Harald Rosenloew Eeg Brennweite

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Inhaltsangabe zu „Brennweite“ von Harald Rosenloew Eeg

Eine neue Familie mit anhänglichem kleinen Bruder und borstiger Katze, obendrein eine Freundin – Dag könnte neu anfangen, völlig neu durchstarten. Niemand hier kennt seine Vergangenheit, niemand weiß von dem Brand, den er gelegt hat, und von seinem Bruder, der dabei umgekommen ist. Für ein Schulprojekt filmt er mit der neuen Digitalkamera, einem Geschenk seiner Pflegeeltern, sein neues Zuhause, den kleinen Bruder, seine Mitschüler. Und sich selbst. Und gibt in seiner Rolle als Beobachter schließlich mehr von sich preis, als er geplant hatte, beginnt zu vertrauen, widerwillig, immer auf der Hut. Bis ihn schließlich die Vergangenheit doch einholt und er sein neues Leben aufs Spiel setzt ... Ein Thriller, der einem an Herz und Nieren geht und einen atemlos bis zur letzten Seite lesen lässt.

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  • Rezension zu "Brennweite" von Harald Rosenloew Eeg

    Brennweite
    gurke

    gurke

    04. December 2011 um 14:50

    Dag hat die Chance sein Leben komplett neu zu beginnen. Neue Schule, neue Freunde, neue Lehrer und vor allem eine neue Familie, die ihn so akzeptiert wie er ist. Keiner der seine Vergangenheit kennt und ihn aufgrund dessen verurteilen kann. Und das ist auch gut so, denn er hat einen Brand gelegt, bei dem sein eigener Bruder ums Leben gekommen ist. Und doch ist Dag unbewusst gezwungen, sich mit den Geschehnissen auseinanderzusetzen. Für ein Schulprojekt filmt er alles was vor seine Linse kommt. Und er merkt, dass er nicht mehr alles und jedem misstrauen kann, bis sich die Ereignisse überschlagen und er alles aufs spiel setzt. Dag ist ein ungewöhnlicher Mensch, der einem überhaupt nicht sympathisch ist. Er hat eine schlimme Vergangenheit und anstatt diese Chance zu nutzen, schwimmt er absolut gegen den Strom. Er fühlt sich in seiner Familie nicht wirklich wohl und auf Freunde scheint er auch nicht so richtig Lust zu haben. Jeder meint es gut mit ihm - einschließlich seines Lehrers - und sein ewiges Misstrauen steht dem Jungen ständig im Weg. Wenn man die Geschichte weiterliest, merkt man auch woran das liegt und so langsam fühlt man doch mit Dag und kann verstehen warum er so handelt wie er eben handelt. Es dauert seine Zeit, bis man so richtig in der Geschichte drin ist. Das liegt nicht nur an dem ungewöhnlichen Teenager, sondern auch am Schreibstil des Autors. Dennoch kann man das Buch nicht aus der Hand legen. Die Neugier wird immer mehr geweckt und man hat als Leser den unbändigen Drang, das Buch zu Ende zu lesen. Man möchte einfach erfahren, welches Ende es mit Dag nimmt und wie sich das mit dem Feuer wirklich ereignet hat. Der Autor schafft es außerdem unglaublich viele Emotionen zwischen den Zeilen zu verstecken und den Leser zum Nachdenken zu animieren. Mir hat das Buch nicht von der ersten Seite an gefallen. Zu unsympathisch war mir einfach Dag. Allerdings fesselte mich "Brennweite" nach und nach immer mehr und muss jetzt sagen, dass ich begeistert bin und das Jugendbuch gerne weiterempfehlen möchte. Gerade wenn Spannung und Sympathie nicht von vorneherein ein Muss ist und man mal etwas zum Nachdenken lesen möchte.

