Wer die Nachtigall stört ...

von Harper Lee 
4,5 Sterne bei791 Bewertungen
Wer die Nachtigall stört ...
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (702):
britsbookworlds avatar

Ein Klassiker, den man mal gelesen haben sollte. Mit einer Thematik die auch heute noch aktuell ist

Kritisch (16):
SteffisBuecherbloggerias avatar

Eine Idee, die bei der Umsetzung absolut scheitertet. Das Buch trieft nur so vor Längen. Ich habe mich regelrecht durch das Buch gequält!

Alle 791 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Wer die Nachtigall stört ..."

Die Geschwister Scout und Jem Finch wachsen in einer äußerlich idyllischen Welt heran: im (fiktiven) Örtchen Maycomb, Alabama, inmitten weißer Villen und tropischer Bäume. Erzogen von ihrem Vater Atticus, einem menschenfreundlichen Anwalt.
Doch die Idylle trügt, durch die alte Gesellschaft des Südens ziehen sich tiefe Risse: zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Arm und Reich. Als Scouts Vater die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat, erfährt die Achtjährige staunend, dass die Welt viel komplizierter ist, als sie angenommen hat. Tapfer versucht sie, die demokratischen Gerechtigkeitsideale ihres Vaters gegen alle Anfechtungen hochzuhalten, und gerät selbst in Gefahr …
Unvermindert aktuell: ein Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499271571
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.07.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 26.03.2015 bei Argon erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,5 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne491
  • 4 Sterne211
  • 3 Sterne73
  • 2 Sterne12
  • 1 Stern4
  • Sortieren:
    D
    dommelchenvor 9 Tagen
    Der Blickwinkel eines kleinen Mädchens

    Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt. 

    Erzählt wird aus der Perspektive eines 8-Jährigen Mädchens, namens Jean-Louise (Scout genannt). Sie nimmt den Leser mit in die 30er Jahre der Kleinstadt Maycomb in den Südstaaten. Kindlich naiv berichtet sie von heißen Sommern und Abenteuern, die sie und ihr älterer Bruder Jeremy erleben.
    Der Roman schafft es, trotz des einfachen Schreibstils, eine wundervolle Atmosphäre zu schaffen, die uns mit Problemen des Erwachsenwerdens, Rassendiskriminierung und -hass, Freundschaft und die Kluft zwischen arm und reich konfrontiert. 



    Kommentieren0
    0
    Teilen
    N
    namederleserin03vor 2 Monaten
    Nicht für mich

    Hab mich tierisch darauf gefreut dieses Buch zu lesen, doch leider musste ich feststellen, dass ich es überhaupt nicht mag. Die storyline ist sehr öde, langweilig und langwierig, erst die letzten 50 Seiten konnten mich ansatzweise mitreißen... Ich musste mich regelrecht durchquälen um es fertig zu lesen. Normalerweise bin ich ein großer Fan von Klassikern, doch dieses Buch hat mich leider gar nicht überzeugt.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wichtiges Plädoyer für Menschenrechte und Zivilcourage und gegen Rassendiskriminierung
    Ein heldenhafter Kampf gegen Rassendiskriminierung

    Ich weiß gar nicht genau, was ich erwartet hatte, aber das Buch war dann doch ganz anders. 

