Harper Lee Wer die Nachtigall stört ...

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „Wer die Nachtigall stört ...“ von Harper Lee

Die Geschwister Scout und Jem Finch wachsen in einer äußerlich idyllischen Welt heran: im (fiktiven) Örtchen Maycomb, Alabama, inmitten weißer Villen und tropischer Bäume. Erzogen von ihrem Vater Atticus, einem menschenfreundlichen Anwalt.
Doch die Idylle trügt, durch die alte Gesellschaft des Südens ziehen sich tiefe Risse: zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Arm und Reich. Als Scouts Vater die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat, erfährt die Achtjährige staunend, dass die Welt viel komplizierter ist, als sie angenommen hat. Tapfer versucht sie, die demokratischen Gerechtigkeitsideale ihres Vaters gegen alle Anfechtungen hochzuhalten, und gerät selbst in Gefahr …
Unvermindert aktuell: ein Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen.

Ein tolles Buch, das einen nicht mehr loslässt!

— cokkielovesbooks

Ein sehr gelungenes Buch, das man nicht mehr vergisst.

— LisaLovegood

ein bewegend geschriebener Roman über die Unterdrückung der Afroamerikaner in den 30iger Jahren aus der Sicht eines Kindes. Lesenswert!!

— Valabe

Lesenswert!

— Isy2611

Auch wenn das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, trifft es doch nach wie vor den Kern der Dinge. Lesenswert!

— mondy

Ein wahres Lesevergnügen

— Wuestentraum

Das Thema Zivilcourage ist aktueller denn je - ein wundervolles Buch!

— Annafrieda

Eines der besten Bücher, das ich bisher gelesen habe.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Super leicht zu lesen und hat (mir) nochmal einen anderen Blick(winkel) auf die Apartheid in den Südstaaten gezeigt.

— greenvagabond

Ein Buch, das ich immer wieder lesen könnte!

— eilatan123

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    Wer die Nachtigall stört ...

    monerl

    20. November 2017 um 15:24

    Kurzmeinung: gehört und gelesen, Genre: Roman; Klassiker , Handlung: Das Thema Rassismus und Ungleichheit von Menschen, beispielhaft an einem fiktiven Ort in Alabama dargestellt, als Weiße sich noch nicht für die Rechte schwarzer Bürger eingesetzt haben. Als das eigene Gefühl, höher geboren und wertvoller zu sein, noch über der Wahrheit stand. Als der ungerechtfertigte Tod eines Familienvaters keinen Aufschrei verursachte, da er doch nur ein Schwarzer war., Charaktere:Ich war von allen Figuren im Buch begeistert und bin ein großer Fan von Atticus und Scout geworden! Dieser trockene Humor, der sich insbesondere über Scout, trotz des ernsten Themas, durch den Roman zieht, ist das sogenannte i-Tüpfelchen. Die Autorin hat sich sehr viel Zeit gegeben, uns die Figuren nahezubringen, was ihr außerordentlich gut gelungen ist. Ich hatte eine genau Vorstellung der Figuren vor Augen, die diesen Roman auch zu einem wundervollen Hörerlebnis gemacht haben., Spannung: Die Hoffnung stirbt zuletzt und dadurch gibt es auch eine Spannung, die sich gesteigert durch die Seiten zieht. Atticus ist klug und wenn einer das Unmögliche möglich machen kann, dann ist es er, dieser alleinerziehende Mann mit so viel Weisheit und Verständnis für Menschen, ihre Nöte und Sorgen., Schreibstil: Harper Lee hat einen ganz besonderen Schreib- bzw. Erzählstil gefunden, der dieses Buch zu einem wahren Erlebnis machen. Eindrucksvoll beschreibt sie das Zusammenleben der weißen Bevölkerung mit der schwarzen. Sie nimmt sich der damaligen Probleme an und zieht sie ans Licht. Die Autorin schaffte es, dass ich mich in der Ohnmacht der damaligen Zeit gefangen fühlte. Es erschütterte mich, wie Menschen sich in all den Jahrhunderten und Jahrzehnten kaum nach vorne entwickeln, haben wir es in der heutigen Zeit mit ähnlichen Probleme, auf anderen Ebenen, zu tun., Ende: Wer sich fragt, warum das Buch diesen etwas seltsamen Titel trägt, sollte das Buch bis zum Schluss lesen. Am Ende wird der Bezug hergestellt und alles erklärt. Hörbuch: Eva Mattes verleiht auch diesem Buch ihre unverkennbare Marke und macht es zu einem besonderen Hörerlebnis. Sie wird den Kindern gerecht und materialisiert einen Atticus, den man sich gerne als Nachbar und Freund im eigenen Umfeld wünscht. Fazit: Ein Klassiker, den jeder gelesen haben sollte, befasst er sich doch mit  wichtigen Themen, die auch heute noch aktuell sind und ist ein Plädoyer für die Gleichheit aller Menschen! Eine wunderbare Schullektüre, um Kinder durch die kindlichen Augen von Scout brisante Themen näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren _________________________________http://bit.ly/2iwXi5m

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  • wie eine Nachtigall im Baum

    Wer die Nachtigall stört ...

