Harald Haarmann Die Indoeuropäer

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Inhaltsangabe zu „Die Indoeuropäer“ von Harald Haarmann

Harald Haarmann beschreibt anschaulich, was wir über die Ursprache der Indoeuropäer und ihre Urheimat in der südrussischen Steppe wissen, und erklärt, wie die berittenen Steppennomaden ab dem 4. Jahrtausend v.Chr. nach Westen und Osten gewandert sind. Allmählich vermischten sie sich mit anderen Kulturen und wurden schließlich in Persien, Indien, Westeuropa und andernorts sesshaft. Nicht nur die Sprachen der Indoeuropäer legen Zeugnis von dieser Entwicklung ab, sondern auch ihre Mythen sowie archäologische Funde.

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  • Rezension zu "Die Indoeuropäer" von Harald Haarmann

    Die Indoeuropäer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. August 2012 um 14:27

    Interessant, was Haarmann über Herkunft, Sprachen und Kulturen der Indoeuropäer in diesem Wissensbüchlein zusammengetragen hat. Für den, der sich noch nie näher mit Sprachwissenschaften und noch weniger mit den Indoeuropäern befasst hat, nicht in allen Teilen unbedingt eine freiwillige Lektüre. Man kann beim Lesen aber bekanntlich auch das überfliegen, was einen nicht interessiert. Das sollte man bei Wissensbüchern anderseits wiederum überhaupt unterlassen. So zeigt man am besten Ausdauer. Sie wird dann auch verschiedentlich belohnt. Derjenige, der es gerne hört, Lateiner genannt zu werden, wird etwa mit der Analyse des Wortes „cantabo“ (das b steht für das Futur und das o für die erste Person) eine neue Eselsbrücke finden oder wieder an sie erinnert werden. Welcher „germanische“ Nachkomme von Indoeuropäern, die in Deutschland früher eher unter dem Namen Indogermanen bekannt waren, würde zum Beispiel im Abschnitt „Der Ariermythos“ nicht gerne lesen, dass der Mythos von der Überlegenheit der „arischen“ Rasse vor allem in den Ländern des britischen Kolonialreiches Verbreitung gefunden hatte. Und wer weiß schon, dass unsere indoeuropäische Urheimat - etwas grob betrachtet - zwischen dem Asowschen Meer und dem Norden des Kaspischen Meeres gelegen hat. Weiter: Muss man sich nicht Gedanken machen, ob all die rassischen Unterscheidungen obsolet sind, dürften doch nicht nur die in dem Buch beschriebenen Wanderungen der Indoeuropäer stattgefunden haben, sondern auch Wanderungen vom nördlichen und östlichen Asien aus in den indoeuropäischen Raum erfolgt sein? Müssen wir nicht überhaupt globaler denken, dürfte nach den heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen doch davon auszugehen sein, dass die ersten Menschen aus Afrika gekommen sind und ist doch ebenso wahrscheinlich, dass früher eine Landverbindung im asiatischen Norden mit Amerika vorhanden war, die Migrationen bis nach Südamerika ermöglichte. Und schließlich: Ist nicht die Unterscheidung von Europa und Asien als selbständigen Erdteilen immer schon ein Kunstgriff gewesen, hängen Europa und Asien doch wohl seit eh und je zusammen? Ganz gleich, ob wir nun „eurasisch“ oder überhaupt global denken, das Büchlein regt jedenfalls an, sich Gedanken zu einer übernationalen und übereuropäischen Rasse und damit zu einer über arische Unterscheidungen hinausgehenden „Menschlichkeit“ zu machen. Eine Überlegung, die leider auch noch nach dem Ende des Tausendjährigen Reiches, das nur 12 Jahre Bestand hatte, vonnöten ist. Ich weiß, bei dem Begriff indoeuropäisch geht es vor allem um gemeinsame Sprachwurzeln. Ja, Sprache ist das wichtigste Mittel jeder Kommunikation. Menschliches Denken und Fühlen verbindet aber gleichermaßen.- Noch ein banaler Hinweis: Eine etwaige Neuausgabe sollte sorgfältig lektoriert werden. Ein zusammengeschriebenes deutsches Wort nurmehr, das konsequent in dieser Schreibweise zu lesen ist, gibt es nicht. Einen Dniester, der in der Abbildung 2 richtig mit Dnjestr bezeichnet wird, kennen wir im Deutschen halt nun mal nicht. Und gleich im ersten Satz des Buches eine „Asiatick Society“ kredenzt zu bekommen, schmeckt einem eben nicht. - Außerdem wäre es wünschenswert, wenn ein Wort wie Morphem bereits bei seiner ersten Nennung und nicht erst später durch einen Klammerzusatz erklärt wird. Ein Glossar wird man in einem Buch, das in erster Linie vermutlich den Laien ansprechen will, möglicherweise nicht verlangen dürfen, weil es sehr schwer ist zu entscheiden, was bei einer solchen Vielzahl von Fachbegriffen nun in das Verzeichnis aufgenommen werden soll und was nicht.

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