Harald Gilbers Germania

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Inhaltsangabe zu „Germania“ von Harald Gilbers

In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP. Doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi. Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin, wird von der Gestapo reaktiviert. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel. Ausgezeichnet mit dem Glauser-Preis 2014 für das beste Debüt

Packender Krimi

— TAndres

Starker Titel. Großartige Kulisse und fulminante Atmosphäre. Fast schon ein historischer Kriminalroman. Perfekt.

— MichaelSterzik

Spannender Krimi in überzeugendem historischen Setting.

— LittleMissEMmA

Toller Spannungsroman der nicht nur einen spannenden Fall beinhaltet, sondern auch eine authentische Beschreibung des Berlins 1942.

— Ambermoon

Glaubwürdiger Blick in den Alltag Berlins 1942; die Story ist nicht ganz so glaubwürdig; der Anfang ist nicht imme stilsicher.

— Beust

Ein Jude als Mordkommissar im Holocaust. Das Buch muss man gelesen haben.

— Chica 75

Sehr atmosphärisch & kurzweilig!!

— Vilja2013

ein fulminanter Erstling. Spannend, dabei aber mit extrem guter Recherche im Hintergrund, die viele Zusammenhänge der Nazizeit erhellt.

— schweppisweppi

Hat so einen komischen Beigeschmack. Der Glaube an einen jüdischen Ermittler im Dienste der SS fehlt einfach. Sonst guter Krimi.

— Phil Decker

Ein spannender Krimi in der Zeit des zweiten Weltkrieges!

— tragalibros

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  • Packender Krimi

    Germania

    TAndres

    12. June 2017 um 20:32

    Eigentlich lese ich ungerne Bücher über den Zweiten Weltkrieg, weil es mich meistens wütend und traurig macht. Doch bei dem Buch habe ich eine Ausnahme gemacht, da es sich gut anhörte. Und ich wurde nicht enttäuscht.Im Sommer 1944 muss der Jude Oppenheimer der SS bei der Aufklärung einer Mordserie helfen. Als ehemaliger Kommissar bringt er das Fachwissen mit und wäre als Jude auch entbehrlich. Der Autor beschreibt die Atmosphäre in Berlin sehr gut. Die ständigen Luftangriffe, die Angst des Juden vor der Gestapo, die Angst seiner arischen Frau, das Leben im Judenhaus und der Druck des SS-Mannes Ergebnisse zu liefern zeichnen ein düsteres Bild. Es gibt kaum Lichtblicke im Leben und selbst die Freundschaft zu einer weiteren deutschen Frau Hilde steht unter keinem guten Stern. Die Situation in Berlin zur damaligen Zeit ist sehr gut beschrieben, da hat der Autor gründlich recherchiert. Man taucht regelrecht in das Leben ein. Der Protagonist wirkt auf mich sehr sympathisch und wird sehr gut beschrieben. Die anderen Nebenfiguren wirken dagegen blasser. Nur zum Ende hin wird der SS-Mann Vogler facettenreicher. Selbst der Täter und seine Motivation müssen zurückstecken. Insgesamt ist das Buch sehr gut geschrieben und da es mich richtig gepackt hatte, habe ich es sehr schnell durchgelesen. Dennoch vergebe ich nur 4 Sterne, da die Nebenfiguren detaillierter hätten ausgearbeitet werden müssen.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    • 1140
  • Ein Roman der Spitzenklasse

    Germania

    Chica 75

    05. July 2016 um 08:31


    Ein jüdischer Mordkommissar, der während des Holocaust von den Nazis beauftragt wird grausame Frauenmorde aufzuklären. Einfach Spitze, wie sich die Angst des Kommissars vor den Nazis, die ihn beauftragen und seinen Ehrgeiz, als Kommissar, die Morde aufzuklären abwechseln.
    Super geschrieben und wirklich lesenswert.
    Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

  • Germania

    Germania

    Energie1966

    11. March 2016 um 14:36

    Fand das Buch sehr klasse (:

