Harold Cobert

 4.4 Sterne bei 103 Bewertungen
Autor von Ein Winter mit Baudelaire. Roman, Ein Sommer mit Hugo und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Harold Cobert

Harold Cobert wurde 1974 in Bordeaux geboren. Er studierte Literatur und begann nach einem Surfunfall zu schreiben. Er schreibt für Theater, Film und Fernsehen und hat in Frankreich unter anderem eine Essay-Reihe über Mirabeau veröffentlicht. »Ein Winter mit Baudelaire« ist sein erstes Buch, welches auf Deutsch erschienen ist.

Alle Bücher von Harold Cobert

Ein Winter mit Baudelaire. Roman

Ein Winter mit Baudelaire. Roman

 (90)
Erschienen am 01.01.2011
Ein Sommer mit Hugo

Ein Sommer mit Hugo

 (7)
Erschienen am 10.06.2014
Ein Winter mit Baudelaire

Ein Winter mit Baudelaire

 (6)
Erschienen am 17.08.2010

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Harold Cobert

Neu
MissRose1989s avatar

Rezension zu "Ein Winter mit Baudelaire" von Harold Cobert

Verändert die Sichtweise...
MissRose1989vor 2 Jahren

Das Cover von "Ein Winter mit Baudelaire" ist kein wirklich auffälliges Cover, es ist eher minmalistisch gehalten und zeigt vermutlich Harold Cobert auf einem Schlitten mit seinem liebeswerten Vierbeiner. Seit 3 Monaten sind Phillippe und Sandrine geschieden, ohne das ihre Tochter etwas davon weiss. Sandrine erzählt ihr, dass Philippe auf eine lange Reise gehen muss und setzt ihn damit vor die Tür. Aber damit nicht genug, denn neben der Familie, die Philippe nun nicht mehr hat, verliert er auch noch seine Arbeit und dann passiert das, was einen Menschen einfach ins Bodenlose fallen lässt, den er droht obdachlos auf der Strasse zu sitzen, doch dann trifft er auf Baudelaire, die für ihn mehr als nur ein Lichtblick werden soll...Phillippe erscheint dem Leser als sehr verträumter Charakter, er will die Veränderung, die in seinem Leben vor sich gehen, nicht wirklich wahr haben und eröffnet dem Leser das Leben in der Obdachlosigkeit und wie schwer das Leben ist, wenn man eben kein Zuhause mehr hat. Harold Cobert beschreibt den Abstieg von Philippe schrittweise und gleichzeitig trotzdem schonungslos, aber mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl, es ist eine sehr interessante Art, wie er beschreibt, was mit Phillippe passiert und der Stil von Harold Cobert liest sich einfach wahnsinnig gut weg. Die Stimmung, die man bei Lesen empfindet, ist beklemmend und bedrückend, weil man natürlich spürt, wie Philippe immer weiter in den Strudel der Obdachlosigkeit gezogen wird, aber wie Baudelaire auch für ihr ein Anker ist, ein Anker, der ihm den Mut gibt, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen. 

Fazit:Ein wirklich lesenswerten Roman, den Harold Cobert da mitten in eine traurige Lebenssituation zeichnet, der zwar traurig, aber eben traurig-schön ist und den man einfach nur einem Zug weglesen muss. Es berührt einen und trotzdem verliert man nicht die Hoffnung, dass alles noch gut werden kann. An sich eine Hympe an das Leben und dass es eben nicht immer so hoffnungslos ist wie es scheint. 

Kommentieren0
0
Teilen
MissRose1989s avatar

Rezension zu "Ein Sommer mit Hugo" von Harold Cobert

Ein trauriges Schicksal...
MissRose1989vor 2 Jahren

Das Cover von "Ein Sommer mit Hugo" ist kein Cover, was einem gleich ins Auge springt, es ist zart, es ist eben ein Paar, dass spazieren geht, vermutlich in einem Park, aber so zart wie das Cover ist, so zerbrechlich ist auch die Geschichte, die Harold Cobert dem Leser erzählen will. Harold Cobert und seine Frau lernen sich kennen, verlieben sich und natürlich gibt es da auch den Wunsch nach einem gemeinsamen Kind, der aber durch eine Fehlgeburt zerplatzt. Der Frau passiert das leider nicht zum ersten Mal und so fürchtet sie, dass sie wieder verlassen wird, wie es der Mann von Harold Cobert schon getan hat...Aber nicht nur die Frau hadert mich dem Schicksal, Harold geht es nicht anders, er stellt sein ganze Leben in Frage und ist am Boden zerstört. Doch da ist noch seine Frau, die Frau, die er trotzdem liebt und der es das Gefühl geben will, dass er deswegen nicht verschwinden wird...Harold Cobert beschreibt sehr gut seine Gefühle, als er von der Schwangerschaft erfährt und dann erstmal seine Einstellung zu Kindern überdenken muss, plötzlich nur noch schwangere Frauen sieht und wie er dann sich selber überdenkt, als er davon erfährt, dass er eben nicht Vater wird und sich das alles zerschlägt.Die Geschichte springt innerhalb des Buches immer etwas, aber der Leser wird durch die Leseabschnitte und das Angeben des Monats und des Jahres recht gut zwischen Vergangenheit und Gegenwart geführt. Die Sprünge sind auch im Buch deutlich abgesetzt.Harold Cobert hat zudem eine Vorliebe für Victor Hugo, das kam im Buch immer wieder zum Tragen, er nutzt nicht nur Gedichte von ihm, er hat auch einen ähnlichen Stil, was die Geschichte, die trotz der Traurigkeit, die über allem liegt, etwas abmildert. 

