fischer baumler

Harald Welzer Die smarte Diktatur

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Inhaltsangabe zu „Die smarte Diktatur“ von Harald Welzer

Bestseller-Autor Harald Welzer legt mit 'Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit' eine neue und frische Analyse der großen gesellschaftlichen Zusammenhänge in Deutschland vor, eine umfassende Diagnose der Gegenwart für alle politisch Interessierten.

Unsere Gesellschaft verändert sich radikal, aber fast unsichtbar. Wir steuern auf einen Totalitarismus zu. Das Private verschwindet, die Macht des Geldes wächst ebenso wie die Ungleichheit, wir kaufen immer mehr und zerstören damit die Grundlage unseres Lebens. Statt die Chance der Freiheit zu nutzen, die historisch hart und bitter erkämpft wurde, werden wir zu Konsum-Zombies, die sich alle Selbstbestimmung durch eine machtbesessene Industrie abnehmen lässt, deren Lieblingswort 'smart' ist.

Was heißt das für unsere Gesellschaft? Nach seinem Bestseller 'Selbst denken' analysiert Harald Welzer in 'Die smarte Diktatur. Der Angriff auf unsere Freiheit', wie die scheinbar unverbundenen Themen von Big Data über Digitalisierung, Personalisierung, Internet der Dinge, Drohnen bis Klimawandel zusammenhängen. Daraus folgt: Zuschauen ist keine Haltung. Es ist höchste Zeit für Gegenwehr, wenn man die Freiheit erhalten will!

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    Die smarte Diktatur

    Selket

    20. July 2016 um 10:28

    Welzer zeichnet auf rund 300 Seiten das Bild einer Gesellschaft, die sich im Wandel befindet, im historischen Umbruch von Moderne zu Postmoderne. Leider ist dieser Wandel ein Rückschritt und kein Fortschritt, denn der Kapitalismus mutiert in der Konsumgesellschaft zunehmend zum Raubtierkapitalismus, weil sich überall 'räuberische Formationen' durchsetzen, die unter dem Vorwand die Welt zu verbessern, die Menschen versklaven und die Umwelt zerstören. Die Ideale der Moderne, z.B. die der französischen Revolution, wie Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sind nurmehr Lippenbekenntnisse einiger Politiker geworden, während in Wirklichkeit das 'Recht des Stärkeren' regiert. (Etwas, das sich derzeit an der Ausbreitung der Wirtschaftskriege ums Öl rund um das Mittelmeer anschaulich beobachten lässt. Anm. d. V.) Feudalismus im neuen Gewand und Autokratien kehren auch bei uns wieder zurück. Die Crux ist, dass wir alle durch unseren Hyperkonsum, jeder will ein Smartphone, ein Auto, ein Haus, etc. und alles möglichst billig, zugleich Mittäter an der Zerstörung der Welt, zu der wir alle gehören, sind. Kurz: wir zerstören uns selbst und keiner will es wissen. Deshalb sind wir wie gelähmt angesichts der Katastrophen, die uns unweigerlich heimsuchen. Denn in Wirklichkeit hat alles zwei Seiten. Das Internet der Kommunikation, das uns verbindet, kann von den Angehörigen der 'räuberischen Formationen' auch zum Ausspionieren gegen uns verwandt werden. Der Energiebedarf der billigen und digitalen Produkte, die unser Leben vorgeben bequem und lustig zu machen, führt zum Raubbau an der Natur und zur Umweltkatastrophe. Digital ist fossil. (Welzer, S. 220) Außerdem führt er zur Versklavung der Arbeiter an den Abbaustätten (z.B. für seltene Erden, Kongo) und zum Vertreiben der Menschen aus ihrer Heimat, weil dort die Wirtschaftskriege ums Öl toben. Die Erde wird auf diese Weise zunehmend unbewohnbar. Wollen wir das? Dieser Zusammenhang soll aber nicht in unser Bewusstsein geraten. Deshalb wird von den 'Bewusstseinsindustrien' und in den „(a)sozialen Netzwerken“ möglichst vieles aus dem Zusammenhang gerissen. Wir werden mit fragmentierten Informationen bombardiert und müssen uns selbst einen Reim darauf machen. Womit wir zunehmend überfordert werden. Die gute Nachricht ist: Wir müssen dabei nicht mitmachen. Wir müssen lediglich unsere Bequemlichkeit überwinden und mit dem Hyperkonsum unnützer Produkte (wie z.B. Pokemon) aufhören. Wenn das massenhaft gelingt, tun wir der Natur etwas Gutes. Denn unnützer Kram, der nicht mehr nachgefragt wird, wird auch nicht mehr produziert und verbraucht auch keine Energie mehr. Denkt einfach einmal darüber nach. Das was euch am Leben hält, ist das, was euch wirklich wichtig ist. Das solltet ihr herausfinden. Das geht aber nur, wenn ihr die „augmented reality“ verweigert, denn sonst werdet ihr nicht mehr wissen, worauf es im Leben ankommt, was für euch in eurem Leben wirklich zählt und darüber euch selbst verlieren. Das ist der Tod.

