Harmony Dust Nur einer sah meine Seele

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Inhaltsangabe zu „Nur einer sah meine Seele“ von Harmony Dust

Die 19-jährige Harmony sitzt in der Falle. Sie hat hohe Schulden, steht völlig unter der Fuchtel ihres Freundes. In ihrer Not lässt sie sich auf ein Doppelleben ein: Sie wird für drei Jahre zu Monique, Tänzerin in einem Striplokal. Doch Gott findet sie in der Dunkelheit. Im Lärm des Nachtclubs!

Eine starke, aber aufwühlende Biografie, die ich aufgrund ihres krassen Inhalts erst ab Mitte 20 empfehlen würde (siehe Rezension).

— cho-ice

Eine mutmachende Erfahrung, allerdings wird mir der Heilungsprozess zu knapp geschildert. Ansonsten sehr lesens- und nachdenkenswert!

— Kirschbluetensommer

Ein wirklich bemerkenswertes Zeugnis und ein Buch, das zutiefst bewegt.

— blessed

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  • Zweite Chancen gibt es wirklich!

    Nur einer sah meine Seele

    cho-ice

    17. June 2016 um 20:47

    Ich lese schon seit vielen Jahren gern Biografien und liebe es neben dem Sehen von biografisch inspirierten Filmen auch, im persönlichen Gespräch die Geschichte von Menschen zu erfahren. Dadurch hat sich mir, die ich rückblickend doch größtenteils sehr behütet aufgewachsen bin, mit Anfang 30 ein weiter Horizont an Lebenserfahrungen und auch Abgründen eröffnet. Ich würde behaupten, dass ich inzwischen einiges „vertrage“. Doch die Biografie von Harmony Dust „Nur einer sah meine Seele“ zu lesen, ging mir aufgrund ihrer leidvollen Erfahrungen doch näher, als ich erwartet hatte. Interessierten, die eine ähnliche christliche Sozialisation wie ich erleben durften, kann ich dieses Buch daher mit gutem Gewissen tatsächlich erst ab 25 empfehlen oder wenn mann oder frau bereits eigene, gute (!) Erfahrungen mit Sexualität und sexueller Entfaltung gemacht hat. Trotz dieser ernst gemeinten Vorwarnung kann ich Dusts Biografie hundertprozentig empfehlen. Ihre Geschichte zieht den Leser mit hinein und ist an Dramatik spannender und ergreifender als so mancher aktuelle Film. Ihre Geschichte ist einzigartig und doch exemplarisch für viele Frauen, die heute in der Sex-Industrie arbeiten, da sie selbst früh in ihrem Leben massiven Missbrauch erlebte und sich ein zerstörtes Selbstbild hinter ihrem hübschen Gesicht verbarg. Mit Anfang 20 hatte sie mehr gesehen, als so mancher Mensch in seinem ganzen Leben. Drei Jahre lang arbeitete sie als Tänzerin und führte dabei als Studentin mit 1A-Noten ein Doppelleben, gefangen in Schulden und einer krankhaften Beziehung zu einem Mann, der sie nicht liebte. Als sie in einem Tanzkurs einer Christin begegnete, erzählte sie ihr von ihrem geheimen Leben und erfuhr zu ihrer Verblüffung keine Verurteilung. Das machte sie neugierig auf den Glauben dahinter und so begann ihre Lebenswende. Später gründete sie eine Organisation, die unter Frauen in der Sexbranche Los Angeles arbeitete und inzwischen viele Ableger in den USA hat. Doch ihre Geschichte hat auch dem deutschsprachigen Leser viel zu sagen. Auch hierzulande boomt das Geschäft mit käuflicher Liebe und Pornografie mehr denn je. Die Gemeinde Gottes öffnet ihre Augen langsam für diese Realität und beginnt, nach Antworten darauf zu suchen. In diesem Buch eröffnet sich eine ehrliche Perspektive auf Hintergründe und Möglichkeiten, den Menschen, die in dieser Branche gefangen sind, zu helfen und ihnen mit der Liebe Gottes zu begegnen. Selten habe ich eine so gut geschriebene Biografie gelesen, die nicht von einem Co-Autor mit verfasst wurde. Ich empfehle dieses Buch daher (mit der obigen Einschränkung!) allen, die gern spannende Lebensberichte lesen, aber insbesondere auch Leuten, die darüber nachdenken, mit Frauen zu arbeiten, die ihren Körper verkaufen oder selbst davon betroffen sind. Jesus macht frei! – diese hoffnungsvolle Botschaft ist das Resümee und die Lebensbotschaft von Harmony Dust, die sich zu lesen lohnt. Wie sie selbst am Schluss des Buches schreibt: „Zweite Chancen gibt es wirklich.“