  • Harald Gilbers - Germania

    Germania

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. January 2016 um 14:56

    Kurzbeschreibung:  In der zerbombten Reichshauptstadt macht ein Serienmörder Jagd auf Frauen und legt die verstümmelten Leichen vor Kriegerdenkmälern ab. Alle Opfer hatten eine Verbindung zur NSDAP. Doch laut einem Bekennerschreiben ist der Täter kein Regimegegner, sondern ein linientreuer Nazi. Der jüdische Kommissar Richard Oppenheimer, einst erfolgreichster Ermittler der Kripo Berlin, wird von der Gestapo reaktiviert. Für Oppenheimer geht es nicht nur um das Überleben anderer, sondern nicht zuletzt um sein eigenes. Womöglich erst recht dann, wenn er den Fall lösen sollte. Fieberhaft sucht er einen Ausweg aus diesem gefährlichen Spiel. *Quelle* Zum Autor:  Harald Gilbers, geboren 1969, studierte Anglistik und Geschichte in Augsburg und München. Anschließend arbeitete er zunächst als Feuilleton-Redakteur beim Fernsehen, bevor er als freier Theaterregisseur tätig wurde. Er lebt in Erding. Germania, sein Debüt, wurde 2014 auf Anhieb mit dem angesehenen Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Meinung:  Berlin im Frühsommer 1944: Richard Oppenheimer, ein ehemaliger jüdischer Kommissar, wurde vor Jahren vom Dienst suspendiert und lebt mit seiner Frau Lisa, einer Deutschen, in einem Judenhaus. Eines Tages steht der Sicherheitsdienst vor seiner Tür und fordert ihn auf mitzukommen. Oppenheimer denkt, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, doch weit gefehlt: Der SS-Hauptsturmführer Vogler braucht seine Unterstützung in einem Mordfall. Ob er will oder nicht, Richard Oppenheimer bleibt gar keine andere Wahl, als sich zu fügen und mit der SS zusammenzuarbeiten. Schon bald wird klar, dass sie es hier mit einem sadistischen Serienmörder zu tun haben, der Frauen auf grausamste Weise verstümmelt und sie danach vor Denkmälern des 1. Weltkriegs drapiert. Als dann auch noch ein Bekennerschreiben auftaucht, das den Verfasser als glühenden Nationalsozialisten ausweist, werden die Ermittlungen für Richard Oppenheimer zusehends gefährlicher. Da im September 2015 bereits der 2. Fall mit Richard Oppenheimer, Odins Söhne, erschienen ist, wurde es für mich Zeit, mit Germania zu beginnen, da ich sehr gerne historische Krimis lese, die in der NS-Zeit spielen. Germania von Harald Gilbers ist ein spannender und historisch akribisch recherchierter Krimi, der durch sein Setting, das zum größten Teil zerbombte Berlin im Jahr 1944, und der Hauptfigur des Romans beeindruckt. Mit Richard Oppenheimer, dem ehemaligen jüdischen Kommissar, hat Harald Gilbers einen sehr sympathischen Protagonisten ersonnen, dessen Zwiespalt man beim Lesen gut nachempfinden konnte. Auf der einen Seite freut er sich, dass er seinen geliebten Beruf wenigstens für kurze Zeit wieder ausüben darf, auf der anderen Seite ist er aber auch voll des Misstrauens gegenüber den Nationalsozialisten, mit denen er zusammenarbeiten muss. Über die Runden bringt ihn das Mittel Pervitin, ein Methamphetamin, von dem er bereits abhängig ist. Als Nebencharaktere erwähnenswert wären Oppenheimers gute Freundin Hilde, eine Ärztin, die heimlich Abtreibungen vornimmt und keinen Hehl aus ihrem Hass den Nationalsozialisten gegenüber macht, und SS-Hauptsturmführer Vogler, den man bis zum Ende nicht richtig einschätzen konnte. Die Handlung selbst war spannend von Anfang bis Ende, denn auf den ersten Mordfall folgen noch vier weitere. Die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, viele Puzzlesteine gilt es richtig zuzuordnen und auch die ein oder andere Wendung fehlt hier nicht. Was mir allerdings noch besser gefallen hat, war die Schilderung des Berliner Lebens während des Jahres 1944. Hier hat Harald Gilbers sehr gute Arbeit geleistet, was Recherche und Authenzität anbelangt, und ich sehe gespannt dem 2. Teil entgegen. Fazit:  Germania ist ein sehr gut recherchierter historischer Krimi, der von Anfang bis Ende spannend bleibt und mit einem sympathischen Protagonisten aufwartet. Vor allem die zeitgeschichtlichen Aspekte und die dazugehörige Umsetzung im Roman konnten mich vollends begeistern.

