Harald Salfellner

 4,1 Sterne bei 17 Bewertungen
Autor von Franz Kafka und Prag, Die Spanische Grippe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Harald Salfellner

Der aus Österreich stammende Mediziner Dr. med. Harald Salfellner, Ph.D., lebt seit 1989 als Autor, Herausgeber und Verleger in Prag. Seine Bücher zur böhmisch-österreichischen Kulturgeschichte sind in einer Gesamtauflage von über einer Million Exemplaren verbreitet, darunter die in acht Sprachen übersetzte Schriftstellermonographie Franz Kafka und Prag. Als Medizinhistoriker arbeitet Salfellner seit vielen Jahren zur Kulturgeschichte der Medizin (Mit Feder und Skalpell; Aber Arzt bin ich geblieben) sowie zur Erforschung der Spanischen Grippe in Mitteleuropa.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Harald Salfellner

Cover des Buches Die Spanische Grippe (ISBN: 9783899197945)

Die Spanische Grippe

 (3)
Erschienen am 30.12.2020
Cover des Buches Der Prager Golem (ISBN: 9783899195828)

Der Prager Golem

 (2)
Erschienen am 01.01.2019
Cover des Buches Die besten böhmischen Rezepte (ISBN: 9783899191004)

Die besten böhmischen Rezepte

 (1)
Erschienen am 01.01.2016
Cover des Buches Prag (ISBN: 9783899197549)

Prag

 (1)
Erscheint am 01.04.2022
Cover des Buches Mit Franz Kafka durchs Jahr (ISBN: 9783899191080)

Mit Franz Kafka durchs Jahr

 (1)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches Böhmerwald (ISBN: 9783899190359)

Böhmerwald

 (1)
Erschienen am 01.04.2005
Cover des Buches Wien (ISBN: 9783899191592)

Wien

 (1)
Erschienen am 26.07.2010
Cover des Buches Prag - Ein Reiseführer (ISBN: 9783899193411)

Prag - Ein Reiseführer

 (0)
Erschienen am 01.08.2015

Neue Rezensionen zu Harald Salfellner

Cover des Buches Die besten böhmischen Rezepte (ISBN: 9783899191004)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die besten böhmischen Rezepte" von Harald Salfellner

Von Knedliky zu Bábovka - ein Streifzug durch Böhmens Küche
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Dieses kleine Buch widmet sich der böhmischen Küche. Viele dieser Rezepte sind auch außerhalb Böhmens bekannt. Manchmal werden die Speisen genussvoll verzehrt, ohne dass man sich der Herkunft bewusst ist. 

Die Mengenangaben sind für jeweils vier Personen. Die Rezepte sind in folgende Gruppen unterteilt: 

  • Brot und Gebäck
  • Suppen, Vorspeisen und „Was Kleines zum Bier“
  • Knödel
  • Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte
  • Rund ums Schweinerne
  • Rind-, Kalb- und andere Fleischspeisen
  • Geflügel
  • Wild
  • Fisch
  • Allerlei Süßes 

Im letzten Kapitel „(Alt)österreichisch-deutsches Kulinarium“ wird auf das Trennende in der gemeinsamen deutschen Sprache von Österreich und Deutschland hingewiesen. 

Fazit: 

Ein gute Überblick auf die böhmische Küche, die seit langem Einzug in die österreichischen und deutschen Haushalte gehalten hat. Mahlzeit und 5 Kochlöffel. 

 

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Cover des Buches Die Spanische Grippe (ISBN: 9783899195101)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Spanische Grippe" von Harald Salfellner

Die verlorenen Generationen ..
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Autor Harald Salfeller ist Mediziner und das merkt in seinem Buch über die Spanische Grippe, jener Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 in drei großen Wellen über den Erdball gerast ist und bis zu 100 Millionen Tote gefordert hat.

 

Der Autor hat einen hohen Aufwand bei seinen Recherchen betrieben und untermauert seine Thesen mit einer Fülle von Zitaten und Bildmaterial. Dabei erklärt er medizinische Gegebenheiten ohne die den Fachleuten oft anhaftende Überheblichkeit in ihr eigenes Wissen. Er erklärt, analysiert und gibt Beispiele.