    Valabe

    26. October 2017 um 09:43

    „Atticus hatte recht. Er hatte einmal gesagt, man kenne einen anderen Menschen erst dann, wenn man in seine Haut schlüpfe und eine Weile darin herumginge.“ S. 444 Die kleine Scout lebt mit ihrem Bruder Jem, ihrem Vater Atticus, dessen Schwester Alexandra und der farbigen Calpurnia im beschaulichen Maycomb im Süden der USA. Der Sklavenhandel ist weitgehend abgeschafft und aus ehemaligen Baumwollpflückern sind Hausdiener geworden. Die Rechte der farbigen Bevölkerung sind dennoch kaum verbessert. Als ein junger farbiger Mann wegen Vergewaltigung vor Gericht gestellt wird und Atticus dessen Verteidigung übernimmt, erfährt Scout, wie unterschiedlich sich die Rassentrennung in den Köpfen der Menschen manifestiert. „Wer die Nachtigall stört“ von Harper Lee galt lange als das einzige Buch der Autorin. Es wurde bereits 1960 erstveröffentlicht und gewann unter anderem den Pulitzer – Preis. Weiterhin wurde es in 40 Sprachen übersetzt und gilt als eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Obwohl schon vor mittlerweile fast 60 Jahren veröffentlicht, hat der Roman bisher nur wenig an Aktualität verloren. Wenngleich die Problematik der Rassentrennung in den USA weitegehend vom Tisch ist, so ist es doch noch immer weltweit aktuell, wenn auch nicht mehr nur auf die farbige Bevölkerung bezogen. Der Roman wird aus der Sicht von Scout erzählt, die mit ihren 8 Jahren ein bisher unbekümmertes und freies Leben hatte. Durch Atticus haben sie und ihr Bruder früh gelernt, dass alle Menschen die gleichen Rechte erhalten sollten und es keine Bevorteilung der einen oder anderen Rasse geben sollte. Der Prozess zeigt ihr und den Lesern des Buches auf, wie stark viele Vertreter der weißen Bevölkerung aber an ihrer Sonderstellung festhalten. Durch die Erzählweise eines Kindes bekommt das Buch einen sehr ehrlichen Charakter und als Leser wird man daran erinnert, wie es ist die Dinge aus der Sicht eines Kindes zu betrachten. Genauso sehr zeigt es aber auch auf, wie verstörend und verletzend viele Handlungen auf Kinder wirken können. Besonders gut gefallen hat mir eine bestimmte Situation im Buch, als es nur durch das kindliche eingreifen von Scout möglich war, eine aufgeheizte Situation zu entschärfen. Auch die vielen Stücke, die Scout, Jem und ihr Freund Dill während der Ferien über immer aufführen, spiegeln die Gesellschaft dar und wie sehr sie das kindliche Heranwachsen beeinflusst. Mit den unterschiedlichen Charakteren im Buch hat Harper Lee einen interessanten Überblick über die verschiedenen Haltungen der Menschen. Atticus ist ein besonnener Vater, dem es wichtig ist seinen Kindern beizubringen, dass alle Menschen gleich behandelt werden sollten. Seine Schwester Alexandra verkörpert die Schicht der eleganten weißen Frauen, die mehr auf Tratsch und Eleganz aus sind als auf Gleichberechtigung. Calpurnia als farbige Haushälterin ist den Kindern in vielen Situationen wie eine Mutter und weiß sich entsprechend zu verhalten in Gesellschaft. Auch Boo Radley als düsterer Nachbar zeigt auf, wie sehr man sich doch von Äußerlichkeiten täuschen lassen kann. „Wer die Nachtigall stört“ ist gleichermaßen erfrischend kindlich, wie auch bedrückend. Aber auf jeden Fall eine Bereicherung für die eigene Bibliothek.

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    • 3
  • Ein Klassiker, den man gelesen haben sollte

    Wer die Nachtigall stört ...

    Isy2611

    20. September 2017 um 17:25

    Die Geschwister Scout und Jem wachsen im Alabama der 30er Jahre auf. Sie erleben nicht nur einige Abenteuer, sondern müssen sich auch mit Moral und Normen auseinandersetzen. Die Stadt ist alt und jeder kennt jeden. Die Handlungsnormen, die sich eingebürgert haben, werden gemeinhin unreflektiert von der nächsten Generation übernommen. Scout und Jem erleben jedoch, wie dieses Gefüge einmal ordentlich ins Schwanken gebracht wird.Ein tolles Buch mit subtiler Spannung. Die Schreibweise ist fesselnd, obwohl es sich hier bei Weitem um keinen Thriller handelt. Nicht nur habe ich das Heranwachsen von Jem und Scout mit Spannung verflogt, sondern habe mit ihnen mitgefiebert, als sie begannen sich selbst mit Moral auseinanderzusetzen. Einfach großartig.Das muss man gelesen haben!

