Harald Schwinger

 5 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Held, Das Melonenfeld und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Harald Schwinger

Harald Schwinger geboren am 9. 10. 1964 in Villach. Studium der Anglistik, Amerikanistik und Medienkommunikation. Freischaffender Autor und Journalist. Zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften. Die Kurzgeschichte »Der Letzte« gewann den ersten Preis beim Literaturwettbewerb des Club Carinthia (2000). Schwingers Roman »Das dritte Moor« (2006, Wieser Verlag) wurde mit dem Autorenpreis des bm:ukk ausgezeichnet. »Zuggeflüster« ist sein zweiter Prosaband. Für seine literarische Arbeit erhielt Harald Schwinger zahlreiche weitere Anerkennungen, darunter der Förderpreis des Carl-Mayer-Drehbuchwettbewerbs der Diagonale/Stadt Graz (2004, gemeinsam mit Simone Schönett), der Preis des Kärntner Schriftstellerverbandes (2012) und der zweite Platz beim Kärntner Lyrikwettbewerb der STW Klagenfurt Gruppe (2014).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Das Melonenfeld

Neu erschienen am 17.02.2020 als Hardcover bei Heyn.

Alle Bücher von Harald Schwinger

Cover des Buches Held (ISBN:9783854358824)

Held

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Erschienen am 01.10.2018
Cover des Buches Das Melonenfeld (ISBN:9783708406305)

Das Melonenfeld

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Erschienen am 17.02.2020
Cover des Buches Zuggeflüster (ISBN:9783708404202)

Zuggeflüster

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Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Die Farbe des Schmerzes (ISBN:9783708404745)

Die Farbe des Schmerzes

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Erschienen am 09.04.2013
Cover des Buches Der Schnarchesel / Osel smrčač (ISBN:9783854357971)

Der Schnarchesel / Osel smrčač

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Erschienen am 01.07.2016
Cover des Buches Mirós Mädchen (ISBN:9783708405773)

Mirós Mädchen

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Erschienen am 19.10.2016

Neue Rezensionen zu Harald Schwinger

Neu

Rezension zu "Held" von Harald Schwinger

Von einem, der ausziehen musste, um erwachsen zu werden
aus-erlesenvor 9 Monaten

Alles beginnt wie ein ganz normaler Einbruch. Der Täter trägt Handschuhe, um sich nicht zu verletzen und um natürlich keine Spuren zu hinterlassen. Scheiben klirren. Doch dann setzt ein Zweifeln beim Leser ein. Wieso hat er einen gefüllten Benzinkanister dabei? Der beißende Gestank verteilt sich großflächig in dem Hotel. Aha, ein Hotel muss also dran glauben! Das Haus steht in Flammen. Mittlerweile ist der Hintergrund der Tat offensichtlich: Hass! Hass auf alles, was anders ist als man es hier in Krakeloh kennt. Ausländer. Bloß nicht diese … 
Niva hat seine Arbeit getan. Die Rauchsäule, die den Nachthimmel über dem kleinen Ort erhellt, ist sein Werk. Das Hotel, ein ehemaliges Gefängnis (welch bedeutungsvoller Vergleich!), in dem seine Eltern glücklicherweise doch noch eine Anstellung einmal fanden (bis die da kamen) und das der Familie ein Einkommen bescherte, ist nicht mehr. Vor Monaten kamen erste Gerüchte auf. Dass hier Flüchtlinge aufgenommen werden sollten. Dass das Hotel deswegen schließt. Mit Flüchtlingen lässt sich mehr Geld verdienen als mit den wenigen Gästen, die sich hier her verloren haben. Dass überhaupt mal wieder Gäste kommen, nach Krakeloh, in den Ort, in dem die Bewohner Flüchtlinge mit Feuer und Gewalt empfangen, ist wohl auszuschließen. Ja, der Weitblick von Niva ist durch den Hass mehr als vernebelt. Aber was soll man machen, wenn selbst die Mutter offen ausspricht, was der „normale Bürger“ nicht mal zu denken wagt. Weil es falsch ist, nicht, weil es sich nicht gehört, wohl gemerkt!
Die Clique des sechszehnjährigen Niva ist begeistert von dem Feuerchen. Einer kennt sogar den Täter, gratuliert. Während die Community in den sozialen Netzwerken dem anonymen Täter heftig applaudiert. Doch Niva hält die Füße still und den Mund geschlossen. Ein stiller Held ist nichts mehr wert, wenn er einsitzt. Selbst die Polizei kann ihm nichts nachweisen. Erst nach einer weiteren „Dummheit“.
Die Justiz sieht in einer drastischen Strafe – Gefängnis – nur wenig Erziehungsgehalt. Eine Auszeit, mit Arbeit, fernab des Milieus, auch geografisch scheint da die beste Lösung zu sein. Ab in den Süden, der Sonne hinterher … von wegen! Ab in den Süden, Hütten bauen. Hütten für die, die alles verloren haben, selbst, wenn sie so gut wie gar nichts hatten. Nicht einmal mehr eine Heimat. Für Niva, den Nazi, alle wissen um die besonderen Umstände unter denen der Teenager hier seinen Dienst verrichtet, beginnt eine Zeit des Umdenkens…
Harald Schwinger schreibt ganz unaufgeregt – der Leser wird trotzdem gehörig aufgerüttelt – den Werdegang eines alternativlosen Teenagers zu nachdenklichen jungen Mann. Das Buch wurde mit dem Jugendbuchpreis des Landes Kärnten ausgezeichnet.

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