fischer baumler

Harald Welzer Wir sind die Mehrheit

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Inhaltsangabe zu „Wir sind die Mehrheit“ von Harald Welzer

Schlagende Argumente gegen Rechtspopulisten und andere Menschenfeinde. Das Buch für Offenheit und demokratische Werte. Populisten dominieren immer stärker den öffentlichen Diskurs, Politik und Medien reagieren aufgeschreckt. Es scheint fast vergessen, dass es immer noch eine demokratische und freiheitliche Mehrheit gibt. Zeit sich zu Wort zu melden! Der Bestsellerautor und Sozialpsychologe Harald Welzer liefert die Argumente, die man allen rechtspopulistischen Dummheiten erfolgreich entgegenhalten kann.

Packend geschrieben, amüsant, aufrüttelnd – teilweise sehr polemisch, aber dafür auch ermutigend

— Alais

Interessante Regeln

— TAndres

Sehr gutes kleines Plädoyer für eine offene Gesellschaft...mit ein paar Einseitigkeiten. Da hätten ein paar mehr Seiten gut getan.

— Flamingo

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  • Regel Nr. 13: Dies ist unser Land. Und wir sind die Mehrheit.

    Wir sind die Mehrheit

    Alais

    07. October 2017 um 22:38

    In seinem Buch „Wir sind die Mehrheit – für eine offene Gesellschaft“ analysiert und philosophiert Harald Welzer über die gegenwärtige politische Lage. Der Text ist in einem lockeren Ton geschrieben und der Autor beweist sein Talent, selbst komplizierte Sachverhalte kurzweilig, treffend und verständlich darzustellen, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Manchmal war es mir ein bisschen zu polemisch, manchmal freute ich mich über die brillanten Spitzen. Eines gefiel mir gar nicht: Auf Seite 78 regt er sich über die Wortmeldung eines Transgenders während einer Diskussion auf und so berechtigt seine Kritik an dem Gesagten auch ist – die Formulierung „ihn (oder sie oder es)“ hätte er sich meiner Ansicht nach sparen können. Es war sicher nicht seine Absicht (oder zumindest hoffe ich das doch), aber das Pronomen „es“ mit einem erwachsenen Menschen in Verbindung zu bringen, finde ich beleidigend und es geht doch um dessen Aussage, nicht um den Menschen selbst. Den kurzen Kapiteln folgen als Fazit insgesamt dreizehn Regeln – oder eher eine Art Merksätze, die sehr schön die Kernaussagen der Kapitel auf den Punkt bringen. Besonders wichtig finde ich zurzeit, da wir mit der AfD Nazis im Bundestag sitzen haben und manche Politiker der demokratischen Parteien meinen, sie müssten den AfD-Nazi-Wählern nach dem Mund reden, um sie zurückzugewinnen, die 2. Regel: „Der rechte Rand ist für eine stabile Demokratie kein Problem. Ein Problem ist es, wenn die Themen des rechten Rands in die Mitte der Gesellschaft wandern.“ Welzer ermutigt seine Leser, für die offene Gesellschaft, für das, was Deutschland heute ausmacht (und was die Rechtsradikalen so gerne vernichten möchten), einzutreten. Seine Texte sind warnend, er beschreibt die Mechanismen, die den Verfall der Gesellschaft von der Weimarer Republik in den Abgrund von Hitlers Mörderstaat begleiteten. Aber er macht auch Hoffnung, erinnert daran, wie viel wir Menschen durch unser Engagement bewirken können. Am Ende bietet er noch eine Auflistung von Organisationen und Personen, für die man sich engagieren oder von denen man sich inspirieren lassen kann.  Ich fand das Buch sehr interessant und es regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern weckt auch die Lust, sich mehr für unsere so wichtige Errungenschaft, die offene Gesellschaft, zu engagieren.

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  • eBook Kommentar zu Wir sind die Mehrheit von Harald Welzer

    Wir sind die Mehrheit

    Fee Zocher

    07. October 2017 um 16:41 via eBook 'Wir sind die Mehrheit'

    Die Lektüre dieses Buches machte aus einen tristen verregneten Samstag Nachmittag im Oktober 2017 einen der erfrischendsten Nachmittage überhaupt. Kein Zweckoptimismus, sondern grundsolider Augenöffner. Beim Lesen der historischen Parallelen läuft es mir eiskalt den Rücken herunter. Und trotzdem, oder gerade deswegen, macht das Buch Mut. Toll!