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  • Kauft ein FISCHER-Buch in eurer Lieblingsbuchhandlung

    Marina_Nordbreze

    Eure Lieblingsbuchhandlung + ein FISCHER-Buch = ♥ Als Buchliebhaber gibt es nichts schöneres, als in einer perfekt ausgestatteten Buchhandlung nach neuen Lieblingsbüchern zu stöbern. Gut gefüllte Regale, eine ansprechende Sortierung der Bücher, gemütliche Sitzecken, um schon vor Ort ein wenig im Buch zu schmökern - Was will man mehr? Und wir sind uns sicher, dass jeder von euch seine eigene Lieblingsbuchhandlung hat, eine Buchhandlung, in der man sich sofort wohlfühlt, bei der man den Empfehlungen der Buchhändler blind vertrauen kann und immer wieder gerne vorbeischaut. Um das "Lieblingsbuchhandlung"-Abzeichen zu erhalten, müsst ihr nur ein Buch aus den S. FISCHER Verlagen kaufen und ein Foto machen, auf dem man das Buch und die Quittung eurer Lieblingsbuchhandlung sehen kann. Außerdem interessiert uns, warum diese Buchhandlung zu euren Lieblingen zählt! In regelmäßigen Abständen werden wir die Fotos durchsehen und euch euer Abzeichen verleihen.  Ihr seid noch nicht Mitglied im FISCHER Leseclub? Das muss sich schnell ändern! Mehr Infos findet ihr hier.  Bitte beachtet, dass das Foto maximal 1 MB groß sein darf, damit der Upload klappt und wir einen Teil der Bilder in einem Facebook-Album vorstellen werden. Euer Abzeichen wird nach dem Hochladen nicht automatisch vergeben, sondern wir werden dies regelmäßig händisch tun.

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  • Sehr bedenklich stimmend

