Harald Weinrich Über das Haben

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Inhaltsangabe zu „Über das Haben“ von Harald Weinrich

<p>Am Eingang dieses Buches begrüßt uns Diogenes von Sinope, der nichts haben will, nicht einmal von Alexander dem Großen. Er ist freilich die Ausnahme. Die meisten Menschen haben gern, und deshalb mangelt es auch nicht an Gründen und Anlässen, sich über das Haben zu äußern. In einer höchst unterhaltsamen Reise durch die Sinnwelten des Habens eröffnet Harald Weinrich, der Grandseigneur der europäischen Sprachwissenschaft, verblüffende Einsichten in unseren Gebrauch des Wörtchens Haben&#160;- und unser Haben-Denken, das sich darin offenbart.</p> <p>&#160;</p> <p>Von den philosophischen Kategorien des Aristoteles, von denen eine das Haben ist, bis zu Romeo und Julia, die nur noch sich selber haben, und Martin Luther King, der einen Traum hat, betrachtet Harald Weinrich in seinem neuen Buch den Umgang mit dem Wort Haben. Selbst der "Habenichts" Hitler kommt darin zu Wort. Weinrichs Blick gilt aber nicht nur den Philosophen und Dichtern, den Tyrannen und Freiheitshelden. Auch das leidige Haben und Nicht-Haben, das Haben, das man nun einmal nicht besitzen kann, das höflichere Haben und der (andere) Umgang mit dem Haben in anderen Sprachen und Grammatiken finden in dieser kleinen Aufklärung über das Haben ihren eleganten Portraitisten.</p>

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  • Rezension zu "Über das Haben" von Harald Weinrich

    Über das Haben

    cosima73

    19. September 2012 um 16:31

    Aristoteles stellte in einer Kategorienschrift 10 Kategorien fest, welche als Elementarbegriffe des Denkens zu gelten hätten. Die erste Kategorie war das Sein, die achte erst das Haben. Betrachtet man die Philosophie seit Aristoteles, so wurde dem Haben im vergleich zum Sein wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Kant zum Beispiel kritisierte die Kategorisierung, setzte ihr eine eigene entgegen und liess das Haben ganz weg. Dieser Haltung schliessen sich auch die kommenden Philosophen mehrheitlich an. Harald Weinrich will dem stiefmütterlichen Dasein des Habens ein Ende bereiten mit seinem neuen Werk. Er beleuchtet das Haben bei Philosophen wie Aristoteles und Kant, lässt Schopenhauer und Heidegger zu Wort kommen. Er geht des Weiteren auf eine Sprachreise, beleuchtet Das Wort „haben“ etymologisch sowie aufgrund seiner Beziehungen und seines Gebrauchs. Seine Reise geht weiter von der Bibel hin zu Thomas Mann, streift die Märchenwelt und führt in die Malerei. Weinrich stellt den Begriff anhand von Robinson, Mephistopheles und Romeo und Julia dar, führt den Leser auf Inseln, in die Schweiz und nach Preussen, greift auf Hitler zurück und den Sängerkrieg vom Rhein und führt schlussendlich zu den Menschenrechten, welche er als Haben-Rechte deklariert. Harald Weinrich streift in seinem Buch über das Haben kreuz und quer durch alle möglichen Bereiche, die sich um das Haben drehen. Er streift sie kurz, schneidet sie an, hinterfragt am Rande, geht weiter. Dies tut er teilweise wissenschaftlich, teilweise aufgrund biographischer Erlebnisse, ab und an mit Witz, oft ganz ernst. Er liefert damit ein vielseitiges Buch, das viele Einblicke liefert, dabei ab und an die Tiefe vermissen lässt. Oft stellt man sich die Frage, was genau der Sinn dahinter ist. Weiss man nun, was Haben ist? Hat man nun den Durchblick? Das Werk lässt ein wenig den roten Faden vermissen, der nur in dem einen Wort besteht – dem Haben. Es fehlt der Aufbau, die Abfolge. Die einzelnen Kapitel wirken wie lose aneinander gereihte Boote, welche auf der Oberfläche eines Sees schwimmen. Die Tiefe des Sees erreicht keines davon. Diese Oberflächlichkeit, die man dem Buch vorwerfen kann, hilft auf der anderen Seite, kein Thema über Gebühr zu strapazieren und sorgt für eine abwechslungsreiche Lesereise. Fazit: Ein vielseitiges Buch von einem auf vielen Gebieten bewanderten Autor.

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