Harald Saul Alte Familienrezepte aus Schlesien

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Inhaltsangabe zu „Alte Familienrezepte aus Schlesien“ von Harald Saul

Noch mehr feine Rezepte und Geschichten aus Schlesien
Mit Mohnstriezel, Jägerndorfer Schmorhasen oder Oma Minkas Kartoffelsalat fühlt man sich wie im Schlesischen Himmelreich, dem gleichnamigen berühmten Gericht mit Kassler, Backobst und Semmelknödel.
Nach dem Erfolg seines ersten Bandes über die schlesische Küche präsentiert Harald Saul, Küchenmeister und Sammler von traditionellen Rezepten, mit dem zweiten Band einen köstlichen Nachschlag. Auch dieses Kochbuch basiert auf handgeschriebenen Kochbuchaufzeichnungen, Aufnahmen aus privaten Fotoalben und Geschichten von Menschen aus der Region. Auf diese Weise werden die Küchenschätze Schlesiens geborgen und wertvolle Erinnerungen weitergegeben.

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  • tolle Rezepte und interessante Familienschicksale

    Alte Familienrezepte aus Schlesien

    78sunny

    11. January 2016 um 10:36

    An dieser Reihe gefällt mir vor allem die Konzeptidee alte traditionelle Rezepte aus Familien zu zeigen und noch dazu etwas über die Familien zu berichten. Das Buch ist ein dünnes Hardcover. Die Aufmachung finde ich wirklich sehr schön. Die Bilder im Buch sind in Sepia gehalten und zeigen die verschiedenen Familien von denen die Rezepte stammen. Meist stammen sie aus der Zeit um 1910 bis 1950. Die Familiengeschichten waren unglaublich interessant, weil sie meist ja die Kriegszeit enthielten und es wirklich viele verschiedene Erlebnisse und Schicksale gab. Diese Familiengeschichte haben mir noch viel besser gefallen als die Rezepte. Teilweise reichten die anfänglichen Familienerlebnisse auch ins 19 Jahrhundert und wurden bis ins 21 Jahrhundert beschrieben. Es waren teilweise wirklich bewegende Schicksale. Man liest hier von einfachen aber sehr liebevoll beschriebenen Kindheiten mit sehr persönlichen Erinnerungen. Aber auch traurige Geschichten über Verlust, Krankheit, Kriegsschicksale und vieles mehr. Am Anfang des Buches gibt es eine Karte von Schlesien. Alles wirklich sehr schön aufgemacht. Das ganze hat mich auch ganz persönlich angesprochen, da meine Oma damals aus Schlesien fliehen musste. Daher war es für mich besonders interessant die Familienschicksale hier im Buch zu lesen. Die Rezepte waren meist sehr einfach und rustikal. Das hat mir gefallen und auch die Geschmacksrichtung der Gerichte lag mir deutlich mehr als die Rezepte aus dem Sudetenland-Buch. Einiges kannte ich bereits noch von meiner Oma bzw. hat meine Vater auch so einiges übernommen. Leider gab es wieder keine Bilder zu den Rezepten. Das finde ich nicht wirklich gut. da hätte ich mir wenigstens zu einigen Rezepten eine Bebilderung gewünscht. Die Bilder im Buch bezogen sich ausschließlich auf die Familie - also Familienfotos und Fotos der Umgebung. Die Rezepte wurde übersichtlich dargestellt und einfach beschrieben. Man bekommt hier Rezepte von Kuchen über deftige Eintöpfe, Hauptgerichte und Vorspeisen. Es gibt Fleischgerichte, Aufläufe, Suppen, Knödel und vieles mehr. Viele wirklich leckere bzw. sehr interessante und neugierig machende Rezepte. Es gibt auch einige sehr ausgefallene Rezepte wie Ebereschensuppe und Pfefferkuchensoße. Ich habe 5 Rezepte aus dem Buch ausprobiert. Alle haben sehr gut geschmeckt, aber mein Highlight war der Schlesischer Apfelkuchen nach SelmaGross. So was leckeres und doch recht einfach zuzubereiten. Aber auch der Ludwigsdorfer Sankuchen, der Schlesische Sauerkrautauflauf und Oma Minkas Schlesischer Kartoffelsalat wird bei mir noch mehrere Male zubereitet. *Fazit:* 4 von 5 Sternen Die Rezepten haben absolut meinen Geschmack getroffen. Die fehlende Rezeptbebilderung hat mich allerdings wieder gestört. Die Familiengeschichten bzw. Familienschicksale und Kindheitserinnerungen haben mich aber so richtig fesseln können, da sie mich an viele Geschichten meiner Oma erinnerten, die ja selbst aus Schlesien vertrieben wurde. Für mich war das Buch ein wirkliches Highlight.

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