Hardy Krüger , Peter Käfferlein Was das Leben sich erlaubt

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Inhaltsangabe zu „Was das Leben sich erlaubt“ von Hardy Krüger

Hardy Krüger, Weltstar aus Deutschland mit vielen Facetten: Schauspieler, Schriftsteller, Weltenbummler - und Zeitzeuge eines bewegten Jahrhunderts, auf das er nun, mit 88 Jahren, zurückblickt. Krüger erzählt im Gespräch von seiner Heimat Deutschland, seiner Liebe zu Afrika und seinem Leben in Amerika, Frankreich und England: Wer ihn damals prägte, was ihn heute antreibt und warum er sich um die Welt von morgen sorgt. 1928 in Berlin geboren, wächst Hardy Krüger unter dem NS-Regime auf und spielt bereits mit 15 Jahren seine erste Filmrolle. Ufa-Star Hans Söhnker konfrontiert ihn in dieser Zeit mit der Wahrheit über die Verbrechen der Nazis - und so wird aus dem Adolf-Hitler-Schüler Hardy Krüger der Kurier einer Gruppe von Widerständlern. Kurz vor Kriegsende muss Krüger an die Front, wird wegen Befehlsverweigerung zum Tode verurteilt und überlebt nur knapp. Nach 1945 startet er eine internationale Filmkarriere und spielt an der Seite von Charles Aznavour, John Wayne, James Stewart und Sean Connery. Zeitlebens bleibt Krüger ein Pendler zwischen allen Kontinenten und engagiert sich im Kampf gegen das Vergessen. Er legt sich mit Kanzler Adenauer an, klebt Wahlplakate für die SPD und wird zum Freund Helmut Schmidts. Eindrucksvoll und offen wie kaum ein anderer berichtet Krüger von den Grausamkeiten des Krieges, der Sprachlosigkeit einer ganzen Generation, von Begegnungen mit anderen Religionen und Kulturen und den wichtigsten Stationen seines bewegten Lebens.

Deutlich und einfach geschrieben

— leserin

*3,5 Sterne* -Rezi folgt-

— Masau

Das tief bewegende, sehr persönliche Bekenntnis eines Weltstars, der sich um sein Heimatland sorgt.

— Thorsten_Falke

Ausragendes Buch, das ab der ersten Zeile mitreißt und viel zurückgibt.

— seschat

kein hochliterarische Buch, aber wichtig und flott zu lesen. Man möge bedenken, der Mann ist 88 und engagiert sich heute noch!!

— Bri

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  • Was das Leben sich erlaubt

    Was das Leben sich erlaubt

    Masau

    10. February 2017 um 11:55

    Auf dieses Buch bin ich nur zufällig aufmerksam geworden. Mein vorhandenes Hardy Krüger - Wissen begrenzte sich bisher darauf, dass er bei der Tierdokureihe „Raubtiere“ - welche mir als Kind sehr gut gefallen hatte - der Sprecher war. Ich war also neugierig und wollte mehr über den Mann erfahren. Den Schreibstil des Buches finde ich etwas gewöhnungsbedürftig. Obwohl der Autor schon mehrere Bücher veröffentlicht hat, bekommt man als Leser das Gefühl ein Erstlingswerk vor sich zu haben. Durch die im Innenteil beigefügten Bilder, besitzt es nicht viele Seiten, weshalb man es schnell durchlesen kann. Interessant fand ich, dass der Autor aus seinem Leben aus der damaligen Zeit schreibt. Mit seinen 88-89 Jahren hat er auch einiges zu erzählen, das uns einen kleinen Blick auf die Vergangenheit werfen lässt. Für Interessierte an der Person Hardy Krüger kann ich das Buch empfehlen, obwohl es keinen tiefen Einblick in sein Leben gibt. Allerdings ist es bestimmt kein Buch, welches man gelesen haben muss.

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  • Mahnende Worte eines Filmstars

    Was das Leben sich erlaubt

    Thorsten_Falke

    31. January 2017 um 11:44

    Hardy Krüger schreibt, wie er spricht. Man meint, beim Lesen seine unverwechselbare, aus zahlreichen Filmen vertraute Stimme zu hören. In diesem Fall ist es eine mahnende Stimme: Er will aufrütteln mit diesem Buch, und er will der jungen Generation die Augen öffnen, indem er erzählt, wie ihm von den Nazis seine Jugend gestohlen wurde und wie ihn schon in jungen Jahren Kollegen und Freunde mit der Wahrheit über den Unrechtsstaat konfrontierten, mit dem seine Eltern sich arrangiert hatten. Was das Leben sich erlaubt ist ein wichtiges, ein tief bewegendes, sehr persönliches Buch, das – auch wegen der kurz gehaltenen historischen Einschübe der Co-Autoren – zur Pflichtlektüre an deutschen Schulen werden sollte. 

