Harriet Beecher-Stowe

 4.3 Sterne bei 203 Bewertungen
Autor von Onkel Toms Hütte, Uncle Tom's Cabin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Harriet Beecher-Stowe

Harriet Beecher Stowe wurde am 14. Juni 1811 in Litchfield, Connecticut / USA als Tochter eines Pastors geboren. Sie genoß eine sehr gute Ausbildung am Hartford Female Seminary, wo sie später auch unterrichtete. Ihr Ehemann, den sie 1832 heiratete, unterstützte ihre schriftstellerische Tätigkeit, und so veröffentlichte sie in den 1840er Jahren mehrere Beiträge in Zeitschriften. 1843 wurden einige ihrer Erzählungen unter dem Titel The Mayflower veröffentlicht. Onkel Toms Hütte, ihr heute bekanntestes und berühmtestes Werk, erschien 1851/1852. Der Roman, in dem sie die Sklavenhaltung scharf kritisiert, wurde fast umgehend zu einem internationalen Bestseller. Ihre literarische Produktion war sehr vielseitig und reichte von Romanen und Erzählungen über Kinderbüchern hin zu Ratgeberbüchern und Biographien. Sie starb am 1. Juli 1896 in Hartford, Connecticut.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Harriet Beecher-Stowe

Cover des Buches Onkel Toms Hütte (ISBN: 9783764151201)

Onkel Toms Hütte

 (299)
Erschienen am 01.12.2016
Cover des Buches Onkel Toms Hütte (ISBN: 9783401508801)

Onkel Toms Hütte

 (7)
Erschienen am 04.01.2017
Cover des Buches Harriet Beecher-Stowe: Onkel Toms Hütte (ISBN: B004CEYB00)

Harriet Beecher-Stowe: Onkel Toms Hütte

 (1)
Erschienen am 01.01.1981
Cover des Buches Erinnerungen an Deutschland (ISBN: 9783960271109)

Erinnerungen an Deutschland

 (0)
Erschienen am 13.01.2019
Cover des Buches Uncle Tom's Cabin (ISBN: 9781904633488)

Uncle Tom's Cabin

 (23)
Erschienen am 24.01.2012
Cover des Buches My Wife and I Or, Harry Henderson's History (ISBN: 9785518442283)

My Wife and I Or, Harry Henderson's History

 (0)
Erschienen am 16.07.2013

Neue Rezensionen zu Harriet Beecher-Stowe

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M

Rezension zu "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher-Stowe

Onkel Toms Hütte
Mira123vor 2 Monaten

So sieht also ein Buch aus, das einen Krieg gestartet hat. Eigentlich ganz unschuldig. Zumindest heißt es immer, dass "Uncle Tom's Cabin" den Civil War in Amerika ausgelöst hat. Das hat uns ein Professor im letzten Semester erzählt und seitdem wollte ich dieses Buch lesen. In meiner Hauptschulbücherei hatten wir eine Bilderbuchversion dieses Klassikers, deswegen dachte ich sicher bis zum Anfang meines Studiums, dass dieser Roman nur was für Kinder ist. Ist es aber nicht, wirklich nicht. Dieses Buch ist ein Pulverfass, das eben auch zu diesem Bürgerkrieg geführt hat und eigentlich eine sehr gute Pflichtlektüre für Schulen wäre. Aber erst ab der Oberstufe!

Ja, das Buch hat seine Fehler und da ist Kritik, wie ich sie bisher oft gelesen habe, auch gerechtfertigt. Tom ist ein Heiliger und lässt alles, wirklich alles über sich ergehen, ohne sich zu wehren oder zu beschweren. Die Beschreibung des Sklaven ist aus heutiger Sicht nicht in Ordnung. Und über das Ende lässt sich ehrlich streiten. Allerdings haben wir heute gut reden. Wenn dieses Buch eines schafft, dann zu zeigen, wie grauenhaft und barbarisch Sklaverei ist. Die Autorin nimmt in ihrem Text kein Blatt vor den Mund und beschreibt jede Art von Gewalt, nicht nur die, die Tom direkt betrifft.

Was ich nicht wusste, ist, dass dieses Buch nicht nur von Tom handelt. Klar, Tom ist eine wichtige Figur und nach ihm ist ja auch der Roman benannt, aber er ist nicht der einzige Protagonist. Mindestens genauso wichtig ist die kleine Familie, die geflohen ist, nachdem sich herausstellt, dass der kleine Sohn gleichzeitig mit Tom verkauft werden soll. Der Junge ist erst vier, wenn überhaupt! Kein Wunder, dass sich die Mutter den Jungen krallt und wegrennt, bevor es zu spät ist!

Probleme hatte ich stellenweise mit der Art, wie die einzelnen Figuren sprechen. Die Autorin arbeitet viel mit Dialekten und das war dann für mich doch eher schwierig zu verstehen. Leichter fiel mir das Verständnis nur, wenn ich mir den Text laut vorlas, aber das kann man halt auch nicht in jeder Situation tun.