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  • Rezension zu "Brennweite" von Harald Rosenloew Eeg

    Brennweite
    Lady_of_Mystery

    Lady_of_Mystery

    16. August 2011 um 21:01

    Das Buch ist auf sehr interessante Weise dargestellt, wobei auch der ungewöhnliche Protagonist beiträgt. Zuerst kommt einem Dag eher unsympathisch rüber, vor allem mit dem Hintergrundwissen, das er ein Brand gelegt hat und so sein Bruder gestorben ist. Doch mit der Zeit entwickelt er eine gewisse Sympathie, die zwischendurch aber wieder nachlässt, da seine Handlungen manchmal ziemlich eigen sind. Dag ist ein faszinierender Charakter der einen immer wieder überrascht und so für gute Pointen sorgt. Sein Gedankengang ist eigen und dementsprechend spannend zu lesen. Der Autor hat einen besonderen Schreibstil, der mal etwas anderes ist. Manches ist ein wenig irritierend, was vielleicht auch so sein sollte, da das Buch komplett aus Dags Sicht geschrieben ist, dabei aber in zwei Zeiten unterteilt: einmal vor dem Brand bzw. wie es dazu kam und die Zeit danach in seiner neuen Familie. Das Cover ist sehr passend und passt perfekt zur Handlung des Buches - das wird einem schnell klar. Eigentlich ein sehr schönes Buch, wobei ich da sagen muss, das besonders jüngere Jugendliche von dem Buch begeistert sein werden.

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  • Rezension zu "Brennweite" von Harald Rosenloew Eeg

    Brennweite
    Buchruecken

    Buchruecken

    09. July 2011 um 17:14

    Cover Ein, wie ich finde, sehr passendes Cover ! Darstellen soll es Dag, der die Katze "Rambo" mit seiner Kamera filmt. Leider finde ich hinten das Design der Kurzbeschreibung nicht gut umgesetzt, da diese "nur" auf schwarzem Hintergrund ist, ohne eine Grafik o.Ä. Ansonsten ein nettes Cover :) Meinung Bevor ich das Buch angefangen habe zu lesen, dachte ich nach dem Lesen der Kurzbeschreibung, dass Dag mir unsympathisch sein wird. Schließlich hat er einen Brand gelegt, wo sein Bruder gestorben ist. Doch nach ein paar Startschwierigkeiten wurde mir die Hauptperson immer sympathischer. Man wird mit seinen Schuldgefühlen konfrontiert und dieses Erlebnis von seiner Vergangeheit, als der Brand passierte geht einem wirklich unter die Haut. Doch es gibt nicht nur Gänsehautmomente, sonder auch schöne Erlebnisse, wie z.B. als er beschreibt, wie toll es ist zu Filmen, wie er die Wolken beschreibt in ihrer Form, oder wie toll er Gloria beim ersten Zusammentreffen fand. Harald Rosenløw Eeg hat wirklich einen sehr guten Schreibstil, der sich von vielen anderen abhebt. Seine Charaktere wirken nicht flach oder gar langweilig. Im Gegenteil sie sind sehr lebendig, schon nach den ersten Seiten, konnte ich mir z.B. Daggs "Bruder" Gustav sehr gut vorstellen können :) Aber auch die Geschichte an sich mit den vielen Zwischeneiblendungen aus Daggs Vergangenheit ist wirklich sehr lesenswert ! Trotzdem muss ich kurz erwähnen, dass mich manche Gedanken von Dag sehr irritiert haben, wie er z.B. Gustav mit dem Messer verletzten wollte, als er "unvorsichtig" mit dem Kater Rambo gespielt hat.

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  • Rezension zu "Brennweite" von Harald Rosenloew Eeg

    Brennweite
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. May 2011 um 22:18

