Haroon Gordon Palast aus Staub und Sand

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Inhaltsangabe zu „Palast aus Staub und Sand“ von Haroon Gordon

Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …

ein wunderbarer Debutroman mit intensiver schöner Sprache

— FrankDomnick

Drei Geschichten werden hier zu einer Erzählung verwoben und bilden nur als ganzes eine fast vollkommene Komposition.

— LitteraeArtesque

Eine zauberhafte Lektüre, die für mich dem magischen Realismus in der Tradition südamerikanischer Literatur zuzuordnen ist.

— parden

Sehr berührend und emotional

— Vampir989

Einzigartig, schön und bewegend!

— Gina1627

Spänende und gut durchdachte Geschichte

— Diana182

Starkes Debüt ! Haroon Gordon jongliert mit Worten, Bildern und Emotionen und schafft einen intensiven Lesegenuss.

— calimero8169

Ein intensives, abwechslungsreiches Lesevergnügen, mit einer besonderen Geschichte und vielen menschlichen Verhaltensweisen im Komplex.

— jenvo82

Ein beeindruckender Inhalt gepaart mit einem großartigen Schreibstil.

— Xynovia

Wow, was ein Debüt. Bildgewaltig, emotional, berührend..

— mimo79

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  • menschlich anrührende Geschichte

    Palast aus Staub und Sand

    FrankDomnick

    17. August 2017 um 15:49

    Nach geschickter Verquickung unterschiedlicher Zeitebenen im ersten Teil wird die Geschichte Seite für Seite intensiver und glänzt mit einer schönen, bilderreichen Sprache. Die Schicksale der Charaktere, die z.T.  in Algerien ihren Ursprung haben und ihre Kraft entwickeln, werden durch eine schöne bilderreiche Sprache zum Genuss. Ich musste mich am Ende überaschen lassen und ... eine kleine Träne der Rührung vergießen.

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  • Poetisch, berührend und empfehlenswert...

    Palast aus Staub und Sand

    parden

    06. August 2017 um 15:31

    POETISCH, BERÜHREND UND EMPFEHLENSWERT...Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …Baptiste ist ein alter Mann, als die Erzählung beginnt. Er lebt schon lange in der Provence, seit er als junger Mann wie aus heiterem Himmel dort auftauchte, nie ein Wort über seine Vergangenheit verlierend. Obwohl zurückhaltend und in sich gekehrt, begegnete ihm vor Jahren in dem kleinen Dorf seine große Liebe. Und mit Claire hat er seitdem jedes einzelne Jahr geteilt, doch das Glück scheint sich nun zu wenden. Vor kurzem nahm ihm ein schwerer Unfall nicht nur seine Tochter, sondern auch seinen Schwiegersohn und das gerade geborene Enkelkind. Und nun ist auch seine Frau krank, schwer krank - und es führt kein Weg daran vorbei, dass sie sterben wird. Das Leben ist für Baptiste nur noch geprägt von Verlusten.Ihr eindringlicher Blick taf Baptiste bis tief ins Mark, und in die Stille seiner Hilflosigkeit mischte sich die Bitterkeit des Kämpfers, der langsam zur Einsicht seiner Niederlage kommt. - Nun hob sich ihre Stimme, um ihm ein versöhnliches Angebot zu unterbreiten. "Weißt du, was mir wichtig ist? ich möchte ein letztes Mal mit dir verschmelzen. Ich möchte ein letztes Mal ein Stück Eiskonfekt in meinem Mund halten, bis mich der kalte Kern belohnt. Ich möchte im Kino an deiner Schulter um Jeanne d'Arc weinen und in der Nacht einen perfekten Wein entkorken. Ich möchte noch einmal aus deinem Mund Candide hören. Ich kann das alles nur mit und vor allem durch dich haben und nur, wenn du verstehst, dass dies wunderbar und die beste aller Welten ist. Wenn du das nicht spürst, kann ich es nicht erleben, denn dann wirst du uns in deiner Trauer ertränken." (S. 109)Nach dem Tod seiner geliebten Claire verfällt Baptiste in eine tiefe Trauer. Selbst schon alt, kommen auch Gedanken auf, was er überhaupt noch vom Leben erwartet. Als er sich bei einem Sturz einen Bruch zuzieht, erklärt er sich einverstanden, für die Zeit seiner Rekonvaleszenz in ein Pflegeheim zu gehen, denn er sieht ein, dass er so nicht für sich sorgen kann. Doch in seine Überlegungen hinein, vielleicht für den Rest seiner Tage in dem Heim zu bleiben, stößt Ella, eine junge Frau, die mit einer kleinen Gruppe aus Algerien in die Provence gekommen ist, um Werbung für ihr Projekt zur Unterstützung der ärmsten aller Kinder zu machen. Algerien - Baptistes Vergangenheit meldet sich zu Wort. Und er beschließt, die jungen Leute in ihrem Engagement nicht nur finanziell zu unterstützen, sondern bricht in Frankreich alle Zelte ab, um sich seiner Vergangenheit zu stellen. Claires Tod hatte über Nacht alle Gegenstände, alle Bücher, Bilder, Möbel, einfach alles und jeden, verstummen lassen (...) Wohl weil Claires Tod alle Geräusche absorbiert hatte und hier kein Mensch mehr war, der noch genug Leben in sich hatte, um Geräusche überhaupt zu hören. (S. 42)Drei Geschichten werden hier zu einer Erzählung verwoben und bilden nur als ganzes eine fast vollkommene Komposition. Abwechselnd wird hier erzählt aus der Perspektive des alten Baptiste - trauernd am Ende seines Lebens angelangt und nun noch einmal die Möglichkeit ergreifend, etwas Neues zu beginnen, das aber gleichzeitig auch in seine Vergangenheit führt - und aus der Sicht Ellas, der jungen Frau, die auf der Suche nach sich selbst die Welt bereist und in Afrika mit dem Waisenhausprojekt ihre Aufgabe gefunden zu haben scheint. In Algerien angelangt, drängt die Vergangenheit Baptistes zunehmend in den Vordergrund, so dass rückblendend seine Kindheit und Jugend erzählt werden und so als dritter Handlungsstrang eine zunehmende Bedeutung erfahren.  "Mein Schatz, du hast einmal gesagt, dass Liebe nur für die Lebenden gut sei und der Tod zu profan, als dass er etwas Verklärendes verdiene. Aber nun stehe ich hier und alle Worte, die du je zu mir gesprochen hast, hallen in mir. Jede Berührung, die du mir je geschenkt hast, durchfährt mich. Alle Blicke, die du je für mich erübrigt hast, ruhen auf mir." Baptiste schloss die Augen und beugte sich vor. Er legte sein Gesicht auf Claires Hände, die im Schoß gefaltet waren (...) (S. 80 f.)Während ich die Passagen um den gealterten Baptiste sehr berührend und oftmals poetisch fand, gelang es mir nicht wirklich, Ella nahezukommen. Sie blieb für mich immer etwas nebulös, und ihre Handlungen waren für mich nicht alle nachvollziehbar. Gelungen fand ich im Großen und Ganzen die Komposition der drei Handlungs-stränge, wobei jedoch die Erzählung um das Geschehen in Baptistes Vergangenheit eher als Block eingefügt wurde und damit die anderen Handlungsstränge für diese Zeit komplett beiseite schob und ihnen die Position einer Rahmenhandlung zuwies. Diese geballte Darstellung der Vergangenheit Baptistes habe ich als etwas zu geballt empfunden, auch wenn die Erzählung selbst interessant war. Doch insgesamt war dies eine zauberhafte Lektüre, die für mich dem magischen Realismus in der Tradition südamerikanischer Literatur zuzuordnen ist. Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität und Verrat werden hier auf spannende Art mit überraschenden Wendungen neu beleuchtet. Poetisch, berührend und empfehlenswert - das bleibt als Fazit zu benennen.© Parden

