Harald Katzmair , Harald Mahrer Die Formel der Macht

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Inhaltsangabe zu „Die Formel der Macht“ von Harald Katzmair

Unsichtbare Netzwerke durchziehen jedes Land. Sie lassen Dinge reibungslos geschehen, Probleme verschwinden und fördern Karrieren. Sie beginnen in den Büros mit schönem Ausblick, machen Abstecher bei intimen Freundeskreisen und enden im Zentrum der Politik. Die Netzwerke der Macht bestimmen unser aller Leben. Die Autoren zeigen Ihnen präzise, wie Macht funktioniert, wer im Spiel der Macht den Ton angibt, wer mitspielt und wer zusehen muss. Sie sagen Ihnen aber auch, dass Einfluss nur sehr selten eine Frage des Glücks ist, sondern fast immer das Ergebnis der richtigen Kombination unterschiedlicher Ressourcen. Denn Macht folgt einer ganz einfachen Formel: Macht = Geld x Beziehungen.

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  • "Irrfahrten im Machtvakuum"

    Die Formel der Macht
    R_Manthey

    R_Manthey

    01. July 2015 um 15:03

    Eigentlich konnte man ein spannendes Buch erwarten, denn die Autoren wollen uns "präzise" zeigen, "wie Macht funktioniert, wer im Spiel der Macht den Ton angibt, wer mitspielt und wer zusehen muss". Doch leider wird man bereits auf den ersten Seiten mit einem Dauerfeuer leerer Worthülsen belegt, das man wohl in ähnlicher Weise nur in Programmen politischer Parteien findet. Präzision und klare Gedankenführung hingegen bleiben eine Seltenheit in diesem Text. Stattdessen springen die Autoren von einem oberflächlich formulierten Gedanken zum nächsten. Die wenigen wirklich fassbaren Aussagen werden obendrein mit Beispielen belegt, die entweder dazu nicht passen oder auf merkwürdigen Missverständnissen beruhen. Ich komme darauf gleich zurück. Das Buch zeichnet darüber hinaus eine fast schon kuriose Naivität aus. Die Formel, um die sich in diesem Buch alles dreht, lautet, dass Macht das Produkt von Ressourcen und Beziehungen ist. Aber, so schreiben die Autoren, das reicht nun nicht mehr: "Der Schlüssel zur Macht der Zukunft heißt Resilienz: Mächtig ist, wer das Vermögen hat, auch auf Unvorhergesehenes machtvoll reagieren zu können." (Klappentext). Was soll denn daran außer diesem aus einer anderen Disziplin übernommenen Begriff wirklich neu sein? Machtergreifung und Machterhalt haben schon immer genau so und nicht anders funktioniert. Vermutlich haben die Mächtigen dieser Welt auch nie theoretisierende Bücher über Formeln der Macht gelesen, die von Leuten geschrieben wurden, die nie wirklich Macht und deshalb auch keine Erfahrungen mit ihr besaßen. Im ersten Kapitel versuchen Katzmair und Mahrer ihre Formel der Macht zu erläutern. Dabei erwähnen sie immer wieder als Beispiel die Finanzkrise der letzten Jahre. Sie erklären getreu der offiziellen Lesart, die Finanzkrise sei die Folge "neoliberaler Entfesselung der Märkte" gewesen. Das ist ein grandioses Missverständnis, denn diese Krise ist dadurch entstanden, dass es die mächtige Finanzoligarchie der USA infolge ihrer Ressourcen und ihrer Netzwerke geschafft hatte, Märkte und deren Funktionsweise für sich völlig abzuschaffen. In einer funktionierenden Marktwirtschaft wird kein Unternehmen durch den Staat gerettet, weil es angeblich zu groß zum Sterben ist. Und ein nicht von dieser mächtigen Gruppe gekaperter Staat hätte die ordnungspolitische Macht besessen, zu große und für das Gesamtsystem existenziell bedrohende Gebilde zu zerschlagen. Doch passiert ist genau das Gegenteil. Sowohl in Europa als auch in den USA sind mit der Finanzkrise noch größere Banken entstanden. Deshalb ist die internationale Finanzoligarchie ein wunderbares Beispiel für die Formel der Autoren. Dass sie das nicht begriffen haben, obwohl zum Beispiel die Unterwanderung aller US-Administrationen der letzten beiden Jahrzehnte durch Gefolgsleute oder Manager von Goldman Sachs nun wahrlich kein großes Geheimnis ist, zeigt leider die partielle Ahnungslosigkeit der Autoren. Und das ausgerechnet an einer Stelle, die eigentlich nicht besser in ihr Konzept passen könnte. Im zweiten Kapitel diskutieren die Autoren dann die "Veränderung der Macht". Leider bleiben sie auch hier ihrem Stil treu. Der Leser findet dort zum Beispiel neben wichtigtuerischen Bezeichnungen wie "Have Nots" für Besitzlose auch Sätze wie diesen (Seite 60): "Wir plädieren für ein radikal pragmatischen und keinen ideologischen Machtansatz." Beständige Macht war im Verlaufe der Geschichte immer pragmatisch. Selbst ideologische Ansätze hatten ihren pragmatischen Anteil. Deshalb finden solche begrifflichen Trennungen nur im Kopf von Autoren statt und zeigen, wie wenig oder wie oberflächlich sie sich wirklich mit dem Thema befasst haben. Auch der von ihnen ins Spiel gebrachte Modebegriff Resilienz ändert daran nichts, weil er nur eine neue Spielwiese für Theoretiker eröffnet, aber in Wirklichkeit nichts Neues beschreibt. Am Ende dieses Kapitels spekulieren die Autoren über Machtverschiebungen, die sich ihrer Meinung nach aus dem Versiegen des billigen Öls ergeben würden. Lediglich das dritte Kapitel überzeugt in diesem Buch. Dort geht es um soziale Netzwerke. Die Autoren zeigen, dass solche Netzwerke keine wirkliche Macht besitzen, sondern nur erschaffen wurden, um kleine Gruppen, die die unterschwelligen Bedürfnisse der meisten Menschen kennen, reich zu machen. Die letzten drei Kapiteln schließen leider nahtlos an die ersten beiden an. Dort wird im Stil der Autoren erklärt, wie Macht angeblich funktioniert, wie man sich in Netzwerken bewegt und was die "Zukunft der Macht" so alles bringen wird. Kaum jemand, der Macht anstrebt, wird sich ein solches Buch zur Hand nehmen und dann, nachdem er die theoretischen Weisheiten verinnerlicht hat, sein Ziel erreichen. Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. Menschliches Verhalten ändert sich in der Gesamtheit, wenn überhaupt, nur sehr langsam. Ob nun im alten Rom oder im alten China - alles, was in diesem Buch steht, hatte schon damals Gültigkeit. Deshalb ist die Aufgeregtheit der Autoren eher amüsant. Im Grunde hat sich seit ewigen Zeiten nichts geändert, und man kann durchaus skeptisch sein, dass die Zukunft bei diesem Thema etwas wirklich Neues hervorbringt. "Nur wenn wir wissen, wie Macht funktioniert, können wir sie für unsere Anliegen und Zwecke nutzen. Nur dann können wir uns Macht zu eigen machen." Das schreiben die Autoren zu Beginn ihres Werkes über ihr Anliegen. Das ist sicher richtig, aber nur eine notwendige und noch lange keine hinreichende Voraussetzung. Fazit. Ein enttäuschendes und oft sprunghaft und plakativ geschriebenes Buch, das über die Macht als solche und einige damit zusammenhängende Fragen theoretisiert. Nach meinem Empfinden mangelt es diesem Buch an klarer Gedankenführung, intellektueller Tiefe und wirklichem Verständnis.