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    • 2
  • Eine Stripperin erzählt

    Nur einer sah meine Seele

    Liebes_Buch

    20. May 2014 um 20:15

    In dem Buch "Nur einer sah meine Seele" erzählt Harmony Dust von ihrem Leben als Stripperin. Ihre Geschichte ist ein Beispiel einer Frau, die freiwillig in der Sexindustrie arbeitet, während sie ansonsten normal in die Gesellschaft integriert ist und das College besucht und studiert. Harmony ist trotzdem nicht frei. Ihre Kindheit verlebt sie vernachlässigt und von den Eltern verlassen in einem verdreckten Haus, wo sie von Erwachsenen missbraucht wird. Als Teenager wird sie von einem Freund vergewaltigt, der noch damit angibt. Um den einzigen Menschen nicht zu verlieren, den sie lange kennt, einen Jungen, den die Mutter aufgenommen hat, schläft sie mit ihm und fängt an im Stripclub zu arbeiten, um eine gemeinsame Wohnung zu finanzieren. So hofft sie, ihn an sich zu binden. Zeitweise lässt sie auch noch seine Freundin, die von ihm schwanger ist, da wohnen. Man sieht also, dass Harmony trotz äusseren Wohlstands und guter beruflicher Perspektive in einem kranken Verhältnis steckt, aus dem sie sich nicht lösen kann. Sie ist es durch den Missbrauch gewohnt, sich als Sexobjekt wahrzunehmen und spielt dieses Spiel mit. In dem Buch schildert sie genau ihre Gefühle, ihre Laufbahn, den Kontakt zu den Kunden und die Beziehung zu den anderen Stripperinnen. Glücklich ist dort keine, aber kaum jemand schafft den Absprung. Als Harmony durch ihren Ballettunterricht in einer Kirche landet, gewinnt sie durch den Glauben das Selbstwertgefühl, das ihr bisher gefehlt hat. Sie bekommt die Kraft, um auszusteigen und hilft heute anderen Sexarbeiterinnen. Das Buch befasst sich nur mit frewilligen Diensten, spricht aber kurz an, dass z. B. ein Mitarbeiter, der sich auch sehr um den Ausstieg bemüht hat, keinen anderen Job finden konnte. Es handelt sich hier um ein christliches Buch, das jedoch bis zum Ende ein unreligiöser Erfahrungsbericht ist, so dass jeder dieses Buch lesen kann, der Frauen besser begreifen möchte, die freiwillig in die Sexindustrie gehen. Harmony hat studiert und geheiratet und lebt ein normales Leben. Die Einleitung des Buches weist jedoch darauf hin, dass ein Eintritt in die normale Gesellschaft in Deutschland schwieriger ist, weil die Arbeit in der Sexindustrie als normal angesehen wird, so dass man keinen Leidensdruck mehr zugesteht (Ich habe mal einen Erfharungsbericht einer freiwilligen Prostituierten gelesen, die psychologische Hilfe suchte, die Psychologen aber gar nicht begriffen, warum eine Prostituierte psychische Probleme hat.) Umgekehrt ist man aber unwilliger, jemanden mit solch einer Vergangenheit die Rückkehr in die Gesellschaft zu ermöglichen. (In diesem anderen Erfahrungsbericht wurde das bestätigt, es gibt in Deutschland Beratungsstellen, die Frauen den Einstieg in die Prostitution ermöglichen, jedoch gibt es keinerlei Hilfe beim Ausstieg.) Das Buch blickt hinter das hübsche Märchen von der freiwilligen freudigen Sexarbeit und beschäftigt sich mit psychischen Mustern und Schäden durch Missbrauch.

