Harald Lesch Urknall, Weltall und das Leben

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Inhaltsangabe zu „Urknall, Weltall und das Leben“ von Harald Lesch

Ein Universum entsteht aus dem Nichts und lädt ein zum Staunen. Der ewige Kreislauf aus Strukturbildung und kosmischen Katastrophen lässt faszinierende Objekte werden und vergehen. Sternengeburt und Sternentod reihen sich aneinander, bis hin zu einer wundersamen Metamorphose - der Selbstorganisation von toter Materie zu lebenden Organismen.§Dieses Leben wird sich seiner selbst bewusst und stellt Fragen:§Wie konnte Alles aus dem Nichts entstehen und was war davor?§Was ist Materie und was hält die Welt im Innersten zusammen?§Was sind Sterne, Quasare, Pulsare, Jets, GRB, UHECR, Magnetare, Schwarze Löcher, Super- und Hypernovae, Galaxien und der Rest?§Wie ist das Leben entstanden und sind wir allein?§Wohin führt unsere kosmische Reise / welche Bedrohungen erwarten uns?§Was ist Dunkle Materie, Dunkle Energie, Supersymmetrie, Eichsymmetrie und spontane Symmetriebrechung?§Was bringt uns das Higgsboson und wie geht s jetzt weiter am LHC?§Die Weltformel: Stringtheorie oder Schleifenquantengravitation?§Woher wissen wir das alles und wo ist die Grenze unserer Erkenntnis?§Das anthropische Prinzip - ist noch Platz für Gott in unserem Weltbild?§Harald Lesch und Josef M. Gaßner begeben sich auf die Suche nach Antworten und präsentieren im kurzweiligen Dialog den aktuellen Stand der Wissenschaft so verständlich wie nur möglich, bis an die Grenzen ihrer eigenen Vorstellungskraft.

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    Urknall, Weltall und das Leben

    R_Manthey

    21. August 2015 um 20:59

    Dieses Buch ist nichts für wissenschaftlich nicht wenigstens etwas Vorgebildete. Denn obwohl Lesch und Gaßner die Geschichte unseres Universums vom Urknall bis zum heutigen Tag im Plauderton erzählen, wird insbesondere der Anfang nicht wirklich verständlicher. Und weil das so ist, bemerken die beiden Erzähler auch mehrfach, dass man aufhören solle, es verstehen zu wollen. Jedenfalls mit den Mitteln unserer Vorstellungskraft, die lediglich ein Kind unserer Erfahrungen ist. Leider haben wir keine Erfahrungen mit den Welten, in denen nur noch die Gesetze der Quantenphysik gelten. Daran sind schon bedeutende Physiker verzweifelt. Das ändert jedoch nichts daran, dass man diese Gesetze mathematisch herleiten und experimentell überprüfen kann. So zum Beispiel das ständige gleichzeitige Entstehen und Vergehen von Materie und Antimaterie im Nichts, die sogenannten Quantenfluktuationen, aus denen nach modernen physikalischen Hypothesen einst der Urknall entsprang und mit ihm Zeit und Raum. Allein diese Vorstellung, also dass es Zeit und Raum nicht immer gab, ist gespenstisch und passt nicht in unsere Alltagserfahrungen. Die Autoren erklären dann, was nach dem Urknall passierte. Das scheinen wir besser verstehen zu können, wenngleich uns wahrscheinlich auch hier die Dimensionen des Geschehens in Wirklichkeit überfordern. Nachdem die Geschichte des Weltalls bis zur Geburt unseres Sonnensystems erklärt wurde, befassen sich die Autoren mit der Entstehung des Lebens auf der Erde und der Frage, ob wir vielleicht nur die einzigen intelligenten Wesen in diesem Universum sein mögen. Oder wenigstens die Ältesten. Natürlich erklärt die moderne Physik nicht alles, was man da draußen sehen und messen kann, womit man sofort bei dunkler Energie und dunkler Materie angekommen ist. Dies und einige andere ungeklärte Fragen werden im Anschluss abgearbeitet. Ich habe mich bei dieser anstrengenden Lektüre oft gefragt, für wen dieses Buch eigentlich gemacht wurde. Denn selbst, wenn man sich mit einigen dieser Fragen schon einmal auseinandergesetzt hat, fällt es gelegentlich schwer, den Autoren zu folgen. Sie umschiffen oder überspringen nämlich ziemlich geschickt alle Stellen, an denen sich der normale Leser ausklinken müsste. Oder sie tun lässig so, als ob das alles einfach wäre. Fraglich bleibt auch, ob dieser Stil und die Dialogform tatsächlich didaktisch der beste Weg sind, diese komplexe Geschichte zu erzählen. Vielleicht mögen einige Mitmenschen die flapsige Art des Fernsehphysikers Lesch. So wird man wohl Kult. Mir erschien jedoch seine merkwürdige Mischung aus Imagepflege und Selbstverliebtheit der Sache nicht immer förderlich zu sein. Einiges kann man auch durchaus verständlicher und besser erklären. Allerdings wäre dieses Werk dann wohl noch umfangreicher geworden. Alles in allem besticht das Buch jedoch durch seinen sehr guten Gesamtüberblick. Für ein wirkliches Verständnis müsste man wohl auf tiefere Erklärungen zurückgreifen. Oder man akzeptiert, dass nicht alles tatsächlich so einfach ist, wie es in diesem Buch vielleicht erscheint oder erscheinen soll.

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