    Immer wieder ist die Rede von einem Klassiker, es gibt Verfilmungen und mindestens zwei Übersetzungen. Für mich ist "Wer die Nachtigall stört..." ein Buch, das man gelesen haben sollte und ganz besonders mit dem Hintergrund der Rassendiskriminierung in den Staaten, wo es auch heute immer wieder zu extremen Vorfällen kommt und weiterhin ein wichtiges Thema bleibt.
    In dem Buch geht es um Jeremy, Jem, und Jane Louise Finch, die von allen nur "Scout" genannt wird. Sie ist 6 und ihr großer Bruder schon 10 Jahre alt. Der Leser erlebt die Jahre 1933-1935 in einem fiktiven Städtchen in Alabama. Jem und Scout wachsen heran, erleben die Freuden der Kindheit, spielen Streiche und haben eigentlich ein angenehmes Leben, auch wenn sie nicht gerade viel Geld haben. Ihr Vater, Atticus, den sie auch so ansprechen, ist schon etwas älter, die Mutter verstorben. Er ist ein guter Mensch und Anwalt, der seinen Kindern Werte und Normen vermitteln möchte, die ihm wichtig sind. Denn eines ist zu der Zeit besonders auffällig: die künstlich geschaffenen Unterschiede zwischen Schwarzen und Weißen, zwischen Armen und Reichen. Es scheint alles aus dem Ruder zu laufen, als Atticus die Verteidigung eines Schwarzen übernimmt. Und nicht nur er selbst bekommt dabei Probleme.
    Wie schon im Nachwort von Felicitas v. Lovenberg ist dieser Roman, der aus der Sicht eines Kindes geschrieben ist quasi ein Klassiker wie "Puh, der Bär" oder "Harry Potter". Die kindlichen Gedanken Scouts sind einerseits niedlich, andererseits faszinierend. Ihre Gedankengänge und Erkenntnisse genauso wie ihre Einsicht, dass sie etwas nicht versteht oder eigentlich doch Angst hat, obwohl sie es ihrem großen Bruder gegenüber abstreitet.
    Die ganze Familie Finch ist sympathisch, allen voran der mutige Anwaltsvater und die Haushälterin Calpurnia, dessen Namen ich schon großartig finde. Es gibt eigentlich so viel über dieses Buch zu sagen, so viele Punkte, über die man diskutieren kann, dass ich es gar nicht in eine Rezension schreiben kann und möchte. Auch wenn eine Geschichte aus Sicht eines Kindes, und da zähle ich mich auch dazu, nicht jedermans Sache ist, so finde ich doch, dass man dieses Buch gelesen haben sollte.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    monerls avatar
    monerlvor einem Jahr
    Weise und humorvoll

    Kurzmeinung:

    gehört und gelesen Genre: Roman; Klassiker Handlung: Das Thema Rassismus und Ungleichheit von Menschen, beispielhaft an einem fiktiven Ort in Alabama dargestellt, als Weiße sich noch nicht für die Rechte schwarzer Bürger eingesetzt haben. Als das eigene Gefühl, höher geboren und wertvoller zu sein, noch über der Wahrheit stand. Als der ungerechtfertigte Tod eines Familienvaters keinen Aufschrei verursachte, da er doch nur ein Schwarzer war. Charaktere:Ich war von allen Figuren im Buch begeistert und bin ein großer Fan von Atticus und Scout geworden! Dieser trockene Humor, der sich insbesondere über Scout, trotz des ernsten Themas, durch den Roman zieht, ist das sogenannte i-Tüpfelchen. Die Autorin hat sich sehr viel Zeit gegeben, uns die Figuren nahezubringen, was ihr außerordentlich gut gelungen ist. Ich hatte eine genau Vorstellung der Figuren vor Augen, die diesen Roman auch zu einem wundervollen Hörerlebnis gemacht haben. Spannung: Die Hoffnung stirbt zuletzt und dadurch gibt es auch eine Spannung, die sich gesteigert durch die Seiten zieht. Atticus ist klug und wenn einer das Unmögliche möglich machen kann, dann ist es er, dieser alleinerziehende Mann mit so viel Weisheit und Verständnis für Menschen, ihre Nöte und Sorgen. Schreibstil: Harper Lee hat einen ganz besonderen Schreib- bzw. Erzählstil gefunden, der dieses Buch zu einem wahren Erlebnis machen. Eindrucksvoll beschreibt sie das Zusammenleben der weißen Bevölkerung mit der schwarzen. Sie nimmt sich der damaligen Probleme an und zieht sie ans Licht. Die Autorin schaffte es, dass ich mich in der Ohnmacht der damaligen Zeit gefangen fühlte. Es erschütterte mich, wie Menschen sich in all den Jahrhunderten und Jahrzehnten kaum nach vorne entwickeln, haben wir es in der heutigen Zeit mit ähnlichen Probleme, auf anderen Ebenen, zu tun. Ende: Wer sich fragt, warum das Buch diesen etwas seltsamen Titel trägt, sollte das Buch bis zum Schluss lesen. Am Ende wird der Bezug hergestellt und alles erklärt. Hörbuch: Eva Mattes verleiht auch diesem Buch ihre unverkennbare Marke und macht es zu einem besonderen Hörerlebnis. Sie wird den Kindern gerecht und materialisiert einen Atticus, den man sich gerne als Nachbar und Freund im eigenen Umfeld wünscht. Fazit: Ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte, befasst er sich doch mit  wichtigen Themen, die auch heute noch aktuell sind und ist ein Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen! Eine wunderbare Schullektüre, um Kinder durch die kindlichen Augen von Scout brisante Themen näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren _________________________________
    http://bit.ly/2iwXi5m

