Harold Cobert Ein Winter mit Baudelaire

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Inhaltsangabe zu „Ein Winter mit Baudelaire“ von Harold Cobert

Es wird Herbst in Paris, als Philippe den Boden unter den Füßen verliert. Nach der Trennung von seiner Frau zwingt sie ihn, die Gemeinsame Wohnung zu verlassen, und verwehrt ihm den Kontakt zu seiner Tochter. Als wenig später sein Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, landet er auf der Straße. Doch dann begegnet er Baudelaire, der ihn mit beständigem Optimismus und treuem Hundeblick auf vier Pfoten zurück ins Leben führt. Mit viel Einfühlungsvermögen und Charme erzählt Harold Cobert von der Zerbrechlichkeit des Glücks und dem unbezahlbaren Geschenk, in den schwersten Stunden nicht allein zu sein.

Das Buch verändert die Sichtweise...

— MissRose1989

Man hätte so viel aus dem Thema machen können... Hätte...

— Mareia

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  • Verändert die Sichtweise...

    Ein Winter mit Baudelaire

    MissRose1989

    18. March 2017 um 23:22

    Das Cover von "Ein Winter mit Baudelaire" ist kein wirklich auffälliges Cover, es ist eher minmalistisch gehalten und zeigt vermutlich Harold Cobert auf einem Schlitten mit seinem liebeswerten Vierbeiner. Seit 3 Monaten sind Phillippe und Sandrine geschieden, ohne das ihre Tochter etwas davon weiss. Sandrine erzählt ihr, dass Philippe auf eine lange Reise gehen muss und setzt ihn damit vor die Tür. Aber damit nicht genug, denn neben der Familie, die Philippe nun nicht mehr hat, verliert er auch noch seine Arbeit und dann passiert das, was einen Menschen einfach ins Bodenlose fallen lässt, den er droht obdachlos auf der Strasse zu sitzen, doch dann trifft er auf Baudelaire, die für ihn mehr als nur ein Lichtblick werden soll...Phillippe erscheint dem Leser als sehr verträumter Charakter, er will die Veränderung, die in seinem Leben vor sich gehen, nicht wirklich wahr haben und eröffnet dem Leser das Leben in der Obdachlosigkeit und wie schwer das Leben ist, wenn man eben kein Zuhause mehr hat. Harold Cobert beschreibt den Abstieg von Philippe schrittweise und gleichzeitig trotzdem schonungslos, aber mit sehr viel Einfühlungsvermögen und Feingefühl, es ist eine sehr interessante Art, wie er beschreibt, was mit Phillippe passiert und der Stil von Harold Cobert liest sich einfach wahnsinnig gut weg. Die Stimmung, die man bei Lesen empfindet, ist beklemmend und bedrückend, weil man natürlich spürt, wie Philippe immer weiter in den Strudel der Obdachlosigkeit gezogen wird, aber wie Baudelaire auch für ihr ein Anker ist, ein Anker, der ihm den Mut gibt, das Leben wieder in die eigene Hand zu nehmen. Fazit:Ein wirklich lesenswerten Roman, den Harold Cobert da mitten in eine traurige Lebenssituation zeichnet, der zwar traurig, aber eben traurig-schön ist und den man einfach nur einem Zug weglesen muss. Es berührt einen und trotzdem verliert man nicht die Hoffnung, dass alles noch gut werden kann. An sich eine Hympe an das Leben und dass es eben nicht immer so hoffnungslos ist wie es scheint. 

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  • Bin enttäuscht.

