Harald Trabold Kapital Macht Politik

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Inhaltsangabe zu „Kapital Macht Politik“ von Harald Trabold

Die Macht des Volkes ist längst zu einer Phrase in Sonntagsreden verkommen. In den westlichen Demokratien herrscht nicht mehr das Volk, sondern das Kapital. Politiker regieren die Bürger, aber Finanzmärkte und Großkonzerne regieren die Politik. Lobbyisten steuern die Gesetzgebung zum Wohl der Großkonzerne, PR-Agenturen machen Kapitalismus-Propaganda, die Unterhaltungsindustrie stellt das Volk ruhig und das Bildungssystem erzieht ökonomisch verwertbaren Nachwuchs. Es ist der klare Blick eines erfahrenen Insiders, der das Warum dahinter aufdeckt. Seit 2005 ist Trabold Professor für Volkswirtschaftslehre mit zahlreichen Veröffentlichungen u. a. zu den Themen Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Finanzkrise. Zudem ist er als Berater für UN-Organisationen, die Europäische Kommission und das Wirtschaftsministerium tätig gewesen. - Nahaufnahmen vom Machtkampf zwischen Kapitalismus und Demokratie - Umfassende und detaillierte Analysen eines Insiders

Sehr erhellende Gesellschafts- und Wirtschaftskritik. Sehr zu empfehlen!

— Talitha
Talitha

Umfassende und detaillierte Analysen eines Insiders

— Tectum_Verlag
Tectum_Verlag

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    Kapital Macht Politik
    Talitha

    Talitha

    "Wer das Erstarken des Kapitalismus und speziell der Finanzbranche verstehen will, wer wissen möchte, warum die westlichen Demokratien eine systemrelevante Großbank nach der anderen mit bislang unvorstellbaren Summen gerettet haben, der muss die Machtfrage stellen." (Zitat, S. 15) In dem Buch von Prof. Dr. Harald Trabold, Prof. für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule Osnabrück und Leiter des Studiengangs "Angewandte Volkswirtschaftslehre", geht es genau um diese Frage: Wer zieht die Strippen in der Gesellschaft? Wirklich die Politik, im Auftrag des Volkes oder eher der Kapitalismus mit der Politik als Marionette? Mit einem sehr objektiven, wissenschaftlichen, dabei aber verständigen Erzählstil erklärt der Autor die Zusammenhänge zwischen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, den steigenden Einfluss von Großunternehmen in Folge der Globalisierung und die Konsequenzen für den einzelnen Bürger. Im ersten Teil geht es dabei um Grundlegendes, wie etwa Definitionen: Was bedeutet Demokratie, was Kapitalismus? Dazu die Geschichte des Kapitalismus und seiner mehr oder weniger erfolgreichen Kontrolle durch die Politik in der Vergangenheit (Stichwort Soziale Marktwirtschaft). Im zweiten Teil werden dann die Strategien des Kapitalismus beleuchtet, mit denen er immer mehr Einfluss erlangt in gesellschaftlichen und politischen Belangen. Der letzte Teil ist dann der Zukunft gewidmet, also wohin wir in Deutschland und weltweit steuern und ob man die Entwicklung noch umkehren oder wenigstens abmildern kann. Mir hat das Buch sehr geholfen, mehr Klarheit in die Funktionsweise der kapitalistischen Gesellschaft zu bekommen. Manche Dinge, die mich z. b. in den Nachrichten vorher verwundert hatten, warum Politiker so entscheiden, wie sie es tun, erscheint mir jetzt im Hintergrund des Buches sogar ziemlich logisch, wenn auch sehr tragisch, da es doch die Einflussnahme von Großunternehmen und NGOs sehr deutlich zeigt. Ich kann dieses Buch jedem mündigen Bürger weiterempfehlen, der auf verständige und umfassende Weise wissen möchte, wie die Welt funktioniert. Es ist schade, dass es in der Schule so nicht unterrichtet wird, das kann man aber hier durch Selbstlektüre nachholen. Ich empfehle es in kleinen Schritten und Beruhigungstee, denn das, was man erfährt, ist schon wirklich harter Tobak, der mit vielen realen Beispielen unterlegt wird, die einem die Hutschnur hochgehen lassen.

