Harlan Ellison Mephisto in Onyx

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Inhaltsangabe zu „Mephisto in Onyx“ von Harlan Ellison

Mit einem Essay v. Nonhoff, Sky Vorwort v. Miller Frank Roman. 127 S.

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Durst

Endlich wieder ein Hole, ich konnte ihn nicht zur Seite legen.

pandora84

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misery3103

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  • Rezension zu "Mephisto in Onyx" von Harlan Ellison

    Mephisto in Onyx
    thelexxx

    thelexxx

    So oberflächlich es auch klingen mag; manche Bücher strahlen schon allein anhand ihres Titels und ihrer Aufmachung eine gewisse Anziehungskraft aus - genau wie andere dadurch abzuschrecken vermögen. Die Novelle „Mephisto in Onyx“ ist gehüllt in ein Cover des renommierten Comiczeichners Frank Miller, welcher spätestens durch die Adaptionen seiner Comics „Sin City“ und „300“ auch einem breiten Publikum, jenseits aller Geek-Conevntions, ein Begriff sein dürfte. Was den Autor hingegen betrifft, meint man es (zumindest im deutschen Raum) mit einem nahezu unbeschriebenen Blatt zu tun zu haben. Das dies jedoch ein Trugschluss ist, offenbart ein kurzer Blick auf die unglaublich breitgefächerte Liste von Erzeugnissen, welche der 1934 geborene Harlan Ellison der Welt hinterlassen wird. Neben unzähligen Short-Stories, ein paar Drehbüchern, Sachbüchern, Novellen, Romanen, Comics und Hörspielen, gilt es wohl zu erwähnen, dass Ellison u. A. für einige Episoden der erfolgreichen Serienformate „Star Trek: Raumschiff Enterprise“, „The Outer Limits“ und natürlich „The Twilight Zone“ verantwortlich war. Wem nun die beiden letztgenannten Formate noch etwas sagen, der weiß wohlmöglich schon wo die Reise mit „Mephisto in Onyx“ hingeht. --- Ellison erzählt die Geschichte des Rudy Pairis, welcher bereits in seiner Kindheit entdeckte, dass er mit der zweifelhaften Gabe gesegnet ist, die Gedanken seiner Mitmenschen lesen und lenken zu können. Entgegen der ersten Vermutung, stellt dies für ihn nun keinen unbedingten Vorteil, kein Glück und keinen Segen dar; er verflucht seine Gabe, ist geplagt von Schuldgefühlen, da er partout kein Spanner, kein Voyeur sein will. Noch dazu gäbe es kaum einen Menschen, dessen Gedanken so rein wären, dass man, nach dem man in seine Gedankenlandschaft eingedrungen ist, nicht erst einmal geplagt von Depression und Ekel untertauchen müsse – eine interessante Sichtweise. Die Gabe durchzieht und beeinflusst Pairis gesamtes Leben und macht somit auch Bindungen zu anderen Menschen nahezu unmöglich; die einen wenden sich von ihm ab, die anderen versuchen sogar ihn zu töten. Die Einzige, zu der Pairis eine Art Freundschaft pflegt, ist die Staatsanwältin Allison Roche. Beide sind nicht nur verbunden durch eine lange platonische Beziehung, sondern auch durch einen freundschaftlichen One-Night-Stand (!) vor Jahren, der wie eine unsichtbare Mauer des Schweigens zwischen den Freunden zu stehen scheint. Roche, die gerade – nach dreijähriger Ermittlung – den Serienkiller Henry Lake Spanning in den Todestrakt gebracht hat, bittet ihren Freund um einen überraschenden Gefallen: Rudy Pairis soll Spanning im Todestrakt einen Besuch abstatten, seine Gedankenwelt ergründen und so die Frage klären, ob der bestialische Mörder wirklich schuldig sei. --- Allison Roche ist auf einmal nämlich nicht nur von der Unschuld Spannings überzeugt, sondern hat sich noch dazu in selbigen verliebt – und das nur vier Tage vor dessen Hinrichtung. Widerwillig gibt Pairis dem Gesuch seiner Freundin nach, um sich kurz darauf auf den Weg ins Gefängnis zu machen. --- Dass dem Leser nun die ein- oder andere überraschende Wendung bevorsteht, ist bei einem Autor einschlägiger Formate wie „Outer Limits“ ja zu erwarten, wie sich das ganze hier jedoch gestaltet, ist bemerkenswert unterhaltsam. Die rasante Novelle nimmt mit ansteigender Seitenzahl auch mehr und mehr Fahrt auf, stößt nicht nur den Leser vor den Kopf, sondern reißt auch alles bisher Erzählte einfach wieder ein und gewinnt somit immer mehr an Tiefe. Neben der Story, gilt es außerdem die Dialoge Ellisons hervorzuheben, die sich mit ihrem zynischen Straßen-Charme keineswegs in den dunklen Gassen moralisch-verfallener Großstädte zu verstecken brauchen. Wem die Monologe Rorschachs oder Detective Hartigans auf Celluloid gefallen haben, der wird hier zweifelsfrei ebenfalls auf seine Kosten kommen. Eine wilde Geschichte voller Dreck und menschlicher Abgründe, die kurzlebig und mit einem überaschenden Ende versehen, ein bis anderthalb Stunden gute Unterhaltung bietet. --- Auch zu lesen auf: buchpiraten.blogspot.de