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    • 2
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1927
  • Hochaktueller Klassiker

    Wer die Nachtigall stört ...

    mondy

    23. July 2017 um 20:52

    Aus dem Englischen von Claire Malignon / Überarbeitet von Nikolaus StinglMeine MeinungIch freue mich immer, wenn ich einen Klassiker lese und sich mein diffuses Halbwissen über das Buch in ein klares Bild verwandelt. Noch viel mehr freue ich mich, wenn mir das Buch dann auch noch gefällt, so wie bei diesem Werk. Anfangs war ich überrascht von dem Schreibstil. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Geschichte aus der Sicht eines achtjährigen Kindes erzählt wird. Ich glaube, genau das macht den Reiz dieses Buches aus ... es geschehen teilweise schlimme Dinge, aber als Leser erlebt man es durch die Augen eines Kindes. Die Leichtigkeit der kindlichen Gedanken und die direkte Art von Scout, der Erzählerin, ließen mich die Situationen aus einem völlig neuen Blickwinkel erleben. Teilweise nahmen sie ihnen die Schärfe, manchmal waren sie dadurch lustig, obwohl die Situation überhaupt nicht lustig war, und häufig wurden sie dadurch einfach erträglicher. Als Leser kann man sich vieles, das nicht ausgesprochen wird, denken. Es bleibt einem so selbst überlassen, wie sehr man darüber nachdenken möchte.Doch das Buch beschäftigt sich nicht nur mit brisanten Themen wie z.B. Rassismus, sondern auch mit den alltäglichen Abenteuern, die Scout gemeinsam mit ihrem Bruder Jem erlebt. Ob sie nun neue Streiche aushecken, sich den Kuchen bei Miss Maudie schmecken lassen oder Scout sich den Erziehungsversuchen ihrer Tante Alexandra widersetzt - man erlebt alle Facetten ihrer Kindheit mit. Es macht einfach Spaß, die Geschwister zu begleiten und ihnen über die Schulter zu schauen.Scout spricht in ihrer kindlichen Unschuld viele Dinge an, die sich die Erwachsenen nicht anzusprechen trauen, die aber den Nagel auf den Kopf treffen. Und auch wenn das Buch schon einige Jahre auf dem Buckel hat, treffen sie doch nach wie vor den Kern der Dinge. Gerade was Rassismus anbelangt, bewegen wir uns derzeit wieder in eine Richtung, die den damaligen ähnlich ist. Ein Buch, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann! 

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  • Wer die Nachtigall stört...

    Wer die Nachtigall stört ...

    Wuestentraum

    17. July 2017 um 08:45

    Dieser Roman wird aus der Sicht eines Kindes erzählt. Scout und Jem Finch, anfangs 6 und 10 Jahre alt, leben mit ihrem Vater Atticus, einem Rechtsanwalt, im fiktiven Örtchen Maycomb in Alamaba. Scout berichtet von ihren Erlebnissen, den Menschen in dem kleinen Örtchen, der Schule, ihren Streichen und den Nachbarn. Besonders der direkte Nachbar Boo Radley hat es ihr und ihrem Bruder angetan, da er nie das Haus verlässt, und die beiden ihn noch nie zu Gesicht bekommen haben. Auch ihre Tante Alexandra, die für längere Zeit bei ihnen wohnt und aus Scout eine Lady machen will, da diese immer lieber Hosen als Kleider trägt, sich gern prügelt und auch ansonsten lieber mit Jungen als mit anderen Mädchen spielt, wird beschrieben. Atticus ist ein liebevoller Vater, der voll und ganz auf seine Kinder eingeht, sie wie kleine Erwachsene behandelt. Vielleicht erscheint Scout deshalb teilweise altklug und sehr weit für ihr Alter, was das Verstehen und Beobachten ihrer Umwelt betrifft. Atticus übernimmt den Fall eines schwarzen Landarbeiters, Tom Robinson, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Ganz Maycomb ist in Aufruhr, da Schwarze in den 30er Jahren nichts wert waren und der Rassismus hohe Wellen schlug. Wenn ein Schwarzer gegen einen Weißen vor Gericht steht, egal um was es geht, gewinnt immer der Weiße, ohne Frage, so das Credo von damals. Atticus setzt sich sehr für Tom Robinson ein und versucht alles, ihn vor einem schlimmen Urteil zu retten. „Man kann einen anderen nur richtig verstehen, wenn man in seine Haut steigt und darin umherläuft“. Harper Lee hat mich mit ihrem ausdrucksstarken, leichten, lebendigen und natürlichem Schreib- und Erzählstil sofort in den Bann gezogen. Die Erzählweise von Scout ist toll getroffen, manchmal altklug wirkend für ihre Alter, kommt auf der anderen Seite auch gut ihre Kindlichkeit zum Ausdruck. Auch ihr Bruder Jem, der in die Pubertät kommt und sein Verhalten sich verändert, wird realistisch dargestellt. Die schwarze Haushälterin Calpurinia, die ihr Herz am rechten Fleck hat, wird ebenso toll dargestellt. Besonders Atticus, ein weiser, mitfühlender und gerechtigkeitsliebender Mann, der alle Menschen gleich gut behandelt , hat hervorgestochen einen beeindruckt. Durch seine zielstrebige Art, sich von nichts und niemandem beeinflussen oder einschüchtern zu lassen, geht er seinen Weg und setzt sich für die Armen und Benachteiligten ein. Wobei nicht alle Mitbürger aus Maycomb Verständnis dafür zeigen. Ich bedaure sehr, diesen Roman erst jetzt gelesen zu haben. Dieser Klassiker der Weltliteratur ist einfach bemerkenswert. Nachhallend, nachdenklich machend, ergreifend und berührend. Zusätzlich mit warmem Humor behaftet einfach ein wahres Lesevergnügen. Ein Plädoyer gegen Rassismus, für die Gleichheit aller Menschen, Zivilcourage und Gerechtigkeit. Ein Klassiker, ein Roman welchen man einfach gelesen haben muss. Eine Bereicherung für jeden Lesefreund.