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Valabes avatar
    Valabevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ein bewegend geschriebener Roman über die Unterdrückung der Afroamerikaner in den 30iger Jahren aus der Sicht eines Kindes. Lesenswert!!
    wie eine Nachtigall im Baum

    „Atticus hatte recht. Er hatte einmal gesagt, man kenne einen anderen Menschen erst dann, wenn man in seine Haut schlüpfe und eine Weile darin herumginge.“ S. 444


    Die kleine Scout lebt mit ihrem Bruder Jem, ihrem Vater Atticus, dessen Schwester Alexandra und der farbigen Calpurnia im beschaulichen Maycomb im Süden der USA. Der Sklavenhandel ist weitgehend abgeschafft und aus ehemaligen Baumwollpflückern sind Hausdiener geworden. Die Rechte der farbigen Bevölkerung sind dennoch kaum verbessert. Als ein junger farbiger Mann wegen Vergewaltigung vor Gericht gestellt wird und Atticus dessen Verteidigung übernimmt, erfährt Scout, wie unterschiedlich sich die Rassentrennung in den Köpfen der Menschen manifestiert.


    „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee galt lange als das einzige Buch der Autorin. Es wurde bereits 1960 erstveröffentlicht und gewann unter anderem den Pulitzer – Preis. Weiterhin wurde es in 40 Sprachen übersetzt und gilt als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts.


    Obwohl schon vor mittlerweile fast 60 Jahren veröffentlicht, hat der Roman bisher nur wenig an Aktualität verloren. Wenngleich die Problematik der Rassentrennung in den USA weitegehend vom Tisch ist, so ist es doch noch immer weltweit aktuell, wenn auch nicht mehr nur auf die farbige Bevölkerung bezogen. Der Roman wird aus der Sicht von Scout erzählt, die mit ihren 8 Jahren ein bisher unbekümmertes und freies Leben hatte. Durch Atticus haben sie und ihr Bruder früh gelernt, dass alle Menschen die gleichen Rechte erhalten sollten und es keine Bevorteilung der einen oder anderen Rasse geben sollte. Der Prozess zeigt ihr und den Lesern des Buches auf, wie stark viele Vertreter der weißen Bevölkerung aber an ihrer Sonderstellung festhalten.


    Durch die Erzählweise eines Kindes bekommt das Buch einen sehr ehrlichen Charakter und als Leser wird man daran erinnert, wie es ist die Dinge aus der Sicht eines Kindes zu betrachten. Genauso sehr zeigt es aber auch auf, wie verstörend und verletzend viele Handlungen auf Kinder wirken können. Besonders gut gefallen hat mir eine bestimmte Situation im Buch, als es nur durch das kindliche eingreifen von Scout möglich war, eine aufgeheizte Situation zu entschärfen. Auch die vielen Stücke, die Scout, Jem und ihr Freund Dill während der Ferien über immer aufführen, spiegeln die Gesellschaft dar und wie sehr sie das kindliche Heranwachsen beeinflusst.


