Das Buch ist anspruchsvoll, es war anfangs nicht einfach, ins Buch hineinzufinden, dann habe ich es aber schätzen können. Man muss sich bei der Lektüre konzentrieren, es ist nichts, was man nebenbei in Bus oder Bahn oder beim Warten lesen kann. Der Autor bringt viele interessante Aspekte, unter anderen die Einteilung der Spielenden in Generationen, was für mich neu und überraschend war, aber sehr stimmig ist. Die einzelnen Themen werden durch praktische Beispiele und Zitate aus Gesprächen untermauert. Dadurch kann man sehr gut folgen. Biographische Einschübe machen den Autor glaubwürdig. Mir hat außerdem die Vielfalt der Themen gut gefallen, der Inhalt beschränkt sich nicht auf jugendliche Spieler, sondern deckt alle Generation ab und analysiert typische Verhaltensweisen. Das Thema Gaming wird umfassend betrachtet und hat einige für mich überraschende Aspekte zutage gefördert. Ich hätte gerne noch einige Statistiken oder Tabellen zu den genannten Zahlen gesehen, das hätte auch das Buch etwas aufgelockert. Die Kapitelüberschriften könnten etwas eindeutiger sein, aber das waren dann auch schon die kleinen Kritikpunkte, die ich habe. Daher gute vier Sterne von mir.
Harald Koberg

Lebenslauf
Dr. Harald Koberg ist ein renommierter Experte für Gaming-Kultur und die gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung. Der studierte Philosoph und Kulturanthropologe arbeitet als Pädagoge, Berater, Wissenschaftler, Veranstalter und Journalist und immer dreht sich seine Arbeit um das Verstehen und Vermitteln der sozialen Bedeutung digitaler Kommunikations- und Lebenswelten. Er arbeitet als Spezialist für gesellschaftliche Fragen der Digitalisierung im öffentlichen Dienst, leitet den Fachbereich für digitale Spiele beim Verein Ludovico, organisiert das alljährliche button Festival of Gaming Culture in Graz, schreibt Videospielkritiken und lehrt an Schulen und Universitäten.
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Streitpunkt Games
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Gespräche aus der Community
Über Videospiele wird oft geurteilt, aber selten diskutiert – vor allem zwischen denen, die spielen, und Außenstehenden, welche die Faszination für Games oft schwer nachvollziehen können. Dabei bieten Videospiele eine breite Grundlage für Diskussionen – beispielsweise darüber, was der Erfolg dieser Spiele über die Gesellschaft verrät.
Im letzten Kapitel werden noch einmal viele verschiedene Dinge angeschnitten. Ich fand die Spiegelbilder besonders interessant, das ist wirklich nachvollziehbar und das ist etwas, das man sich beim Spielen vielleicht nicht bewusst macht.
Vielen Dank, dass ich Mitlesen durfte. Keine Ahnung, warum ich bis dato hier alleine aktiv bin? Meine Rezension folgt in den nächsten Tagen.
Zusätzliche Informationen
Harald Koberg wurde am 05. September 1984 in Graz (Österreich) geboren.
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