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  • Ein Klassiker und dennoch so präsent wie eh und je!

    Wer die Nachtigall stört ...

    Betsy

    10. July 2017 um 21:38

    „Mut heißt: von vornherein wissen, dass man geschlagen ist, und trotzdem den Kampf – ganz gleich, um was es geht – aufnehmen und ihn durchstehen. Man gewinnt selten, aber zuweilen gelingt es.“ Alabama, in den 30iger Jahren: Der verwitwete Rechtsanwalt Atticus Finch lebt mit seinen beiden Kindern Scout und Jem, anfänglich 6 und 10 Jahre alt, im kleinen Örtchen Maycomb und als Leser erfährt man aus der Sicht der jungen Scout wie es ist dort aufzuwachsen. Es ist ein einfaches und alltägliches Leben, mit einer vielfältigen Nachbarschaft und dem Charme einer kleinen Ortschaft. Die Idylle wird allerdings gestört, als Atticus einen schwarzen Landarbeiter vor Gericht verteidigen muss, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Plötzlich werden die Unterschiede zwischen weiß und schwarz noch offensichtlicher und für Scout und Jem zeigt sich die Welt viel komplizierter als jemals zuvor, besonders was das Verhalten ihrer Mitmenschen gegenüber ihrem Vater und den anderen Schwarzen betrifft. „Ich begreife einfach nicht, warum vernünftige Menschen sofort überschnappen, wenn irgendwo ein Neger im Spiel ist…“Ich bedauere fast, dieses Buch erst jetzt gelesen zu haben, weil es einfach in so vielerlei Hinsicht wirklich etwas ganz Besonderes ist und wohl auch nie an Aktualität einbüßen wird. Ein Klassiker, der zu recht immer noch präsent ist und zum Nachdenken anregt.Die Autorin schafft es aus dem Blickwinkel der jungen Scout die Welt um sie herum aus kindlicher Sicht sehr gut wiederzugeben und wie sich diese immer wieder verändert, allein dadurch, dass sich auch ihr Umfeld ändert. Sie ist ein kleiner Wirbelwind, der oftmals unbedacht Fragen stellt oder unangebrachte Dinge sagt, aber es nicht böse meint, sondern versucht zu verstehen was um sie herum passiert, auch wenn es für manche Erwachsene fast schon beleidigend oder skandalös wirkt und manches Mal nicht gerade schöne Folgen für sie hat. Teilweise wirkt sie fast schon zu altklug für ihr Alter, aber sie zeigt auch sehr schön, ihre ihrem Alter entsprechende kindliche Seite, wie das Herumtreiben in der Nachbarschaft, die Angst vor manchen Dingen, wie einem Nachbarn, den sie und ihr Bruder nie gesehen haben und über den es so einige unheimliche Geschichten gibt. Zugleich erfährt man auch wie sehr man als Kind oftmals von den Erwachsenen missverstanden wird und wie emotional es da zugehen kann, was einen dann auch an die eigene Kindheit erinnert.Auch Jem, der zwar schon 4 Jahre älter ist und sich gerne ein wenig überheblich gegenüber seiner Schwester gibt, macht einige Entwicklungen durch, wird erwachsener und ist trotz aller Unterschiede und Unstimmigkeiten ein liebevoller Bruder, der Geheimnisse mit seiner Schwester teilt und auf sie achtgibt, auch wenn er sie teilweise auch als recht lässig und abwertend behandelt. Er ist anfänglich jemand, der teilweise die Grenzen überschreitet, aber viel dazu lernt und erschüttert ist, wie grausam es manchmal in der Welt zugehen kann.Beide lernen ihre Lektionen teilweise auf die harte Art, aber immer lernen sie dazu und entdecken ein wenig mehr von der Welt die sie umgibt. Wer hier dann die Geschichte neben Scout vor allem allerdings so besonders macht, ist ihr Vater Atticus, der nicht nur unheimlich klug und weise wirkt, sondern von einer großen Ruhe umgeben ist und immer versucht das Richtige zu tun.„(...) bevor ich mit anderen leben kann, muss ich mit mir selber leben. Das Einzige, was sich keinem Mehrheitsbeschluss beugen darf, ist das menschliche Gewissen."Er geht liebevoll mit seinen Kindern um und versucht ihnen mit bestem Beispiel voranzugehen. Von ihm können beide viel lernen, auch wenn sie nicht alles gleich verstehen können, doch er bemüht sich immer ehrlich zu ihnen zu sein, egal was sie wissen wollen bzw. welche Sorgen sie bedrücken. Immer wieder ist man verblüfft wie tiefsinnig seine Worte sind und man kann sich sehr gut vorstellen wie seine Kinder an seinen Lippen hängen und dennoch oftmals nur verwirrt über seine Worte sind.Man bekommt als Leser einen sehr guten Einblick in die kleine Nachbarschaft und all den Personen die hier mitspielen und das ihrige dazu beitragen, dass man versteht wie verwirrt Scout ob ihres Verhaltens ist, nachdem ihr Vater die Verteidigung des schwarzen Landarbeiters Tom Robinson übernimmt.„Gerade vor Gericht sollte allen Menschen, von welcher Farbe des Regenbogens sie auch sein mögen, das gleiche Recht zuteilwerden. Nur neigen die Leute leider dazu, ihre Vorurteile mit auf die Geschworenenbank zu nehmen.“Zum ersten Mal erlebt sie mit, wie abwertend über jemanden gesprochen wird, der scheinbar mit Schwarzen gut befreundet ist und sich für sie einsetzt. Natürlich ist beiden klar, dass es zwischen Weißen und Schwarzen unterschiede gibt, angefangen davon wie sie reden und leben, doch für Scout und ihren Bruder ist das nicht von Bedeutung, da sie mit ihnen genauso einen normalen Umgang pflegen wie mir allen anderen, was natürlich auch an der Einstellung ihres Vaters liegt, der mit jedem respektvoll umgeht. Fazit: Ein verwitweter Vater und seine beiden Kinder, eine ländliche Kleinstadt, wo jeder jeden kennt, die meisten gerade genug zum überleben haben und dennoch geteilt wird und wo alle genügsam ihrem Alltag nachgehen bis ein Prozess gegen einen schwarzen Landarbeiter alles verändert und durcheinander bringt. Obwohl eigentlich wenig aufregendes passiert, ist man dennoch gebannt von den Figuren und der Schilderung aus Scouts kindlicher Sichtweise. Ein Buch, das unter die Haut geht und nichts von seiner Aktualität verloren hat. Man sollte in der Schule mehr von solchen Büchern lesen, dann wäre die Welt vielleicht nicht mit so vielen Vorurteilen behaftet wie sie ist. Man ist gerührt von Scout und ihrem Drang alles zu verstehen und ihrer Verwirrung über manche Dinge, die sie einfach nicht begreifen kann. Man lauscht genau wie sie und Jem den so weisen und klugen Worten ihres Vaters Atticus, der einfach unglaublich engagiert und couragiert ist, aber zugleich auch besorgt um seine Kinder ist. Als Leser erlebt man mit wie Jem und Scout hier heranwachsen und wie schwer verständlich das Benehmen mancher Leute manchmal sein kann. Ein Plädoyer dafür, dass alle Menschen gleich sind und ein jeder seine guten und schlechten Seiten hat. Manchmal braucht es einfach einen klugen Mann, der sich nicht einschüchtern lässt und daran glaubt, dass es eine Hoffnung auf Änderung gibt.