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  • Rezensionen zu "Germania" von Harald Gilbers

    Germania

    tragalibros

    22. March 2015 um 19:23

    Im Jahre 1944 wird der ehemalige jüdische Kommissar Richard Oppenheimer von der SS für die Ermittlungen zu einem brisanten Mordfall in den Dienst zurückbeordert. Zwei Frauen wurden brutal verstümmelt und vor Kriegsdenkmälern abgelegt. Besonders pikant: alle Frauen hatten eine Verbindung zur NSDAP. Oppenheimer beginnt zu ermitteln, doch nachdem sich der Mörder in einem Bekennerschreiben als linientreu erweist, ahnt er, dass auch sein Leben am seidenen Faden hängt. Der Kommissar versucht den Täter zu fassen und hofft gleichzeitig einen Ausweg aus seiner scheinbar aussichtslosen Situation zu finden. Dieser Kriminalroman ist eine absolute Emfehlung! Spannender kann eine Geschichte nicht sein. In einer Zeit, in der dem jüdischen Teil der Bevölkerung alles untersagt zu sein scheint, wird der Protagonist in einen brutalen und verzwickten Mordfall hineingezogen. In diesem Buch geht es nicht nur um die Ermittlungen allein, sondern auch um die schrecklichen, bedrückenden und gefährlichen äußeren Umstände. Der Autor schafft es mit vielen geschichtlichen Fakten einen komplexen Hintergrund für seine Handlung darzustellen. Ohne viele Worte bringt er dem Leser die jeweilige Situation und die Beweggründe der handelnden Personen näher, sodass man auf Anhieb Sympatie oder Abneigung für den einen oder anderen Charakter fühlt. Das Buch ist in 29 Kapitel eingeteilt, die mit dem Datum beginnen wann welche Ereignisse eintreten. Dies verschafft dem Leser einen guten Überblick über die zeitlichen Abläufe der Handlung, da auch geschichtlich sehr wichtige Wendungen angeschnitten werden. Harald Gilbers "Germania" stellt den perfekten Mix aus fiktiven und zum Teil realen Charakteren und tatsächlichen Geschehnissen dar. Das einzige Manko war für mich, dass ich der Geschichte nicht entnehmen konnte, warum der Autor sich ausgerechnet für diesen Titel entschieden hat. Auch hat der Prolog nichts mit der restlichen Handlung zu tun. Trotzdem kann ich dieses Buch wirklich jedem Krimileser ans Herz legen (auch wenn man wegen des Buchtitels manchmal schief angeguckt wird). Von mir gibt es daher fünf Sterne!

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  • Kommissar a. D.

    Germania

    walli007

    Im  Mai 1944 während die Stadt unter den Bombenangriffen der Alliierten fast zerbricht werden in Berlin seltsam hergerichtete und verstümmelte Frauenleichen gefunden. Die Untersuchungen zu den Todesfällen werden von Hauptsturmführer Vogler durchgeführt. Schnelle Ergebnisse sind gefragt, doch diese zeichnen sich nicht ab. Da erinnert man sich an den ehemaligen Kommissar Richard Oppenheimer, der wegen seiner Angehörigkeit zum jüdischen Glauben vom Dienst suspendiert wurde. Vogler bittet Oppenheimer an den Untersuchungen teilzunehmen, damit der Täter möglichst schnell entlarvt werden kann. Allerdings werden Oppenheimer nicht alle Informationen zur Verfügung gestellt. Überhaupt arbeitet es sich für einen Juden nicht leicht unter den Augen der herrschenden Klasse. Obwohl Oppenheimer sich jederzeit beobachtet und verfolgt fühlt und er jeden Schritt fast schon in der Gewissheit unternimmt, es könnte der letzte sein, ist er doch froh endlich einmal wieder seinem erlernten Beruf nachgehen zu können. Schon wenige Seiten nach Beginn der Lektüre spürt man die Bedrückung und Bedrohung, die Oppenheimer umgibt. Als der Wagen Voglers neben ihm hält, glaubt Oppenheimer, die Zeit des Abtransports sei gekommen. Auch die Offenbarung seiner wirklichen Aufgabe bringt kaum Erleichterung, schließlich kann sie nur einen Aufschub bedeutet. Die gesamte Berliner Bevölkerung erlebt die ständige Anspannung in Erwartung des nächsten Bombenangriffs. Die Folgen der Angriffe sind unübersehbar, auch wenn man bemüht ist, die gröbsten Spuren zu beseitigen. Bereits am Tatort wird Oppenheimers Spürsinn geweckt.  Die Stimmung in Berlin während des letzten Kriegsjahres wird in diesen Buch sehr gut eingefangen. Die Berliner sind des Krieges zwar überdrüssig, doch immer noch hoffen gerade die Jüngeren auf einen Sieg. Eigentlich müsste klar sein, dass dieser nicht mehr kommen wird. Die Unbelehrbaren scheinen aber in der Überzahl zu sein. Doch auch in dieser gebeutelten Stadt geschehen Verbrechen, doch da die normale Polizei nahezu nichts mehr zu sagen hat, sieht sich Vogler genötigt, den aus dem Dienst entfernten Juden Oppenheimer zu reaktivieren. Vom dem Spannungsverhältnis zwischen diesen beiden Personen lebt das Buch. Oppenheimer, der jederzeit befürchten muss, verhaftet zu werden, und Vogler, der allerlei unternimmt und erlaubt, um sich die Meriten für die Lösung des Falls anheften zu können. Ein Stück lebendige Geschichte um Kommissar a. D. Oppenheimer, die zu lesen lohnt.  4,5 Sterne