Fazit:Ein kleines, recht schmales Buch, was aber eine grosse Geschichte enthält, die zwar aus dem Alltag gegriffen, aber trotzdem nicht alltäglich ist. Trotz des schweren Thema schafft es Harold Cobert dem Leser nicht nur ein Schicksal, sondern auch eine Liebesgeschichte zu erzählen. 

Kommentieren0
0
Teilen
Mareias avatar

Rezension zu "Ein Winter mit Baudelaire" von Harold Cobert

Bin enttäuscht.
Mareiavor 3 Jahren

Der Schreibstil
An sich fand ich den Schreibstil Coberts nicht unangenehm. Allerdings hinterließ er auch keinen erinnerungswürdigen Eindruck bei mir. Es war teilweise ganz interessant, dem Autor zu folgen, teilweise aber auch einfach ermüdend, da die Beschreibungen und Ausführungen einfach so ausschweifend geraten konnten, dass mein Interesse an der eigentlich Handlung schnell verloren ging.
Die Handlung
Eigentlich steht schon fast alles zur Handlung oben. Ich verstehe schon allein nicht so ganz den Titel des Buches, da der Winter eigentlich erst wirklich beginnt, als schon... Ich weiß nicht mehr genau, aber wahrscheinlich so ca. die Hälfte des Buches um ist. Zumindest gefühlt. Während dieser Zeit bemitleidet sich Philippe viel und lebt seinem sozialen Abstieg entgegen. Irgendwann kommt dann ein Hund, der ihn zu einem zukünftigen Freund bringt, ... Ehrlich gesagt: Man hätte das Buch wahrscheinlich gut auf die Hälfte runterkürzen können, wenn man das Ausschweifen vermieden hätte. Allgemein gesehen, war die Idee hinter dem Buch zwar durchaus interessant für mich und ich habe mich gefreut, dass die Challenge mich zu diesem Buch führte, doch mit der Zeit ging diese positive Einstellung leider immer weiter nach unten. - Schade, die Thematik hätte mehr Potenzial gehabt!
Die Charaktere
Philippe hat zwar wirklich keine leichte Zeit, aber es gibt auch andere Leute, die ihre Frau und ihren Job verlieren und sich nicht mehr und mehr in Selbstmitleid vergehen. Ich finde das wirklich nervig. Auch, wenn Personen in meinem Umkreis so reagieren, werde ich nach einiger Zeit genervt davon. Klar, man darf mal schlecht drauf sein und ich kann es ja auch immer verstehen, wenn jemand mal guten Zuspruch bekommen möchte und alles, aber bitte in Maßen! Philippe ist für mich in einem nicht geringen Anteil des Buches vor allem eins: ein Jammerlappen, der nich in der Lage ist, endlich mal wieder von selbst auf die Beine zu kommen oder sich vernünftige Hilfe zu holen. Stattdessen sind immer die anderen Schuld. Die Versicherung, die ihm kein Geld gibt (er hat nie eine Arbeitslosenversicherung gehabt). Seine Frau, die seine Tochter nicht zu einem Arbeitslosen bringen will (okay, sicher hat er ein Recht auf Kontakt zu seinem Kind, aber dann muss man eben Initiative ergreifen. Und zwar anders, als er es tut!). Und überhaupt jeder, dem es besser geht. Sorry, solche Personen sind für mich einfach keine Sympathieträger...
Fazit
Ich hätte wesentlich mehr erwartet. Das Thema an sich hat ja Potenzial und könnte auch interessant und spannend aufbereitet werden können. - Wurde es aber leider nicht.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
L
Ich finde es süß, dass der Protagonist Philippe in dem Roman "Ein Winter mit Baudelaire" seinen Hund nach einem Literaten tauft. Welchen Namen eines Schriftstellers würdet ihr euerm Hund geben?
Zum Thema
L
In "Ein Winter mit Baudelaire" von dem Franzosen Harold Cobert wird ein Mann von einem Hund wieder sprichwörtlich zum Leben erweckt, nachdem er ein schlimmes Schicksal erfahren hatte. Kann das sein?, glaubt ihr, dass Tiere einem manchmal mehr geben können als die eigenen Mitmenschen?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Harold Cobert im Netz:

Community-Statistik

in 155 Bibliotheken

auf 15 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks