Eine von uns

von Harriet Cummings 
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Eine von uns
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Trügerische englische Landidylle!

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Der arme Alfred Hitchcock...

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Inhaltsangabe zu "Eine von uns"

Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England. Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von ihnen der geheimnisvolle Fox sein? Harriet Cummings’ Debüt ist spannend, stilsicher und raffiniert – den Abgründen dieser Dorfidylle entkommt man nicht!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783552063358
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Zsolnay, Paul
Erscheinungsdatum:24.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    BaraFlvor 6 Monaten
    Wer ist die Eine?

    chon lange kein Buch mehr gelesen welches mich so verwirrt hat und bei welchem ich kaum weitergekommen bin.

    Der Beginn war sehr spannend und fesselnd, doch bereits beim dritten Kapitel hab ich mich nicht mehr ausgekannt worum es wirklich geht. Geht es um Deloris, ihre angeheiratete Familie und die unglückliche Ehe, geht es um Brian und seinen beeinträchtigten Bruder, geht es um die zurrückgezogen lebende Anna und ihre Mutter, geht es um die schrullige Cythia oder geht es um Jim, den Pastor bzw wäre da auch noch Stan, dessen Familie ihn verlassen hat oder Rick, der Campingplatzbesitzer. Den Fox, der das gesamte Dorf in Atem hält darf man natürlich auch nicht vergessen.

    Für mich waren es zuviele Handlungsstränge auf einmal, sodass ich der Geschichte leider nicht immer ganz folgen konnte. Das Ende war nicht ganz vorhersehbar und eigentlich tragisch.

    Cover hat mir gut gefallen, Schriftgröße ist auch gut lesbar. Trotzdem diesmal nur ein Stern.

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    tkmlavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Trügerische englische Landidylle!
    Fuchsjagd

    In dem beschaulichen englischen Städtchen Heathcoat geht der mysteriöse Fox um. Der Fox bricht in Häuser ein und beobachtet und bestiehlt deren Bewohner. Dabei nimmt er nichts Wertvolles sondern mit nur unbedeutende Kleinigkeiten. Die Einwohner sind mehr oder weniger beunruhigt von dem ganzen. Doch als eine von ihnen, die unscheinbare Anna, plötzlich unter seltsamen Umständen verschwindet, bricht langsam Panik aus. Jeder, der sich etwas anders benimmt, ist auf einmal verdächtig. Das Misstrauen untereinander wächst mit jedem Tag, an dem Anna verschwunden bleibt. Nicht nur einmal versammelt sich der wütende Mob, um den vermeintlichen Verdächtigen vorzuverurteilen. Und der Fox treibt unterdessen weiter sein Unwesen. Die junge zugezogene Deloris, der Laien-Vikar Jim, der Polizist Brian und der Supermarktleiter Stan versuchen alle auf ihre Art, Anna wiederzufinden. Und es kommen immer mehr Geheimnisse ans Tageslicht.

    Die Autorin Harriet Cummings verarbeitet in ihrem Buch etwas abgewandelt eine wahre Geschichte, die sich in den Achtzigern tatsächlich in der Gegend zugetragen hat. Mir hat die Erzählweise sehr gefallen. Die Perspektive wechselt in Erzählteilen zwischen einigen ausgewählten Hauptfiguren. Dabei geht es hauptsächlich um deren persönliche Geschichte, und wie sie selbst in Beziehung zu der verschwundenen Anna stehen. Interessant ist auch die Schilderung der gegenseitigen Sichtweisen auf die gleichen Geschehnisse. Die Charaktere sind in ihren guten und schlechten Eigenschaften sehr gut gezeichnet. Niemand ist hier der strahlende Held. Alle haben helle und dunkle Seiten, mehr oder weniger gut verborgen.

    Einige Abstriche muss ich machen, da das Geheimnis des Fox dem Leser relativ zeitig klar wird. Die Ereignisse sind dann in gewisser Weise bereits vorhersehbar, was mich zum Ende hin etwas gestört hat.
    Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen. Es gibt die Stimmung der Achtziger in der englischen Provinz perfekt wieder.


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    Sidnyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Der arme Alfred Hitchcock...
    ...als hätte Morpheus das Sandmännchen zu einer Packung Schlaftabletten geladen.

    Im Jahr 1984 versetzt der "Fox" ein englisches Dorf in Angst und Schrecken. Er dringt in Häuser ein, nimmt belanglose kleine Dinge mit, und hinterlässt unheimliche Spuren seines Eindringens. Als auch noch ein Dorfbewohner spurlos verschwindet, ist es mit der dörflichen Idylle endgültig vorbei.

    So zumindest die Theorie. Tatsächlich traf mich beim Lesen nichts als geballte Langeweile, die doch recht wenigen Seiten zogen sich wie Kaugummi.
    Wer sich für dieses Buch interessiert, weil mal wieder ein guter, englischer Krimi (am Ende noch mit einer Prise schwarzem Humor) auf die Leseliste soll, der sollte "Eine von uns" am besten gleich im Laden liegen lassen, denn es ist definitiv kein Krimi. Ein Spannungsbogen ist genauso wenig vorhanden wie ein roter Faden. Ach ja, und schwarzer Humor wird natürlich erst recht nicht geboten.

    Untergliedert ist der Roman in vier Teile, die jeweils aus einer anderen Perspektive die Vorkommnisse schildern. Problematisch ist daran, dass es zum einen - von der vermissten Person einmal abgesehen - so gut wie keine Vorkommnisse gibt, und zum anderen ist von diesen vier Protagonisten einer farbloser als der andere. In Teil 1 begleitet man Deloris, eine Hausfrau, die gut geheiratet hat, oft "Dallas" schaut, und sich ansonsten für Schuhe und Klamotten interessiert - das ist dann schon ihr ganzer Charakter. In Teil 2 schwenkt die Perspektive zu Jim, dem Dorfvikar, der ein finsteres Geheimnis hütet. In Teil 3 ist Brian, der Dorfpolizist an der Reihe, der seinen behinderten Bruder pflegt. Teil 4: Stan, Supermarktfilialleiter mit - Sie ahnen es vielleicht schon - einem düsteren Geheimnis.
    Leider machen ein paar Geheimnisse und Skandälchen die Figuren kein bisschen interessanter, und die häufigen Rückblenden in die Vergangenheit dieser Charaktere erzeugen nur mehr Seiten, aber leider nicht mehr Spannung. Zumal diese Rückblenden in der Regel auch weder mit dem Fox, noch mit laufenden Ermittlung zu tun haben. Welchen Sinn und Zweck sie erfüllen sollten, blieb leider völlig im Dunkeln.

    An dieser Stelle möchte ich dann noch einmal anhand eines konkreten Beispiels auf den "roten Faden" zurückkommen: In Teil 1 versammelt sich die Nachbarschaft und möchte eine Bürgerwehr gründen, sich bewaffnen, in der Nachbarschaft patrouillieren und den Fox zur Strecke bringen. In den nachfolgenden Teilen ist nie wieder die Rede von diesem Vorhaben, weder erfährt der Leser, ob die Pläne sich zerschlagen haben, noch ob tatsächlich Nachtwachen durch die Straßen ziehen. Spätestens in Brians Abschnitt sollte das Thema aber eigentlich nochmal aufgegriffen werden, denn Polizisten sind in der Regel ja nicht die größten Freunde von Selbstjustiz und Lynchmobs.

    Was meinem Enthusiasmus schon auf den ersten Seiten einen gehörigen Dämpfer verpasst hat, war eine Grabsteininschrift. Eine im Jahr zuvor verstorbene Dorfbewohnerin lebte von 1947 bis 1983, verstarb also im jungen Alter von 36 Jahren und hinterließ eine 26-jährige Tochter. Wer findet den Fehler? Zu meinem Bedauern ganz offensichtlich weder die Autorin noch der Lektor.