    Mit den unterschiedlichen Charakteren im Buch hat Harper Lee einen interessanten Überblick über die verschiedenen Haltungen der Menschen. Atticus ist ein besonnener Vater, dem es wichtig ist seinen Kindern beizubringen, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten. Seine Schwester Alexandra verkörpert die Schicht der eleganten weißen Frauen, die mehr auf Tratsch und Eleganz aus sind als auf Gleichberechtigung. Calpurnia als farbige Haushälterin ist den Kindern in vielen Situationen wie eine Mutter und weiß sich entsprechend zu verhalten in Gesellschaft. Auch Boo Radley als düsterer Nachbar zeigt auf, wie sehr man sich doch von Äußerlichkeiten täuschen lassen kann.


    „Wer die Nachtigall stört“ ist gleichermaßen erfrischend kindlich, wie auch bedrückend. Aber auf jeden Fall eine Bereicherung für die eigene Bibliothek.

    Kommentare: 2
    20
    Teilen
    Isy2611s avatar
    Isy2611vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lesenswert!
    Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte

    Die Geschwister Scout und Jem wachsen im Alabama der 30er Jahre auf. Sie erleben nicht nur einige Abenteuer, sondern müssen sich auch mit Moral und Normen auseinandersetzen. Die Stadt ist alt und jeder kennt jeden. Die Handlungsnormen, die sich eingebürgert haben, werden gemeinhin unreflektiert von der nächsten Generation übernommen. Scout und Jem erleben jedoch, wie dieses Gefüge einmal ordentlich ins Schwanken gebracht wird.


    Ein tolles Buch mit subtiler Spannung. Die Schreibweise ist fesselnd, obwohl es sich hier bei Weitem um keinen Thriller handelt. Nicht nur habe ich das Heranwachsen von Jem und Scout mit Spannung verflogt, sondern habe mit ihnen mitgefiebert, als sie begannen sich selbst mit Moral auseinanderzusetzen. Einfach großartig.


    Das muss man gelesen haben!

    Kommentare: 1
    79
    Teilen
    mondys avatar
    mondyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auch wenn das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, trifft es doch nach wie vor den Kern der Dinge. Lesenswert!
    Hochaktueller Klassiker

    Aus dem Englischen von Claire Malignon / Überarbeitet von Nikolaus Stingl

    Meine Meinung
    Ich freue mich immer, wenn ich einen Klassiker lese und sich mein diffuses Halbwissen über das Buch in ein klares Bild verwandelt. Noch viel mehr freue ich mich, wenn mir das Buch dann auch noch gefällt, so wie bei diesem Werk. 

    Anfangs war ich überrascht von dem Schreibstil. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Geschichte aus der Sicht eines achtjährigen Kindes erzählt wird. Ich glaube, genau das macht den Reiz dieses Buches aus ... es geschehen teilweise schlimme Dinge, aber als Leser erlebt man es durch die Augen eines Kindes. Die Leichtigkeit der kindlichen Gedanken und die direkte Art von Scout, der Erzählerin, ließen mich die Situationen aus einem völlig neuen Blickwinkel erleben. Teilweise nahmen sie ihnen die Schärfe, manchmal waren sie dadurch lustig, obwohl die Situation überhaupt nicht lustig war, und häufig wurden sie dadurch einfach erträglicher. Als Leser kann man sich vieles, das nicht ausgesprochen wird, denken. Es bleibt einem so selbst überlassen, wie sehr man darüber nachdenken möchte.