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  • Eine berührende Autobiographie

    Nur einer sah meine Seele

    Kirschbluetensommer

    Harmony erfährt schon als Kind und als Teenager sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung. Aus Abhängigkeit zu ihrem Freund wird sie dann mit 18 Jahren Stripperin in einem Nachtclub bis sie eines Tages eine Wende erlebt. Harmony Dusts Autobiographie "Nur einer sah meine Seele" bewegt und fesselt den Leser. Das Buch ist nicht aus der Hand zu legen und liest sich in einem Rutsch durch. Harmonys Schicksal - ihre schlechten Erfahrungen mit Männern, ihre Abhängigkeit von ihrem Freund und ihr Abrutschen ins Rotlichtmilieu - lässt den Leser nicht los. Harmony Dust macht durch ihre Autobiographie deutlich, wie Stripperinnen ihren Job erleben und wie sie durch ihre Arbeit immer mehr ihre Selbstachtung verlieren. Eine Rückkehr in ein bürgerliches Leben ist nur schwer möglich. Dies macht das Buch überaus deutlich. Damit berührt die Autorin ihre Leser und lässt sie nachdenklich zurück. Gleichzeitig schenkt sie aber auch Hoffnung, da ihre Geschichte zeigt, dass ein Neuanfang immer möglich ist. Für mich persönlich wurde der Heilungsprozess und ihre Änderung im Gegensatz zu der Schilderung des Milieus zu wenig geschildert. Es wird stärker auf ihr früheres schlechtes Männerbild eingegangen und auch über ihre Abhängigkeit zu ihrem Freund gesprochen, aber zu wenig darüber, wie sie es geschafft hat, sich wieder einem Mann, ihrem jetzigen Ehemann, zu öffnen und ihm zu vertrauen. Denn da muss sich bei ihr ja auch einiges geändert haben im Laufe der Zeit. Genausowenig berichtet die Autorin darüber, wie ihr Mann mit ihrem Vorleben umgegangen ist. Das empfinde ich etwas schade an diesem Buch. Ich hätte gerne mehr und noch stärker ihren Heilungsprozess mitverfolgt und dafür lieber einen kürzeren Teil über den Abrutschprozess gehabt. Nichtsdestotrotz hat mich das Buch berührt und nachdenklich gestimmt - auch darüber wie ich mit Menschen aus ganz anderen sozialen Schichten umgehe. "Nur einer sah meine Seele" ist eine Autobiographie, die den Leser fesselt, berührt und nachdenklich stimmt. Vielen Dank an Arwen10, dass ich dieses Buch lesen durfte! :)