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    • 9
  • Eine berührende Geschichte, die einen so schnell nicht los lässt

    Palast aus Staub und Sand

    FlotterAnton

    15. June 2017 um 16:22

    Haroon Gordon erzählt in seinem Debütroman die Geschichte von Baptiste und Ella. Das geschieht in zwei Erzählsträngen und teilweise auch in unterschiedlichen Zeitebenen. Der Autor weiß mit Worten umzugehen; sein Schreibstil ist brillant, ausdrucksstark, bildhaft und weiß jederzeit zu fesseln, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Als Leser durchlief ich fast die komplette Bandbreite der Emotionen und konnte mir an der einen oder anderen Stelle auch eine Träne nicht verkneifen. Baptiste und Ella sind beide so vielschichtig und faszinierend gezeichnet, dass es eine Freude ist, ihre Geschichte zu lesen. Es handelt sich um einen Roman, in dem es um Menschlichkeit, tiefe Freundschaft, Trauer und Liebe geht. Ich hatte zu Beginn nicht mit einem so berührenden Buch, dass mich nicht nur während des Lesens beschäftigt, gerechnet. Von mir bekommt es wohlverdiente 5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung.

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  • Teilweise zu farblos

    Palast aus Staub und Sand

    Eva-Maria_Obermann

    13. June 2017 um 10:25

    Baptiste ist nach dem Tod seiner Frau am Boden zerstört. Hoffnung findet er erst, als er Ella ins sein Leben tritt. Die junge Frau ist auf der Suche nach Geldern für ein Waisenhausprojekt in Afrika. Ohne lange zu zögern ist Baptiste bereit, Ella zu helfen und dabei in das Land seiner Kindheit zurückzukehren. Doch dort holt ihn seine Vergangenheit ein. Er erinnert sich an seine Kindheit, in der Baptiste und sein Freund Gabriel unzertrennlich waren. An das gemeinsame Erwachsenwerden und die Entfremdung dabei. An das schreckliche Ende ihres gemeinsamen Weges. Palast aus Staub und Sand erzählt im Grunde drei Geschichten. Die vom alten Baptiste, verzweifelt, einsam, trauernd. Die von Ella, hoffnungsvoll, verliebt, am Anfang stehen. Und schließlich die Rückblende von Baptiste und Gabriel. Alle sind irgendwie miteinander verbunden und diese Komposition ist eigentlich ganz gut gewählt. Die einzelnen Fäden laufen aufeinander zu und beeinflussen sich gegenseitig sehr. Weniger gut fand ich dagegen die Art und Weise, wie der Roman die einzelnen Geschichten zeigt. Während der gealterte Baptiste und Ella abwechselnd betrachtet werden ist die Kindheitserinnerung ein eingeschobener Teil, eingerahmt von den anderen beiden Strängen. Das wirkte etwas losgelöst und hat die Erzähldynamik der Rahmenhandlung empfindlich gestört. Der Tonus war ein anderer, die Spannung zu unterschiedlich. Regelrecht zerrissen wirkte das Buch dadurch auf mich. Das ist sehr schade, denn gerade diese eingeschobene Geschichte ist sehr schön und bewegend. Hier liegt aber auch ein weiteres Problem. Denn die Rahmenhandlung war das gerade weniger. Während Baptiste noch sehr klar zu greifen ist und seine ganze Existenz durch den Tod seiner Frau gestört wird, bleibt Ella farblos. Der Roman schafft es einfach nicht dieser so wichtigen Figur Farbe zu verleihen. Wie ein Abziehbild wirkt sie, jede Tiefe fehlt und ihre Liebesgeschichte wirkt genauso farblos. Zu dieser Figur und ihrem Teil der Geschichte hatte ich so gar keinen Zugang. Auch der ganze Handlungsstrang in Afrika wirkt bis zu Baptiste Erscheinen gezwungen. Er ist die Figur, die scheinbar dem ganzen Roman immer wieder Farbe verleiht. Ich fand es sehr schade, dass hier das Potential nicht ausgenutzt wurde. Ansätze gibt es eigentlich genug, aber wenn es um Waisenkinder oder Korruption geht, um Rassismus und Ausgrenzung stellt der Roman auf Sparflamme. Hier wird berichtet, statt diese Informationen in die Handlung einzuweben. Das ist zu distanziert, zu oberflächlich, als dass ich mich wirklich in das Buch hineinversetzten könnte. Palast aus Staub und Sand war gut zu lesen, der Stil ist flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte hat mich nur zu Teilen wirklich packen können und gerade wichtige Stränge und Figuren blieben für mich zu farblos. Ein historischer Roman, der ohne kitschige Liebe auskommt, aber dennoch nicht sein Potential ausreizt. Schade.

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  • Ein wunderbares Debüt, das nicht hätte besser sein können!

