Harald Salfellner

 4,3 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor*in von Franz Kafka und Prag, Der Prager Golem und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Der aus Österreich stammende Mediziner Dr. med. Harald Salfellner, Ph.D., lebt seit 1989 als Autor, Herausgeber und Verleger in Prag. Seine Bücher zur böhmisch-österreichischen Kulturgeschichte sind in einer Gesamtauflage von über einer Million Exemplaren verbreitet, darunter die in acht Sprachen übersetzte Schriftstellermonographie Franz Kafka und Prag. Als Medizinhistoriker arbeitet Salfellner seit vielen Jahren zur Kulturgeschichte der Medizin (Mit Feder und Skalpell; Aber Arzt bin ich geblieben) sowie zur Erforschung der Spanischen Grippe in Mitteleuropa.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Das Goldene Gäßchen zu Prag (ISBN: 9788072534982)

Das Goldene Gäßchen zu Prag

Neu erschienen am 25.03.2026 als Taschenbuch bei Vitalis Prag.

Alle Bücher von Harald Salfellner

Cover des Buches Der Prager Golem (ISBN: 9783899195828)

Der Prager Golem

(3)
Erschienen am 01.01.2019
Cover des Buches Franz Kafka (ISBN: 9783899197648)

Franz Kafka

(2)
Erschienen am 01.07.2022
Cover des Buches Böhmische Küche (ISBN: 9783899196573)

Böhmische Küche

(1)
Erschienen am 01.04.2022
Cover des Buches Die Spanische Grippe (ISBN: 9783899197945)

Die Spanische Grippe

(1)
Erschienen am 30.12.2020
Cover des Buches Prag (ISBN: 9783899197549)

Prag

(1)
Erscheint am 01.03.2027
Cover des Buches Das alte Prag (ISBN: 9783899190960)

Das alte Prag

(0)
Erschienen am 01.03.2007
Cover des Buches Das Goldene Gäßchen zu Prag (ISBN: 9788072534982)

Das Goldene Gäßchen zu Prag

(0)
Erschienen am 25.03.2026
Cover des Buches Deutsche Erzählungen aus Mähren (ISBN: 9788072530045)

Deutsche Erzählungen aus Mähren

(0)
Erschienen am 01.09.1999

Neue Rezensionen zu Harald Salfellner

Cover des Buches Der Prager Golem (ISBN: 9783899195828)
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Rezension zu "Der Prager Golem" von Harald Salfellner

Frank1
Der Prager Golem

Klappentext:

Seit vielen Jahrhunderten ist Prag eine der bedeutendsten Städte des euro­päischen Juden­tums. Neben den großen stei­nernen Denk­würdig­keiten (etwa die Alt­neu­synagoge, die Pinchas­synagoge, der alte jü­dische Fried­hof oder das Isra­elitische Rat­haus) sind es ins­besondere die Sagen und Le­genden aus dem alten, ge­heimnis­vollen Ghetto, die von dieser Kultur blieben. Die Ge­schichten um den weisen Rabbi Löw, den grob­schläch­tigen Golem oder den reichen Mor­dechai Maisel lassen die ver­klungene Welt des jü­dischen Prags in unserer Vor­stellung er­neut auf­leben.


Rezension:

Als seine Gemeinde bedroht wird, schafft Rabbi Löw aus Lehm und Magie einem Golem. Den Golem. Wie jeder Fan­tasy-Fan weiß, wird das je­doch nicht der letzte bleiben. Doch wer kennt die ur­sprüng­liche Sage schon im Original?

Genau so erging es mir auch. Als Fantasy-Fan sind mir im Laufe der Jahre schon einige Golems be­gegnet, und na­türlich kannte ich die jü­dische Sage auch in ihren Grund­zügen. Aber eben nicht im Detail. Das war der Haupt­grund, wieso dieses Büchlein von nur 64 Seiten mein Interesse auf sich zog. In ihm sind eine ganze Reihe jü­discher Sagen aus dem böh­mischen Raum ver­sammelt. 14, um genau zu sein. Das verrät na­türlich schon, dass die ein­zelnen Sagen eher kurz wieder­ge­geben werden. Der Golem kommt in 3 davon vor. Manches ist, so wie es hier er­zählt wird, im Detail schon etwas anders, als ich es bis­her in groben Zügen kannte. Aber auch die anderen Sagen sind für Fans des Fan­tasy-Genres durch­aus interes­sant zu lesen.

Ergänzt werden die Sagen durch diverse Illustrationen. Begriffe religiösen Hinter­grunds werden in Fuß­noten kurz erklärt.


Fazit:

Fans des Fantasy-Genres, die sich für die Hintergründe des heutigen Genres interessieren, kann diese kleine Sagen-Sammlung empfohlen werden.