    Doch das Buch beschäftigt sich nicht nur mit brisanten Themen wie z.B. Rassismus, sondern auch mit den alltäglichen Abenteuern, die Scout gemeinsam mit ihrem Bruder Jem erlebt. Ob sie nun neue Streiche aushecken, sich den Kuchen bei Miss Maudie schmecken lassen oder Scout sich den Erziehungsversuchen ihrer Tante Alexandra widersetzt - man erlebt alle Facetten ihrer Kindheit mit. Es macht einfach Spaß, die Geschwister zu begleiten und ihnen über die Schulter zu schauen.

    Scout spricht in ihrer kindlichen Unschuld viele Dinge an, die sich die Erwachsenen nicht anzusprechen trauen, die aber den Nagel auf den Kopf treffen. Und auch wenn das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, treffen sie doch nach wie vor den Kern der Dinge. Gerade was Rassismus anbelangt, bewegen wir uns derzeit wieder in eine Richtung, die den damaligen ähnlich ist. 

    Ein Buch, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann! 

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Wuestentraums avatar
    Wuestentraumvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wahres Lesevergnügen
    Wer die Nachtigall stört...

    Dieser Roman wird aus der Sicht eines Kindes erzählt. Scout und Jem Finch, anfangs 6 und 10 Jahre alt, leben mit ihrem Vater Atticus, einem Rechtsanwalt, im fiktiven Örtchen Maycomb in Alamaba. Scout berichtet von ihren Erlebnissen, den Menschen in dem kleinen Örtchen, der Schule, ihren Streichen und den Nachbarn. Besonders der direkte Nachbar Boo Radley hat es ihr und ihrem Bruder angetan, da er nie das Haus verlässt, und die beiden ihn noch nie zu Gesicht bekommen haben. Auch ihre Tante Alexandra, die für längere Zeit bei ihnen wohnt und aus Scout eine Lady machen will, da diese immer lieber Hosen als Kleider trägt, sich gern prügelt und auch ansonsten lieber mit Jungen als mit anderen Mädchen spielt, wird beschrieben. Atticus ist ein liebevoller Vater, der voll und ganz auf seine Kinder eingeht, sie wie kleine Erwachsene behandelt. Vielleicht erscheint Scout deshalb teilweise altklug und sehr weit für ihr Alter, was das Verstehen und Beobachten ihrer Umwelt betrifft.

    Atticus übernimmt den Fall eines schwarzen Landarbeiters, Tom Robinson, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Ganz Maycomb ist in Aufruhr, da Schwarze in den 30er Jahren nichts wert waren und der Rassismus hohe Wellen schlug. Wenn ein Schwarzer gegen einen Weißen vor Gericht steht, egal um was es geht, gewinnt immer der Weiße, ohne Frage, so das Credo von damals. Atticus setzt sich sehr für Tom Robinson ein und versucht alles, ihn vor einem schlimmen Urteil zu retten.

    „Man kann einen anderen nur richtig verstehen, wenn man in seine Haut steigt und darin umherläuft“.

    Harper Lee hat mich mit ihrem ausdrucksstarken, leichten, lebendigen und natürlichem Schreib- und Erzählstil sofort in den Bann gezogen. Die Erzählweise von Scout ist toll getroffen, manchmal altklug wirkend für ihre Alter, kommt auf der anderen Seite auch gut ihre Kindlichkeit zum Ausdruck. Auch ihr Bruder Jem, der in die Pubertät kommt und sein Verhalten sich verändert, wird realistisch dargestellt. Die schwarze Haushälterin Calpurinia, die ihr Herz am rechten Fleck hat, wird ebenso toll dargestellt. Besonders Atticus, ein weiser, mitfühlender und gerechtigkeitsliebender Mann, der alle Menschen gleich gut behandelt , hat hervorgestochen einen beeindruckt. Durch seine zielstrebige Art, sich von nichts und niemandem beeinflussen oder einschüchtern zu lassen, geht er seinen Weg und setzt sich für die Armen und Benachteiligten ein. Wobei nicht alle Mitbürger aus Maycomb Verständnis dafür zeigen.