    Palast aus Staub und Sand

    Ninasan86

    12. June 2017 um 22:18

    Zum Inhalt: Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …Über den Autor: »Life is about making mistakes. And death is about wishing you made a lot more.«Haroon Gordon, Jahrgang 1969, geboren als Sohn eines Auswanderer-Ehepaares vom indischen Subkontinent, lebt viele verschiedene Leben. Nach seinen erfolgreichen Studien der Musik und Informatik arbeitete er in jungen Jahren unter anderem als Programmierer, Musiker, Lehrer, Musikkritiker, Texter, Produzent, Tontechniker und Dirigent. Während er in seiner Freizeit schon als Jugendlicher am liebsten Flugzeuge mit und ohne Motor flog, taucht er heute gerne Haien hinterher, klettert trotz ungünstigem Kraft-Masse-Verhältnis immer wieder für ihn gefährlich anmutende Steilwände hinauf, verliert aus seiner Sicht viel zu häufig im Squash und Badminton und reist so oft es irgend geht durch die Welt, um möglichst viele Länder und deren Leibgerichte kennenzulernen – nicht ohne seine Reisen in Bild und Blog zu dokumentieren.In seinen Romanen bringt Gordon den indisch und südamerikanisch inspirierten, magischen Realismus auf andere Kontinente und in deren Kulturen, um so »große« Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität, Verrat, Tod, Religion und Eifersucht in spannenden Erzählungen mit überraschenden Wendungen neu zu beleuchten.Mein Fazit und meine Rezension: Kein Buch hat mich mit seiner Geschichte und seiner Sprache in letzter Zeit derart berührt wie das von Haroon Gordon! In seinem Debüt erzählt er uns von zwei Menschen, zwei Schicksalen, die sich ähnlich sind und den Leser gleichermaßen berühren. Zunächst lernen wir Baptiste kennen, der einst aus Algerien stammte und den es bereits in jungen Jahren nach Frankreich, in die schöne Provence gezogen hat. In diesem für ihn fremden und doch wunderschönen Land findet er seine große und wahre Liebe, sein Glück scheint ihm Hold zu sein und ihm das zu geben, was er sich all die Jahre lang gewünscht hat. Und dann schlägt das Schicksal zu und nimmt ihm seine geliebte Frau. Mit einem mal fühlt er sich in seiner einstigen geliebten neuen Heimat fehl am Platz und einsam. In dieser Zeit denkt er oft an seine einstige Heimat zurück - er träumt sich zurück nach Algerien. Im weiteren Verlauf der Geschichte lernen wir Ella kennen, die sich in Algerien für das Projekt "Little Hearts" einsetzt und vor Ort Kindern in Not ein Waisenhaus baut. Ella ist sehr engagiert und setzt sich für die hilflosen Kinder ein, doch leider werden auch ihr und der Organisation durch die Bürokratie Steine in den Weg gelegt und so gilt es für sie und ihr Team zu kämpfen. Die Geschichte der beiden Protagonisten läuft zusammen, als Ella in Frankreich Vorträge über die Projekte von "Little Hearts" hält, um vor Ort Spendengelder zu sammeln. Baptiste ist so fasziniert von der motivierten und leidenschaftlich kämpfenden jungen Frau, dass er sich aufmacht und in sein Heimatland zurückkehrt - zurück nach Algerien, um sich seiner Vergangenheit zu stellen und eine neue Zukunft aufzubauen.Was jedoch weiter passiert, lest ihr besser selbst! Wie ich schon zu Beginn gesagt habe: mich hat diese Geschichte tief berührt und ich kann nach wie vor noch nicht glauben, dass es sich bei dem Roman von Haroon Gordon um sein Debüt handelt! Der Autor schafft es bereits auf den ersten Seiten, den Leser direkt in die Geschichte zu führen, sanft und doch beständig führt er uns immer tiefer und tiefer in die Geschichte ein, stellt uns die Charaktere vor und lässt uns an ihren tiefen Emotionen teilhaben. Als ich den ersten Teil um Baptiste gelesen habe, konnte ich die Liebe, die er seiner Frau Claire entgegenbringt, regelrecht selbst spüren. Ich habe das Kribbeln gefühlt, das in mir aufgestiegen ist und die sanfte Wärme, die mich ganz erfüllt hat. Baptiste ist rundum glücklich, doch dann wird er von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht und verliert seine geliebte Familie. Ebenso wie die tiefe Liebe, ist auch sein unsäglicher Schmerz und die unüberwindbare Trauer zu spüren. Auch mir hat sich ein flaues Gefühl im Magen ausgebreitet und die ein oder andere Träne ist mir die Wange herunter gelaufen. Obwohl ich das Buch eigentlich gar nicht mehr zur Seite legen konnte, musste ich es manchmal tun, um diese Gefühle wieder ins Lot zu bringen. Baptiste ist ein starker Mann, er hat viel erlebt (auch in seiner Kindheit) und hat sich ein wunderbares Leben aufgebaut, doch das Leben gleicht nicht immer einem Spaziergang im Sonnenschein, das wird uns spätestens in dieser Geschichte bewusst. Auch die Geschichte von Ella hat mich tief berührt und nicht mehr losgelassen. Genau wie Baptiste hatte auch sie keine leichte Kindheit und hat mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen, umso bewundernswerter ist es, wie sehr sie sich für das Projekt "Little Hearts" einsetzt und wie leidenschaftlich sie für deren Erhalt kämpft. Im Laufe der Geschichte können wir die Wandlung von Ella, dem zunächst jungen und naiven Mädchen, in eine kämpferische und engagierte Frau mit erleben. Haroon Gordon hat mich mit seinem Debüt vollends überzeugt. Mit seinem liebevollen und auch gut durchdachten Gebrauch der deutschen Sprache, die in vielen Kapiteln eher der Poesie glich, hat er mich in seine Geschichte gezogen und mit den beiden von ihn geschaffenen Charakteren verzaubert. Mit Hilfe seiner bildhaften Sprache habe auch ich mich eine kurze Zeit lang in der Provence und auch in Algerien wieder finden können. Ich könnte euch noch weitere Dinge über die Geschichte von Baptiste und Ella berichten, doch das möchte ich nicht. Vielmehr möchte ich euch dazu anleiten, euch selbst ein Bild zu machen. Für mich steht fest: Haroon Gordon werde ich mir merken und sein nächstes Buch wird ebenfalls in meinem Regal oder auf meinem Kindle landen! 