    Die smarte Diktatur

    michael_lehmann-pape

    09. May 2016 um 13:40

    Sehr bedenklich stimmend„Ich finde Freiheit besser als Unfreiheit. Ich bin dankbar, dass es Menschen gibt, die …. viel dafür geopfert und riskiert haben, dass ich frei bin…..zum anderen wurde gegen unseren moralische n Begriff von Freiheit und ihrer Notwendigkeit eingewendet, man können doch aus freien Stücken auf seine Freiheit verzichten. Ob das keine Freiheit sei?Nein, aber dem Augenblick des Verzichts ist das keine Freiheit mehr. Und damit zu all den Irren, die gerade auf Ihre Freiheit verzichten.“In diesen Sätzen steckt die Grundüberlegung Welzers und des gesamten Buches. Einer, der sich erkennbar windet und (zu Recht) erregt über das, was nach Jahrhunderten der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung, auf den Opfern des Freiheitskampfes und hart ertrotzt von Gewerkschaften und freiheitlichen politischen Kräften nun mit dieser „Freiheit“ geschieht. Die im Lauf der Geschichte nur einem geringen Teil an Menschen wirklich zugefallen ist und eine deren Speerspitzen der deutsche Staat mit seiner Rechts-Balance und den dazu gehörigen individuellen Rechten ist.Nun aber sieht Welzer (und argumentiert sehr überzeugend) genau diese Freiheit und dieses freiheitliche Leben von (fast) allen Seiten her unter Beschuss genommen. „Der Kapitalismus moderner Prägung benötigt keine Demokratie“, Autokratien sind sogar leichter zu handhaben bei einem Thema wie „Landnahme“ zum Beispiel, bei einer Vertreibung von Bewohnern von Land, das wirtschaftlich genutzt, ausgesaugt werden soll (mit einer Vertreibung hin zu den Randbezirken von Städten, wo wieder eine neue Problematik entsteht usw.).Mehr und mehr entsteht von Seiten der „Mächte“ her in Welzers Augen ein reinrassiger „Neo-Feudalismus“, dem der Bürger und Staatsangehörige weltweit aktuell kaum etwas entgegen zu setzten hat und, das ist, bei dem Welzers ganz besonders erkennbar der Ärger aufsteigt, sogar freiwillig durch Lifelogging, Hyperkonsum und viele andere „moderne Spielzeuge“, die persönliche Freiheit auch noch persönlich „dran gegeben wird“. Nur, um sich in „isolierten Sozialräumen“ wiederzufinden und sich auch nicht wohl zu fühlen. Nur, um aus eigentlich funktionierenden und gesunden „Systemen“ (der natürliche Körper), kranke Systeme (der Körper, dem immer irgendwas fehlt laut Daten) zu machen. Nur um auch echte Innovationen unmöglich zu machen, da in der Datenflut immer der einzelne ja nur im Spiegel all seiner eigenen Daten sich wiederfindet und damit Anderes, Fremdes, Neues (die echten Beförderer von Fortschritt) gar nicht mehr im Blickfeld auftauchen.Dabei findet diese „Modernisierung“ ohne „Moderne“ statt, denn der Prozess des langsamen Industrialisierens und dann die Produktivität gemeinsam effizient, aber auch mit starker Stimme für alle Seiten der Beteiligten entwickeln, hat ja bereits stattgefunden und wird nachrückenden Nationen und Regionen einfach als Gesamtpaket installiert. Die innere Erfahrung des Erkämpfens von Ausgleich und Freiraum kann sich darin gar nicht entwickeln und damit auch nicht liberale Bedingungen für das persönliche Leben.„Zivilisation ist nie gesichert, das hat das 20. Jh. gezeigt“.Und seit mehr als drei Jahrzehnten ist die freiheitliche Zivilisation von außen und innen, von Seiten der drängenden Marktkräfte und der „Konsum-begeisterten Bürger“ stark unter Druck.Wobei Welzer nicht bei der, durchaus den Leser mitnehmen, nachhaltiges Bedenken erzeugend oder vertiefend, Analyse stehen bleibt, sondern mit Vehemenz zum Widerstand gegen den Verlust zivil-freiheitlicher Gesellschaften und Lebensformen antritt. Und im Verweis auf „Affirmation“ und die anderen Erläuterungen im letzten Kapitel durchaus Möglichkeiten für den einzelnen Leser an die Hand gibt, die Augen zu öffnen und die Hand zu heben gegen diese umfassend wirkende, „smarte Diktatur“, die nicht zufällig entsteht, sondern von jenem 1-2 Prozent der Weltbevölkerung gemacht und gesteuert wird, die ihren abstrus hohen Besitz weiter auszubauen gedenken.Ein wichtiges, vielleicht sogar entscheidendes Buch.

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