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    • 2
  • Klare Leseempfehlung!

    Wer die Nachtigall stört ...

    Weltverbesserer

    09. July 2017 um 19:50

    "Wer die Nachtigall stört", ist ein wundervoller Roman, bei dem ich mich fast gefühlt habe, als wäre ich bei Scouts und Jems Erlebnissen dabei. Maycomb (Alabama) 1933: Jean Louise „Scout“ (6 Jahre alt) und Jem Finch (10 Jahre alt) wachsen im von der Wirtschaftskrise und Rassenunruhen geprägten Alabama auf. Ihr alleinerziehender Vater- Atticus Finch ist Rechtsanwalt und lässt seine Kinder sehr liberal aufwachsen. Scout und Jem haben eine sehr ruhige Kindheit in dem Örtchen Maycomb, bis ihr Vater eines Tages Pflichtverteidiger für den Schwarzen Tom Robinson wird, der ein weißes Mädchen vergewaltigt haben soll. Nun beginnt für die kleine Familie eine unruhige Zeit, in der Scout und Jem lernen, dass nicht alle Menschen gleich behandelt werden und in der sie beginnen, die Welt der Erwachsenen zu hinterfragen und sich ihre eigene Meinung zu bilden. Sprachlich ist dieser Roman, einer der besten den ich in diesem Jahr gelesen habe. Die Sprache ist wunderbar bildhaft, was es mir erleichtert hat, mir das Geschriebene vorzustellen. Das Buch ist wie ein Film vor meinem inneren Auge abgelaufen. Der Autorin gelingt es gut, dieses düstere Thema nicht zu schwermütig und traurig darzustellen, da alle Geschehnisse aus dem Blickwinkel von Scout erzählt werden. Klare Leseempfehlung!