 

Der Mediziner Salfellner spricht auch die Hilflosigkeit der Ärzte an. Niemand weiß, woher die tödliche Pandemie wirklich kommt. Spanien ist es nämlich nicht. Der eine oder andere genaue Beobachter entdeckt Zusammenhänge mit Menschenansammlungen, mit der engen Symbiose Vögel – Schweine – Menschen. Wird die Krankheit durch Haustiere verursacht und verbreitet? Es entstehen krude Gerüchte. Eines davon besagt, „den Soldaten fehle der Verkehr mit dem weiblichen Geschlecht, so käme es zum Rückstau pathogener Stoffe.“ S. 58).

Es gibt kein wirksames Heilmittel. Wie auch, man kennt ja die Erreger nicht, nur Bakterien, die ein Vielfaches größer als Viren sind. Das ruft natürlich alle möglichen Wunderheiler und Quacksalber auf den Plan. Als entdeckt wird, dass Syphiliskranke nicht oder nur leicht erkranken, nehmen die Menschen Quecksilber haltige Präparate ein und vergiften sich damit. Der „gute, alte“ Aderlass feiert eine fröhliche Renaissance.

 

Wir erfahren einiges über Einzelschicksale und die Bedeutung dieser Pandemie, die nicht alte oder junge Menschen getötet hat, sondern und vor allem Männer und Frauen zwischen 20 und 40. Was dieser Ausfall einer ganzen Generation bedeutet, die weder eine Familie gründen noch ihren Beitrag zur Volkswirtschaft ihres Landes beitragen konnte, wird ebenfalls angerissen.

 

Mich persönlich hat die Akribie mit der Salfellner die Archive nach aussagekräftigen Fotos durchstöbert hat, beeindruckt. Es sterben ja nicht nur namenlose Massen, sondern auch bekannte Schauspieler, Dichter wie Edmond Rostand oder Maler Egon Schiele. Auch Woodrow Wilson erkrankt während der Friedensverhandlungen zum Ersten Weltkrieg an der Spanischen Grippe. So gibt es die gewagte (?) Hypothese, dass er geschwächt durch die Krankheit, seine maßvollen Bedingungen für einen Friedenschluss mit den Mittelmächten, dem französischen Premier Clemenceau nicht durchsetzen konnte. 

 

 

Fazit:

 

Ein rundum gelungenes Werk, dass sich durch die sorgfältige Recherchearbeit auszeichnet. Dafür vergebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Cover des Buches Der Prager Golem (ISBN: 9783899190991)Aglayas avatar

Rezension zu "Der Prager Golem" von Harald Salfellner

Wohl hautsächlich für Prag-Besucher interessant
Aglayavor 6 Jahren

„Der Prager Golem“ ist eine Sammlung von Legenden über die Juden in der Stadt Prag. Die Geschichten sind sehr kurz, jeweils nur zwei bis fünf Seiten lang. Gerade bei für mich interessanteren Themen, wie dem titelgebenden Golem, hätte ich gerne etwas mehr erfahren als „Rabbi Löw und seine Helfer erschufen den Golem aus Lehm“… Welcher Teil dieser Sagen historisch gesichert ist, und was wohl nur auf Legenden basiert, lässt sich den einzelnen Erzählungen oftmals nicht entnehmen. Den Schreibstil empfand ich als etwas „biblisch“ auch wenn dieser Begriff für eine jüdische Sagensammlung natürlich überhaupt nicht passt, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, eine Kombination aus etwas schwülstigen Sätzen und knochentrockener Beschreibung. Dies ergibt den Eindruck, eher ein Sachbuch als wirkliche Erzählungen zu lesen. Ich habe mir das Buch in Prag zum Abschluss eines Besuchs im jüdischen Viertel Josefov (mit Besuch mehrerer nun als Museen genutzter Synagogen) gekauft, sodass der Inhalt mich an diese Städtereise erinnert. Wer keine Verbindung zur Prager Josefsstadt hat, wird es wohl nur bedingt interessant finden.

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