  • Interessante Regeln

    Wir sind die Mehrheit

    TAndres

    03. August 2017 um 21:17

    „Menschen wie Pretzell und Seehofer, so lässt sich unschwer erkennen, fehlt jeder Anstand, ja sogar das ganz normale moralische Grundgerüst, das wir voneinander in modernen Gesellschaften erwarten.“ Dieser Satz auf der ersten Seite des Buches macht klar, worum es in diesem Buch geht. In 13 Kapiteln zeigt uns Harald Welzer den Weg in eine offene Gesellschaft, zu mehr Demokratie und Freiheit. Jedes dieser Kapitel endet mit einer Regel wie zum Beispiel: „Es ist einfacher für die Demokratie zu kämpfen, solange es sie noch gibt. Danach wird es erheblich schwieriger.“In den Kapiteln beschreibt der Autor unter anderem den Umgang vieler Bürger mit den Flüchtlingen, zieht einen Vergleich mit den Entwicklungen in den 30er Jahren und nennt für ihn wichtige Themen wie Bildungspolitik oder Lobbyismus. Die Kapitel und Regeln sind klar verständlich und für mich ohne Probleme nachvollziehbar. Die politische Ausrichtung von Welzer wird klar, aber er kann alles belegen und erläutern.Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich hatte es relativ schnell durch. Ob das Buch jetzt das Potential hat, die Welt zu verändern, wage ich zu bezweifeln. Es ist aber ein gutes Buch, um sich selbst mal Gedanken über sich und die eigene Rolle in der Gesellschaft zu machen. Wer eine offene Gesellschaft und wirkliche Demokratie möchte, sollte sich fragen, was er selbst tun kann und muss. Dieses Buch gibt dazu einige Denkanstöße.Ich vergebe 4 Sterne. Den einen Punkt hätte es gegeben, wenn es mehr konkretere Ansätze für eine offene Gesellschaft gegeben hätte.

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  • Ein JA für die offene Gesellschaft

    Wir sind die Mehrheit

    Flamingo

    06. May 2017 um 15:05

    Ich muss gestehen, mich stresst die derzeitige weltpolitische Situation total. Ich schwanke zwischen einerseits "Kopf in den Sand stecken" - hierbei ignoriere ich dann alle Nachrichten - und dann andererseits mutiere ich zum Nachrichtenjunkie und ziehe mir alles rein was geht. Das Buch von Harald Welzer tut dabei irgendwie gut. Es bestätigt mir, dass nicht ICH - weil ich weltoffen und liberal bin - der Spacko bin, sondern die neue Axe des Bösen, Trump-Erdogan-LePen-AfD-Putin und deren Anhänger sind die Spackos. Da liest man zwar viele Allgemeinplätze, aber man fragt sich trotzdem auf jeder Seite, wieso gibt es überhaupt noch Menschen, die Russia Today in Deutschland schauen. Die Nazi-Kultur (und ich verweigere mich da Welzers höflichem "neurechts" Sprachgebrauch) ist im Jahr 2017 so unglaublich schwer zu nach vollzuziehen.Natürlich vereinfacht Welzer auch. Die Spackos von der SED...ups PDS...ups die Linken vernachlässigt er fast ganz und als Frau verdeutlicht er zu wenig, wie herabwürdigend für Frauen die neuen Nazis und Faschisten dieser Welt sind. Ich glaube da hätte es nicht geschade, wenn Herr Welzer noch 20-30 Seiten mehr geschrieben hätte.Einen Stern Abzug gibt es für das Kapitel zum Neoliberalismus. Witze auf Kosten von Transgender gehen gar nicht und die Probleme des Neoliberalismus damit zu erklären, dass Schwule sich Babies bei Leihmüttern in der Dritten Welt kaufen und dass das zu einer Neidkultur führt....widerwärtig, Herr Welzer. Da hätte ich das Buch fast in die Ecke geschmissen. Was schade wäre, denn der Rest ist wirklich ansprechend und nett geschrieben und es ermutigt den Leser, FÜR etwas zu sein (z.B. Europa #pulseofeurope) und nicht der Angstmacherei zu erliegen. 

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