    Ich bedaure sehr, diesen Roman erst jetzt gelesen zu haben. Dieser Klassiker der Weltliteratur ist einfach bemerkenswert. Nachhallend, nachdenklich machend, ergreifend und berührend. Zusätzlich mit warmem Humor behaftet einfach ein wahres Lesevergnügen.

    Ein Plädoyer gegen Rassismus, für die Gleichheit aller Menschen, Zivilcourage und Gerechtigkeit. Ein Klassiker, ein Roman welchen man einfach gelesen haben muss. Eine Bereicherung für jeden Lesefreund.

    Kommentieren0
    160
    Teilen
    Betsys avatar
    Betsyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch muss man wirklich gelesen haben! Eine Geschichte, die zum Nachdenken auffordert und heute wohl aktueller denn je ist.
    Ein Klassiker und dennoch so präsent wie eh und je!

    „Mut heißt: von vornherein wissen, dass man geschlagen ist, und trotzdem den Kampf – ganz gleich, um was es geht – aufnehmen und ihn durchstehen. Man gewinnt selten, aber zuweilen gelingt es.“

    Alabama, in den 30iger Jahren: Der verwitwete Rechtsanwalt Atticus Finch lebt mit seinen beiden Kindern Scout und Jem, anfänglich 6 und 10 Jahre alt, im kleinen Örtchen Maycomb und als Leser erfährt man aus der Sicht der jungen Scout wie es ist dort aufzuwachsen. Es ist ein einfaches und alltägliches Leben, mit einer vielfältigen Nachbarschaft und dem Charme einer kleinen Ortschaft. Die Idylle wird allerdings gestört, als Atticus einen schwarzen Landarbeiter vor Gericht verteidigen muss, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Plötzlich werden die Unterschiede zwischen weiß und schwarz noch offensichtlicher und für Scout und Jem zeigt sich die Welt viel komplizierter als jemals zuvor, besonders was das Verhalten ihrer Mitmenschen gegenüber ihrem Vater und den anderen Schwarzen betrifft.

    „Ich begreife einfach nicht, warum vernünftige Menschen sofort überschnappen, wenn irgendwo ein Neger im Spiel ist…“

    Ich bedauere fast, dieses Buch erst jetzt gelesen zu haben, weil es einfach in so vielerlei Hinsicht wirklich etwas ganz Besonderes ist und wohl auch nie an Aktualität einbüßen wird. Ein Klassiker, der zu recht immer noch präsent ist und zum Nachdenken anregt.

    Die Autorin schafft es aus dem Blickwinkel der jungen Scout die Welt um sie herum aus kindlicher Sicht sehr gut wiederzugeben und wie sich diese immer wieder verändert, allein dadurch, dass sich auch ihr Umfeld ändert. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, der oftmals unbedacht Fragen stellt oder unangebrachte Dinge sagt, aber es nicht böse meint, sondern versucht zu verstehen was um sie herum passiert, auch wenn es für manche Erwachsene fast schon beleidigend oder skandalös wirkt und manches Mal nicht gerade schöne Folgen für sie hat. Teilweise wirkt sie fast schon zu altklug für ihr Alter, aber sie zeigt auch sehr schön, ihre ihrem Alter entsprechende kindliche Seite, wie das Herumtreiben in der Nachbarschaft, die Angst vor manchen Dingen, wie einem Nachbarn, den sie und ihr Bruder nie gesehen haben und über den es so einige unheimliche Geschichten gibt. Zugleich erfährt man auch wie sehr man als Kind oftmals von den Erwachsenen missverstanden wird und wie emotional es da zugehen kann, was einen dann auch an die eigene Kindheit erinnert.

    Auch Jem, der zwar schon 4 Jahre älter ist und sich gerne ein wenig überheblich gegenüber seiner Schwester gibt, macht einige Entwicklungen durch, wird erwachsener und ist trotz aller Unterschiede und Unstimmigkeiten ein liebevoller Bruder, der Geheimnisse mit seiner Schwester teilt und auf sie achtgibt, auch wenn er sie teilweise auch als recht lässig und abwertend behandelt. Er ist anfänglich jemand, der teilweise die Grenzen überschreitet, aber viel dazu lernt und erschüttert ist, wie grausam es manchmal in der Welt zugehen kann.

