Harriet Cummings

 3.6 Sterne bei 76 Bewertungen
Autor von Eine von uns.

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Eine von uns

Eine von uns

 (76)
Erschienen am 24.07.2017

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Rezension zu "Eine von uns" von Harriet Cummings

Wer ist die Eine?
BaraFlvor 6 Monaten

chon lange kein Buch mehr gelesen welches mich so verwirrt hat und bei welchem ich kaum weitergekommen bin.

Der Beginn war sehr spannend und fesselnd, doch bereits beim dritten Kapitel hab ich mich nicht mehr ausgekannt worum es wirklich geht. Geht es um Deloris, ihre angeheiratete Familie und die unglückliche Ehe, geht es um Brian und seinen beeinträchtigten Bruder, geht es um die zurrückgezogen lebende Anna und ihre Mutter, geht es um die schrullige Cythia oder geht es um Jim, den Pastor bzw wäre da auch noch Stan, dessen Familie ihn verlassen hat oder Rick, der Campingplatzbesitzer. Den Fox, der das gesamte Dorf in Atem hält darf man natürlich auch nicht vergessen.

Für mich waren es zuviele Handlungsstränge auf einmal, sodass ich der Geschichte leider nicht immer ganz folgen konnte. Das Ende war nicht ganz vorhersehbar und eigentlich tragisch.

Cover hat mir gut gefallen, Schriftgröße ist auch gut lesbar. Trotzdem diesmal nur ein Stern.

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tkmlas avatar

Rezension zu "Eine von uns" von Harriet Cummings

Fuchsjagd
tkmlavor 10 Monaten

In dem beschaulichen englischen Städtchen Heathcoat geht der mysteriöse Fox um. Der Fox bricht in Häuser ein und beobachtet und bestiehlt deren Bewohner. Dabei nimmt er nichts Wertvolles sondern mit nur unbedeutende Kleinigkeiten. Die Einwohner sind mehr oder weniger beunruhigt von dem ganzen. Doch als eine von ihnen, die unscheinbare Anna, plötzlich unter seltsamen Umständen verschwindet, bricht langsam Panik aus. Jeder, der sich etwas anders benimmt, ist auf einmal verdächtig. Das Misstrauen untereinander wächst mit jedem Tag, an dem Anna verschwunden bleibt. Nicht nur einmal versammelt sich der wütende Mob, um den vermeintlichen Verdächtigen vorzuverurteilen. Und der Fox treibt unterdessen weiter sein Unwesen. Die junge zugezogene Deloris, der Laien-Vikar Jim, der Polizist Brian und der Supermarktleiter Stan versuchen alle auf ihre Art, Anna wiederzufinden. Und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht.

Die Autorin Harriet Cummings verarbeitet in ihrem Buch etwas abgewandelt eine wahre Geschichte, die sich in den Achtzigern tatsächlich in der Gegend zugetragen hat. Mir hat die Erzählweise sehr gefallen. Die Perspektive wechselt in Erzählteilen zwischen einigen ausgewählten Hauptfiguren. Dabei geht es hauptsächlich um deren persönliche Geschichte, und wie sie selbst in Beziehung zu der verschwundenen Anna stehen. Interessant ist auch die Schilderung der gegenseitigen Sichtweisen auf die gleichen Geschehnisse. Die Charaktere sind in ihren guten und schlechten Eigenschaften sehr gut gezeichnet. Niemand ist hier der strahlende Held. Alle haben helle und dunkle Seiten, mehr oder weniger gut verborgen.

Einige Abstriche muss ich machen, da das Geheimnis des Fox dem Leser relativ zeitig klar wird. Die Ereignisse sind dann in gewisser Weise bereits vorhersehbar, was mich zum Ende hin etwas gestört hat.
Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Es gibt die Stimmung der Achtziger in der englischen Provinz perfekt wieder.


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Sidnys avatar

Rezension zu "Eine von uns" von Harriet Cummings

...als hätte Morpheus das Sandmännchen zu einer Packung Schlaftabletten geladen.
Sidnyvor 10 Monaten

Im Jahr 1984 versetzt der "Fox" ein englisches Dorf in Angst und Schrecken. Er dringt in Häuser ein, nimmt belanglose kleine Dinge mit, und hinterlässt unheimliche Spuren seines Eindringens. Als auch noch ein Dorfbewohner spurlos verschwindet, ist es mit der dörflichen Idylle endgültig vorbei.