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    • 2

    lord-byron

    20. May 2014 um 11:47
  • Leserunde zu "Nur einer sah meine Seele" von Harmony Dust

    Nur einer sah meine Seele

    Arwen10

    Ich möchte euch zu einer weiteren  Leserunde aus dem Brunnen Verlag  einladen. Der Verlag stellt für die Leserunde 2 Exemplare von "Nur einer sah meine Seele" von Harmony Dust zur Verfügung. Ein großes Dankeschön an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde. Zum Inhalt: Die 19-jährige Harmony sitzt in der Falle. Sie hat Tausende Dollar Schulden, kommt kaum über die Runden, steht unter der Fuchtel ihres Freundes. Schlimmer kann es nicht mehr werden, denkt sie. Bis jemand ihr erzählt, wie viel Geld sie als Nachtclubtänzerin verdienen könnte. Für die nächsten drei Jahre führt sie ein Doppelleben. Nachts ist sie Monique, Tänzerin in einem Stripclub … Dies ist Harmonys krasse, ehrliche und letzten Endes hoffnungsvolle Geschichte, wie Gott sie in der Dunkelheit und dem Lärm des Clubs fand und dort wieder herausholte. Inzwischen hat sie geheiratet und ihren M.A. in Sozialer Arbeit gemacht. Heute hilft sie Frauen in der Sexbranche, ihre wahre Würde neu zu entdecken Zur Autorin: Im Jahr 2000 machte die ehemalige Nachtclub-Tänzerin Harmony Dust ihren Bachelor-Abschluss in Psychologie an der UCLA (Universität von Kalifornien). Während sie an ihrem Master in Social Welfare arbeitete, gründete sie „Treasures Out of Darkness“, ein Outreach-Programm, das Stripperinnen in Los Angeles den Schritt aus dem Milieu ermöglichen soll. Später erweiterte sie das Programm mit „Treasures Ministries“, einer christlichen Öffentlichkeitsarbeit und Support-Gruppe für Frauen in der Sexindustrie. Nach dem Studium arbeitete Harmony für das „Department of Children & Family Services“ und wurde ein Mitglied der „National Association of Social Workers“. Im Jahr 2007 erhielt sie in Kalifornien den „Dorothy F. Kirby Outstanding Youth Social Worker“-Award. Bitte bewerbt euch bis zum 14.März 24 Uhr hier im Thread und beantwortet folgende Frage: Warum möchtet ihr das Buch lesen ? Bitte Beachten !: Am 15.März erfolgt die Gewinnerbekanntgabe. Wer von den Gewinnern sich nach 48 Stunden nicht gemeldet hat, hat leider keinen Anspruch auf den Gewinn, da zeitnah Ersatzgewinner gezogen werden. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage vom Brunnen Verlag…) veröffentlicht. Ich verschicke das Buch selbst, deshalb müssen wir euch darum bitten, im Gewinnfall 2,00 Euro Portokosten zu überweisen. Bitte bewerbt euch nur, wenn ihr dazu bereit seid. Die Bücher werden erst nach der Überweisung des Geldes versendet. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine christliche Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

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    • 35
  • 'Sie ist viel edler als die köstlichsten Perlen!'