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  • Leserunde zu "Palast aus Staub und Sand" von Haroon Gordon

    Palast aus Staub und Sand

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    Freundschaft, Liebe, Loyalität vereint in einem Buch Willkommen zur Leserunde mit Haroon Gordon und seinem Buch "Palast aus Staub und Sand".Lest die Leseprobe, schreib uns deine Meinung und gewinne mit etwas Glück eines von 10 Rezensionsexemplaren für die gemeinsame Leserunde!Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt...Leseprobe via Blick ins BuchHaroon Gordon, Jahrgang 1969, lebt viele verschiedene Leben. Nach seinen erfolgreichen Studien der Musik und Informatik, arbeitete er in jungen Jahren unter anderem als Programmierer, Musiker, Lehrer, Musikkritiker, Texter, Produzent, Tontechniker und Dirigent. Während er in seiner Freizeit schon als Jugendlicher am liebsten Flugzeuge mit und ohne Motor flog, taucht er heute gerne Haien hinterher, klettert trotz ungünstigem Kraft-Masse-Verhältnis immer wieder für ihn gefährlich anmutende Steilwände hinauf und reist so oft es irgend geht durch die Welt.In seinen Romanen bringt Gordon den indisch und südamerikanisch inspirierten, magischen Realismus auf andere Kontinente, um so „große“ Themen wie Freundschaft, Liebe, Loyalität und Verrat in spannenden Erzählungen mit überraschenden Wendungen neu zu beleuchten.Autoren-Webseite Wir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in Romanen schmökern und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Bewerbungsaufgabe: Schreibt uns euren Eindruck zur Leseprobe Viel Spass *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplares ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. E rwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 130

    Haroon_Gordon

    07. June 2017 um 19:41
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  • Sehr berührend und emotional

    Palast aus Staub und Sand

    Vampir989

    04. June 2017 um 07:54

    Klapptext:Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt …Dieses Buch hat mich sofort in den Bann gezogen.Die Seiten fliegen nur so dahin.Einmal angefangen mit Lesen möchte man gar nicht mehr aufhören.Es gibt zwei unterschiedliche Handlungsstränge.Wir lernen Baptiste und seine Geschichte kennen.Der Autor versteht es uns seinen Lebensweg sehr intensiv,tief ergreifend und emotional zu beschreiben.Seine Freundschaft zu Gabriel erleben wir hatnah mit .Zusammen mussten sie viel Schmerz und Leid ertragen.Dies hat mich sehr berührt und manchmal war ich den Tränen nahe.Der zweite Strang erzählt von Ella die an einem Hilfsprojekt für Kinder in Afrika arbeitet.Ella ist eine sympatische,etwas naive aber doch sehr engagierte Frau.Sie ist traumatisiert durch sein schreckliches Ereignis aus ihrer Kinheit.Auch ihre Geschichte hat mich emotional sehr mitgerissen.Im Laufe der Geschichte verknüpfen sich diese beiden Handlungsstränge.Dies ist dem Autor hervorragend gelungen.Der Leser selbst wird dadurch förmlich in die Geschichte hinein gezogen und hat das Gefühl alles selbst mit zuerleben.Die Porotoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte Sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere.Besonders Baptiste und Ella fand ich sehr sympatisch und habe sie in mein Herz geschlossen.Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt.Ich habe mitgelitten ,mitgebangt ,mitgefiebert und mitgefühlt.Einzigartig ist auch der Schreibstil,welcher so intensiv,gefühlvoll und sinnlich ist.Auch versteht es der Autor uns gewisse Botschaften zu vermitteln.Da geht es um Liebe,Vertrauen,Hoffnung,Lebensmut,Freundschaft und Respekt.Dadurch wird der Leser auch zum Nachdenken angeregt.Ich habe selten ein so emotionales und mitreissendes Buch gelesen.Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich viele ergreifende und berührende Lesemomente.Diese Lektüre ist einfach lesenswert .

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  • Ein absoluter Lesegenuss!

    Palast aus Staub und Sand

    Gina1627

    02. June 2017 um 18:11

    Ich  habe schon lange nicht mehr so ein schönes, gefühlvolles, tiefsinniges und mit wunderschönen Worten geschriebenes Buch gelesen! Haroon Gordon erzählt uns die Lebensgeschichte von Baptiste, den es als junger Mann aus seinem Geburtsland Algerien in die Provence verschlagen hat. Hier findet er seine große Liebe und eine wundervolle Erfüllung in seinem Leben, bis ihn Schicksalsschläge zurückwerfen und ihn über seine geheimnisvolle Vergangenheit und seine Zukunft nachdenken lassen. Eine Reise zurück in seine Kindheit beginnt und  er erinnert sich an seine tiefe und enge Freundschaft mit Gabriel, der seit seiner Geburt in der Abda, einem Frauengefängnis in der algerischen Wüste, lebt. Baptiste sucht nach einem neuen Sinn in seinem Leben, lässt sein bisheriges hinter sich und macht sich auf in eine ungewisse Zukunft. „ Palast aus Staub und Sand“ ist ein außergewöhnliches  Buch, das über Freundschaft, Liebe, Verantwortung, Schmerz  Lebensmut und Hoffnung handelt. Haaron Gordon hat einen so wundervollen und einfühlsamen Schreibstil der mich sofort schon mit seinem Prolog eingefangen hat.  Das Buch ist in drei Kapitel aufgeteilt und erzählt von der Gegenwart in Frankreich 2001, der Vergangenheit in Algerien 1944 und der Zukunft in Malawi. Die Erzählstränge in Afrika  wurden sehr schön bildlich dargestellt, sodass man sie kopfkinomäßig vor seinen Augen hatte. Mit Baptiste erlebt man im wahrste Sinne des Wortes seine ganze Gefühlsregungen mit. Man freut sich über seine unendliche Liebe zu Claire, traurigen  und sehr bewegenden Ereignissen, tiefste Not und Hoffnung, die durch einen besonderen Menschen wieder in ihm geweckt wird. Ich war zu Tränen gerührt. Viele sehr interessante und spannende Charaktere hat Haroon Gordon in die Geschichte von Baptiste mit eingebaut, und man spürt sein Feingefühl und seinen Respekt vor der Vielfalt der Menschen.  Zu ihnen gehört Ella, eine Persönlichkeit die sich selber im Laufe des Buches entwickelt und die eine ungewöhnliche Entscheidung  in Baptiste auslöst. Der Abschluss des Buches ist unheimlich berührend und lässt kein Auge trocken. „ Palast aus Staub und Sand“ gehört mit zu meinen Lesehighlights und ich bin dankbar, dass ich dieses tolle Buch und einen neuen Autor für mich entdeckt habe.   Ich vergebe hierfür verdiente 5 Sterne und kann nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen.  