    Die Chance für einen vollkommen neuen Anfang. Dag bekommt nicht nur einen anhänglichen, kleinen Adoptivbruder, eine neue Kamera und eine treue Katze, sondern auch ein neues Leben. "Das Taxi, das mich zu dem braunen Haus mitten im Wald gebracht hat, ist gerade den Kiesweg entlang wieder weggefahren. Und die Dame, die ich eben erst kennen gelernt habe, die mich aber gebeten hat, sie und ihren Mann 'Mama' und 'Papa' zu nennen, macht das Fenster auf..." Hier fragt ihn niemand nach seiner Vergangenheit. Nach dem Brand, bei dem sein leiblicher Bruder vor Jahren umgekommen ist und von dem Dag weiß: Es war alles seine Schuld. Jetzt und hier in seinem neuen Zuhause könnte alles so einfach für ihn sein. Er könnte zur Schule gehen, nachmittags im Wald oder am See abhängen oder sich mit Gloria treffen, die es ihm vom ersten Moment an angetan hat. Wäre da nicht das Misstrauen gegenüber den Menschen, die ihm nichts Böses wollen. Für Dag ist es viel leichter, sich zurück zu ziehen, als sich dieser für ihn unerwarteten Chance zu öffnen. "Sie zeigt unter den Küchentisch. 'Willst du nicht unseren Kater begrüßen?', fragt sie vorsichtig. 'Nein, danke', sage ich schnell und wende mich ab. Betrachte die herzförmigen Topflappen, die neben dem Herd hängen. Bis auf die verirrte Fliege im Fensterrahmen ist es ganz still. Und ich habe nichts dagegen, weder gegen die Fliege noch gegen die Stille. Ganz im Gegenteil. Ich bin potenzieller Gewinner im Spiel 'Stiller Kaiser', und wenn Schweigen Gold ist, dann bin ich auf jeden Fall gut genug für Bronze." Für ein Schulprojekt filmt Dag mit seiner Kamera, die er von 'Mama' geschenkt bekommen hat, alles, was ihm vor die Linse kommt. Den Weg zur Schule, den er mit einem alten Klapprad zurück legt, den kleinen Bruder, die Katze und schließlich auch sich selbst. Schließlich wird Dag vom reinen Beobachter in die Rolle des Beteiligten gezogen. Er hält sich nicht mehr von allem fern, sondern öffnet sich zumindest vor der Kamera. "Er ignoriert alles und will beweisen, dass er an meiner Hand schnurren kann, ganz gleich, was ich auch getan habe. Und wenn jemand so sicher in seiner Haltung mir gegenüber ist, dann beginne ich zu zweifeln und muss es einfach austesten. Auch wenn es nur ein Kater ist, mit dem ich da rede. Also erzähle ich es ihm, während das Band läuft. Ich sage ihm, was Sache ist. Ich erzähle ihm alles. Alles, wovon Mama und Papa nichts wissen. Dass es alles meine Schuld ist. Dass ich derjenige war, der es getan hat. Damit ich es auf Band habe." Dag beginnt Vertrauen zu fassen. Vorsichtig und immer bereit, sich wieder zurück zu ziehen. Schließlich holt ihn seine Vergangenheit doch ein und Dags neues Leben gerät in Gefahr. ********************** "Brennweite" ist trotz des Themas kein schnelles Buch. Da es vom Verlag als "Thriller" eingeordnet wird, hatte ich etwas ganz Anderes erwartet, als die einfühlsame Geschichte des jungen Dag. Zuerst war ich etwas irritiert davon, dass mir keine Feuersbrunst aus den Seiten entgegen schlug oder ich einen Feuerteufel vor Augen hatte, der den Stempel "böse" auf der Stirn trägt. Im Gegenteil. Als Ich-Erzähler war Dag mir von der ersten Seite an sympathisch - trotz der aufgesetzten Abwehrhaltung und der Art, wie er jeden positiven Aspekt einfach abblockt. Harald Rosenløw Eeg ist es ohne Zweifel gelungen, seinen Hauptcharakter nachvollziehbar darzustellen. Trotz der Zwischeneinblendungen aus Dags 'früherem Leben' - die darauf hinweisen, dass er sehr wohl Schuld am Tod seines Bruders trägt - ändert sich dieses positive Bild das ganze Buch über nicht. Man versteht sowohl die Vergangenheit, wie auch Dags Verhalten in der Gegenwart, das daraus resultiert. Ich persönlich hatte ein bisschen Bedenken, wie Rosenløw Eeg dieses Buch zu einem Ende bringen kann. Dag konnte sich nicht auf einmal um 180Grad drehen und seine Schuldgefühle konnte ihm niemand so einfach nehmen. Ein absolutes Happy End war weder möglich, noch hätte es zur Geschichte gepasst. Die Lösung ist allerdings sehr gut geschrieben und auch glaubhaft, da sie relativ offen bleibt. Insgesamt ein sehr lesenswertes Buch, bei dem man aber vom Begriff 'Thriller' von Anfang an abrücken muss.

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