    Nur einer sah meine Seele

    Shadowgirl

    11. April 2014 um 22:47

    "Ich sehnte mich danach, dass jemand über die Narben und die Stilettos hinwegsah; über die glamouröse Fassade; dass jemand die Frau aufspürte, die tief in mir eingesperrt war. (...) Ich konnte sie in mir spüren, wie sie mich drängte, so lange zu überleben, bis eine Kraft kam, die stark genug war, ihre Fesseln zu lösen und sie zu befreien." "Bei Gott ist kein Leid vergeudet. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott, wenn wir es zulassen, alles, was wir durchgemacht haben, zu unserem Besten gebrauchen wird. Wir alle haben eine Geschichte zu erzählen." "Ich bin nicht mehr die, die ich war. Ich bin nicht einmal mehr die, die ich gestern war. Und morgen werde ich wieder neu sein, und immer wieder, bis ich ganz und gar die Frau geworden bin, die Gott im Sinn hatte, als er mich erschuf. Doch in diesem Moment, bei diesem Atemzug, den ich jetzt tue, bin ich genug. Gerade jetzt - so, wie ich bin - bin ich es wert, dass man mich liebt und für mich kämpft. Das hat mein Gott mir gezeigt. Er ist genug." Zitate aus: "Nur einer sah meine Seele" von Harmony Dust Harmony Dust wurde schon als Kind und Jugendliche mehrfach missbraucht und vergewaltigt. In einem Jugendfreund sah sie den Mann, mit dem sie ihr Leben verbringen wollte - und tat alles, um ihn zu halten. Sie jobbte, nur um ihm eine Wohnung finanzieren zu können. Sie verließ ihn auch nicht, wenn er tagelang verschwunden war oder etwas mit anderen Frauen hatte. Und sie verschuldete sich immer mehr. Mit 19 bot sich Harmony die Lösung für die finanziellen Probleme: ein Job als Nachtclubtänzerin. Natürlich nur für zwei Monate. Nur bis sie genügend Geld zusammen hat, um die Schulden zu bezahlen... Aus zwei Monaten wurden drei Jahre. Drei Jahre, in denen Harmony tagsüber ihrem Studium nachging und in einem Kindergarten arbeitete, während sie nachts zu Monique, der Tänzerin in einem Stripclub, wurde. Während also Harmony Geld damit verdiente, nackt für fremde Männer zu tanzen - verbrachte ihr Freund seine Zeit mit Basketball spielen, Geld ausgeben und anderen Frauen. Der Weg der Umkehr begann, als Harmony in einem Ballettkurs Tanya kennen lernte, die sie in die Oasis-Gemeinde mitnahm. Harmony fand den Weg zu Gott - und mit ihm die Kraft, aus der Sex-Industrie auszusteigen. Mit ihrer Organisation "Treasures" unterstützt sie heute andere Frauen, die aussteigen möchten. ______________________________________ Harmony Dust ist eine bemerkenswerte Frau. Selten berührt mich ein Buch so sehr wie "Nur einer sah meine Seele" bzw. "Scars and Stilettos", wie es im Original heißt. Es beschreibt nicht einfach nur den Weg aus der Sex-Industrie, sondern die Entwicklung einer jungen Frau, die zu Gott findet und Kraft aus ihm schöpft. Einer jungen Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht, als geliebt zu werden und deswegen alles für einen Mann tut, der sie sinnbildlich mit Füßen tritt und ausnutzt, wo es nur geht. Ich kann verstehen, wieso Harmony sich das alles angetan hat und ihm nicht einfach den Rücken kehren konnte - und trotzdem hat es mir an manchen Stellen im Buch fast das Herz gebrochen. Ich hätte sie am liebsten an der Hand genommen und wäre mit ihr weggelaufen. Habe ihr jemanden gewünscht, der ihr die Augen öffnet und ihr klar macht, dass sie viel mehr verdient hat! Zum Glück hat Harmony Dust diese Erkenntnis ja selbst noch gewonnen. Ich bin selbst nicht religiös. Vielleicht war ich auch gerade deswegen so gespannt darauf, wie der Glaube dabei geholfen haben soll, aus der Szene aussteigen zu können. Ein wenig hatte ich die Befürchtung, dass es nach dem Schema "Erleuchtung und alles ist super" ablief und anschließend die ganze Welt bekehrt werden sollte. Aber ich wurde sehr (!) positiv überrascht! Während der Lektüre wird auch deutlich, dass Harmony keineswegs vorher überhaupt nichts mit Religion zu tun hatte. Zwar erzog ihre Mutter sie nicht religiös und ging auch nicht mit ihr in die Kirche, doch durch ihre Großmutter gab es trotzdem einen Bezug zu Gott. Als Harmony ihren ersten Besuch in der Oasis-Gemeinde beschreibt, habe ich mir fast gewünscht, dabei zu sein und es live zu erleben. Die Lebensfreude und die fantastische Stimmung in der Kirche, die Gesänge und die "Magie" sind förmlich greifbar! Ich hätte mich nicht gewundert, wenn ich plötzlich Gospels gehört hätte ;-) Sehr sympathisch war allerdings auch, dass Harmony nach diesem Gottesdienst nicht sofort dem Glauben "verfiel" und von jetzt auf gleich alles anders war, sondern dies sozusagen nur der erste Schritt war. Sie hat noch einige Zeit weiter als Stripperin gearbeitet und sich auch irgendwann getraut, mit Gemeindemitgliedern darüber zu reden - und niemand hat sie verurteilt! Ganz unerwartet kam dann auch die Tatsache, dass Harmonys Chef im Strip-Club selbst religiös ist. Als Harmony beschreibt, wie er mit und für sie in seinem Büro gebetet hat, war ich wieder zutiefst berührt. Während an anderen Stellen Tränen aus Trauer flossen, wurden meine Augen hier vor Freude für Harmony und Rührseligkeit etwas feucht ;-) Hätte ich Harmony Dust nicht schon vorher bewundert, hätte sie sich spätestens als ihr endgültiger Entschluss fiel, ihr altes Leben hinter sich zu lassen, meinen vollen Respekt verdient. Ich glaube, nicht viele Menschen schaffen es, wirklich nach vorne zu schauen. Doch Harmony ging mit gutem Beispiel voran! Dass sie direkt einen Job als Betreuerin in einem Gruppenwohnheim bekommen hat - trotz ihres Lebenslaufs! -, fand' ich super. Im Vorwort zur deutschen Ausgabe schreibt Sr. Dr. Lea Ackermann, Gründerin von SOLWODI (Solidarity with Women in Distress), auch davon, dass hier in Deutschland die Wertschätzung der Frauen, die in der Sex-Industrie arbeiten, fehlt. "Ein Arbeitgeber, ein Personalchef, der kommt zu mir als Kunde - aber einstellen würde er mich nie", so erst kürzlich eine junge Frau Mitte Zwanzig, gebildet, mit Abitur, seit acht Jahren in der Prostitution. Nun will sie aussteigen, sucht einen Ausbildungsplatz. von: Sr. Dr. Lea Ackermann - in "Nur einer sah meine Seele" von Harmony Dust Es wäre wünschenswert, dass "Nur einer sah meine Seele" auch in Deutschland Bekanntheit erreicht und dabei helfen würde, die Frauen in der Prostitution besser zu verstehen und vor allem wertzuschätzen. Aber gut, dies' soll ja eine Buch-Rezension sein und nicht sozialkritisch werden ;-) Viele Worte, die Harmonys Geschichte trotzdem nicht gerecht werden können. Berührend, gänsehauterzeugend, einfach wunderbar! Ich kann nicht anders, als Harmony Dust zu bewundern. Nicht nur für das, was sie mittlerweile erreicht hat - sondern vor allem auch für das, was sie vorher alles überstanden hat. Und vor allem dafür, dass sie vergeben konnte und daran glaubt, dass nichts ohne Grund geschieht. Kurz und knapp: Absolute Lese-Empfehlung!