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  • Palast aus Staub und Sand

    Palast aus Staub und Sand

    Diana182

    31. May 2017 um 11:04

    Das Cover zeigt eine gelbe Hauswand mit einem alten, grünen Fenster. Darauf prangt in durchschimmernden Buchstaben der Titel des Buches.  Auf Anhieb hätte dieses Bild eher wenig Aufmerksamkeit bei mir geweckt, dennoch machte mich die Buchbeschreibung neugierig. Der Einstieg in die Geschichte gelingt recht einfach. Man wirft einen Rückblick in die Vergangenheit und erfährt eine ziemlich heftige Gebutengeschichte in einem Frauengefängnis. Nun ist man direkt neugierig, wie es in der Geschichte weiter gehen würde und was es damit auf sich hat. Anschließend lernt man die einzelnen Mitwirkenden der Geschichte kennen, die auf Anhieb so gar nicht zusammen zu passen scheinen. Sie werden charakterlich tief gezeichnet und wirken schnell menschlich. Man durchlebt gemeinsam mit ihnen recht hefige Schicksalsschläge und ist gespannt, wie sie diese meistern. Der Schreibstil des Autors ist sehr bildhaft, atmosphärisch und detailliert. Der Leser hat schnell eigene Bilder vor Augen und lässt im Kopf eigenen Szenen und Abläufe entstehen. Bis zuletzt hatte ich nicht den Hauch einer Ahnung, worin die Geschichte Enden würde. Sie ist zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar oder Berechenbar. Hier und da lauern interessante Überraschungen und Wendungen, mit denen man absolut nicht gerechnet hätte. Am Ende bildet sich allmählich ein Gesamtbild und alle Stränge laufen zusammen. Ich bin nach wie vor überrascht und finde alle Auflösungen sehr gut geschildert und plausibel. Somit ist der Abschluss sehr passend gewählt und lässt den Leser zufrieden zurück. Mein Fazit:Ein sehr gelungenes Erstlingswerk, welches mich wirklich überzeugen konnte. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen und wollte es bis zum Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Die gesamte Geschichte ist sehr gut erdacht und verflochten, konnte mich mitreißen und lässt mich begeistert zurück. Daher kann ich das Buch empfehlen und vergebe sehr gerne volle Punktzahl.

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  • "Palast aus Staub und Sand" von Haroon Gordon

    Palast aus Staub und Sand

    calimero8169

    28. May 2017 um 20:54

    InhaltEines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnise vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in demeine ungwöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt...Eindruck"Palast aus Staub und Sand" - eine Geschichte um Familie, Freundschaft, großen Emotionen und lange gehegte Geheimnisse. Haroon Gordon jongliert in diesem Roman mit Worten und schafft so eine sprach- und bildgewaltige Atmosphäre um ein und in einem Frauengefängnis in der algerischen Wüste. Dieses bildet den einen Erzählstrang in dem es um das Leben zweier Jungen geht, die in Welten aufwachsen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine privilegiert und mit allen Möglichkeiten der Entfaltung - wäre da nicht ein kleiner Wehrmutstropfen, nämlich das Frauengefängnisvon Abda. Der andere Sohn einer Meuchlerin, intelligent, aufgeschlossen und der beste Freund - wäre da nicht ein großer Wehrmutstropfen, nämlich das Frauengefängnis von Abda. Die beiden scheinen gesellschaftlich Lichtjahre voneinander entfernt und umkreisen sich in inniger Freundschaft wie Sateliten - und es umgibt sie eine Lüge, die für beide alles hätte verändern können, wenn die Wahrheit, so unangenehm sie für manch einen gewesen wäre, ans Licht gekommen wäre.Der zweite Strang handelt von der jungen Ella, traumatisiert durch ihre Kindheit und vor sich selbst und dem Rest der Welt nach Afrika geflüchtet. Durch eine intelligente, emotionale und intensive Geschichte hat Haroon Gordon beide Stränge geschickt und spannend miteinander verwoben und zu einem sehr gelungenen Ende zusammengeführt. Nähe und Geborgenheit nehmen und geben wollen, Traumata und Enttäuschungen erkennen und verarbeiten können, für andere einstehen ohne an die Folgen zu denken und Empathie zu empfinden, dass alles wird hier sehr tiefgründig behandelt. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, real und greifbar dargestellt, jeder auf seine ganz eigene Art mit allen Höhen und Tiefen. Keiner der Protagonisten wirkt überzeichnet oder übermenschlich dargestellt. FazitEin starkes, sehr intensives Debüt über menschliche Verhaltensweisen und familiäre Dramen, was zum nachdenken anregt und lange nachhallt. Nach diesem Erstlingswerk sollte man sich Haroon Gordon merken und "Palast aus Staub und Sand" als einen gut gehüteten Schatz in der Bibliothek stehen und gelesen haben.Für mich ein Buch zum "die Nacht durch" bei gutem heißem Tee über Empathie, Toleranz und Liebe im Allgemeinen zu philosophieren

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  • Dunkle Geheimnisse verborgen unter Wüstensand