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    • 3

    Arun

    14. February 2015 um 19:53
  • eBook Kommentar zu Germania von Harald Gilbers

    Germania

    Krüger Mario

    via eBook 'Germania'

    Dieses Buch war so spannend, dass man es nicht mehr weggelegt hat. Kann man nur empfehlen.

    • 2
  • Das Drumherum ist das eigentliche Highlight.

    Germania

    Gulan

    Im Berlin des Frühsommers 1944 harrt der Jude und ehemalige Kommissar Richard Oppenheimer seinem Schicksal. Vor der Deportation bewahrte ihn bislang nur die Ehe mit seiner arischen Frau Lisa. Da wird er eines Nachts plötzlich vom Sicherheitsdienst abgeholt und zu einem Tatort gefahren, an dem eine grauenvoll verstümmelte Frauenleiche gefunden wurde. Der SS-Hauptsturmführer Vogler sucht Oppenheimers Rat bei einer Serie von Frauenmorden. Oppenheimer ist skeptisch, aber er hat keine Wahl und schon bald ermittelt er mit vollem Einsatz gegen den Serienmörder. Doch gleichzeitig hofft er, dass sich ihm durch diesen Fall die Chance bietet, Deutschland verlassen zu können. Der Kriminalroman hat eine ungewöhnliche Konstellation: Der Jude Oppenheimer erhält mitten in der Endphase des Krieges (und auch der Judenvernichtung) die Gelegenheit, sich wieder in seinem alten Job zu beweisen. Die Figur Oppenheimer wirkt sehr authentisch. Er ist als Teil einer „Mischehe“ noch nicht deportiert worden und lebt in einem Judenhaus. Das Schicksal seiner Glaubensgenossen schwebt wie ein Damoklesschwert über ihm und er rechnet ebenfalls jeder Zeit damit, ins KZ abtransportiert zu werden. Dies lähmt natürlich seinen ganzen Alltag, den er nur noch mit Hilfe von Aufputschmittel und aufgrund der Liebe seiner Frau erträgt. Durch die Mitarbeit an dem Fall erlangt er neues Selbstbewusstsein. Die zweite Hauptfigur, der SS-Hauptsturmführer Vogler, spielt über den ganzen Roman eine undurchsichtige Rolle. Offenbar ist er ein Karrierist im NS-Staat und bedient sich Oppenheimer für seine Ziele, aber er behandelt ihn mit Respekt und ordnet sich in Ermittlungsfragen teilweise dessen größerer Erfahrung unter. Wirklich herausragend sind die Nebenhandlungen und die Atmosphäre des Romans. Hier hat der Autor hervorragend recherchiert und versteht es, ein sehr authentisches Bild von Berlin im Mai/Juni 1944 zu zeichnen. Judenverfolgung, Luftangriffe, die Reaktion der Menschen auf die Kriegslage, Lebensmittelknappheit, die Konkurrenz der Polizei- und Geheimdienstapparate, die Selbstbereicherung der Eliten, alle diese und noch mehr Aspekte werden großartig in die Handlung integriert und sind das eigentliche Highlight. Der Kriminalfall inklusive der Auflösung sind aus meiner Sicht eher solide, aber die realitätsnahe Schilderung des Kriegsalltags macht diesen Krimi überdurchschnittlich und definitiv lesenswert.

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    • 15
  • Ein ungewöhnliches Ermittlerteam, 1944 in Berlin

