 (0)
Erschienen am 29.08.2019

Neue Rezensionen zu Harald Gilbers

Neu

Rezension zu "Hungerwinter" von Harald Gilbers

Historisch genauer, ungemein spannender Krimi
Sigismundvor 5 Monaten

REZENSION – Die Hauptstadt Berlin, aufgeteilt in vier Besatzungszonen, liegt in Trümmern, zerbombte Wohnungen sind nur notdürftig hergerichtet. Die Einwohner versuchen, ihr bescheidenes Leben neu einzurichten. Vorkriegsganoven wandeln sich zu zwielichtigen Geschäftsleuten, einst überzeugte Nazis zu unbescholtenen Bürgern. Im November 1947 fällt der erste Schnee, Lebensmittel sind knapp. Es ist der „Hungerwinter“, den der Historiker und Schriftsteller Harald Gilbers (51) im gleichnamigen fünften Band seiner faszinierenden, bereits in acht Sprachen übersetzten und mit internationalen Preisen ausgezeichneten Krimireihe um den jüdischen Kriminalkommissar Richard Oppenheimer in vielen Fakten und Facetten ungemein eindrücklich beschreibt.

Ausgehend von einem als Notwehr nur dürftig getarnten Mord, den der von den Nazis einst entlassene und erst kürzlich wieder als Kommissar in den Polizeidienst zurückgekehrte Oppenheimer mit seinem Assistenten Wenzel recht schnell aufdecken können, entwickelt Gilbers eine zeitgeschichtliche Dokumentation jenes zweiten Nachkriegsjahres, die nicht nur für die damalige Situation in Berlin gilt, ähnelte sie doch auch jener in anderen deutschen Großstädten. In realistischen, in ihrer Kleinteiligkeit filmreif inszenierten Bildern erfahren wir viel über die alltägliche Lebenssituation der Berliner bis hin zu der wegen Lebensmittelknappheit geschmacklich fragwürdigen Ersatznahrung. Die allgemeine Lage ist völlig unübersichtlich, die Besatzungsmächte arbeiten unkoordiniert, der Beginn des Kalten Krieges zwischen den drei Westalliierten, vor allem den Amerikanern, und den Sowjets zeichnet sich schon deutlich ab. Kommissar Oppenheimer weiß nicht mehr, wem er vertrauen darf. Nicht nur, dass er in seiner Dienststelle mit dem „Kleenen Hans“ einen vormaligen Kleinkriminellen unerwartet als Polizeianwärter wieder trifft, sondern auch Nazi-Verbrecher haben mit gefälschtem Lebenslauf bei der Kripo eine neue, unverdächtige Identität gefunden. Nicht einmal den engsten Mitarbeitern kann man trauen. Sogar sein langjähriger Kollege Billhardt, der während eigener Ermittlungen in einem Mordfall plötzlich verschwindet, scheint bei seinem kurzen Kriegseinsatz an der Ostfront schuldig geworden zu sein.

Obwohl „Hungerwinter“ bereits der fünfte Band der im Jahr 1944 beginnenden Oppenheimer-Reihe ist, kann man ihn auch dann unbesorgt lesen, wenn man die vier Vorgängerbände nicht kennt. Die Handlung eines jeden Bandes ist in sich abgeschlossen, die handelnden Personen ausreichend charakterisiert, um sie lebendig werden zu lassen. Zentrales Thema in „Hungerwinter“ ist der strategische Aufbau der so genannten „Rattenlinien“ im Nachkriegsdeutschland, über die einerseits der argentinische Präsident Perón, andererseits auch der Vatikan hohe Nazi-Funktionäre und Kriegsverbrecher mit Hilfe deutscher Schleuser nach Übersee schaffen. Wir erfahren Interessantes über die politischen Hintergründe und die Motivation der Verantwortlichen und Strippenzieher. Gleichzeitig lesen wir über die Anfänge der Organisation Gehlen, die gerade mit Hilfe erfahrener Nazis und geduldet von den Amerikanern als neuer deutscher Geheimdienst aufgebaut wird.

Dem Historiker Gilbers gelingt es in seinem Roman hervorragend, uns die geschichtlichen Hintergründe in ihren wichtigsten Einzelheiten umfassend zu vermitteln. Der Bestseller-Autor Gilbers schafft es, diese Fakten passgenau in eine derart spannende Krimihandlung einzuflechten, dass man „Hungerwinter“ gar nicht mehr aus der Hand legen mag. 

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A

Rezension zu "Germania" von Harald Gilbers

Germania
AndyKoe1vor 9 Monaten

SPannend bis zum Ende. Sehr gut recherchiert und ich werde sicher noch weitere Bücher von ihm lesen

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R

Rezension zu "Germania" von Harald Gilbers

Spannung pur
Rebecca_Stoecklvor 2 Jahren

Spannung von Anfang bis Ende. Dazu noch historisch sehr gut recherchiert! Ich kann es nur empfehlen!

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