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  • Großartiger Klassiker, der lange im Gedächtnis bleibt...

    Wer die Nachtigall stört ...

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. July 2017 um 18:11

    Ein großartiger und berührender Klassiker, der in jedem Bücherregal stehen sollte."Wer die Nachtigall stört..." erzählt das Aufwachsen von Jem und Scout Finch in den Südstaaten, die bereits in jungen Jahren mit Rassismus in Berührung kommen und ihren Vater im Kampf dagegen unterstützen.Harper Lee hat mit diesem Roman eine Geschichte erschaffen, die den Leser in diese Welt eintauchen und sie aus Kinderaugen erleben lässt. Es besteht eine durchgängige, leichte Spannung, die stetig auf ihren Höhepunkt zusteuert und den Leser für Stunden gefangen hält, unfähig, das Buch aus der Hand zu legen.Die Schreibweise Harper Lees vermittelt stark die Gefühle, geht sehr ans Herz und ist so intensiv, wie es nicht viele Bücher schaffen. Die Charaktere gingen mir wirklich nah und ich fühlte mit jedem Einzelnen mit. Scouts Sicht auf die Welt ist völlig unvoreingenommen und regt auch ein wenig zum Nachdenken an.Der Einblick, den der Roman in die damaligen Zustände gewährt ist schockierend, gibt aber gleichzeitig auch Hoffnung und das Gefühl, die Welt ein kleines bisschen besser zu verstehen. Es werden essentielle Botschaften vermittelt und es gibt einige Passagen, die dauerhaft im Gedächtnis bleiben und ihren Einfluss ausüben. Besonders schön finde ich auch den feinen Bezug zum Titel, der im Laufe der Geschichte erwähnt und am Ende erklärt wird.Müsste ich eine Favoritenliste meiner bisher gelesenen Bücher erstellen, so würde "Wer die Nachtigall stört..." definitiv auf den vorderen Plätzen landen. Es hat mich auf besondere Weise berührt wie noch kein Buch zuvor und mich auch Tage danach nicht losgelassen.

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  • Wichtiges Werk

    Wer die Nachtigall stört ...

    PaulaAbigail

    22. June 2017 um 13:06

    Mit hohen Erwartungen aber auch viel Vorfreude - und Respekt - habe ich mich endlich an Wer die Nachtigall stört gewagt.Etwas, das mir zu Beginn des Buches durch den Kopf geschwirrt ist, war der Gedanke von Wert und Qualität eines Buches. An einem Werk wie Wer die Nachtigall stört , kann man dies exemplarisch aufzeigen: Es ist sprachlich kein Meisterwerk, auch die Story an und für sich mit Episoden aus dem amerikanischen Kleinstadtleben der 30er keine Besonderheit. Und doch muss es irgendeinen Grund geben, warum das Buch von Literaturkritikern und Publikum weltweit und das schon seit über 50 Jahren so hoch geschätzt wird.Und da kommen wir zum Wert oder der Wichtigkeit des Buches, denn das ist es allemal - und heute wieder aktueller denn je.Erstmals erschienen 1960, gewann Harper Lee im darauffolgenden Jahr den Pulitzer Preis für ihr aussergewöhnliches Werk.Erst wenige Jahre zuvor war der sogenannte Busboykott von Montgomery - damals wurde die Schwarze Rosa Parks verhaftet, da sie sich weigerte, ihren Platz im Bus freizugeben. Dementsprechend war die Stimmung im Amerika der 60er Jahre. Und eben genau deswegen ist dieses Buch so wichtig! Es erschien zu einer Zeit, in der der Hass auf die schwarze Rasse geschürt war und immer weiter geschürt wurde - und dann kam Atticus Finch, der einen Nigger verteidigt.Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Prozess um den schwarzen Tom Robinson, der wegen mutmasslicher Vergewaltigung zu Tode verurteilt wurde. Erzählt wird vom Heranwachsen von Jean Louis "Scout" und Jeremy "Jem" Finch - sie verbringen die Tage draussen auf dem Hof, spielen Streiche und ihre grösste Angst ist das Nachbarshaus der Radleys, denn da wohnt Boo und keines der Kinder hat Boo je gesehen.Atticus Finch, ein Mann voller Prinzipien, wird von den Kleinen angehimmelt, die Mutter ist schon früh gestorben. Als er als Pflichtverteidiger für Tom Robinson eingesetzt wird, macht er sich viele Feinde in Maycomb; er und die Kinder müssen sich vieles anhören, doch Atticus' Sinn für Gerechtigkeit siegt stets. Bei Gericht glaubt man Atticus' könne den Prozess für sich gewinnen, doch die Geschworenen sehen nur den schwarzen Tom Robinson und urteilen aufgrund seiner Hautfarbe einstimmig für schuldig.Ich bin absolut glücklich, es doch noch einmal mit diesem Buch versucht zu haben, denn als ich vor etwa drei Jahren mal reingelesen habe, hat es mich überhaupt nicht angesprochen. Jetzt habe ich es gelesen und bin begeistert. Harper Lees erzählerische Dichte zieht einem in die Geschichte rein und man fiebert, liebt, lacht und weint mit den Protagonisten Scout und Jem. Ein lesenswertes Buch, das heute noch genau so wichtig ist wie zu Erscheinen in den 60ern.