    Germania

    NiWa

    Berlin 1944. Die Endzeit des Nationalsozialismus bricht an, der Jude Oppenheimer und seine Frau versuchen so gut es geht den Kopf einzuziehen und die Naziherrschaft zu überstehen. Zumindest kann sich Oppenheimer als Mann einer Arierin in ein bescheidenes Leben in ein Judenhaus für’s Erste vor den Nazischergen retten. Bis eines Tages die SS vor der Tür steht. Es ist aber nicht der Abtransport ins gefürchtete KZ, der Oppenheimer bevorsteht, sondern der ehemalige Kriminalkommissar wird für die Ermittlungen in einem Mordfall zu Rate gezogen. Ich habe noch nie einen Kriminalroman gelesen, der während der Naziherrschaft spielt und die ungewöhnliche Konstellation - der jüdische Kommissar, der gemeinsam mit einem SS-Offizier nach einem Serienmörder fahndet - hat mich sofort für sich eingenommen. Kommissar Oppenheimer ist ein gut ausgearbeiteter Charakter und würde man mir erzählen, er hätte tatsächlich gelebt, könnte ich es auf der Stelle glauben! Als vielschichtige Figur ist er mit Schwächen und Stärken ausgestattet und hat sofort meine Sympathie gewonnen. Vogler - Oppenheimers Partner und gefürchteter SS-Hauptsturmführer - wird ebenfalls in Grautönen, wenn auch viel zurückhaltender, abgebildet und es bleibt ein glaubhafter Eindruck von ihm. Der kriminalistische Rahmen ist solide, gut durchdacht, aber für Genrekenner bestimmt nicht allzu aufregend. Schon hier zeigt sich aber die Recherchefertigkeit des Autors, weil er der Zeit von 1944 niemals voraus war und die Ermittlungen ausschließlich auf damaliges Wissen aufgebaut hat. Mich haben aber die historischen Hintergründe in ihren Bann gezogen. Realistisch schildert Gilbers das Leben in Berlin, die täglichen Fliegerbomben, Nächte im Luftschutzbunker und die Stadt selbst, die langsam im eigenen Schutt am Versinken ist. Besonders ist, was der Autor aus historischen Fakten gemacht hat: einen Krimi, der gut unterhalten kann, eingebettet in ungewöhnlich lebendig geschildertes Zeitgeschehen, dass einen in die Trümmerstadt von 1944 versetzt und die damalige Lebenswirklichkeit erahnen lässt. 

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    • 12
  • Faszinierendes Stück Geschichte, spannend verpackt in Kriminalroman-Form!

    Germania

    Spatzi79

    Berlin, 1944. Der Jude Richard Oppenheimer und seine Frau Lisa leben in der zerbombten Reichshauptstadt, in einem der sogenannten Judenhäuser". Oppenheimer hat das Glück, mit einer arischen Frau verheiratet zu sein und ist somit bisher der Deportation ins KZ entgangen. Eines Nachts scheint es aber so weit zu ein, als ein Mann vom Sicherheitsdienst in ihrer Wohnung auftaucht und Oppenheimer auffordert, mitzukommen. Doch dann wird er zum Fundort eines Mordopfers gefahren und SS- Hauptsturmführer Vogler fordert ihn an, um den Mordfall aufzuklären. Vor der NS-Zeit war Oppenheimer ein erfolgreicher Kriminalkommissar und Vogler will den jetzigen Fall unter allen Umständen aufklären, dafür nimmt er auch die Mithilfe eines Juden in Kauf. Abgesehen davon, dass Oppenheimer keine Wahl hat, wird ihm schnell klar, dass das für ihn eine besondere Chance ist und schnell erwacht auch sein altes Jagdfieber wieder und er stürzt sich in die Arbeit. Doch was hat es mit den Morden auf sich? Offensichtlich handelt es sich um einen Serientäter, doch warum verstümmelt er den Genitalbereich seiner Opfer und legt sie immer wieder vor Denkmälern der Opfer des Ersten Weltkriegs ab? Vogler und Oppenheimer ermitteln lange Zeit recht erfolglos, bis sich nach und nach ein Bild des Täters herauskristallisiert. Oppenheimer ist eine interessante Figur, ebenso wie SS-Mann Vogler, der für mich wenig greifbar blieb und daher umso spannender wirkte. Aber auch die Nebenfiguren und deren Geschichten und Schicksale tragen ihren Teil dazu bei, dass "Germania" ein ganz besonderer historischer Kriminalroman ist. Man merkt dem Buch an, wie intensiv sich der Autor mit der Geschichte der damaligen Zeit befasst hat. Der Kriminalfall an sich war durchaus spannend und unterhaltsam, für mich aber nicht das Highlight dieses Buches. Dies war ganz klar die akribisch recherchierte und intensiv beschriebene Atmosphäre Berlins im Jahr 1944. Dass es zu dieser Zeit noch eine ganze Reihe bekannter und geduldeter Juden in der Stadt gab, hat mich überrascht, entspricht aber den Tatsachen, genauso wie viele andere Details, die der Autor geschickt in die Handlung einfügt und um die herum er seinen Fall aufbaut. Für mich ein absolut faszinierendes Stück Geschichte, spannend verpackt in Kriminalroman-Form!