    Da spätestens ab der Hälfte des Buches sowieso klar ist, worauf das ganze hinauslaufen wird und wer hinter dem Fox steckt, ging meine noch vorhandene Restmotivation leider gänzlich flöten, und ich quälte mich durch die restlichen Seiten.
    Manchmal entschädigt mich ein talentierter Erzähler mit einem guten Stil für eine dünnere oder vorhersehbare Story, aber auch das findet man hier nicht. Es ticken schon mal Digitaluhren (S. 198 im Ebook), die "Girls" und "Boys" sind ständig "am Telefonieren" oder "am Gehen" - im Großen und Ganzen las es sich für mich mehr als holprig. Ob das nun an der Autorin oder am Übersetzer lag, kann ich leider nicht beurteilen.

    Ich habe ehrlich keine Ahnung, was für eine Art Buch Harriet Cummings schreiben wollte. Möglicherweise einen Krimi, das ist aber leider nicht geglückt. Vielleicht sollte es auch eine Milieu-Studie, angesiedelt in der Thatcher-Ära, werden, aber dafür sind die Figuren viel zu platt und die ganze Geschichte zu einfach gestrickt. Auf meiner persönlichen Lesepleiten-Liste für 2017 hat "Eine für uns" jedenfalls gute Chancen auf einen der oberen Treppchenplätze.

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    uli123vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir mehr verspochen. Zu viele Romanfiguren mit jeweiligen eigenen Geheimnissen.
    Angelehnt an wahre Begebenheiten

    Der Debütroman der Autorin ist angesiedelt in einem kleinen englischen Dorf im Jahr 1984. Die Häuser der Dorfbewohner werden von einem Unbekannten heimgesucht, den sie den „Fox“ nennen. Es gibt Schmutzspuren, kleine Dinge verschwinden, andere tauchen auf – kein großer Schaden, bis eine von ihnen verschwindet. Alle vermuten, dass die junge, beliebte, religiöse Anna vom Fox entführt wurde und machen sich auf ihre Suche. Schließlich misstraut jeder jedem.

    Die Autorin hat sich bei diesem Roman von echten Ereignissen in den 80ern inspirieren lassen. Erzählen lässt sie die Geschichte von vier Dorfbewohnern, die Anna kannten – der jung verheirateten unglücklichen Ehefrau Deloris, dem Dorfpolizisten mit eigenen familiären Sorgen, dem Seelsorger Jim mit einem Geheimnis aus seiner Vergangenheit und dem Supermarktangestellten Stan, der im Geheimen mit seiner eigenen Person kämpft. Nach und nach kommt zutage, dass es um die Dorfidylle nicht gut bestellt ist. Die Bewohner kennen sich eigentlich nicht wirklich. Jeder ist anders, als es zunächst scheint. Richtig gepackt hat mich das Buch leider nicht, obwohl ich die Leseprobe vielversprechend fand. Vieles erscheint mir zu umständlich erzählt und neue Abschnitte sind übergangslos aneinandergereiht. Ein wichtiger Hinweis an Leseinteressenten. Um einen typischen Krimi, wie es in der verlagsseitigen Buchvorstellung heißt, handelt es sich eher nicht. Von Interesse dürfte es eher sein für Leser, die Geschichten über verschiedenartige Charaktere mögen.

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    Petra54vor einem Jahr
    Kurzmeinung: typisch britisch
    typisch britisch - steif

    Eine von uns ist plötzlich verschwunden - und zwar eine überaus freundliche, fromme junge Frau, die Bewohnerin eines englischen Dorfes. In diesem Dorf bricht ein unheimlicher „Fox“ in Häuser ein, stiehlt aber nichts. Dabei lernt der Leser die Dorfbewohner und ihre Eigenarten und Lebensweisen kennen. Mir ist dies meist zu detailliert beschrieben und ich habe auch nicht ganz verstanden, was genau und warum dieser "Fox" in den fremden Wohnungen will. Außerdem wird zu viel angedeutet und nicht ausgesprochen. 