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  • Spannende Erinnerungen

    Was das Leben sich erlaubt

    seschat

    05. January 2017 um 16:58

    Der 88-jährige Schauspieler, Autor und Weltenbummler Hardy Krüger kann und hat etwas zu erzählen. Im Laufe der Jahre sind bereits unzählige Bücher über sein Leben, seine Schauspielkarriere und seine Zeit in Südafrika erschienen. In "Was das Leben sich erlaubt" beschreibt er seine Erfahrungen mit der Heimat Deutschland. Im Mittelpunkt steht dabei seine Kindheit und Jugend im nationalsozialistischem Deutschland. Auf Wunsch der Eltern besucht er eine Adolf-Hitler-Schule und hegt bereits bei der Vereidigung erste Zweifel am Regime und vor allem an der völkischen Propaganda. Von den Verbrechen der NS-Regierung erfährt er durch seinen väterlichen Freund, den Ufa-Schauspieler Hans Söhnker. Durch ihn wird Krügers nationalsozialistisch indoktriniertes Weltbild aufgeweicht. Mehr noch, heimlich hilft der Flugschüler Krüger Juden bei der Flucht. Das tut er aus Menschlichkeit. Zudem ermöglicht ihm Söhnker staatlich verbotene Filme zu schauen, was dem leidenschaftlichen Cineasten ungeahnte Einblicke liefert. Im weiteren Verlauf schildert Krüger eindrucksvoll seine Befehlsverweigerung und die anschließende Flucht. Bereits als Jugendlicher lehnte er sich damit gegen das unmenschliche Töten in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs auf. Seine spätere Schauspielkarriere wird angerissen und am Ende noch um einige Erlebnisse mit bundesdeutschen Politikern (Konrad Adenauer, Helmut Schmidt) ergänzt. Mich hat Krügers Buch restlos begeistert. Schonungslos ehrlich und mit wachem Blick auf das große Ganze berichtet er aus seinem Leben. Seine Mitmenschlichkeit, sein Mut und seine Weitsicht haben mich beeindruckt. Bedingt durch seine Erfahrungen sind die mahnenden Wort am Buchende, die sich gegen politisch radikale Gruppen (Linke, Rechte) der Gegenwart richten, nur allzu verständlich. Er musste bereits früh erwachsen werden und hat sich nicht unterkriegen lassen und seinen eigenen, gradlinigen Weg beschritten - Chapeau! FAZITEin lebensweises, ungemein lesenswertes Buch, das nicht nur historisch interessant ist, sondern auch ein gerechtes, soziales Miteinander vorlebt.