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Cover des Buches Die besten böhmischen Rezepte (ISBN: 9783899191004)
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Rezension zu "Die besten böhmischen Rezepte" von Harald Salfellner

Bellis-Perennis
Von Knedliky zu Bábovka - ein Streifzug durch Böhmens Küche

Dieses kleine Buch widmet sich der böhmischen Küche. Viele dieser Rezepte sind auch außerhalb Böhmens bekannt. Manchmal werden die Speisen genussvoll verzehrt, ohne dass man sich der Herkunft bewusst ist. 

Die Mengenangaben sind für jeweils vier Personen. Die Rezepte sind in folgende Gruppen unterteilt: 

  • Brot und Gebäck
  • Suppen, Vorspeisen und „Was Kleines zum Bier“
  • Knödel
  • Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte
  • Rund ums Schweinerne
  • Rind-, Kalb- und andere Fleischspeisen
  • Geflügel
  • Wild
  • Fisch
  • Allerlei Süßes 

Im letzten Kapitel „(Alt)österreichisch-deutsches Kulinarium“ wird auf das Trennende in der gemeinsamen deutschen Sprache von Österreich und Deutschland hingewiesen. 

Fazit: 

Ein gute Überblick auf die böhmische Küche, die seit langem Einzug in die österreichischen und deutschen Haushalte gehalten hat. Mahlzeit und 5 Kochlöffel. 

 

Cover des Buches Die Spanische Grippe (ISBN: 9783899195101)
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Rezension zu "Die Spanische Grippe" von Harald Salfellner

Bellis-Perennis
Die verlorenen Generationen ..

Autor Harald Salfeller ist Mediziner und das merkt in seinem Buch über die Spanische Grippe, jener Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 in drei großen Wellen über den Erdball gerast ist und bis zu 100 Millionen Tote gefordert hat.

 

Der Autor hat einen hohen Aufwand bei seinen Recherchen betrieben und untermauert seine Thesen mit einer Fülle von Zitaten und Bildmaterial. Dabei erklärt er medizinische Gegebenheiten ohne die den Fachleuten oft anhaftende Überheblichkeit in ihr eigenes Wissen. Er erklärt, analysiert und gibt Beispiele.

 

Der Mediziner Salfellner spricht auch die Hilflosigkeit der Ärzte an. Niemand weiß, woher die tödliche Pandemie wirklich kommt. Spanien ist es nämlich nicht. Der eine oder andere genaue Beobachter entdeckt Zusammenhänge mit Menschenansammlungen, mit der engen Symbiose Vögel – Schweine – Menschen. Wird die Krankheit durch Haustiere verursacht und verbreitet? Es entstehen krude Gerüchte. Eines davon besagt, „den Soldaten fehle der Verkehr mit dem weiblichen Geschlecht, so käme es zum Rückstau pathogener Stoffe.“ S. 58).

Es gibt kein wirksames Heilmittel. Wie auch, man kennt ja die Erreger nicht, nur Bakterien, die ein Vielfaches größer als Viren sind. Das ruft natürlich alle möglichen Wunderheiler und Quacksalber auf den Plan. Als entdeckt wird, dass Syphiliskranke nicht oder nur leicht erkranken, nehmen die Menschen Quecksilber haltige Präparate ein und vergiften sich damit. Der „gute, alte“ Aderlass feiert eine fröhliche Renaissance.

 

Wir erfahren einiges über Einzelschicksale und die Bedeutung dieser Pandemie, die nicht alte oder junge Menschen getötet hat, sondern und vor allem Männer und Frauen zwischen 20 und 40. Was dieser Ausfall einer ganzen Generation bedeutet, die weder eine Familie gründen noch ihren Beitrag zur Volkswirtschaft ihres Landes beitragen konnte, wird ebenfalls angerissen.

 

Mich persönlich hat die Akribie mit der Salfellner die Archive nach aussagekräftigen Fotos durchstöbert hat, beeindruckt. Es sterben ja nicht nur namenlose Massen, sondern auch bekannte Schauspieler, Dichter wie Edmond Rostand oder Maler Egon Schiele. Auch Woodrow Wilson erkrankt während der Friedensverhandlungen zum Ersten Weltkrieg an der Spanischen Grippe. So gibt es die gewagte (?) Hypothese, dass er geschwächt durch die Krankheit, seine maßvollen Bedingungen für einen Friedenschluss mit den Mittelmächten, dem französischen Premier Clemenceau nicht durchsetzen konnte. 

 

 

Fazit:

 

Ein rundum gelungenes Werk, dass sich durch die sorgfältige Recherchearbeit auszeichnet. Dafür vergebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und 5 Sterne.

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