    Doch die Geschichte an sich überrascht und weckt die Neugier des Lesers. Er will wissen, wer dieser geheimnisvolle Fox ist und warum er die Bewohner beobachtet.

    Die Autorin beschreibt die Charaktere in typisch britischem Stil – etwas steif und mit leichtem Humor. 

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    G
    Gisevor einem Jahr
    Interessante Idee, Umsetzung nicht gelungen

    In einem kleinen Dorf in der englischen Provinz versetzt ein geheimnisvoller Besucher die Bewohner in Unruhe: Es wird nichts gestohlen, aber jeder fühlt sich beobachtet, in seinen Geheimnissen nicht mehr sicher. Ob es ein Fuchs war? Doch wie konnte er Türen öffnen, wie konnte er Sachen bewegen? Als eine junge Frau verschwindet, beginnt eine hektische Suche nach einem Schuldigen. Und jeder scheint etwas zu verbergen zu haben, jeder scheint verdächtig zu sein…

    Die Erzählungen in diesem Buch beziehen sich auf tatsächliche Ereignisse im Sommer 1984, als ein „Besucher“ die Menschen in seinem Dorf beobachtete. Die Autorin Harriet Cummings hat die damaligen Geschehnisse auf ihre eigene Geschichte umgeschrieben. Sie erzählt in einer Art Nachwort über die tatsächlichen Begebenheiten, die aber doch etwas verschieden sind von ihrem Plot.

    Man glaubt sich in diesem englischen Dorf wiederzufinden, wenn man sich in das Buch vertieft, es atmet die Atmosphäre des verschlafenen Provinznests auf, in dem jeder seine vorgeschriebene Rolle hat, jeder den anderen kennt und Neue sich erstmal in diesem Gefüge wiederfinden müssen. Ich fand es jedoch schwierig, mich im Gewirr der vielen handelnden Personen zu orientieren, vor allem am Anfang tat ich mich damit sehr schwer. Damit aber sind mir sicher einige wichtige Aspekte schon gleich zu Beginn verloren gegangen, und ich habe schwer in den Lesefluss zurückgefunden. Auch fehlte mir die Spannung in der Geschichte. Lediglich der Schluss bringt auf den letzten 30 Seiten noch ein bisschen Spannung auf, doch da dürften die meisten Leser schon längst auf der Strecke geblieben sein…

    Insgesamt eine interessante Idee zu diesem Buch, die m.E. aber nicht richtig gelungen ist. Dafür kann ich leider nur 3 von 5 Punkten geben.

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    Alexandra_Luchss avatar
    Alexandra_Luchsvor einem Jahr
    Eine von uns

    “Eine von uns” ist Harriet Cummings’ Debütroman und wird hoffentlich nicht ihr letzter bleiben. Inspiriert von einer wahren Geschichte, schreibt die junge Autorin einen ruhigen und doch tiefgründigen Roman über die kleinen Abgründe hinter ziemlich spießigen Fassaden.

    Angelehnt ist die Handlung des Romans an die Geschichte des “Fox”, der in den 1980er Jahren in England sein Unwesen trieb. Der “Fox” war ein mysteriöser Einbrecher, der in den Häusern seiner Opfer nicht wirklich etwas stahl, aber Kleinigkeiten durcheinanderbrachte oder sich bauartige Lager einrichtete. Die Einbrüche schürten Angst und Misstrauen unter den Dorfbewohnern, eine Atmosphäre in der jeder verdächtig schien. Und obwohl der echte Fall des Fox sich ganz anders aufklärte als im Roman, schafft es die Autorin mit ihrer Version, diese Atmosphäre gut zu transportieren und dazu eine wirklich bewegende Botschaft zu vermitteln.