    Palast aus Staub und Sand

    jenvo82

    28. May 2017 um 09:32

    „Karma, so hatte Baptiste irgendwann einmal gelesen, bedeutete entgegen seines früheren Glaubens nicht Schicksal, sondern Ursache und Wirkung. Welche Ursache jedoch für die Wendung dieser Tage verantwortlich war, würde ihm wohl auf ewig ein Rätsel bleiben.“ Inhalt Mit dem Tod seiner über alles geliebten Frau Claire muss sich Baptiste fragen, wie es nun mit ihm selbst weitergehen wird. Das fortgeschrittene Alter zwingt ihn dazu sich ernsthaft zu überlegen, ob er in ein Altersheim zieht oder ob er dem Ruf seines Herzens folgt. Frankreich war nur durch Claire seine Wahlheimat, während seine Wurzeln in Algerien liegen und dort zieht es ihn wieder hin. Durch eine zufällige Bekanntschaft mit der jungen engagierten Ella, die für ein Hilfsprojekt einsamer Waisenkinder in Afrika auf der Suche nach finanzieller Unterstützung ist, erkennt Baptiste seine Chance, in die Heimat zurückzukehren. Er rettet Ella aus ihrer finanziellen Misere und begleitet sie und ihre Freunde mit nach Afrika. Mit Ella verbindet ihn zunächst nur eine normale Freundschaft, doch als die junge Frau schwer erkrankt und niemand Ihnen helfen kann, da sie auf Grund einer dramatischen Wetterlage eingeschlossen sind, erzählt Baptiste ihr seine wahre Lebensgeschichte. Eine Geschichte über Freundschaft, Sehnsucht und Verlust, über das Ende der Unschuld und die Qualen der menschlichen Seele. Baptiste erzählt ihr, wer er wirklich ist und warum er zu dem wurde, was er ist … Meinung In seinem Debütroman beschäftigt sich der Autor Haroon Gordon in erster Linie mit der Menschlichkeit, mit der Fähigkeit Empathie zu empfinden, anzunehmen und an andere Menschen weiterzugeben. Dieser Roman lebt durch intensive, tiefgründige Betrachtungsweisen, entwirft vielschichtige Charaktere, die zahlreiche Facetten in sich beherbergen und dadurch sehr fehlbar aber äußerst authentisch wirken. Die Betrachtung des Menschen als Individuum im Zusammenspiel mit seiner Herkunft und den Möglichkeiten seiner Entwicklung wird hier ausgesprochen realistisch und nachvollziehbar geschildert. Auf zwei Erzählebenen verweben sich die Einzelschicksale von Ella, einer Frau mit traumatischer Vergangenheit und klaren Zielvorstellungen und die von Baptiste, einem Mann dessen Gegenwart durch seine Vergangenheit immer klarer wird und der den Leser teilhaben lässt an einer dramatischen Familiengeschichte, die ihre Anfänge in Abda, einem algerischen Frauengefängnis hat. Immer tiefer taucht der Leser in die Geschichte ein, immer ersichtlicher werden die Zusammenhänge und immer schwerer die Last, die Verzweiflung, die man mit dem Hauptprotagonisten teilt.    Dem Autor ist mit dieser Erzählung nicht nur ein sehr atmosphärischer Roman gelungen, der die Lebensumstände in einem algerischen Frauengefängnis, detailliert und anschaulich beschreibt, sondern darüber hinaus ein generalistischer Streich, der so viele Fragen des menschlichen Lebens aufwirft, dass man nur zu gern darüber nachdenken möchte, welche tieferen Grundsätze dahinter verborgen liegen. Besonders die Frage nach dem Sinn, nach dem Schicksal, nach der Selbsteinschätzung hat mich fasziniert. Es gibt hier durchaus Schuldige, doch man kann ihr Handeln nachvollziehen. Es gibt die immer wiederkehrende Frage nach Gottes Wille, ja nach seiner Präsenz im Alltäglichen. Es gibt Menschen mit Fehlern, es gibt Menschen mit Wünschen, die sich nicht verwirklichen lassen aber gleichermaßen keimt die Hoffnung des Lebens, der Wille einen neuen Weg einzuschlagen und irgendwo von vorn zu beginnen. Diese Kernaussage macht die Lektüre des Buches so besonders und hebt sich deutlich vom Mainstream ab, gerade weil sie sich auf innere Werte konzentriert. Fazit Ich vergebe sehr gute 4 Lesesterne für diesen abwechslungsreichen, gesellschaftsorientierten Roman, der lange nachhallt und wichtige Fragen des menschlichen Lebens aufwirft und teilweise auch beantwortet. Ich empfehle ihn für Leser, die sich gerne mit Gefühlen, Gedankengängen und Innerlichkeit befassen und die eine Geschichte mit Tiefgang suchen. Sprachlich auf hohem Niveau, sieht man sich hier mit der Frage konfrontiert: „Was macht einen Menschen aus?“

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    • 4
  • eine berührende und bildgewaltige Geschichte

    Palast aus Staub und Sand

    tweedledee

    26. May 2017 um 16:21

    "Palast aus Staub und Sand" ist der Debütroman von Haroon Gordon, und ja, es ist kaum zu glauben dass es sich bei dieser berührenden Geschichte tatsächlich um ein Debüt handelt. In einem wunderbaren Erzählstil geschrieben ist das Lesen für sich schon ein Genuss, der Autor versteht es Stimmungen und Gefühlslagen zu transportieren, jede Nuance, jede Facette ist spürbar. Der Prolog hatte mich neugierig gemacht, erzählt wie von einem Geschichtenerzähler aus längst vergangenen Zeiten. Eine Geschichte die lange Zeit zurück liegt und der man in kleiner Runde andächtig lauscht. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen. Baptiste, am Ende seines langen Lebens, dessen Frau gestorben ist und der sich in Frankreich nun verloren und einsam fühlt. Der mit dem Verlust nicht klar kommt, der leidet und nicht weiß, wie seine Zukunft aussehen wird. Baptiste denkt immer häufiger an seine Kindheit in Algerien zurück. Ella ist mit Freunden in Algerien, sie engagiert sich für das Projekt Little Hearts, ein im Bau befindliches Waisenheim. Ella und ihre Freunde stecken ihre ganze Energie in dieses Projekt um den  Waisenkindern ein Heim zu geben. Doch die Bürokratie macht ihnen  einen Strich durch die Rechnung. Sie sollen immer neue Auflagen erfüllen, Schmiergeld bezahlen, das Projekt  scheint zum scheitern verurteilt. Zusammen mit ihrem Freund Jason ist Ella in Frankreich, um Spendengelder für  "Little Hearts" zu sammeln, als sich die Schicksale der Protagonisten kreuzen. In abwechselnden Kapiteln wird die Geschichte aufgerollt, mal in der Gegenwart in Chila und in Rückblicken durch Baptistes Erinnerungen an seine Kindheit, die er zusammen mit seinem besten und einzigen Freund Gabriel in einer unwirtlichen Umgebung verbracht hat. Es ist eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Verlust, Schuld und so viel mehr. Die Charaktere sind vielschichtig und haben Tiefe, als Leser lernt man sie immer besser kennen und verstehen. Der lebendige  Schreibstil, der auf viele kleine Details Wert legt lässt die Bilder aufleben, so dass ich ganz tief in die Handlung eintauchen konnte. Wobei mir der Strang über Baptiste und Gabriel am besten gefallen hat, denn was die beiden erleben ist sehr intensiv geschildert und nur schwer vorstellbar. Es geht zu Herzen ohne rührselig zu wirken, ich habe beim lesen mit den beiden mitgelitten.  Ich habe mir meine Gedanken gemacht welches Geheimnis sich hier verbirgt und wurde dann doch überrascht. Am Ende schließt sich der Kreis, es bleibt keine Frage mehr offen. Fazit: Hier habe ich viel mehr bekommen, als ich erwartet hatte. "Palast aus Staub und Sand" ist ein berührendes, feinsinniges Werk das mit leisen Tönen punktet. Eine Geschichte die nachdenklich stimmt und  eine jener Geschichten, die  lange im Gedächtnis bleiben.