    Beide lernen ihre Lektionen teilweise auf die harte Art, aber immer lernen sie dazu und entdecken ein wenig mehr von der Welt die sie umgibt. Wer hier dann die Geschichte neben Scout vor allem allerdings so besonders macht, ist ihr Vater Atticus, der nicht nur unheimlich klug und weise wirkt, sondern von einer großen Ruhe umgeben ist und immer versucht das Richtige zu tun.

    „(...) bevor ich mit anderen leben kann, muss ich mit mir selber leben. Das Einzige, was sich keinem Mehrheitsbeschluss beugen darf, ist das menschliche Gewissen."

    Er geht liebevoll mit seinen Kindern um und versucht ihnen mit bestem Beispiel voranzugehen. Von ihm können beide viel lernen, auch wenn sie nicht alles gleich verstehen können, doch er bemüht sich immer ehrlich zu ihnen zu sein, egal was sie wissen wollen bzw. welche Sorgen sie bedrücken. Immer wieder ist man verblüfft wie tiefsinnig seine Worte sind und man kann sich sehr gut vorstellen wie seine Kinder an seinen Lippen hängen und dennoch oftmals nur verwirrt über seine Worte sind.

    Man bekommt als Leser einen sehr guten Einblick in die kleine Nachbarschaft und all den Personen die hier mitspielen und das ihrige dazu beitragen, dass man versteht wie verwirrt Scout ob ihres Verhaltens ist, nachdem ihr Vater die Verteidigung des schwarzen Landarbeiters Tom Robinson übernimmt.

    „Gerade vor Gericht sollte allen Menschen, von welcher Farbe des Regenbogens sie auch sein mögen, das gleiche Recht zuteilwerden. Nur neigen die Leute leider dazu, ihre Vorurteile mit auf die Geschworenenbank zu nehmen.“


    Zum ersten Mal erlebt sie mit, wie abwertend über jemanden gesprochen wird, der scheinbar mit Schwarzen gut befreundet ist und sich für sie einsetzt. Natürlich ist beiden klar, dass es zwischen Weißen und Schwarzen unterschiede gibt, angefangen davon wie sie reden und leben, doch für Scout und ihren Bruder ist das nicht von Bedeutung, da sie mit ihnen genauso einen normalen Umgang pflegen wie mir allen anderen, was natürlich auch an der Einstellung ihres Vaters liegt, der mit jedem respektvoll umgeht.

    Fazit: Ein verwitweter Vater und seine beiden Kinder, eine ländliche Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, die meisten gerade genug zum überleben haben und dennoch geteilt wird und wo alle genügsam ihrem Alltag nachgehen bis ein Prozess gegen einen schwarzen Landarbeiter alles verändert und durcheinander bringt. Obwohl eigentlich wenig aufregendes passiert, ist man dennoch gebannt von den Figuren und der Schilderung aus Scouts kindlicher Sichtweise. Ein Buch, das unter die Haut geht und nichts von seiner Aktualität verloren hat. Man sollte in der Schule mehr von solchen Büchern lesen, dann wäre die Welt vielleicht nicht mit so vielen Vorurteilen behaftet wie sie ist. Man ist gerührt von Scout und ihrem Drang alles zu verstehen und ihrer Verwirrung über manche Dinge, die sie einfach nicht begreifen kann. Man lauscht genau wie sie und Jem den so weisen und klugen Worten ihres Vaters Atticus, der einfach unglaublich engagiert und couragiert ist, aber zugleich auch besorgt um seine Kinder ist. Als Leser erlebt man mit wie Jem und Scout hier heranwachsen und wie schwer verständlich das Benehmen mancher Leute manchmal sein kann. Ein Plädoyer dafür, dass alle Menschen gleich sind und ein jeder seine guten und schlechten Seiten hat. Manchmal braucht es einfach einen klugen Mann, der sich nicht einschüchtern lässt und daran glaubt, dass es eine Hoffnung auf Änderung gibt.