    Man sollte bei all meiner Begeisterung über die tolle Atmosphäre und die Spannung des Romans nichts Falsches erwarten: “Eine von uns” ist ein sehr ruhiger und zurückhaltender Roman. Es gibt weder große Action noch riesige Dramen, es sind die feinen Zwischentöne die hier den ganzen Sog ausmachen.
    Fast ist es beim Lesen selbst ein bisschen so, als würde man in ganz normale Haushalte spähen dürfen. Denn die Geschichte wird erzählt aus vier Perspektiven von Personen mitten aus der Gemeinschaft des Dorfes. Durch ihre Erzählungen wird jedoch klar, dass alle Charaktere sich aus irgendeinem Grund am Rande der Gesellschaft wähnen, ob gefühlt oder tatsächlich sind sie Außenseiter, Dazugekommene und Einzelgänger. So lernen wir, dass diese “Gemeinschaft” eigentlich gar keine ist, weil es uns Menschen viel zu leicht fällt zwischen “denen” und “uns” zu unterscheiden.

    So geht es in diesem Roman also eigentlich ums Zuhören und um Menschlichkeit. Es geht um Menschen, die allen zuhören aber selbst nicht gehört werden. Und es geht darum, dass wir alle unserer Einsamkeit leichter entkommen würden, wenn versuchen würden uns gegenseitig besser zu verstehen.

    Diese schöne Botschaft ist verpackt in einen unterhaltsamen und spannenden, aber sanft erzählten Roman mit dichter Atmosphäre. Ich habe die Charaktere geliebt (zum Beispiel die gutmütige Deloris mit ihren viel zu bunten Träumen für die kleine Dorfwelt) und konnte im Stil der Autorin wirklich versinken. Ohne zu viel unnötigen Ballast, aber mit vielen winzigen Details war an dieser Geschichte für meinen Geschmack einfach kein Satz zu viel.

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    raven1711s avatar
    raven1711vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und gut durchdacht
    Spannend und gut durchdacht

    Rezension Harriet Cummings - Eine von uns

    Klappentext:
    Sommer 1984, ein Dorf in der Provinz in England. Alles beginnt ganz harmlos: mit dem Gefühl der Dorfbewohner, dass jemand in ihrem Haus war, mit Spuren von schmutzigen Schuhen auf der Treppe, fettigen Fingerabdrücken auf dem Badezimmerspiegel. Dann verschwinden Dinge, oder, noch rätselhafter, es tauchen andere auf. Bis schließlich eine von ihnen weg ist: Anna, die harmloseste, unscheinbarste von allen. Die Dorfbewohner beginnen sich zu bewaffnen, sie haben Angst vor dem Einbrecher, Angst um Anna und immer mehr auch voreinander. Kann einer von ihnen der geheimnisvolle Fox sein? Harriet Cummings’ Debüt ist spannend, stilsicher und raffiniert – den Abgründen dieser Dorfidylle entkommt man nicht!

    Meinung:
    Im Jahre 1984 geht ein Einbrecher, genannt "Der Fox", in der englischen Ortschaft ... um. Doch der Einbrecher stielt keine wertvollen Sachen, sondern nur eine Kleinigkeit, bringt Dinge in Unordnung und verängst die Bewohner, scheint er doch mühelos überall einsteigen zu können. Als dann auch noch eine junge Frau verschwindet, deutet alles auf eine Entführung durch den Fox hin. Hat Anna etwas gesehen? Wo ist sie? Immer mehr Hinweise werden vom Fox ausgelegt und alles deutet auf ein tödliches Ende hin. Und während die Polizei fieberhaft sucht, rüsten die Bewohner zu eigenen Verteidigungsmaßnahmen auf.
    Als ich die Inhaltsangabe zum ersten Mal las war ich direkt neugierig auf das Buch. Dank dem lieben Flo, den man bei Instagram als Literarischennerd finden kann, durfte ich auch bald in den Genuss dieses Buches gelangen. Der Einstieg gestaltete sich auch angenehm einfach und ich fand leicht in die Geschichte hinein. Die Autorin hat einen angenehmen Erzählstil, der hier von Walter Goidinger übersetzt wurde. Leider fühlt sich diese Erzählweise manchmal etwas oberflächlich an, so dass ich nicht immer leicht in die Charaktere hinein fand und ich immer das Gefühl einer gewissen Distanz beim Lesen hatte.
    Trotzdem mochte ich den Inhalt sehr gerne. Die Geschichte ist feinsinnig und spannend aufgebaut, weshalb es mir nicht schwer fiel, bis zum Ende durchzuhalten und der Auflösung entgegen zu fiebern. Wie es sich für einen Krimi gehört, rätselt man als Leser hier kräftig mit und stellt seine Theorien auf, wer denn nun der Fox ist und was seine Motivation sein könnte. Im Vergleich zu einem klassischen Ermittler-Krimi setzt sich hier die Geschichte aus den Eindrücken der Bewohner zusammen, was mir persönlich viel besser gefällt und mehr meinem Lesegeschmack entspricht.