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    • 2
  • Ein Inhalt der nicht besser erzählt werden können.

    Palast aus Staub und Sand

    Xynovia

    17. May 2017 um 09:02

    Der Debütroman „ Palast aus Staub und Sand“ von Haroon Gordon ist ein Roman für den man kaum genug Worte finden kann um ihm gerecht zu werden. Inhalt / Klappentext: Eines Abends ist er einfach da. Baptiste, der scheue, junge Mann, von dem niemand in der verschlafenen Ortschaft in der Provence weiß, woher er gekommen ist. Und er scheint dort sein Glück zu finden, bis Jahrzehnte später seine verschwiegene Vergangenheit aufersteht. Mit aller Macht ziehen ihn die Erlebnisse vergangener Tage wieder in ihren Bann, und mit ihnen die Erinnerungen an Abda, das längst vergessene Frauengefängnis in der algerischen Wüste, in dem eine ungewöhnliche, tiefe Freundschaft, aber auch sein dunkelstes Geheimnis begraben liegen. Eines, das in einem dramatischen Wettlauf gegen die Zeit immer weiter an die Oberfläche drängt … Meine Meinung: Der Roman ist 5 Abschnitte unterteilt, beginnend mit einem Prolog, der schon erahnen lässt das die Protagonisten in dieser Geschichte so einiges durchmachen müssen. In den darauf folgenden 3 Teilen werden die Geschichten der einzelnen Protagonisten so beschrieben, das man die jeweiligen Emotionen mitfühlt. Die Spannung der Geschichte wird die ganze Zeit aufrecht gehalten. Dem Autor ist es gekonnt gelungen immer wieder Fragen auszuwerfen und vor allem „Kleinigkeiten“ in die Geschichte einzubauen, die eigentlich nur kurz am Rand erwähnt werden, deren Wichtigkeit einem später erst richtig bewusst wird. Der abschließende Epilog rundet diese wunderbare Geschichte über Leben, Liebe und innigster Freundschaft ab. Ein beeindruckender Inhalt gepaart mit einem großartigem Schreibstil lässt diesen Roman zu einem Meisterwerk erstrahlen, welches man gelesen haben muss. Daher kann ich das Buch nur weiter empfehlen.

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  • Eine Geschichte, die mich geflasht, begeistert, fasziniert und wahnsinnig berührt hat.

    Palast aus Staub und Sand

    Bibilotta

    08. May 2017 um 13:58

    Ich muss hier ja gleich mal zugeben, dass „Palast aus Staub und Sand“ von Haroon Gordon ein Buch ist, das mich zuerst nicht angesprochen hat. Erst eine Weile später, als ich mir zum 2. Mal den Klappentext was näher angeschaut habe … dachte ich mir ok … das könnte nach meinem Geschmack sein. Und ich bin froh, dass ich mich nach einem 2. Blick auf das Buch eingelassen hatte  … ich würde es sonst echt bereuen, es nicht gelesen zu haben. „Palast aus Staub und Sand“ hat mich absolut überrascht – erstaunt – und ja – regelrecht schockiert und gefühlsmäßig durcheinander gebracht hat es mich – aber mit einem großen „WOW“ und „WAAAAAHNSINN“ !!! Worum geht es hier  – also zusammen mit Baptiste erfährt man nach und nach seine Geschichte… und diese Geschichte berührt mich, als Leser, sehr. Man lernt Baptiste im Alter von ca. 60 Jahren kennen und erfährt den ein oder anderen Schicksalsschlag von ihm. Baptiste ist eine sehr geheimnisvolle und interessante Figur – die mich am Ende regelrecht schockierte. Warum? Das müsst ihr selbst lesen. Wenn ihr aber mehr über Baptiste erfahren wollt, dann schaut doch bei meinem Beitrag zur Blogtour vorbei !!! Doch nicht allein Baptiste spielt hier eine Rolle – es kommen noch allerhand andere interessante Figuren in dieser Geschichte vor. Unter anderem Ella, die parallel dazu ihre eigene Geschichte erlebt – was mindestens genauso interessant und faszinierend ist. Denn auch Ella hat einiges zu erleben und zu erzählen. Jeder der aufgeführten Figuren im Buch begleitete Baptiste in seinem Leben über längere oder auch kürzere Zeit – aber sie haben eines gemeinsam – sie prägten, stärkten und begleiteten sein Leben – gaben ihm Kraft und zeigten ihm besondere Dinge auf -jeder auf seine Art und Weise. Das war so ein geniales Lesegefühl – das kann ich gar nicht richtig in Worte fassen – das muss man einfach erleben. Das gesamte Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Im ersten Teil lernen wir Baptiste im hier und jetzt kennen – wie er still und klanglos in Frankreich auftauchte und sein Leben dort gestaltete – und man erfährt, was er bisher so in Frankreich mitmachen musste. Aber auch Ella kommt hier schon in einem parallelen Erzählstrang zum Einsatz – die ihren richtigen Weg erst noch finden muss. Im 2. Teil erfahren wir alles über die Kindheit von Baptiste – und das war keine leichte Lesephase- muss ich ja schon zugeben.  Wie er gemeinsam mit einem Freund in einem Gefängnis aufgewachsen ist und was er dort alles erlebt hat – das raubte mir teilweise den Atem. Beide Teile sind sehr berührend und herzergreifend, wobei der 2. Teil mehr an Fahrt und gefühlsmässiger Stärke aufnimmt. Im 3. und letzten Teil kommt dann das große „WOW“ und „Neeeeeiiiiin – das kann so nicht sein“ – denn hier kommen die zwei, Ella und Baptiste und ihre Geschichte so richtig zu einem Strang zusammen – und was für Wirkungen sie gegenseitig aufeinander haben – das müsst ihr selbst herausbekommen. Die gewählte Kulisse von Haroon Gordon ist wahnsinnig faszinierend, bildgewaltig und so lebhaft und real aufgebaut, das hat mich sehr berührte. Aber nicht nur das – auch die Protagonisten sind einfach nur bewunderswert dargestellt und ausgeschmückt. Sie wirken so real und nah – als wenn es Freunde von mir  gewesen sind, die ich eine Weile begleiten durfte. Der Handlungsaufbau, der Schreibstil, die Art und Weise des Erzählens dieser Geschichte, das war ein Traum – so ein intensives Leseerlebnis hatte ich glaub noch nicht – zumindest kann ich mich an keines erinnern. Zuerst geht alles sehr ruhig und fast schon langweilig los – doch man darf sich nicht täuschen lassen, denn langweilig ist dieser Roman definitiv nicht. Es startet zwar was ruhiger und langatmiger – aber dann nimmt alles Fahrt auf und ja – man kommt gefühlsmäßig gar nicht mehr hinterher alles richtig zu verdauen. Kaum hat man eine Sache soweit verarbeitet, da gibt es schon den nächsten Überraschungseffekt. Ich weiß gerade gar nicht, was ich noch alles erzählen soll oder darf – drum lass ich es hier glaub mal ruhen. Ich kann nur soviel sagen – lasst euch auf diese Geschichte ein. Sie ist so wahnsinnig mitreißend, abenteuerlich, gefühlvoll, bildgewaltig und ja … sie bescherte mir ein hammermässiges Leseerlebnis, womit ich so nicht gerechnet hatte. Das Buch macht mir jetzt noch zu schaffen und ich hab noch einige offene Fragen an den Autor – aber ich weiß eines – so schnell werde ich diese Geschichte nicht vergessen.   Fazit „Palast aus Staub und Sand“ von Haroon Gordon ist ein für mich absolut wundervoller und besonderer Roman, der mein Leserherz zum beben brachte. Ich hätte mich einigem gerechnet – aber nicht damit. Auch wenn das Buch mich nicht auf den ersten Blick packen konnte – so bin ich froh, einen zweiten riskiert und es letztendlich auch gelesen zu haben. WAS ein Leseerlebnis – so wahnsinnig gefühlvoll, überraschend und absolut faszinierend. Mir fehlen die richtigen Worte, all das auszudrücken, was dieser Roman in mir berührt und bewegt hat. Eine absolute, hammermässige Leseempfehlung von mir !!! Ein Buchhighlight der GANZ BESONDEREN ART !!!