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  • Sehr inspirierend und bewegend - unbedingt lesen!

    Nur einer sah meine Seele

    blessed

    07. April 2014 um 11:00

    Harmony Dust hat in ihrem jungen Leben bereits einiges durchgemacht. Schon als Kind wurde sie vergewaltigt und misshandelt. Als junge Frau will sie nichts mehr, als geliebt und wertgeschätzt zu werden. Sie tut alles, um ihren Freund an sich zu binden. Sie jobbt neben der Schule, um ihm die Wohnung zu finanzieren, nachdem er zu Hause rausgeworfen wird. Schon bald häufen sich die Schulden und aus Geldnot lässt Harmony sich darauf ein, in einem Stripclub zu arbeiten. Natürlich nur für kurze Zeit, bis die Schulden abbezahlt sind. Aus Harmony wird Monique, die Nachtclubtänzerin. Drei Jahre lang führt sie ein Doppelleben. Tagsüber arbeitet sie in einem Kindergarten und studiert nebenher, nachts arbeitet sie im Stripclub. Als sie Tanya kennenlernt und mit ihr in ihre Gemeinde geht, beginnt Harmonys Leben sich langsam zu ändern... Heute hilft sie Frauen in der Sexbranche und zeigt ihnen, dass sie geliebt und wertgeschätzt werden. Nur einer sah meine Seele ist ein wirklich bemerkenswertes Zeugnis und ein Buch, das zutiefst bewegt. Ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Harmony Dust schreibt sehr offen und ehrlich. Man fühlt wirklich mit ihr mit und hat den Eindruck, als wäre man dabei gewesen. Manchmal brach es mir beim Lesen das Herz und ein andermal wollte ich sie einfach nur wachrütteln. Letztlich ist es eine Geschichte voller Hoffnung. Harmonys Verzweiflung und tiefer Schmerz weichen der bedingungslosen Liebe Gottes. Am Ende des Buches beschreibt sie die einzelnen Schritte auf ihrem Weg zur Heilung und zeigt auf, wie sie die vielen Lügen, die sie ihr Leben lang geglaubt hat, mit Gottes Wahrheit ersetzt hat. Damit macht sie nicht nur Frauen in der gleichen Situation Mut und Hoffnung, sondern jedem, der je mit Zweifeln an seinem Selbstwert zu kämpfen hatte. Ein inspirierendes und sehr bewegendes Buch! Absolute Leseempfehlung von mir.

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