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  • Ewiges Meisterwerk der Literatur

    Wer die Nachtigall stört ...

    ada86

    21. May 2017 um 18:18

    Harper Lee danke für diese Geschichte. Vielen vielen Dank. 

  • Ein Buch was man gelesen haben sollte!

    Wer die Nachtigall stört ...

    My_book_moments

    03. May 2017 um 16:15

    Die Geschichte wird von Scout erzählt, die mir von Anfang an sympathisch war. Für ihr alter, war sie schon ausgesprochen reif. Manchmal hatte ich, dass Gefühl, dass Scout älter als 8 Jahre ist. Teilweise jedoch ließ es den Roman etwas unecht wirken ließ. Der Schreibstil war insgesamt schön flüssig und angenehm zu lesen und dadurch, dass die Geschichte von Scout erzählt wird, hatte man das Gefühl in der Geschichte selbst Scout zu sein. Während man Scout durch ihr Leben in Maycomb begleitet wird man mit den Themen Gerechtigkeit und Rassismus konfrontiert. Dabei wird schnell deutlich, dass die Autorin unterschiedliche Positionen aufzeigt, die auch hinterfragt werden. Gleichzeitig wird dem Leser auch genug Freiraum gelassen, um sich selbst eine Meinung über die Themen zu bilden. Auch merkt man, dass die verschiedenen Charaktere gut durchdacht sind und verschiedene Entwicklungen erleben. Dies fällt besonders bei Jem auf. Insgesamt ist es ein sehr schönes tiefgründiges Buch, was jeder mal gelesen haben sollte. Einfach weil es zwei Themen, die heute noch wichtig sind, so schön behandelt.

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  • "Der ewige Bestseller"

    Wer die Nachtigall stört ...

    czytelniczka73

    11. April 2017 um 08:38

    "Wenn ein Kind dich etwas fragt,rede um Himmels willen nicht drum herum,sondern gibt ihm eine klare Antwort.Kinder sind Kinder,aber sie spüren es schneller als Erwachsene,wenn man Ausflüchte macht,und dann werden sie stuzig."(Seite 143) Inhalt: "Die Geschwister Scout und Jem Finch wachsen in einer äußerlich idyllischen Welt heran: im (fiktiven) Örtchen Maycomb, Alabama, inmitten weißer Villen und tropischer Bäume. Erzogen von ihrem Vater Atticus, einem menschenfreundlichen Anwalt. Doch die Idylle trügt, durch die alte Gesellschaft des Südens ziehen sich tiefe Risse: zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Arm und Reich. Als Scouts Vater die Verteidigung eines schwarzen Landarbeiters übernimmt, der angeblich ein weißes Mädchen vergewaltigt hat, erfährt die Achtjährige staunend, dass die Welt viel komplizierter ist, als sie angenommen hat. Tapfer versucht sie, die demokratischen Gerechtigkeitsideale ihres Vaters gegen alle Anfechtungen hochzuhalten, und gerät selbst in Gefahr …" Meinung: ""Wer die Nachtigall stört" gehört zu den Klassikern,die jeder irgendwie zu kennen glaubt"(Nachwort von Felicitas v.Lovenberg)Diesen Satz kann ich so unterschreiben."Wer die Nachtigall stört" wird so oft in anderen Büchern und Filmen erwähnt,dass man tatsächlich das Gefühl hat dieses Buch zu kennen.Deswegen hab ich mir auch vorgenommen es endlich zu lesen. Die Geschichte fängt sehr ruhig und idyllisch an,mit der unbeschwerten Kindheit von Scout und Jem.Men merkt sehr schnell wie wichtig und pragnant der Vater für die Kinder ist und dass die Familie nicht ganz ins Geselschafftlicheschema von Alabam der 30-ger Jahre passt.Mir war der Anfang bisschen zu ruhig und die ständigen Unterbrechungen mit detalierten Geschichten von Personen die für die Handlung nicht relevant waren,haben mich ein weni gestört.Man kriegt dadurch natürlich ein vollständiges Bild von der Stadt und den Bewohner,aber der Lesefluß leidet darunter.So ab Mitte wird die Geschichte richtig interessant.Ein Prozess beginnt,der die Stadt spaltet und Scouts heile Welt ins Wanken bringt.Die Kinder stellen Fragen,auf die die Erwachsenen keine Antworten haben.Ehrlich gesagt,sind die Fragen bis heute nicht beantwortet-Warum vergessen die Menschen manchmal ihre Menschlichkeit und lassen sich vom Hass und Ablehnung leiten?Warum können die Menschen manchmal Ungerechtigkeit einfach akzeptieren und über sie hinwegsehen? Leider passiert so was immer wieder und somit bleibt das Thema des Buches zeitlos und immer aktuell.Deswegen wundert es mich nicht dass dieses Buch "der ewige Bestseller "gennant wird.Es ist eine kluge,lesenswerte Geschichte die sehr zum Nachdenken bringt.Im nbetracht dessen,wie bekannt das Buch ist,hab ich zwar mehr Aussagekraft erwartet,mir was es bisschen zu ruhig,aber ich bin keineswegs enttäuscht.Im Gegenteil,ich bin sehr froh,dass ich es endlich gelesen habe und kann es nur weiterempfehlen.

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    • 6
  • Harper Lee - Wer die Nachtigall stört

    Wer die Nachtigall stört ...

    Jari

    04. April 2017 um 22:48

    Welch berühmter Klassiker! Ich bin schon so oft über dieses Buch gestolpert, dass es fast schon eine Schande schien, das Buch nicht gelesen zu haben. Zum Glück ergab es sich dann, dass sich im Bücherforum eine Leserunde zusammenfand, an der ich nur zu gerne teilnahm. Dieser Runde ist es auch zu verdanken, dass ich das Buch nicht abgebrochen habe. Ich bin keine 20 mehr, mein Leben und meine Lesezeit ist begrenzt. Normalerweise breche ich ab, wenn mich ein Titel auf den ersten 100 Seiten nicht überzeugt. Und "Wer die Nachtigall stört" hat dies nicht geschafft. Man erlebt das Leben in Scouts Familie mit, ihren Alltag und die Welt aus der Sicht eines Kindes. Alles schöne Dinge, aber eigentlich nicht das, was ich von diesem Buch erwartet hatte. Später erfuhr ich, dass Lee mit Kurzgeschichten begonnen hatte und das Ganze schliesslich auf Buchgrösse ausgeweitet hat. Ausserdem bringen uns diese Erlebnisse die Figuren näher. Das erklärt schon einmal einiges, dennoch musste ich mich ziemlich gedulden, bis es mich endlich voll und ganz ergriff. Kaum begann der Teil der Geschichte, für den das Buch auch berühmt wurde, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen und das Herz schlug mir bis zum Hals. Ich verfolgte die Gerichtsverhandlung bestimmt genauso gebannt wie Scout und Jem und war echt kurz davon, wieder mit dem Nägelkauen zu beginnen. Starker Tobak, aber revolutionär. Bewegend und eindringlich durch die kindliche Sicht geschildert. Überhaupt ist dieses Buch aus einer sehr besonderen Sicht erzählt. Scout sieht die Welt auf eine völlig andere Art und Weise als z.B. ihr Bruder oder gar der Leser. Wir bekommen mit, wie sie an den Erlebnissen wächst, Dinge hinterfragt und sich so ihr Weltbild aufbaut. Sie ist ein ausserordentlich kluges Kind, eines, auf das jedes Elternteil stolz sein könnte. Auch die weiteren Figuren Lees sind allesamt aussergewöhnlich und doch irgendwie alltäglich. Mein Lieblingscharakter ist eindeutig Atticus, der mit seinen Erziehungsmethoden seiner Zeit weit voraus ist. Seinen Mut und seine Aufrichtigkeit kann man nur bewundern. Ich kann ihn deutlich vor mir sehen, wie er vor dem Gericht steht und einen Menschen verteidigt, dessen einziges Vergehen darin besteht, nicht weiss zu sein. Ich möchte gerne behaupten können, sowas passiere heutzutage nicht mehr, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass dem nicht so ist. Genau deshalb ist es gut, dass Bücher wie „Wer die Nachtigall stört“ in den Kanon der literarischen Klassiker aufsteigen, von Leuten gelesen werden und ihre Botschaft in die Welt hinaustragen.

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  • 50 Jahre Klassiker

    Wer die Nachtigall stört ...

    cissy97

    26. March 2017 um 17:04

    Der Roman „Wer die Nachtigall stört“ von der Autorin Harper Lee schildert die Lebensverhältnisse in den Südstaaten der USA während der 1930er Jahre, erzählt aus der Ich-Perspektive von Scout Finch, der Tochter von Atticus Finch. Im Mittelpunkt des Romans steht die Gerichtsverhandlung gegen den Schwarzen Tom Robinson. Atticus Finch übernimmt seine Verteidigung als Anwalt und kämpft für die Gleichheit aller Menschen in einer von Diskriminierung und Rassismus geprägten Gesellschaft. Seit dieser Roman veröffentlicht wurde, vor über 50 Jahren, ist er einer der bekanntesten und meist gekauften Büchern. Gerade Jugendliche und junge Erwachsene könnten von dem früheren Amerika überascht werden. "Barfuß auf den staubigen Straßen von Maycomb". Die Armut und die Diskriminierung in den Südstaaten von der USA ist kaum vorstellbar und doch wird der Leser in den Anfang des 20. Jahrhunderts versetzt und erlebt die schockierenden Alltagssituationen aus den Augen eines sechs jährigen Mädchen. Die kleine Scout erzählt von ihren Lebensumständen, in denen sie aufwächst. So mutig und aufklärend als auch unschuldig wird dem Leser bewusst in was für einer Welt Scouts Vater für Gerechtigkeit kämpfen muss.

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