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  • Rezension zu "Die Formel der Macht" von Harald Katzmair

    Die Formel der Macht
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    10. May 2011 um 10:50

    Mit der einfachen und doch in ihren Einzelheiten sehr komplexen Formel „Macht = Geld x Beziehungen“ versuchen die beiden Autoren des vorliegenden Buches dem Geheimnis der Macht insbesondere in ihrem Heimatland Österreich auf die Spur zu kommen. „Unsichtbare Netzwerke durchziehen jedes Land. Sie lassen Dinge reibungslos geschehen, Probleme verschwinden und fördern Karrieren. Sie beginnen in den Büros mit dem schönen Ausblick, machen Abstecher bei intimen Freundeskreisen und enden im Zentrum der Politik. Die Netzwerke der Macht bestimmen unser aller Leben.“ Diesen Netzwerken, ihrer Entstehung, den Menschen, die sie begründen und an ihnen stricken, die sie miteinander verbinden und so immer mehr Einfluss auf die unterschiedlichsten Bereiche der Gesellschaft bekommen, kommen die beiden Autoren in ihrem Buch auf die Spur. Seit das Internet seinen Siegeszug begonnen hat, sind die sozialen Netzwerke eminent wichtig geworden. Nachdem sie die herrschenden Machtstrukturen analysiert und dargestellt haben, plädieren die Autoren für einen sogenannten vierten Weg der Macht, den Weg der Resilienz, das Vermögen eines Menschen, einer Organisation oder einer Gesellschaft, auch in Krisenzeiten handlungs- und entwicklungsfähig zu bleiben. Resilienz ist die Fähigkeit, auch unter Stress in schwierigen Zeiten reagieren zu können. „Dies bedeutet die Fähigkeit, seine Umwelt zu analysieren und zu verstehen, um daraus in der Folge eigene Handlungen abzuleiten. Mit dem Ziel, sich erfolgreich in die Zukunft zu entwickeln. Resilienz ist damit das Vermögen, entwicklungsfähig und anpassungsfähig zu sein. Eine Macht, gleich wer sie darstellt und wo, die sich diese Fähigkeit nicht aneignet und damit nicht offen bleibt, wird nicht überleben können in der Zukunft. Für mich war es von großem Interesse, den Resilienzbegriff auf ganze Gruppen, Staaten und Gesellschaften angewandt zu sehen, da ich ihn bisher nur aus der Pädagogik kannte, vgl. Robert Brooks, Das Resilienz-Buch. Wie Eltern ihre Kinder stärken, Klett-Cotta 2011. Ein bemerkenswertes und empfehlenswertes Buch.

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