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    • 2

    Gulan

    03. May 2014 um 22:45
  • Ein jüdischer Kommissar unter dem Hakenkreuz

    Germania

    Sky

    12. January 2014 um 09:59

    Ein jüdischer Kommissar unter dem Hakenkreuz Als Jude fristet Richard Oppenheimer in der Hauptstadt Deutschlands ein gefährliches Leben. Unter Goebbels Propaganda und Hitlers Regime leidend, lebt er in der ständigen Angst, dass er irgendwann depotiert wird wie so viele andere. Gemeinsam mit seiner arischen Frau Lisa wohnt er im Judenhaus, die wichtigsten Habseligkeiten in einem Koffer, unter den ständigen Bombenhagel der Feinde Hitlers. Für Oppenheimer ist klar, dass irgendwann die Gestapo vor seinem Bett stehen würde um ihn mitzunehmen. Doch die Gestapo will ihn nicht aus der Welt schaffen, sondern führt den ehemaligen Kommissar zu einem Tatort. Er soll als Berater für eine Ermittelung dienen, die den Mord an einer Frau aufklären will. Ihre Geschlechtsteile sind herausgeschnitten und ihr Leichnam vor einem Kriegsdenkmal abgelenkt worden. Für Oppenheimer steht fest, dass er es hier mit einem Serienmörder zu tun haben und es nicht sein erster Mord gewesen sein konnte. Gemeinsam mit Vogler, Mitglied der SS, muss er den Fall aufklären, im Nacken die Gewissheit, dass es sein letzter Fall in seinem Leben sein könnte und der Wichtigste in seiner Karriere. Ein historischer Kriminalroman steht immer vor einer großen Disziplin: Seinen Fall in die geschichlichen Kontext zu setzen. Harald Gilbers erzählt die Geschichte eines jüdischen Kommissars, der unter dem Hakenkreuz ermitteln muss, gegen jemanden, der aus seinem Hass zu Juden keinen Hehl macht. Eine verzwickte Lage für den Kommissar, der selbst Jude ist und zu diesem Fall nur als Hilfe berufen wurde. Eine Hilfe auf Zeit wie er weiß. So abwegig es vorerst klingt, schafft es Harald Gilbers diesen Umstand so nahtlos in den historischen Rahmen zu setzen, dass er glaubhaft wirkt. Er schafft daraus eine Konflitksituationen schon Beginn an, bei dem der Leser gleich auf zwei Punkte angesetzt wird: Den Morfall und die Judenverfolgung. Beides verknüpft er gekonnt zusammen und schafft ein dichtes Netz, welchen man sich als Leser nicht entziehen kann. Bei jeden Schritt, den Oppenheimer stärker vorangeht, will man ihn zurückdrängen, ihm klar machen wie sein Leben am seidenen Faden hängt. Schon allein die Tatsache, dass er seine Ermittlungen mit seinen SS-Offizier durchführen muss, lehrt den Leser das Fürchten und schafft eine beklemmende Situation. Während die beiden den Serienmörder auf der Spur sind, versucht das vom Krieg gebeutelte Berlin alle Kräfte noch zu mobilisieren, die es gibt. Dabei lässt Harald Gilbers nichts aus, bringt historische Fakten den Leser nahe und spiegelt gleichzeitig das Lebensgefühl dieser Zeit wieder. Man hat das Gefühl, man sieht die Geschichte durch einen monochromen Filter, der einen die Grausamkeit des Krieges und des Holocoust aufzeichnet ohne emotionalen Weichzeichner oder übertriebene Dramatik. Die blanke Realität und die Atmosphäre rauben einen den Atem und man staunt wie klar und genau der Autor recherchiert hat. Bis in kleinste Detail konzentriert er sich auf das Jahr 1944, datiert die Ereignisse und fügt sie wie Randnotizen