    Kommentare: 1
    48
    Teilen
    Weltverbesserers avatar
    Weltverbesserervor einem Jahr
    Klare Leseempfehlung!

    "Wer die Nachtigall stört", ist ein wundervoller Roman, bei dem ich mich fast gefühlt habe, als wäre ich bei Scouts und Jems Erlebnissen dabei. 
    Maycomb (Alabama) 1933: 
    Jean Louise „Scout“ (6 Jahre alt) und Jem Finch (10 Jahre alt) wachsen im von der Wirtschaftskrise und Rassenunruhen geprägten Alabama auf. Ihr alleinerziehender Vater- Atticus Finch ist Rechtsanwalt und lässt seine Kinder sehr liberal aufwachsen. Scout und Jem haben eine sehr ruhige Kindheit in dem Örtchen Maycomb, bis ihr Vater eines Tages Pflichtverteidiger für den Schwarzen Tom Robinson wird, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. 
    Nun beginnt für die kleine Familie eine unruhige Zeit, in der Scout und Jem lernen, dass nicht alle Menschen gleich behandelt werden und in der sie beginnen, die Welt der Erwachsenen zu hinterfragen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. 


    Sprachlich ist dieser Roman, einer der besten den ich in diesem Jahr gelesen habe. Die Sprache ist wunderbar bildhaft, was es mir erleichtert hat, mir das Geschriebene vorzustellen. 
    Das Buch ist wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen. 
    Der Autorin gelingt es gut, dieses düstere Thema nicht zu schwermütig und traurig darzustellen, da alle Geschehnisse aus dem Blickwinkel von Scout erzählt werden. 
    Klare Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    19
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    abas avatar
    Und es geht weiter mit Buchraettins Leserunden im Rahmen ihres "SuB-Aufbaus mit Niveau".

    Im März ist "Wer die Nachtigall stört..." von Harper Lee dran.

    Jede/r, die/der mitmachen möchte, ist herzlich willkommen!

    Ich wünsche euch ein schönes Lesevergnügen mit der Familie Finch.
    Zur Leserunde
    Apfelgruens avatar
    Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

    Im August wird es zwei Leserunden geben. Hier wollen wir uns über "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee austauschen.

    Das Werk handelt von Kindheit, Heranwachsen und vom Rassismus in den Südstaaten der USA. 1961 wurde Harper Lee dafür mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.

    Die Leserunde beginnt am 1. August. Wie immer sind alle Interessierten herzlich eingeladen mitzulesen.

    Viel Spaß!



    PMelittaMs avatar
    Letzter Beitrag von  PMelittaMvor 2 Jahren
    Zur Leserunde
    Daniliesings avatar


    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015.

    Unsere Buchempfehlungen:

    1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq
    Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal.

    2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer
    Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial!

    3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann
    Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch!

    4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell
    In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins!

    5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez
    Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen!

    6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili
    Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios!

    7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz
    In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss.

    8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss
    Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin!

    9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie
    Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt.

    10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee
    Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin.

    11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson
    Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben.

    12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen
    Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen!

    13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai
    Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell.

    14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha
    Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt.

    Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen.

    Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei:

    Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres?


    Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!
    Zur Buchverlosung

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Es ist ein Lieblingsbuch, millionenfach verkauft auf der ganzen Welt.

    Wer die Nachtigall stört... (...) ist schon ewig so etwas wie Amerikas Nationalroman – Lieblingsbuch, Schullektüre und Identifikationsstoff.

    Der Roman gilt inzwischen als Klassiker.

    Eine der schönsten Coming-of-age-Geschichten der modernen Literatur.

    Kaum ein Buch wird so heiß geliebt und so oft gelesen.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks