Harald Welzer

 4 Sterne bei 123 Bewertungen
Autor von Selbst denken, Täter und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Harald Welzer

Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen. In den Fischer Verlagen sind von ihm erschienen: ›»Opa war kein Nazi«. Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis‹ (zus. mit S. Moller und K. Tschuggnall, 2002), ›Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden‹ (2005), ›Soldaten. Protokolle vom Kämpfen, Töten und Sterben‹ (zus. mit Sönke Neitzel, 2011), der ›FUTURZWEI-Zukunftsalmanach 2017/18‹ (2016), ›Selbst denken‹ (2013), ›Autonomie. Eine Verteidigung‹ (zus. mit Michael Pauen, 2015), ›Die smarte Diktatur. Ein Angriff auf unsere Freiheit‹ (2016), ›Wir sind die Mehrheit. Für eine offene Gesellschaft‹ (2017) und zuletzt ›Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen‹. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Alles könnte anders sein

 (5)
Neu erschienen am 29.04.2020 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Harald Welzer

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Buchformat:
Cover des Buches Selbst denken (ISBN: 9783100894359)

Selbst denken

 (46)
Erschienen am 07.03.2013
Cover des Buches Täter (ISBN: 9783104000824)

Täter

 (24)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Die smarte Diktatur (ISBN: 9783596035526)

Die smarte Diktatur

 (17)
Erschienen am 26.10.2017
Cover des Buches Klimakriege (ISBN: 9783596178636)

Klimakriege

 (10)
Erschienen am 01.05.2010
Cover des Buches »Opa war kein Nazi« (ISBN: 9783596155156)

»Opa war kein Nazi«

 (8)
Erschienen am 18.04.2002
Cover des Buches Wir sind die Mehrheit (ISBN: 9783596299157)

Wir sind die Mehrheit

 (7)
Erschienen am 16.03.2017
Cover des Buches Alles könnte anders sein (ISBN: 9783596703487)

Alles könnte anders sein

 (5)
Erschienen am 29.04.2020
Cover des Buches Das kommunikative Gedächtnis (ISBN: 9783406702280)

Das kommunikative Gedächtnis

 (3)
Erschienen am 19.10.2017

Neue Rezensionen zu Harald Welzer

Neu

Rezension zu "Alles könnte anders sein" von Harald Welzer

Eine mögliche Zukunft
CocuriRubyvor 2 Monaten

Der Grund warum ich dieses Buch lesen wollte war zum einen, ich hätte gerne mal wieder positive Neuigkeiten und zum anderen gerne zur Abwechslung mal eine positive Sicht für die Zukunft.

Denn auch ohne das große C, hatte ich eigentlich keine positive Sicht auf die Zukunft, eher eine schwarze und das ist belastend.

Dieses Buch versprach nun eine Möglichkeit zur Utopie – einen positiven Blick für die Zukunft und wie man diese gestalten könnte.


Genau das bekommt man auch. Was mich beeindruckt hat war, dass dieses Buch es schafft, nichts schön zu reden – es zeigt durchaus auf, was aktuell falsch läuft und das ist eine Menge – aber es vergisst dabei nicht das positive, was bereits existiert und erreicht wurde, was heute gut läuft, das verliert man schnell aus dem Blick, weil viele von uns es als selbstverständlich ansehen und nicht den Gesamtblick hat.


Was aber auch auffällt, dass man jetzt schon die Jahre, die das Buch alt ist merkt. Diese Art von Büchern altern schlecht – einige Bereiche sind aber nach wie vor aktuell und könnten es leider noch lange sein.


Es bietet viele (für mich) neue und interessante Blickwinkel und Denkanstöße. Ich finde es auch sehr anfängerfreundlich – also auch für Leser, die sich noch nicht sonderlich vertieft mit Politik, Wirtschaft oder Gesellschaft auseinander gesetzt haben.


Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist der Quellenverweis – der ist mal da und mal nicht. Letztlich wurden aber eben viele Behauptungen im Fließtext präsentiert, als wäre das „doch klar“. Man muss letztlich aber darauf vertrauen, dass es schon stimmt was der Autor sagt – das finde ich alles andere als gut. Wie gesagt war das auch nicht immer so, aber umso deutlicher sind mit die Fälle aufgefallen bei denen auf eine Quelle verzichtet wurde.


Wir lesen hier die Vision des Autors für eine mögliche Zukunft. Dementsprechend ist der Blick aber auch beschränkt. Man bekommt keinen Rundumblick, oder ein Thema wird nicht von mehreren Seiten beleuchtet oder verschiedene Argumente abgewogen – manchmal fand ich das etwas schade.

Zumal man auch hier und da gemerkt hat, dass der Autor deutliche Positionen vertritt, Armut nur aus der Theorie kennt, ein Mann ist und starke Probleme mit Technik und Digitalisierung hat.


Oder kurz: Ich mag es sehr, dass es nicht krankhaft optimistisch ist, sondern es greift auf und beschreibt deutlich, wo heutzutage die Probleme liegen im Bereich Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Aber es zeigt vor allem, wie man es besser machen könnte und was dafür nötig wäre.

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Rezension zu "Selbst denken" von Harald Welzer

Wichtige Botschaft, leider schrecklich geschraubt formuliert
Henri3tt3vor 10 Monaten

Nachdem ich ein beeindruckendes Interview mit Harald Welzer gesehen habe, wollte ich unbedingt sein Buch lesen. Leider schreibt er ganz anders, als er spricht. 
Beispielsatz: "Denn mit der funktionalen Differenzierung von Gesellschaften, die arbeitsteilig organisiert sind, ist ein höchst flexibler Subjekttypus entstanden, der in der Lage ist, wechselnde und oft sogar höchst widersprüchliche Rollenanforderungen in Familie, Beruf, Verein, Freundschaftsbeziehungen usw. geschmeidig zu bewältigen." 
Geht es noch geschraubter? Tut mir leid, ich habe von jeher eine Aversion gegen unnötig komplizierte Texte. Ich habe immer das Gefühl, ich soll möglichst beeindruckt sein, wenn sich jemand so umständlich und mit vielen Fremdwörtern und Fachbegriffen ausdrückt. Ich verstehe zwar jedes Wort und begreife auch den Sinn, aber es ist so anstrengend zu lesen. Das macht doch keinen Spaß. Für mich ist es auch viel beeindruckender, wenn jemand mit einfachen Worten und kurzen Sätzen die Dinge auf den Punkt bringt. Aber ich gehöre wohl einfach nicht zur Zielgruppe. Wie diese genau aussehen soll, ist mir allerdings nicht klar, denn der Autor spricht seine Leser immer wieder direkt an, z.B. "So wie Sie sich Ihren Lebensraum mit Produkten vollstellen, von denen Sie bis vor kurzem gar nicht wussten, dass Sie sie jemals haben wollen würden, so wenden Sie immer mehr Zeit dafür auf, sich in diesem Konsumuniversum für oder gegen irgendetwas zu entscheiden: Sie lesen Tests und Erfahrungsberichte, arbeiten sich durch Bedienungsanleitungen und Updates, rufen Preisvergleiche ab, schließen Verträge aller Art ab - weshalb Sie immer mehr kaufen, aber immer weniger konsumieren, was Sie gekauft haben." Mach ich doch gar nicht! Ich bin seit Jahrzehnten radikaler Konsumverweigerer. Aber die Leute, die sich dem sinnlosen Konsum hingeben, wollen sicher nicht mit solchen Bandwurmsätzen kritisiert werden.

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Rezension zu "Wir sind die Mehrheit" von Harald Welzer

Regel Nr. 13: Dies ist unser Land. Und wir sind die Mehrheit.
Alaisvor 3 Jahren

In seinem Buch „Wir sind die Mehrheit – für eine offene Gesellschaft“ analysiert und philosophiert Harald Welzer über die gegenwärtige politische Lage. Der Text ist in einem lockeren Ton geschrieben und der Autor beweist sein Talent, selbst komplizierte Sachverhalte kurzweilig, treffend und verständlich darzustellen, sodass sich das Buch leicht lesen lässt.

Manchmal war es mir ein bisschen zu polemisch, manchmal freute ich mich über die brillanten Spitzen. Eines gefiel mir gar nicht: Auf Seite 78 regt er sich über die Wortmeldung eines Transgenders während einer Diskussion auf und so berechtigt seine Kritik an dem Gesagten auch ist – die Formulierung „ihn (oder sie oder es)“ hätte er sich meiner Ansicht nach sparen können. Es war sicher nicht seine Absicht (oder zumindest hoffe ich das doch), aber das Pronomen „es“ mit einem erwachsenen Menschen in Verbindung zu bringen, finde ich beleidigend und es geht doch um dessen Aussage, nicht um den Menschen selbst.

Den kurzen Kapiteln folgen als Fazit insgesamt dreizehn Regeln – oder eher eine Art Merksätze, die sehr schön die Kernaussagen der Kapitel auf den Punkt bringen. Besonders wichtig finde ich zurzeit, da wir mit der AfD Nazis im Bundestag sitzen haben und manche Politiker der demokratischen Parteien meinen, sie müssten den AfD-Nazi-Wählern nach dem Mund reden, um sie zurückzugewinnen, die 2. Regel: „Der rechte Rand ist für eine stabile Demokratie kein Problem. Ein Problem ist es, wenn die Themen des rechten Rands in die Mitte der Gesellschaft wandern.“

Welzer ermutigt seine Leser, für die offene Gesellschaft, für das, was Deutschland heute ausmacht (und was die Rechtsradikalen so gerne vernichten möchten), einzutreten. Seine Texte sind warnend, er beschreibt die Mechanismen, die den Verfall der Gesellschaft von der Weimarer Republik in den Abgrund von Hitlers Mörderstaat begleiteten. Aber er macht auch Hoffnung, erinnert daran, wie viel wir Menschen durch unser Engagement bewirken können. Am Ende bietet er noch eine Auflistung von Organisationen und Personen, für die man sich engagieren oder von denen man sich inspirieren lassen kann. 

Ich fand das Buch sehr interessant und es regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern weckt auch die Lust, sich mehr für unsere so wichtige Errungenschaft, die offene Gesellschaft, zu engagieren.

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