ein, spielerisch und unaufdringlich. Noch nie spürte man den Krieg so sehr wie in diesem Roman, obwohl hier ein Kriminalfall die Hauptrolle spielt. Und der Fall arbeitet mit allen Tricks und Kniffen um den Leser und seinem Protagonisten das Runzeln auf die Stirn zu treiben. Wenn man das Gefühl hat, der Lösung nahe zu sein, entgleitet sie wieder und neue Abgründe tun sich auf. Falsche Fährten führen den Leser wie den Ermittler in die Irre und das Fehlen und Züruckhalten von Informationen machen es Oppenheimer schwer den Fall in allen seinen Details zu überblicken. Der Leser hingegen sieht die Welt in der Oppenheimer lebt aus seinem Betrachtungswinkel, bekommt hin und wieder Einblick in die Perspektive eines Anderen, und fühlt die Stagnation der Ermittelung selbst immer wieder. Das hier sogar psychologische Prozesse einfließen, die sich mit der damaligen Forschung und den herrschenden Erkenntnissen verknüpfen, zeigt die Detailfreude des Werkes. Mit Hilde, Ärztin mit losen Mundwerk und Liebe zur Psychologie, speziell der Psyche von Mördern, wird ein Gegenpol für Oppenheimers ruhige Art geschaffen, die der Geschichte noch mehr an Finesse verleiht. Ihr starker und vorlauter Charakter erfreut nicht nur den Leser, sondern zeigt auch immer wieder auch die Ecken und Kanten von Oppenheimer auf. Das Menschliche geht ihm nicht verloren, trotz aller Verbitterung, die viele Charaktere verspüren in den Trümmerhaufen, in denen sie leben. Sie passen zu ihrer Zeit, verhalten sich zeitgemäß und fügen sich nahtlos in das Konstrukt des Kriminalromans. Bei vielen wird klar, dass die Einteilung in Böse und Gut gar nicht so einfach ist. Dass man manchen Leuten schwer die Fehler vorwerfen kann, die sie begehen müssen um sie überleben und ist doch erschrocken wie grausam sich manche den Parolen angepasst haben. Die Erzählsweise ist dabei so leicht und gleichzeitig so anspruchsvoll, dass man als Leser an den Seiten hängen bleibt. Eine Stimme, ruhig und betont, die eine Sprache spricht, die sich von großen Spielereien löst und die Dinge auf den Punkt bringt, Plastizität erschafft und vollkommene und klare Bilder produziert. Passend zur jeweiligen Perspektive, wird sprachlich abgeändert und der ruhige Ton Oppenheimers ändert sich, sobald die Emotionalität die Oberhand gewinnt, wird rasanter, wenn der Leser den Atem anhält und einfühlsam, wenn es um das Leid geht. All diese Elemente schaffen einen großartigen Kriminalroman, zur Zeit des zweiten Weltkrieges, der sich perfekt in seine Zeit einfügt. Aufwühlend, beklemmend und unglaublich detailreich. Bis zum Schluss ist man sich nicht sicher, über das Ende, über den Tathergang, über die Wahrheit des Falls und vor allem über Oppenheimers Schicksal, welches immer in der Schwebe steht. So sollte ein Historienkrimi sein! Fazit Harald Gilbers erzählt in "Germania" eine aufwühlende und beklemmende Kriminalgeschichte über einen jüdischen Kommissar, der unter den Hakenkreuz ermitteln muss. Herausragend recherchiert, voller Detailfreude und unglaublich authentisch bildet er eine Zeit ab, in der der Tod auf den Straßen herumlief. Eine rasante und spannende Geschichtsstunde, die man nicht so schnell vergisst und sich nicht entgehen lassen sollte. Unabhängig davon, ob man Krimi- oder Historienfan ist!