Mich hat dieses Buch dazu gebracht, Rotz und Wasser zu heulen. Irgendwie wurde ich während der Lektüre mega emotional. Werd ich auch jetzt noch, wenn ich nur daran denke. Wisst ihr, wie schwer es ist, sich Notizen für die Uni zu machen, wenn man gleichzeitig aufpassen muss, dass ja keine Tränen auf den Unterlagen landen? Sehr schwer, das kann ich euch sagen! Ich kann auch gar nicht so genau sagen, warum mich der Text so aufgewühlt hat. Es war einfach so.

Mein Fazit? Ein sehr aufwühlendes Buch, das ich euch sehr ans Herz legen möchte! Lest es, ich kann es euch wirklich weiterempfehlen.

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Rezension zu "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher-Stowe

Ambivalente Zeithistorie
Wertevor 2 Monaten

Zum einen kann man es vielleicht nicht hoch genug schätzen, mit diesem Buch eine Stellungnahme zur Sklavenhaltung aus dem 19 Jahrhundert vorfinden zu können. Diese Verortung im zeitlichen Kontext sagt so viel aus, lässt so viele Details finden: die Dimension des Glaubens, die Dimension der gesellschaftlichen Schichten, die Dimension der Hierarchien, die Dimension der Emanzipation. Für diese Zeit wird die Autorin Beecher-Stowe sicherlich zurecht als "zeitkritisch" eingestuft worden sein. - Für heutige Verhältnisse dürfte ihre Kritik nicht mehr ausreichen:  es bleibt auffällig, dass alle dargestellten Sklaven heldenhaft sind, ihre Wertigkeit im Buch knüpft sich an diese erhabene Position, aus einem unmenschlichen Schicksal eine Wendung herbei geführt zu haben. Das kann für heutige Zeit jedoch nicht der anknüpfende Impuls sein: man muss kein Held sein, um ein Menschenrecht in Anspruch nehmen zu können. Es ist jedem selbstverständlich, auch ohne Heldentum. - Sich mit diesen Unterschieden zu beschäftigen, bleibt jedoch gehaltvoll. *** Sehr eindrücklich ist außerdem, dass Toni Morrison in "Die Herkunft der anderen. Über Rasse, Rassismus und Literatur" auf S. 28  über "Onkel Tom´s Hütte" notiert: " Harriet Beecher Stowe hat Onkel Toms Hütte nicht für Tom, Tante Chloe oder irgendeinen anderen schwarzen Leser geschrieben. Ihr zeitgenössisches Publikum bestand aus Weißen, die das romantsiche Bild des "Negerlebens" brauchten, sich danach sehnten oder es zumindest genießen konnten". *** Bewegt für Thomas

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Rezension zu "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher-Stowe

Spannend, trotz des "hohen Alters" und des christlichen Schwerpunkts
AnjaLG87vor 5 Monaten

Ich habe dieses Buch in einem offenen Bücherschrank gefunden und mitgenommen, da ich zwischendurch immer mal wieder gern Klassiker lese, und zu denen gehört "Onkel Toms Hütte" ja unbestritten. Das Buch gibt dem Leser ein Gefühl für den damals vorherrschenden Zeitgeist und hat mich stellenweise auch sehr berührt, vor allem in den Szenen, in denen es um die Trennung von Familien und den Verkauf von Sklaven wie ein Stück "Vieh" ging. Natürlich erscheint uns die Wortwahl heutzutage nicht mehr passend, aber damals war sie vermutlich zeitgemäß und hat das ausgedrückt, was die Autorin bezwecken wollte, nämlich eine humanistische Sicht auf das Thema Sklaverei und Völkerverständigung. Die Flucht einer jungen Frau mit ihrem Kind, damit dieses vom Herrn nicht verkauft werden kann, fand ich überaus spannend zu lesen. Einzig der starke Fokus auf christliche Themen wie das Lesen der Bibel, Frömmigkeit, Gottesfürchtigkeit hat für mich einen schalen Beigeschmack und erschien mir eher wie ein Bestreben, den Leser zu "missionieren".

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Onkel Toms Hütte
Willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Für den April haben wir uns "Onkel Toms Hütte" von Harriet Beecher Stowe vorgenommen.

Klappentext:
Spannende Geschichte und politische Streitschrift. Harriet Beecher Stowes aufrüttelnder Roman 'Onkel Toms Hütte' (1852) vereint diese scheinbaren Gegensätze auf einzigartige Weise. Tolstoi verglich ihn begeistert mit der Erzählkunst Charles Dickens, Heine gar mit der Bibel. Bereits von der ersten Buchausgabe wurden rund 300 000 Exemplare verkauft ein fulminanter Erfolg. Die hohe erzählerische Güte des Romans und die Redlichkeit seiner Autorin im Kampf gegen die Sklaverei sind bis heute unbestritten und machen ihn zu einem Klassiker der amerikanischen Literatur.

Die Leserunde startet am 1. April.

Viel Spaß!
227 Beiträge
Letzter Beitrag von  suse9vor 4 Jahren

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