Harald Martenstein Freuet Euch, Bernhard kommt bald!

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Inhaltsangabe zu „Freuet Euch, Bernhard kommt bald!“ von Harald Martenstein

Skurril, satirisch, mit viel schwarzem Humor – das etwas andere Weihnachtsbuch

Stille Nacht, Martensteins Nacht: In seinen zwölf modernen Weihnachtsgeschichten definiert der vielfach preisgekrönte ZEIT-Kolumnist den Begriff 'Besinnlichkeit' neu. In seinem unverwechselbaren lakonischen, komischen Ton beschreibt er das Familienfest von einer ungewohnten, eher ungemütlichen Seite. Da gibt es den Weihnachtsmörder, der jedes Jahr am 24. Dezember zuschlägt, mal als Lamettawürger, mal als Christbaumstecher, und damit dem ermittelnden Ich-Erzähler das Fest versaut. Da wird 'Das neue Testament' einfach mal juristisch verstanden oder 'Die heilige Familie' radikal in die Gegenwart katapultiert. Und wir verfolgen, wie sich ein Weihnachtsmann als Stripper und erotischer Dienstleister bei Betriebsfeiern durchschlägt. So schwarz haben sich Weihnachtsgeschichten noch nie angehört.

Trotz seines Sarkasmus hat Martenstein aber kein Anti-Weihnachtsbuch verfasst: Mit Hintersinn und überraschenden Pointen stellt er vielmehr die alten Fragen neu – was heißt heute Familie, wie können wir Frieden finden, wo wohnt die Liebe?

Skuriel und herb. - Mir hat es gefallen.

— LillySj

Herrlich komisch, skurril, irgendwie abstrus und dennoch absolut lesenswert!

— kriegerin

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  • Unweihnachtliche Weihnachtsgeschichten

    Freuet Euch, Bernhard kommt bald!

    Gospelsinger

    22. December 2013 um 15:36

    Ich liebe die intelligenten und scharfzüngigen Kolumnen von Harald Martenstein. Auch diese unweihnachtlichen Weihnachtsgeschichten haben mir sehr gut gefallen. Wie ein roter Faden zieht sich die Geschichte des Weihnachtsmörders durch das Buch und verbindet geschickt die skurrilen und satirischen Geschichten miteinander. Ein geschäftstüchtiger Weihnachtsmanndarsteller, eine nicht endende weihnachtliche Geburt, ein äußerst realistisches Computerspiel, tragische Familienverhältnisse, ein verrücktes Weihnachtsfest im Sommer, ein fataler Weihnachtsbaum, ein Messias im Westentaschenformat, ein Identitätstausch, ein vergessliches Familienmitglied und ein Weihnachtsagent sorgen für intelligente Unterhaltung. Bis der Weihnachtsmörder auftaucht.

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  • Weihnachten ganz anders

    Freuet Euch, Bernhard kommt bald!

    michael_lehmann-pape

    16. October 2013 um 14:43

      „Manchmal habe ich mich gefragt: Wie würde eine Weihnachtsgeschichte klingen, wenn Stephen King sie schreibt?“.   Diese Gedanke war für Harald Martenstein nicht „der Eine“, durchaus aber ein gewichtiger von einigen Ausgangspunkten für seine Beschäftigung mit einer ganz anderen, sehr unweihnachtlichen (und hier und da doch den Geist der Weihnacht aufnehmenden) Annäherung an das „heilige Fest“.   Sicher, in der ersten Geschichte des ganz besonderen Weihnachtsmannes (der nachher nur noch mit seinem Bart an herausgehobener Körperstelle bekleidet den Abend für andere unterhaltsam zu gestalten gedenkt) führt noch nicht ganz in diese Richtung, aber wenn ein Unternehmer sich verstohlen im kalten Dunklen einem Haus nähert, in dem seine (damals von ihm abgelehnte) ehemalige Geliebte und seine Tochter leben (und so ganz der Gesündeste ist er nicht und das Schuhwerk ist auch nicht unbedingt für diese Exkursion geeignet), dann tritt King doch schon näher heran im Duktus der Geschichte.   Vollends bei jener Feier dann im Buch, bei der Rainer, der Senior der Familie, das Ganze an Feier nur noch verschwommen, von wahllosen Erinnerungen durchzogen, wahrnimmt und ein Mann mit eher nicht winterlich geeignetem Schuhwerk das Haus betritt, erlebt der Leser die Fähigkeit Martensteins, die „andere, dunkle  Seite des Lebens“ fassbar in die Zeilen zu setzen.   Wobei in „Der Weihnachtsagent“ der Tonfall wieder ein anderer wird. Der kritische journalistische Blick Martensteins auf unsere ach so moderne Welt tritt spürbar in den Vordergrund. Weihnachten im Berlin der nahen Zukunft mit seinem „One-Christmas-Stand“ ist eine genaue Bobachtung dessen, was sich gesellschaftlich tut und mit wie leichter Hand die Allgemeinheit darüber eher (noch) hinweggeht.   „Also los, retten sie Weihnachten“, verbleibt so als Aufgabe auch an den Leser nach der Lektüre stehen. Nicht, dass doch noch Bernhard kommen muss.   Eine Sammlung sprachlich wunderbar gestalteter, dunkler bis unweihnachtlicher Geschichten, die, jede für sich, hintergründig nicht nur ein Auge für einen konkreten Aspekt des „weihnachtlichen Geistes“ öffnen.

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