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  • Leserunde zu "Kapital Macht Politik" von Harald Trabold

    Kapital Macht Politik
    Tectum_Verlag

    Tectum_Verlag

    Liebe Leserinnen und Leser, wieder Mal geht es in einer unserer Leserunden um den großen Machtkampf zwischen Kapitalismus und Demokratie – „Kapital macht Politik. Die Zerstörung der Demokratie“ von Harald Trabold ist das Sachbuch unserer Runde. Auch dieses Mal verlosen wir unter allen Interessenten fünf Exemplare und wünschen uns dafür eine angeregte Diskussionsrunde sowie jeweils eine Rezension am Ende. Das Verlagsteam wünscht euch viel Spaß! Zum Inhalt: Die Macht des Volkes ist längst zu einer Phrase in Sonntagsreden verkommen. In den westlichen Demokratien herrscht nicht mehr das Volk, sondern das Kapital. Politiker regieren die Bürger, aber Finanzmärkte und Großkonzerne regieren die Politik. Lobbyisten steuern die Gesetzgebung zum Wohl der Großkonzerne, PR-Agenturen machen Kapitalismus-Propaganda, die Unterhaltungsindustrie stellt das Volk ruhig und das Bildungssystem erzieht ökonomisch verwertbaren Nachwuchs. Es ist der klare Blick eines erfahrenen Insiders, der das Warum dahinter aufdeckt. Seit 2005 ist Trabold Professor für Volkswirtschaftslehre mit zahlreichen Veröffentlichungen u. a. zu den Themen Globalisierung, Wettbewerbsfähigkeit, Finanzkrise. Zudem ist er als Berater für UN-Organisationen, die Europäische Kommission und das Wirtschaftsministerium tätig gewesen.

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    • 46
  • Das Kapital regiert

    Kapital Macht Politik
    Starbucks

    Starbucks

    28. September 2014 um 23:14

    Was wir alle eigentlich schon immer wussten, wird im wissenschaftlichen Sachbuch „Kapital macht Politik – Die Zerstörung der Demokratie“ von Harald Trabold auf eine fundierte Grundlage gestellt. Trabold zeigt darin, wie wenig Demokratie noch in den westlichen Demokratien steckt, obwohl wir Bürger das nicht so richtig wahrhaben wollen. Trabolds Buch ist nichts für zwischendurch. Man muss schon viel Zeit und Konzentration investieren, um dieses Buch zu lesen. Tut man dies, so ist das Buch, das alle seine Aussagen auf offen gelegte Quellen stützt, auch für Laien gut geeignet. Besonders aussagekräftig fand ich dazu die Kapitel 8, 9 und 10, in denen es um Lobbying, Propaganda und Konditionierung geht. Verschlungen habe ich als Lehrerin aber auch das darauf folgende Kapitel über Bildung, Wissen und Kapitalismus, denn Schule und Kindergarten werden hier z.B. als Vorstufen der Arbeitswelt gesehen. Wenn man dann ausreichend desillusioniert ist, lässt das Buch einen nicht damit allein, sondern zeigt Veränderungen an, die angestrebt werden könnten. Insgesamt ist „Kapital macht Politik“ ein allumfassendes Buch, dem es gelingt, den Idealfall, das Problem sowie Lösungsmöglichkeiten darzulegen. Es wird Zeit, dass sich auch Laien oder Normalbürger mit dem Problem, das immer vorherrschender wird, auseinander setzen. Besser hätte man dieses Buch kaum gestalten können. Dafür vergebe ich 4,5 Sterne. 

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