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  • ein Buch auf Weltklasse Niveau !

    Palast aus Staub und Sand

    DasBuchmonster

    02. May 2017 um 16:40

    Inhalt: Der Debütroman "Palast aus Staub und Sand" handelt von Baptiste, der alles verloren hat, von Ella, die alles gerade verliert und von Gabriel, der bereits verloren geboren wurde. Die Schicksale der drei Personen weben sich unweigerlich zusammen und hervor kommt ein großes, dunkles Geheimnis, welches folgenschwer ist.Schreibstil: Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven beschrieben und enthält diverse Zeitsprünge. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und einzigartig. Mit einer klaren, präzisen Sprache und einer kreativen Ausdrucksform sind wir hier bei einem Sprachstil auf Weltklasse- Niveau. Durch Wortwahl, Konstruktion und dem Klang der Sätze entsteht eine ureigene Dynamik, die dem Leser ein authentisches Gefühl gibt. Der Autor lässt sich Zeit mit der Entwicklung und Entfaltung der Charaktere und haucht ihnen somit viel Leben ein. Man hat das Gefühl, jeder Charakter für sich  hat so viel Tiefgang, dass man sich eigentlich mit dem Fortgang der Geschichte nur peripher auseinander setzen muss.Charaktere: Die Charaktere sind sehr eigensinnig und jeder eigentlich ein Kapitel für sich. Baptiste ist derjenige, der eine recht triste Figur ist, die ich aber im Endeffekt am allerliebsten "erlesen" habe. Trotz der Intensität seiner Gedanken, Gemütslagen und Handlungen, ist Baptiste für mich immer ein Rätsel gewesen, was den Reiz noch verstärkt hat. Ella war diejenige,  über die man sich als Frau identifizieren könnte. Sie ist sympathisch, ein natürlicher Typ und engagiert. In Ella ruht eine kindliche Naivität, sie lebt in ihrem eigen gebauten Paradies und wird dann auch noch vertrieben. Ihr Weg hat mir am meisten weh getan, da er Konflikte führt sowohl auf einer persönlichen als auch auf einer globalen Ebene. Und Gabriel ist das allergrößte Mysterium. Wie kann eine Person so unschuldig schuldig sein? Er durchläuft ein Martyrium und ist dabei doch kein schlechter Junge und dennoch, es ist so als würde ihm seit Geburt an etwas Böses anhaften, für das er ein Leben lang büßen wird. Story: Tja nun, die Story an sich bietet auch einiges an Input. Sie ist zum Schreibstil und den Charakterdarstellungen gegenläufig konzipiert. Was ich damit meine? Der Autor lässt sich viel Zeit, um eine Tiefe in die Charaktere zu bringen, währenddessen also zunächst der Anfang eher von Trauer, Frust und Stillstand geprägt ist, verändert sich das Tempo des Buches mit der Handlung. Nicht gerade plötzlich, jedoch deutlich wahrnehmbar geschehen viele Dinge und Zusammenhänge in Verbindung mit der Handlung. Durch Tiefe und Tempo entsteht eine eigenwillige Spannung, die das Buch gegen Ende zum Pageturner mutieren lässt. Inhaltlich existieren in dem Debütroman sowohl die persönlichen Dramen der Charaktere, als auch die Weltlichen. Dinge wie Liebe, Hass, Freundschaft, Feindschaft sind nicht die einzigen, die thematisiert werden. Es geht auch um Trauer, Schuld,Glaube, Schicksal, und Vergebung eben einfach der Tanz des Lebens. Wie ihr sehen könnt also ein straffes Programm!Fazit: Ich bin unglaublich dankbar das Buch "Palast aus Staub und Sand" von Haroon Gordon gelesen zu haben. Cover und Kurzbeschreibung können nicht das wiedergeben, was den Leser in dem Buch erwartet. Es hat mich einfach nicht mehr loslassen können, und wird es wohl auch für die nächste Zeit nicht mehr. Es ist ein einzigartiges Meisterwerk, mit dem ich keinen Vergleich anstellen kann. Die Perfektion aus Kreativität und präziser Intensität haben mich als Leser verblüfft dastehen lassen. Ich kann euch jetzt schon sagen: Merkt euch den Namen Haroon Gordon. Er könnte der nächste Salman Rushdie werden! Von mir gibt es die volle Monsterpunktzahl und ist definitiv ein Anwärter auf DAS Jahreshighlight !

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