    Fazit:
    Eine von uns ist ein durchaus unterhaltsamer Krimi, der mit einer gut durchdachten Geschichte punkten kann, die auch noch auf einer wahren Begebenheit beruht. Leider bleiben die Figuren manchmal zu distanziert, so dass man sich als Leser nicht immer gut in sie hineinversetzen kann. Dafür ist der Erzählstil sehr flüssig und gleicht das ein wenig wieder aus.
    Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor einem Jahr
    Enttäuschend

    Wenn man den Covertext liest und sich dazu das Cover anschaut, dann freut man sich auf die Lektüre. Doch bereits nach wenigen Seiten merkte ich, dass es nicht leicht sein wird, dieses Buch bis zum Ende zu lesen. 

     

    Und so war es dann leider auch. Ich quälte mich durch die Seiten, um endlich ans Ziel, das Buchende zu kommen. Die Geschichte war recht fad, es passierte nicht viel und manchmal drehte man sich mit den Figuren im Kreis. Ich konnte zu keiner der Figuren ein Verbindung aufbauen. Sie wirkten blaß und einfältig, sie waren schlichtweg uninteressant. Die Suche nach dem Fox hätte wesentlich spannender gestaltet werden können, aber leider war auch diese einfach nur zäh.

     

    Was mir gut gefallen hat, war der kritische Blick auf die Dorfgemeinschaft. Auf die festgefahrenen Strukturen, die schnellen Verurteilungen und die vielen Vorurteile, das Abschotten und das Misstrauen gegenüber Fremden konnte man in dieser Geschichte förmlich fühlen. Es verschaffte mir ein Unbehagen und auch einen leichten Widerwillen der Dorfgemeinschaft zu folgen. 


    Ich konnte mich leider nicht so sehr für dieses Buch begeistern. Es war mir zu zäh und die guten Passagen zu wenig.

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    kuechenqueens avatar
    kuechenqueenvor einem Jahr
    Etwas anderes

    Sommer 1984. In englischen Dörfern geht der Fox um. Er dringt in Häuser ein, stellt Gegenstände um oder baut Tierbauten in den Zimmern. Niemand weiß, wer er ist und was er damit bezweckt. Die Dorfbewohner verdächtigen sich gegenseitig - und bewaffnen sich. Doch wer steckt nun wirklich hinter dem Fox? Kann das Rätsel gelöst werden?

    Harriet Cummings hat sich hier einer wahren Begebenheit angenommen. Und diese Umsetzung ist ihr wirklich gelungen! Sie vermittelt die Stimmung in den Dörfern vortrefflich. Die Eigenheiten der Dorfbewohner sowie ihre Art und Weise mit der Situation umzugehen werden hier wirklich sehr gut dargestellt. Auch die Ecken und Kanten eines jeden Charakters setzt sie gekonnt um. Dieses Buch lebt nicht durch direkte Spannung. Man muß es auf sich wirken lassen, dann hat man hiermit wirklich gute Unterhaltung.

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