Hardy Crueger Der andere Krieg

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Inhaltsangabe zu „Der andere Krieg“ von Hardy Crueger

Er hatte jüdische Vorfahren und 1935 schickte sein Vater ihn und seine Mutter in die USA. Der Vater musste noch Geschäfte erledigen und wollte irgendwann nachkommen. Jahrelang haben sie auf ihn gewartet. Er nannte einen alten Chinesen in New York seinen 'Onkel', und erzählte, nach Ausbruch des 2. Weltkriegs sei er ein paar Mal übel verprügelt worden. Außerdem war er quer durch die Staaten Illinois, Indiana und Pennsylvania gelaufen. Gelaufen! Mann, ich wusste nicht mal, wo diese Staaten in den USA liegen. Und im Knast hatte er auch gesessen, drei Jahre lang.

Ein Roman, nicht nur für Erwachsene

Ein vielschichtiger Roman mit absoluter Leseempfehlung

— RegineKoelpin

Klasse - Zu kurz

— HermannBorgerding

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    Der andere Krieg

    RegineKoelpin

    16. August 2016 um 15:14

    Kaum angefangen konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, habe mitgeweint, mitgelitten, mitgelacht und am Ende auch mitgehofft. Victor Rosenfels und sein Schicksal, seine Höhen und Tiefen, die er auf seiner Odyssee erleben muss, lassen den Leser nicht los. Akzentuiert setzt Hardy Crueger seine Worte; klare ausgefeilte Sätze, die tief unter die Haut gehen, Emotionen wecken und einen unbeschreiblichen Lesesog auslösen. Ein etwas anderer Roman mit einer uneingeschränkten Leseempfehlung!

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  • Zu kurz - aber klasse

    Der andere Krieg

    HermannBorgerding

    18. September 2015 um 22:08

    Hardy Crueger ist ein von mir sehr hoch geschätzter Autor. Innerhalb eines Jahres hat er nun nach „Der Herzog, der Räuber & die Tochter des Goldschmieds“ (Edition Narrenflug) und „Die Stunde der Flammen“ (KBV) seinen dritten Roman veröffentlicht: „Der andere Krieg – Die Odyssee des Victor Rosenfels“. Ersterer ein historischer Roman, zweiter ein Thriller (und was für einer!) und jetzt –tja, irgendwo ein historischer Roman (Zeit ist hauptsächlich das sogenannte Dritte Reich), aber vielleicht eher ein klassischer Bildungsroman, wie es Gabriele Haefs in ihrem Vorwort schreibt. Keine Ahnung. Aber auch egal:   Crueger beschreibt das Leben von Victor Rosenfels. 1925 in Hamburg geboren, 1935 mit seiner Mutter nach Amerika geflohen,  1947 nach Deutschland zurückgekehrt, 2011 gestorben. Ein Leben auf der Flucht. Ein Leben auf der Suche. Kann man so ein Leben in zweihundert Seiten fassen? Crueger kann das. Und macht es exzellent. Trotzdem wünsche ich mir beim Lesen und vor allem, nachdem ich das Buch durchgelesen habe, es hätte mindestens den doppelten Umfang.   Die Figur des Victor Rosenfels erinnert mich an „Little big man“, ebenso der Erzählungsaufbau und der Humor. Schon alleine das machte dieses Buch zu einem großen Vergnügen für mich. Die erzählten Szenen sind witzig, traurig und mitfühlend beschrieben. Ich habe dieses Buch verschlungen. Stilistisch ist Crueger zu einem Meister gereift: Egal, welches Genre er wählt, er trifft die passenden Wörter. Langweilt nicht, kopiert nicht, überzeugt mit seinem klaren und – für mich – einfach überzeugenden Stil.   Oft überspringe ich bei einem Roman beim ersten Lesen Seiten, die mir langweilig erscheinen. Hier hatte ich den umgekehrten Effekt: Ich wollte einfach mehr!   Deshalb mein Punktabzug: Das Buch ist zu kurz. Kann es eine freundlichere negative Kritik geben?

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