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  • Das Leben ist politisch

    Was das Leben sich erlaubt

    Bri

    Eigentlich sollte heute hier ein Kriminalroman vorgestellt werden, um ein wenig gute Unterhaltung zu bieten. Die Weltlage und das aktuelle Datum aber haben mich meinen Plan kurzfristig ändern lassen. Durchatmen ist angesagt, kühlen Kopf bewahren. Die Scherben zusammen fegen, die Schultern straffen und der Aufgabe, die auf uns alle zukommt entschlossen entgegen zu sehen.Oft habe ich mich schon gefragt: „Was hättest Du getan, in den schrecklichen Jahren der Naziherrschaft in Deutschland?“ Oft habe ich mich antworten hören: „Ehrlich? Ich weiß es nicht. Ich hoffe, ich hätte mutig gehandelt, aber hätte ich Familie gehabt, kann es sein, dass ich einfach meiner Angst nachgegeben hätte“. Durch die Zeitläufte und meine Lektüre in der letzten Zeit allerdings hat sich die Antwort deutlich geändert und fällt so aus: „Ja, ich würde Möglichkeiten suchen, denen zu helfen, die Hilfe brauchen. Ja, ich würde mich gegen aufkommendes Unrecht stellen. Auch auf die Gefahr hin, selbst Schaden zu leiden, denn was hat eine Welt in Angst für einen Sinn? Keinen. Und schon gar nicht für meinen Sohn – egal ob mit mir oder ohne mich. Ich möchte nicht gefragt werden, warum ich still war, weshalb ich nichts tat, mich schuldig habe machen lassen.“„Wir müssen unschuldig bleiben“ – das ist der Schlüsselsatz, den der Aldolf-Hitler-Schüler Eberhard (der sich später selbst Hardy nennen wird) Krüger von einem großen Schauspieler und später sehr gutem Freund hört. Hans Söhnker ist es, der dem 1928 geborenen Hardy Krüger, den viele Menschen meiner Generation vielleicht gar nicht mehr kennen, die Augen öffnet für die Machenschaften des Nazi-Regimes, der in ihm eine innere Wandlung anwirft, die Krüger im zarten Alter von 15 Jahren zu einem Doppelleben zwingt. Krügers Eltern waren – und das kann man wohl getrost so nennen – treue Gefolgsleute Adolf Hitlers. Der Vater, Parteimitglied der NSDAP, steckt seinen Stammhalter schon früh in das „Ehrenkleid“ des Regimes, so früh, dass der kleine Eberhard es ganz selbstverständlich trug. Mit 10 Jahren musste er zum Jungvolk, wie alle anderen auch. Mit 13 Jahren kommt er in die Adolf-Hitler-Schule Sonthofen, wo gezielt „Material“ für den Krieg herangezogen wird.Schon bei der Auswahl muss er einiges über sich ergehen lassen, was er als merkwürdig empfindet, aber er vertraut der Menschenkenntnis seiner Eltern. Wäre es falsch, was auf das Geheiß Adolf Hitlers mit den jungen Menschen hier passiert, würden sie ihn sicher nicht dorthin schicken. Die Wendung in seinem Leben beginnt, als er beim Dreh des Filmes „Junge Adler“ Albert (Abbi) Florath trifft und dieser ihm, nach Drehschluss Filme vorführen lässt, die verboten sind. Verboten, weil sie von Juden geschaffen wurden oder anderweitig nicht in das menschenverachtende Konzept passen, das die Regierung etabliert hat. Dem 15 Jähringen will nicht in den Kopf, was an diesen Filmen schlecht sein soll und so weiß Florath schon bald, dass er dem Jungen vertrauen kann.Bald danach tritt Hans Söhnker in Krügers Leben. Krüger ist glücklich und beginnt zu begreifen, was falsch ist, am Glauben seiner Eltern. Um jedoch die neuen Freunde und deren Unternehmungen, die manch einem Menschen das Leben retten, nicht zu gefährden, spricht er mit niemanden über seine Wandlung und kehrt sogar nach den abgeschlossenen Dreharbeiten zurück in die Ordensburg. Was ihm sichtlich schwer fällt …Hardy Krüger war für mich immer ein Mensch, der das was er tut aus Überzeugung tut. Dass er nicht nur einmal – und das schon in jungen Jahren – dem Tod knapp entronnen ist, war mir nicht bewußt. Jahrgang 28, 16jährig, wurde auch er als Kanonenfutter eingesetzt. Ganz ehrlich und frei spricht er in seinem eben erschienenen Buch „Was das Leben sich erlaubt“ davon, wie er aufwuchs, was ihm sagte, dass er besser Hans Söhnker glauben sollte, als seinen eigenen Eltern und wie das alles sein weiteres Leben bis heute beeinflusst. Denn obwohl er bereits 88 Jahre alt ist, ist er unermüdlich unterwegs, um zu verhindern, dass solch ein Regime wieder an die Macht kommt. Er ist in der Welt zu Hause und sorgt sich auch noch im hohen Alter darum, wie diese in Zukunft aussehen wird.Der autobiographische Text, der intuitiv Erinnerungen erstehen lässt – meist chronologisch, doch auch manchmal assoziativ – wird durch von Peter Käfferlein und Olaf Köhne zusammengestellte historische Fakten wunderbar ergänzt. Sicherlich kein literarisch – avantgardistischer Text, aber ein wichtiger und hoch zu schätzender Beitrag, der ganz klar zeigt, was uns ausmacht. Albus Dumbledore würde sagen: Es sind unsere Entscheidungen, nicht unsere Fähigkeiten, die uns ausmachen. Ich sage: Danke Hardy Krüger für Ihren Mut, Ihre Entscheidungen und Ihre Unermüdlichkeit, uns alle daran zu erinnern, dass wir es sind, die unsere Zukunft gestalten. Jeder einzelne von uns. "Es darf nicht sein, dass sich die Todesnähe meiner frühen Jahre für die junge Generation wiederholt. Und so fahre ich durchs Land. Gehe zu Gymnasiasten in die Schulen. Sage ihnen, dass sie nicht schweigen dürfen zu den verbrecherischen Thesen von gefährlich rechts und ganz weit links. Dass sie zur Wahl gehen müssen, wenn sie dazu aufgerufen sind. Sage ihnen das und noch viel mehr. Weil es schlussendlich das Leben dieser jungen Menschen ist. Deren Zukunft. Unser Land."

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    Bri

    14. November 2016 um 09:12
    Babscha schreibt Schöne, nachdenklich machende Rezi. Immer wieder interessant, was man über bestimmte Menschen noch erfahren kann, wenn man mal genau hinschaut oder -liest. Und wie sich zeigt, wie wichtig und ...

    Absolut - mir war nur im Gedächtnis geblieben, dass es so eine Überraschung für manchen war, dass er international trotz seiner vermeintlichen Parteitreue - ich meine, der war 16 als er in die ...

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