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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    • 2083
  • Germania

    Germania

    Angel10

    06. January 2014 um 10:04

    Der Krimi spielt in Berlin 1944. Eine furchtbar zugerichtete Frauenleiche wird vor einem Denkmal gefunden. Die SS soll den Mord so schnell wie möglich aufklären, man fürchtet Unruhen und laute Zweifel am Endsieg in der Bevölkerung Vogler, ein junger SS-Mann mit steiler Karriere, ist für die schnelle Ermittlung verantwortlich und merkt, dass er nicht weiterkommt. Er setzt den ehemaligen Kripobeamten Rudolf Oppermann wieder ein. Oppermann ist Jude und nur durch die Ehe mit seiner arischen Frau vor Deportation geschützt. Erst später erklärt Vogel, dass es bereits zwei weitere Morde gab, alle mit gleichem Muster. Eine Spur führt in ein Lebensborn Heim, eine andere in die SA. Man erfährt auch einiges über verschiedene Abwehrdienste zu dieser Zeit. Der Krimi war spannend bis zur letzten Seite.

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  • Atmosphärischer Krimi

    Germania

    Heimfinderin

    02. January 2014 um 21:12

    Inhalt Berlin 1944. Richard Oppenheimer war ein erfahrener und erfolgreicher Kommissar, bis er aufgrund seiner jüdischen Religion vom Dienst suspendiert wurde. Dass er noch nicht wie so viele andere jüdische Mitbürger von den Nazis deportiert wurde, verdankt er seiner Ehe mit einer arischen Frau. Mit ihr lebt er in einem sogenannten Judenhaus, aber die Zeiten werden auch für ihn und Lisa immer gefährlicher. Als die SS eines Tages in seiner Wohnung auftaucht, glaubt er sein Ende nahen. Aber anstatt ihn zu verschleppen, wird er zum Tatort eines bestialischen Mordes gebracht und dort von SS-Hauptsturmführer Vogler eingezogen, mit ihm gemeinsam den Mord aufzuklären. So sehr ihn diese außergewöhnliche Aufforderung misstrauisch macht, hat er doch keine andere Wahl, als sich zu fügen, denn immerhin steht sein und Lisas Leben auf dem Spiel. Also stürzt er sich in die Ermittlungen, was ihn einerseits aufgrund seiner Freude an dieser Arbeit befriedigt, aber andererseits die Angst vor der darauf folgenden Konsequenz wachsen lässt. Denn immerhin wird er spätestens nach Auflösung des Falles nicht mehr gebraucht werden. Und wenn die SS ihn schon mal in ihren Händen hat ... Meine Meinung Germania ist nicht nur ein spannender Kriminalroman, sondern versetzt einen beim Lesen auch sehr gut in die damalige Zeit hinein. Aufwändig hat der Autor die Ereignisse recherchiert und seinen Fall mitten hineingefügt. So hat es mich z. B. überrascht, dass 1944 noch Juden aufgrund eines arischen Ehegatten länger „geduldet“ wurden, wenn auch nur in sogenannten Judenhäusern, was aber wohl der Großstadt Berlin zuzuordnen war. Neben detaillierten historischen Ereignissen tauchten auch einige historische Personen in dem Roman auf und auch die Schauplätze wurden realistisch dargestellt. Doch nicht nur die Fakten bildeten das Gerüst für diesen Krimi. Der Autor versteht es auch sehr gut, durch seine bildhaften Beschreibungen eine authentisch wirkende Atmosphäre zu erzeugen und die Stimmung der Personen und Geschehnisse zu übermitteln. Bombenangriffe erzeugten grausige Bilder vor Augen. Bilder von Verschüttung und Zerstörung übertragen die Angst und Verzweiflung der Menschen. Die Invasion in der Normandie lässt Hoffnung tröpfeln. Und wenn der Autor durch seine Figuren dem Leser einen Blick auf die Stadt nach einem Bombenangriff zeigt, dann läuft vor dem inneren Auge ein Film ab, der Gänsehaut erzeugte, zumindest bei mir. Die Figuren wurden nach meinem Empfinden ebenfalls sehr gut dargestellt. Richard Oppenheimer war mir gleich sympathisch und ich konnte seine unterschiedlichen Emotionen sehr gut spüren, die durch die seltsame Situation, in der er sich plötzlich befand, noch verstärkt wurden. Auf der einen Seite das Misstrauen, die Unsicherheit und die Angst um sein und Lisas Leben und die Zermürbung durch die jahrelange Verfolgung, die er nur noch mit der Einnahme von Pervitin einigermaßen im Griff behalten konnte. Auf der anderen Seite dann seine vorsichtige Freude an der so geliebten Arbeit, die er für einen Moment plötzlich wieder aufnehmen konnte, und die Vergünstigungen, die er dafür gleichzeitig geboten bekam. Und immer im Schatten der SS. Wenn dies für den Leser schon eine skurrile Situation darstellte, wie beängstigend und verstörend muss es für Oppenheimer gewesen sein. SS-Hauptsturmführer Vogler war für mich ebenfalls eine interessante Figur. Er war nicht recht zu greifen und überraschte mit einigen unerwarteten Gesten, nur um im nächsten Moment wieder die Erwartungen zu erfüllen, die man als Leser an einen SS-Mann hat. Diese Unnahbarkeit und Unberechenbarkeit erzeugte eine besondere Spannung bei mir und ich wusste bis zum Schluss nicht, wie seine Rolle in diesem Drehbuch enden wird. Ganz besonders gut hat mir eine längere Szene zwischen ihm und Oppenheimer gefallen, wer das Buch liest, wird sie dann sicher erkennen. Der Kriminalfall selbst besteht aus einer fast zermürbenden Suche nach Puzzleteilen und Informationen und führt lange nicht zu einem handfesten Ergebnis. Für mich persönlich hat die Aufklärung des Falles aber gar nicht so sehr im Mittelpunkt gestanden, auch wenn Oppenheimers Arbeit sehr interessant zu lesen war und besonders in der zweiten Hälfte für einige spannende und überraschende Momente sorgte, sondern mich beschäftigte mehr das Schicksal und die Geschehnisse rund um Oppenheimer und seinen Auftraggeber Vogler. Das Ende war dann sehr spannend und wie viele andere Momente im Buch für mich nicht vorhersehbar und bot einen leicht offenen Schluss, der eine gute Grundlage für den nächsten Band bietet, aber auch sehr gut so für sich alleine stehen kann. Das gefällt mir sehr gut. 

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