Harald Salfellner

 4.1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Franz Kafka und Prag, Die Spanische Grippe und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Harald Salfellner

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Die Spanische Grippe

Die Spanische Grippe

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Erschienen am 01.01.2018
Mit Franz Kafka durchs Jahr

Mit Franz Kafka durchs Jahr

 (1)
Erschienen am 01.06.2007
Der Prager Golem

Der Prager Golem

 (1)
Erschienen am 01.01.2016
Böhmerwald

Böhmerwald

 (1)
Erschienen am 01.04.2005
Wien

Wien

 (1)
Erschienen am 26.07.2010
Kaiserstadt Baden bei Wien

Kaiserstadt Baden bei Wien

 (0)
Erschienen am 01.05.2017
Jüdische Märchen und Legenden

Jüdische Märchen und Legenden

 (0)
Erschienen am 01.12.2017
Aber Arzt bin ich geblieben

Aber Arzt bin ich geblieben

 (0)
Erschienen am 01.06.2017

Neue Rezensionen zu Harald Salfellner

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Spanische Grippe" von Harald Salfellner

Die verlorenen Generationen ..
Bellis-Perennisvor 10 Monaten

Autor Harald Salfeller ist Mediziner und das merkt in seinem Buch über die Spanische Grippe, jener Pandemie, die zwischen 1918 und 1920 in drei großen Wellen über den Erdball gerast ist und bis zu 100 Millionen Tote gefordert hat.

 

Der Autor hat einen hohen Aufwand bei seinen Recherchen betrieben und untermauert seine Thesen mit einer Fülle von Zitaten und Bildmaterial. Dabei erklärt er medizinische Gegebenheiten ohne die den Fachleuten oft anhaftende Überheblichkeit in ihr eigenes Wissen. Er erklärt, analysiert und gibt Beispiele.

 

Der Mediziner Salfellner spricht auch die Hilflosigkeit der Ärzte an. Niemand weiß, woher die tödliche Pandemie wirklich kommt. Spanien ist es nämlich nicht. Der eine oder andere genaue Beobachter entdeckt Zusammenhänge mit Menschenansammlungen, mit der engen Symbiose Vögel – Schweine – Menschen. Wird die Krankheit durch Haustiere verursacht und verbreitet? Es entstehen krude Gerüchte. Eines davon besagt, „den Soldaten fehle der Verkehr mit dem weiblichen Geschlecht, so käme es zum Rückstau pathogener Stoffe.“ S. 58).

Es gibt kein wirksames Heilmittel. Wie auch, man kennt ja die Erreger nicht, nur Bakterien, die ein Vielfaches größer als Viren sind. Das ruft natürlich alle möglichen Wunderheiler und Quacksalber auf den Plan. Als entdeckt wird, dass Syphiliskranke nicht oder nur leicht erkranken, nehmen die Menschen Quecksilber haltige Präparate ein und vergiften sich damit. Der „gute, alte“ Aderlass feiert eine fröhliche Renaissance.

 

Wir erfahren einiges über Einzelschicksale und die Bedeutung dieser Pandemie, die nicht alte oder junge Menschen getötet hat, sondern und vor allem Männer und Frauen zwischen 20 und 40. Was dieser Ausfall einer ganzen Generation bedeutet, die weder eine Familie gründen noch ihren Beitrag zur Volkswirtschaft ihres Landes beitragen konnte, wird ebenfalls angerissen.

 

Mich persönlich hat die Akribie mit der Salfellner die Archive nach aussagekräftigen Fotos durchstöbert hat, beeindruckt. Es sterben ja nicht nur namenlose Massen, sondern auch bekannte Schauspieler, Dichter wie Edmond Rostand oder Maler Egon Schiele. Auch Woodrow Wilson erkrankt während der Friedensverhandlungen zum Ersten Weltkrieg an der Spanischen Grippe. So gibt es die gewagte (?) Hypothese, dass er geschwächt durch die Krankheit, seine maßvollen Bedingungen für einen Friedenschluss mit den Mittelmächten, dem französischen Premier Clemenceau nicht durchsetzen konnte. 

 

 

Fazit:

 

Ein rundum gelungenes Werk, dass sich durch die sorgfältige Recherchearbeit auszeichnet. Dafür vergebe ich eine unbedingte Leseempfehlung und 5 Sterne.

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Aglayas avatar

Rezension zu "Der Prager Golem" von Harald Salfellner

Wohl hautsächlich für Prag-Besucher interessant
Aglayavor 3 Jahren

„Der Prager Golem“ ist eine Sammlung von Legenden über die Juden in der Stadt Prag. Die Geschichten sind sehr kurz, jeweils nur zwei bis fünf Seiten lang. Gerade bei für mich interessanteren Themen, wie dem titelgebenden Golem, hätte ich gerne etwas mehr erfahren als „Rabbi Löw und seine Helfer erschufen den Golem aus Lehm“… Welcher Teil dieser Sagen historisch gesichert ist, und was wohl nur auf Legenden basiert, lässt sich den einzelnen Erzählungen oftmals nicht entnehmen. Den Schreibstil empfand ich als etwas „biblisch“ auch wenn dieser Begriff für eine jüdische Sagensammlung natürlich überhaupt nicht passt, aber ich hoffe, ihr versteht, was ich meine, eine Kombination aus etwas schwülstigen Sätzen und knochentrockener Beschreibung. Dies ergibt den Eindruck, eher ein Sachbuch als wirkliche Erzählungen zu lesen. Ich habe mir das Buch in Prag zum Abschluss eines Besuchs im jüdischen Viertel Josefov (mit Besuch mehrerer nun als Museen genutzter Synagogen) gekauft, sodass der Inhalt mich an diese Städtereise erinnert. Wer keine Verbindung zur Prager Josefsstadt hat, wird es wohl nur bedingt interessant finden.

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