So zumindest die Theorie. Tatsächlich traf mich beim Lesen nichts als geballte Langeweile, die doch recht wenigen Seiten zogen sich wie Kaugummi.
Wer sich für dieses Buch interessiert, weil mal wieder ein guter, englischer Krimi (am Ende noch mit einer Prise schwarzem Humor) auf die Leseliste soll, der sollte "Eine von uns" am besten gleich im Laden liegen lassen, denn es ist definitiv kein Krimi. Ein Spannungsbogen ist genauso wenig vorhanden wie ein roter Faden. Ach ja, und schwarzer Humor wird natürlich erst recht nicht geboten.

Untergliedert ist der Roman in vier Teile, die jeweils aus einer anderen Perspektive die Vorkommnisse schildern. Problematisch ist daran, dass es zum einen - von der vermissten Person einmal abgesehen - so gut wie keine Vorkommnisse gibt, und zum anderen ist von diesen vier Protagonisten einer farbloser als der andere. In Teil 1 begleitet man Deloris, eine Hausfrau, die gut geheiratet hat, oft "Dallas" schaut, und sich ansonsten für Schuhe und Klamotten interessiert - das ist dann schon ihr ganzer Charakter. In Teil 2 schwenkt die Perspektive zu Jim, dem Dorfvikar, der ein finsteres Geheimnis hütet. In Teil 3 ist Brian, der Dorfpolizist an der Reihe, der seinen behinderten Bruder pflegt. Teil 4: Stan, Supermarktfilialleiter mit - Sie ahnen es vielleicht schon - einem düsteren Geheimnis.
Leider machen ein paar Geheimnisse und Skandälchen die Figuren kein bisschen interessanter, und die häufigen Rückblenden in die Vergangenheit dieser Charaktere erzeugen nur mehr Seiten, aber leider nicht mehr Spannung. Zumal diese Rückblenden in der Regel auch weder mit dem Fox, noch mit laufenden Ermittlung zu tun haben. Welchen Sinn und Zweck sie erfüllen sollten, blieb leider völlig im Dunkeln.

An dieser Stelle möchte ich dann noch einmal anhand eines konkreten Beispiels auf den "roten Faden" zurückkommen: In Teil 1 versammelt sich die Nachbarschaft und möchte eine Bürgerwehr gründen, sich bewaffnen, in der Nachbarschaft patrouillieren und den Fox zur Strecke bringen. In den nachfolgenden Teilen ist nie wieder die Rede von diesem Vorhaben, weder erfährt der Leser, ob die Pläne sich zerschlagen haben, noch ob tatsächlich Nachtwachen durch die Straßen ziehen. Spätestens in Brians Abschnitt sollte das Thema aber eigentlich nochmal aufgegriffen werden, denn Polizisten sind in der Regel ja nicht die größten Freunde von Selbstjustiz und Lynchmobs.

Was meinem Enthusiasmus schon auf den ersten Seiten einen gehörigen Dämpfer verpasst hat, war eine Grabsteininschrift. Eine im Jahr zuvor verstorbene Dorfbewohnerin lebte von 1947 bis 1983, verstarb also im jungen Alter von 36 Jahren und hinterließ eine 26-jährige Tochter. Wer findet den Fehler? Zu meinem Bedauern ganz offensichtlich weder die Autorin noch der Lektor.

Da spätestens ab der Hälfte des Buches sowieso klar ist, worauf das ganze hinauslaufen wird und wer hinter dem Fox steckt, ging meine noch vorhandene Restmotivation leider gänzlich flöten, und ich quälte mich durch die restlichen Seiten.
Manchmal entschädigt mich ein talentierter Erzähler mit einem guten Stil für eine dünnere oder vorhersehbare Story, aber auch das findet man hier nicht. Es ticken schon mal Digitaluhren (S. 198 im Ebook), die "Girls" und "Boys" sind ständig "am Telefonieren" oder "am Gehen" - im Großen und Ganzen las es sich für mich mehr als holprig. Ob das nun an der Autorin oder am Übersetzer lag, kann ich leider nicht beurteilen.

Ich habe ehrlich keine Ahnung, was für eine Art Buch Harriet Cummings schreiben wollte. Möglicherweise einen Krimi, das ist aber leider nicht geglückt. Vielleicht sollte es auch eine Milieu-Studie, angesiedelt in der Thatcher-Ära, werden, aber dafür sind die Figuren viel zu platt und die ganze Geschichte zu einfach gestrickt. Auf meiner persönlichen Lesepleiten-Liste für 2017 hat "Eine für uns" jedenfalls gute Chancen auf einen der oberen Treppchenplätze.

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