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  • Rezension zu "Mephisto in Onyx" von Harlan Ellison

    Mephisto in Onyx
    Wonnefried

    Wonnefried

    14. February 2011 um 10:43

    Kurz, knackig und immer wieder überraschend. Das dünne Buch hat man in einer guten Stunde durch, aber Wow, was für eine Stunde. Ein Psycho-Spielchen der Sonderklasse. Die Schreibe von Harlan Elisson hat mich schon in "Die Puppe Maggie Moneyeyes" umgehauen.

  • Rezension zu "Mephisto in Onyx" von Harlan Ellison

    Mephisto in Onyx
    Leserrezension_2009

    Leserrezension_2009

    Andreas Z. hat folgende Rezension eingereicht: Mephisto in Onyx handelt von Rudy Paris, der die Fähigkeit besitzt, die Gedanken anderer Menschen zu lesen. Er wird von seiner Jugendliebe Allison gebeten, den mutmaßlichen Serienkiller Henry Lake Spanning in der Todeszelle zu besuchen, um die Wahrheit über seine Taten zu erfahren. Allison ist Staatsanwältin und hat sich entgegen aller Vernunft in Spanning verliebt. Rudy erfüllt ihr nur widerwillig diesen Wunsch, denn er liebt sie immer noch. Als er Spanning im Hochsicherheitstrakt gegenübersteht, erlebt er eine verhängnisvolle Überraschung. Wenn man nach einer knappen Stunde Lesezeit das Buch und den Mund schließt, ist einem schwindelig von den zahlreichen überraschenden Wendungen, die diese kurze Geschichte nimmt. Sie ist zu keiner Zeit vorhersehbar und das passiert einem als Leser leider immer seltener. Jedes Mal, wenn man denkt, wow, was für eine phantastische Schlusspointe, reißt der Autor das Ruder noch einmal herum und legt einen weiteren außergewöhnlichen Clou nach. Ich kann nicht mehr sagen, wie oft ich diese Geschichte in den letzten zehn Jahren gelesen habe, aber sie begeistert mich immer wieder. Harlan Ellison ist eine Legende, doch sein auf Deutsch veröffentlichtes Werk ist leider immer noch recht überschaubar. Er hat unzählige Kurzgeschichten geschrieben, Drehbücher für Star Trek und Twilight Zone und war der Herausgeber von Dangerous Visions einer der wegweisendsten SF-Anthologien aller Zeiten. Viele seiner Kurzgeschichten zählen heute zu den Klassikern der Horror- und Science-Fiction-Literatur, zahlreiche wurden verfilmt oder als Comic veröffentlicht. Das Titelbild stammt von Frank Miller, der inzwischen durch Sin City und 300 längst kein Geheimtipp mehr ist und auch das Vorwort verfasst hat. Mindestens genauso fesselnd wie die Geschichte selbst sind die Informationen über Ellisons Leben im Nachwort von Sky Nonhoff. Darin werden höchst amüsant die Stationen im Leben des Kultautors und Provokateurs beschrieben. Leider ist das Buch nur noch antiquarisch erhältlich, aber die Suche danach lohnt sich.

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    Wonnefried

    Wonnefried

    14. February 2011 um 10:39