    Ein Winter mit Baudelaire

    Mareia

    22. February 2016 um 22:44

    Der Schreibstil An sich fand ich den Schreibstil Coberts nicht unangenehm. Allerdings hinterließ er auch keinen erinnerungswürdigen Eindruck bei mir. Es war teilweise ganz interessant, dem Autor zu folgen, teilweise aber auch einfach ermüdend, da die Beschreibungen und Ausführungen einfach so ausschweifend geraten konnten, dass mein Interesse an der eigentlich Handlung schnell verloren ging. Die Handlung Eigentlich steht schon fast alles zur Handlung oben. Ich verstehe schon allein nicht so ganz den Titel des Buches, da der Winter eigentlich erst wirklich beginnt, als schon... Ich weiß nicht mehr genau, aber wahrscheinlich so ca. die Hälfte des Buches um ist. Zumindest gefühlt. Während dieser Zeit bemitleidet sich Philippe viel und lebt seinem sozialen Abstieg entgegen. Irgendwann kommt dann ein Hund, der ihn zu einem zukünftigen Freund bringt, ... Ehrlich gesagt: Man hätte das Buch wahrscheinlich gut auf die Hälfte runterkürzen können, wenn man das Ausschweifen vermieden hätte. Allgemein gesehen, war die Idee hinter dem Buch zwar durchaus interessant für mich und ich habe mich gefreut, dass die Challenge mich zu diesem Buch führte, doch mit der Zeit ging diese positive Einstellung leider immer weiter nach unten. - Schade, die Thematik hätte mehr Potenzial gehabt! Die Charaktere Philippe hat zwar wirklich keine leichte Zeit, aber es gibt auch andere Leute, die ihre Frau und ihren Job verlieren und sich nicht mehr und mehr in Selbstmitleid vergehen. Ich finde das wirklich nervig. Auch, wenn Personen in meinem Umkreis so reagieren, werde ich nach einiger Zeit genervt davon. Klar, man darf mal schlecht drauf sein und ich kann es ja auch immer verstehen, wenn jemand mal guten Zuspruch bekommen möchte und alles, aber bitte in Maßen! Philippe ist für mich in einem nicht geringen Anteil des Buches vor allem eins: ein Jammerlappen, der nich in der Lage ist, endlich mal wieder von selbst auf die Beine zu kommen oder sich vernünftige Hilfe zu holen. Stattdessen sind immer die anderen Schuld. Die Versicherung, die ihm kein Geld gibt (er hat nie eine Arbeitslosenversicherung gehabt). Seine Frau, die seine Tochter nicht zu einem Arbeitslosen bringen will (okay, sicher hat er ein Recht auf Kontakt zu seinem Kind, aber dann muss man eben Initiative ergreifen. Und zwar anders, als er es tut!). Und überhaupt jeder, dem es besser geht. Sorry, solche Personen sind für mich einfach keine Sympathieträger... Fazit Ich hätte wesentlich mehr erwartet. Das Thema an sich hat ja Potenzial und könnte auch interessant und spannend aufbereitet werden können. - Wurde es aber leider nicht.

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  • Rezension zu "Ein Winter mit Baudelaire" von Harold Cobert

    Ein Winter mit Baudelaire

    dyabollo

    08. October 2010 um 18:02

    Ganz langsam fährt die Kamera über Pariser Straßen, und bewegt sich auf ein hell erleuchtetes Zimmer in einem unscheinbaren Haus. Noch bevor die Kamera das Innere des Fensters aufzeigt hören wir die Stimme von Philippe, dann sehen wir ihn, wie er über dem Bett seiner Tochter sitzt und ihr die Geschichte von dem Prinzen der Morgenröte erzählt. Danach küsst er seine bereits schlafende Tochter Clair auf die Stirn und geht in den Flur, in dem seine gepackten Koffer stehen. Philippe muss die Wohnung verlassen, denn seine Frau will ihn nicht mehr sehen. Dem Mann bleibt nichts anderes übrig als in seinem Auto zu übernachten. Die nächste Tage verbringt er in Motels und sucht verzweifelt nach einer Wohnung. Doch als er auch noch seinen Job verliert und seine Frau Unterhalt für das Kind fordert landet Philipe unerwartet auf der Straße. Sehr einfühlsam und realitätsnah beschreibt Harold Cobert das Leben auf den Straßen von Paris und mit Liebe erzählt er über die Sehnsucht eines Vaters nach seiner Tochter und über wahre Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Sehr zärtlich und poetisch geschrieben und auch wunderschön vorgelesen!

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